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Datum: 26.07.2002Stadt: Mainz

Endlich mal wieder ein schönes Konzert in meiner Gegend... Mit guter Laune fuhr ich nach Mainz und begutachtete als erstes das "Haus der Jugend", welches sich als verdammt klein entpuppte. Die Bühne war ca 20 Cm hoch und mit den Verstärkern, dem Drumkit und 2 Monitoren auch mehr als voll. Als MISANTHROPIC aus Mainz anfingen, waren nicht sehr viele Leute anwesend, was sich aber mit der Zeit ins positive änderte. Vielleicht lag es daran, dass einige nur wegen dieser Band gekommen waren. Überrascht war ich darüber, den Drummer von AGATHODAIMON/NOCTE-OBDUCTA hinter den Drums zu sehen, welcher mit MISANTHROPIC in einer weiteren Band vertreten ist. Musikalisch liegen MISANTHROPIC im schnelleren Deathmetal, welcher recht technisch ausgefallen ist. Der Gesang war schön aggressiv und bot mit der Musik schön viel Abwechslung. Auch wenn die Bühne nicht viel an Bewegung zuließ, flogen die Haare einzelner Musiker schon recht oft durch die (schlechte) Luft. Als nächstes kamen die "untrue-BMer" von HANDS OF FATE, die musikalisch gesehen recht heftigen Black/Deathmetal abliefern, aber sehr offensichtlich weder sich noch die ihre Musik sehr ernst nehmen. Spielerisch waren die Jungs auch nicht besonders fit, besonders das DISSECTION-Cover "Where dead Angels lie" wurde ziemlich schwankend dargeboten. Als Auflockerung der schlechten Laune, die man vielleicht aufgrund des extremen Sauerstoffmangels haben konnte, war es ein guter Auftritt, vor allem wenn man bedenkt, dass die Band sich selbst als "untrue" bezeichnet. ASARU aus Darmstadt hatten mit der schon erwähnten Luft in diesem Räumchen sehr stark zu kämpfen, was vor allem der Drummer Furiel zu spüren bekam. Trotzdem spielte er die sehr heftigen Blasts ohne größere Probleme, auch wenn er in den Pausen zwischen den Songs einen sehr leidenden Eindruck machte. Das absolute Highlight dieses Auftrittes war das obergeile SATYRICON-Cover von "Mother North", welches der Band aber sehr stark zusetzte. So gequält von der Hitze sah sich die Band dazu gezwungen, nach einem von ein paar Leuten "erzwungenem" METALLICA-Cover (For whom the Bell tolls), das Konzert frühzeitig zu beenden, es war den Musikern nicht mehr möglich länger zu spielen. Insgesamt war es ein lustiger Abend, der aus beschriebenen Gründen zu kurz war...

Bloodlord

Autor: Yannis Doe [Bloodlord] | 27.07.2002 | 20:17 Uhr
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