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Datum: 20.12.2011Stadt: München





Die schwedischen Melodic Death Metaller ARCH ENEMY konnten sich schon vor geraumer Zeit dank technischer Finesse und recht individuellen Stils an der Spitze ihres Genres etablieren – da vor nicht allzu langer Zeit mit „Khaos Legions“ das neue Album der Damen und Herren erschien, soll das natürlich auch ausgiebig betourt werden und so macht die Band am heutigen Tag im Münchner „Backstage Werk“ Station. In Zeiten ausladender Tourpackages ist es dabei schon fast exotisch, dass die Schweden mit „nur“ zwei Vorgruppen unterwegs sind – für die entsprechende Vielfalt ist jedoch allemal gesorgt, denn neben den Thrashern von WARBRINGER haben ARCH ENEMY auch die taiwanesischen Extrem Metaller CHTHONIC mit auf reisen genommen. Obendrein veranstalteten Angela Gossow und Co. im Vorfeld ihrer Tour noch einen Wettbewerb, der lokalen Bands einen Slot als Anheizer ermöglichen sollte, weshalb man sich am heutigen Abend auch noch auf einen „Local Support“ freuen darf.






.: DEVILATE :.
Nachdem die Gastgeber ARCH ENEMY im Vorfeld einen entsprechenden Wettbewerb veranstaltet haben, darf nun mit DEVILATE als erstes der „Local Support“ ran. Dabei fragt man besser nicht nach, wieso selbige aus Wien und nicht aus München stammen, da die Weltstadt mit Herz ja nun wahrhaftig genügend fähige Underground-Bands zu bieten hat und Wien auch nicht unbedingt vor der Haustür liegt – besonders „local“ ist das nicht. Davon abgesehen passen die Österreicher mit ihrem modernen Thrash Metal bestens ins übrige Billing und liefern in den ihnen zur Verfügung stehenden 30 Minuten auch eine absolut anständige Show. Sympathisch: Weil ihr eigentlicher Sänger Daniel Nicke mit Magen-Darm-Infekt im Bett liegt, haben sich die Jungens gleich zwei Aushilfs-Shouter besorgt, die sich nun die Pflichten am Mikrofon teilen und dank ihres professionellen Auftretens den Eindruck entstehen lassen, sie seien schon immer mit der Truppe unterwegs. Während ihre Musik als gradliniger Standart-Thrash im Fahrwasser moderner Hartwurst-Kapellen wie DEW-SCENTED abgetan werden kann, begeistern DEVILATE in technischer Hinsicht durch bestechende Präzision in Sachen Riffing und heizen das bisher noch recht spärlich vorhandene Publikum obendrein durch tolle zweistimmige Melodien an, die dank des von vornherein exzellenten Sounds auch bestens zur Geltung kommen. [metalviech]






.: CHTHONIC :.
Nach humanen 15 Minuten Umbaupause wird es Zeit für etwas Exotik, denn nun sind die taiwanesischen Extreme Metaller CHTHONIC dran. Die setzen auf eine recht ausgewogene Mischung aus Black- und Death Metal und würzen das Ganze dann mit asiatischen angehauchten Keyboard- und Saiten-Klängen. Während es der Formation ob ihres größtenteils recht aggressiven und verstörenden Sounds gelingt, stellenweise noch poppiger als DIMMU BORGIR zu klingen, macht die Formation nicht nur aufgrund der adretten Bassistin Doris Yeh optisch einiges her: Vornehmlich in eiskaltes bläuliches Licht getaucht verbergen sich Keyboarder und Schlagzeuger hinter lackierten Masken und Shouter Freddy Lim bringt im Kontrast zu seinem schmächtigen Äußeren viel Stimmgewalt und ordentliche Frontmann-Qualitäten mit. Auch technisch haben die Damen und Herren einiges auf der Pfanne und so brilliert Gitarrist Jesse Liu mit etlichen schmackhaften Soli und auch in Sachen Präzision kann man der Truppe aus Taipeh im Live-Betrieb keine Vorwürfe machen. Das entgeht selbstverständlich auch der anwesenden Hörerschaft nicht und so ist der Zuschauerraum beim Auftritt der Mannschaft aus Taiwan schon deutlich dichter bevölkert – insbesondere in den vorderen Reihen sind auch schon die ersten fliegenden Mähnen und schwingenden Fäuste sowie die ein oder andere emporgereckte Pommesgabel auszumachen, weshalb auch CHTHONIC ihr Job als Anheizer bestens gelingt. [metalviech]






