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Datum: 05.08.2013Stadt: Leipzig

Woodstock, Wacken und jetzt das Hellraiser. ANTHRAX machen derzeit Europa unsicher und überzeugen heute Abend Leipzig davon, wie lebendig Old-School-Thrash im Jahr 2013 noch ist. Mit im Gepäck haben sie sogar eine kleine Prise Glam, und zwar in Gestalt von FOZZY. Das Hellraiser ist gut besucht, wenn auch zur Abwechslung etwas mehr Platz als üblich zum Atmen übrig bleibt. Den Besuchern wird der überschüssige Sauerstoff im Verlauf des Abends nur gut tun, denn bereits die Wartezeit vor Beginn des Konzerts verspricht eine schweißtreibende Angelegenheit zu werden. Pünktlich um halb neun dann die Erlösung: das von der Bühne zum Mischpult gesendete Taschenlampenlicht ist wie immer das Zeichen, dass die Show beginnen kann.




.: FOZZY :.
Dass außerhalb der Bandauftritte grundsätzlich Konservenkost aus den Boxen scheppert, ist völlig normal. Aber der ACDC-Gassenhauer „Have A Drink On Me“ zählt eindeutig zum Programm von FOZZY, das merkt man an der einsetzenden Euphorie und ungeduldigen Stimmung im Publikum. Die fünf Musiker betreten die Bühne und liefern einen perfekten Auftakt zum bevorstehenden ANTHRAX-Gig, das steht schon nach dem ersten Song fest. FOZZY sind seit über zehn Jahren im Geschäft, für wen die Truppe aus Atlanta jedoch Neuland sein sollte, dem sei ans Herz gelegt: Anschnallen ist angesagt. Musikalisch entführen uns FOZZY zwar mehr in die Gefilde des 80er Hard Rock, fallen dabei allerdings durch eine Extraportion Speed auf. Optisch erweckt die Band hauptsächlich den Eindruck, sich im Heavy Metal wohl zu fühlen, an dem gewissen Maß Glam-Attitüde kommt dennoch niemand vorbei, wie u.a. die glitzernde Bassgitarre beweist. Hat man den Gurt also angelegt, fehlt nur noch die Sonnenbrille. Frontmann Chris Jericho trägt auch eine, dazu eine Jacke im Bling-Bling-Look. Nachdem er sich dieser aufgrund von brachialer Hitze entledigt, kommen die Zeichen seiner Vergangenheit ans Bühnenlicht. Jericho war vor seiner Musikerkarriere nämlich Profi-Wrestler. Irgendwie erscheint er in seinem jetzigen Auftreten wie eine muskulöse Mischung aus Bruce Dickinson und MacGyver. Keine Angst, er hat keinen Kaugummi für den Bombenbau dabei. Braucht er aber auch nicht, denn FOZZY schlagen ein wie eine Bombe. Die Fans grölen begeistert die – zugegeben meist recht poppigen – Refrains mit, die Spielfreude springt voll und ganz auf das schwitzende Partyvolk über. Ein geniales Revival der ersten Glam/Thrash-Dekade, eingehüllt in spritzige Moderne.




.: ANTHRAX :.
Wer bei FOZZY nicht mehr aus dem Staunen und Faust-nach-oben-Recken raus kommt, muss sich bewusst machen: Es geht erst jetzt so richtig los. Nach einer guten halben Stunde FOZZY-Action bekommt die Meute die Gelegenheit, ihre Bierreserven wieder aufzufüllen. Dann beginnt sie, die Zeitreise. Löst man sich von seinem momentanen Raum-Zeit-Empfinden, so entsteht der Eindruck, es handle sich um eine Release-Show für „Among The Living“. Mit dem gleichnamigen Song eröffnen ANTHRAX die Zeremonie und Joey Belladonna betritt die Bühne mit einer Ausstrahlung, mit der die wenigsten Frontmänner aufwarten können. Das Jahr 1987 wird zunächst nicht verlassen, weiter geht’s mit „Caught In A Mosh“ sowie „N.F.L.“. Dann ein großer Sprung in die Gegenwart. Eigens für das vom aktuellen Album stammende „In The End“ werden Banner aufgehängt, auf denen Ronnie James Dio und Dimebag Darrell dargestellt sind. Mit dem Song wird diesen Legenden gehuldigt. Besonders live fällt auf, wie sehr nicht nur Belladonnas Gesangsstil, sondern auch seine Bühnenpräsenz von Dio beeinflusst ist. Nun aber genug mit dem neuen Kram, es geht noch weiter zurück in die Vergangenheit, genau genommen zum ersten Song des ersten Albums: „Deathrider“. Sollten sich auf diesem Konzert Fans der neueren ANTHRAX-Musik tummeln, werden sie mit der Songauswahl wohl bitter enttäuscht, denn das durchschnittliche Alter aller gespielten Lieder liegt bei gut 22 Jahren. Zu verdanken ist das insbesondere den längeren Ausflügen in die frühe Zeit der Band, aber auch dem ACDC-Klassiker „T.N.T.“, den ANTHRAX überzeugend dicht am Original darbieten.




Allgemein fällt auf, dass sich die Setliste größtenteils aus Liedern der ersten fünf Alben zusammensetzt. Aus der Zeit von 1990 bis vor 2011 – also der John Bush-Ära – wird kein einziger Titel gespielt, nur die Auswahl aus „Worship Music“ weicht hinsichtlich des Alters gewaltig vom Rest ab. Damit machen ANTHRAX aber auch alles richtig, denn die Klassiker kommen beim moshwütigen Volk verdammt gut an. Einziger Mangel ist wie so oft der Sound. Für eine Vorband scheint es normal zu sein, schlecht abgemischt zu werden, damit der Headliner sich positiv von ihr abheben kann. Doch auch ANTHRAX wirken vom Klangbild viel zu undefiniert, Belladonna hat häufiger mit ekligen Feedbacks zu kämpfen und die Gitarren matschen sich durch die Songs, sodass diese ganz ohne Kenntnis sicher weit weniger Spaß machen – aber wer besucht ein ANTHRAX-Konzert, ohne die Lieder zu kennen? Eine Spielzeit von 85 Minuten ist zwar ganz vernünftig, aber leider viel zu schnell vorbei, wenn man sich doch gerade erst so schön auf den Trip in die wilden 80er des Thrash Metal eingelassen hat. Und doch bekräftigt das leicht wehleidige Gefühl, welches am Ende dieses grandiosen Konzerts bleibt, die verabschiedende Aussage Joey Belladonnas umso mehr: „You Can't Stop Rock'n'Roll!“ Recht hat er.




Setlist:
Among The Living
Caught In A Mosh
N.F.L.
In The End
Deathrider
T.N.T. (ACDC-Cover)
The Devil You Know
Indians
Medusa
Got The Time
Fight Em Til You Can't
I Am The Law
Madhouse
Antisocial

Peisestratos

Autor: Steffen Peise [Peisestratos] | 07.08.2013 | 11:27 Uhr
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