.: WARBRINGER :.
Kurz kann man sich vorstellen, wenn die fünf Kalifornier von WARBRINGER ihren Old School-Thrash ins inzwischen gut gefüllte Backstage Werk ballern, wie es in den 80ern wohl bei SLAYER zuging: Eine Horde Halbstarker auf der Bühne, die so motiviert Krach machen, als würden sie nie mehr etwa anderes tun wollen und eine viel größere Horde Halbstarker vor der Bühne, die dazu abgeht, als hätte sie nie etwas anderes gemacht, als Thrash Metal-Bands zu feiern. Ein nicht geringer Teil des Publikums, leicht an dem passend zur Musik ‚klassischen‘ Outfit erkennbar, scheint gerade wegen den neuen Thrash-Helden heute Abend das Backstage abreißen zu wollen. Die Amerikaner garnieren ihre Mord-und-Totschlag-Songs live mit derart tiefen Death Metal-Riffs, wie man sie im sonst eher auf schnelle und hektische Riffs konzentrierten Thrash nicht alle Tage zu hören bekommt. Kommt gut an. Nur: Nach etwa zwanzig Minuten macht sich bemerkbar, dass, wie auch bei anderen Thrash-Bands der Fall, ein Knüppelriff 27 mal zu variieren dann auf Dauer doch nicht so spannend ist. Stehen halt doch nicht SLAYER auf der Bühne, aber Spaß gemacht hat’s allemal, wenn auch am Ende die Luft raus war. [nicki]

Living Weapon
Living In A Whirlwind
Shattered Like Glass
Demonic Ecstasy
Total War
Treacherous Tongue
Combat Shock






.: ARCH ENEMY :.
ARCH ENEMY hingegen singen zwar auch oft von Mord und Totschlag, sind aber auf Gutmenschen-Tour. Das äußert sich einerseits durch punkige Bühnenoutfits mit markanten Sprüchen wie „Resist“ usw. und Videoeinspielungen von randalierenden Jugendlichen. Angesichts der noch immer nur kurze Zeit zurückliegenden gewalttätigen Ausschreitungen in Städten wie London nicht nur unter modischen Gesichtspunkten eher geschmackfrei. Andererseits hat man aber, man höre und staune, Amnesty International auf der Tour dabei, die bei jedem Konzert Spenden sammeln. Daran könnte sich dann die eine oder andere Band, die auf den Bühnen auch immer große politische Reden schwingt, gerne ein Beispiel nehmen.
Praktisch sofort einsetzende, peinliche „Ausziehen!“-Rufe schmettert Angela Gossow inzwischen mehr als routiniert ab, was ihr im Gegenzug sofort Applaus des Publikums einbringt. Der zurückgebliebene Prolet versank wohl im Boden …
Nun, Musik wurde auch gemacht und das über neunzig kurzweilige Minuten. Angela grölt und röhrt wie eh und je, die Amott-Burschen schreddern ihre technischen und vertrackten Parts ebenso locker runter wie die melodischeren Kontraststücke. Die Band liefert eine tadellose Show ab, die nur mit dem überflüssigen Schlagzeugsolo sowas wie einen Durchhänger zu verkraften hat. Die Amott-Brüder begrenzen ihre beiden Soli dafür auf ein paar noch showdienliche Minuten.
Die Setlist bietet, wie zu erwarten, einen Querschnitt durch vor allem die letzten vier Alben, womit man dann auch nicht viel falsch machen kann.
Die beiden kleineren Videoleinwände links und rechts hinter den Musikern begleiten die Songs meist atmosphäretauglich und unterstreichen die von der Band mit ihren Outfits und immer zwischen Technik und melodischer Entspannung pendelnden Songs angepeilte Attitüde. [nicki]

Yesterday Is Dead And Gone
Revolution Begins
Ravenous
Enemy Within
My Apocalypse
Bloodstained Cross
Taking Back My Soul
Drum Solo
Under Black Flags We March
Dead Eyes See No Future
Chris Solo
Michael Solo
Diva Satanica
Dead Bury Their Dead
We Will Rise

Snow Bound
Nemesis


Unterm Strich bleibt die Tour einer Band, die technisch und songwriterisch über jeden Zweifel erhaben ist und sich sicher zur Oberliga im extremen Metal zählen kann; einer Band, die ausnahmsweise einmal ihre Ansprachen und Predigten [„Practice What You Preach!“] ernst nimmt und tatsächlich etwas gegen soziale Missstände unternimmt; einer Band, deren vielleicht einzige Schwäche in albernen und der nicht immer geschmacksicheren Metalszene geschuldeten Outfits und Artworks liegt, worüber man aber angesichts aller anderen Vorzüge gerne hinwegsieht. [nicki]

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 03.01.2012 | 12:39 Uhr
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