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Datum: 07.07.2007Stadt: Lörrach



Baden in Blut Open Air, Klappe die Dritte. Nachdem die 666 Tickets für das Festival im Vorjahr fast alle abgesetzt werden konnten, war es nur eine logische Konsequenz, das Kartenkontingent bei der am 07.07.07 stattfindenden dritten Ausgabe der Freiluftveranstaltung auf 777 Stück aufzustocken. Eine weise Entscheidung der veranstaltenden Metal Maniacs Markgräflerland, wie sich schon im Laufe des frühen Nachmittags herausstellen sollte: Die Sonne hatte ihren Zenit noch nicht lange überschritten, da machte auch schon die frohe Kunde vom ausverkauften Festival die Runde. Das Wetter half diesbezüglich sicher ein wenig mit, denn der Anti-Sommer 2007 machte an diesem Samstag eine wohl temperierte Ausnahme und verwöhnte die nach Lörrach gekommenen Metalfans mit Sonne satt. Das Baden in Blut konnte daher wieder im bewährten Naturpark Grütt stattfinden und musste nicht, wie im Vorfeld angedacht, bei zu schlechter Witterung in die Halle verlegt werden.


.: L’ESTARD :.
In der prallen Mittagshitze mussten die vom Bodensee angereisten L’ESTARD als erste Band ihren Mann stehen. Mit ihrem hauptsächlich im mittleren Tempobereich angesiedelten Death Metal überforderten sie die Banger in der ersten Reihe dann auch nicht gleich zu Beginn zu sehr. Frontsau Marius forderte die zu so früher Stunde noch nicht wirklich betrunkenen Zuschauer quasi im Fünf-Minuten-Takt zum Alkoholgenuss auf. Ein Appell, der bei den meisten sicher nicht nötig gewesen wäre. Doch auch auf niedrigem Promillelevel ließ sich das Baden in Blut mit L’ESTARD gut an, auch wenn mir die Tempoattacken im stampfenden Death Metal ein bisschen zu spärlich gesät waren.

.: PESSIMIST :.
Um den Auftritt der erst vor einigen Monaten gegründeten PESSIMIST gab es im Vorfeld einige Kontroversen. Stein des Anstoßes war der Gewinn beim Baden in Blut Bandwettbewerb, der dem Sieger einen Platz bei diesjährigen Open Air bescherte. Entscheidend für die Urteilsfindung war eine Publikumsabstimmung und so wurde dem deutsch-schweizerischen Quintett vorgeworfen, zu viele eigene Fans zum Wettbewerb mitgebracht zu haben. Ob dies nun der Fall war und wie man ein solches Verhalten bewerten müsste, soll an dieser Stelle jedoch nicht diskutiert werden. Fakt ist, dass die stilecht in alten SODOM-, DEATH., und SEPULTURA-Shirts angetretenen PESSIMIST mit ihrem Thrash Metal der ganz alten Schule den vor der Bühne Anwesenden eine gute Show bescherten und so jeden Zweifel über ihren Unterhaltungsfaktor im Keim erstickten. Musikalisch ist das ganze zwar noch ausbaufähig aber gemessen am geringen Zeitraum seit Bandgründung fällt dieser Kritikpunkt nicht allzu negativ ins Gewicht. Im Lauf des Konzerts durfte ein gewisser Daniel seiner Freundin Tina auf der Bühne noch einen erfolgreichen Heiratsantrag machen und mit dem DIMPLE MINDS-Cover „Durstige Männer“ war dann Schicht im Schacht. Die gute Tina wird wohl hoffen, dass sich ihr bald Angetrauter den Text des Songs nicht zu Herzen nehmen wird…

.: HELFAHRT :.
Wie sehr Pagan Metal im Kommen ist, zeigen nicht nur die Besucherzahlen beim alljährlichen Ragnarök-Festival in Lichtenfels. Auch das Baden in Blut zollte diesem Trend schon im letzten Jahr mit ELUVEITIE und EQUILIBRIUM Tribut. Daher gab es heuer mit HELFAHRT und XIV DARK CENTURIES die akustische Vollbedienung für alle Wochenend-Wikinger und Freizeit-Germanen. Das Methorn raus und auf in den Kampf. Mit ihrem Debütalbum „Sturmgewalt“ konnten HELFAHRT bereits für Aufhorchen in der Szene sorgen. Trotz einer verspäteten Anreise – dem schweizer Zoll sei Dank – legte der Fünfer aus München mit seinem Mix aus Folklore und melodischem Black Metal einen flotten Auftritt aufs Parkett und begeisterte so die Anhänger neuheidnischer Klänge.

.: XIV DARK CENTURIES :.
Ähnlich verhielt es sich natürlich auch bei XIV DARK CENTURIES, die die Steilvorlage ihrer bajuwarischen Kollegen dankend entgegen nahmen und weiter für ausgelassene Stimmung unter den Viking/Pagan Metal-Freunden sorgten. Mit ihrem „heidnischen Thüringer Metal“ versuchten die wie immer stilecht verkleideten Reenactment-Darsteller der germanisch-heidnischen Vergangenheit mit ihren Liedern neues Leben einzuhauchen. Den Ahnen zum Gruße folgte dem Ruf von XIV DARK CENTURIES eine beträchtliche Schar, die von den Ostdeutschen ein amtliches Brett serviert bekamen. Doch wie immer war auch dieser Auftritt Geschmackssache und so vertrieben sich nicht wenige Festivalbesucher die Zeit im lauschigen Biergarten.

.: ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET :.
THE CROWN gibt es leider nicht mehr. Doch da Schreihals Johan Lindstrand eben jenen ganz ohne Band nicht mehr voll bekommen hat, startete die Ein-Mann-Armee kurzerhand mit seinen vier untoten Musikanten durch. Auf Platte konnten mich die beiden seit dem 2005er Demo eingespielten „21st Century Killing Machine“ und „Error In Evolution“ leider nicht sonderlich vom Hocker reißen. Vor allem wenn man wie ich mit einer Träne im Knopfloch den seligen THE CROWN ein wenig nachtrauert. Positiv überrascht war ich daher vom stimmungsgeladenen Auftritt der Mannen um den passionierten Kotelettenträger Lindstrand. Das um ihn versammelte Quartett entpuppte sich entgegen wortwörtlicher Annahme als quicklebendig und feuerte eine amtliche Death/Thrash Metal-Breitseite ins Publikum. Während die Band mit „The Sun Never Shines“ an diesem Tag glücklicherweise nicht Recht behalten sollte, fand das rege Treiben mit „Bulldozer Frenzy“ vom Debütalbum ein sehr cooles Ende. Ganz vergessen konnte Lindstrand seine Ex-Band mit diesem Auftritt zwar nicht machen, doch die gnadenlos abgefeierte Darbietung an diesem Tag entschädigte für vieles Vergangene.

.: LEGION OF THE DAMNED :.
Heizte der schwedische Fünfer den BiB-Besuchern bereits mächtig ein, so legte die holländische Legion der Verdammten endgültig alles in Schutt und Asche. Beim aggressiven Tulpen-Thrash der Ex-OCCULT Musikanten gab es auch im Publikum kein halten mehr und eine intensive Stunde lang kreisten die Matten in Dauerrotation. Nach dem sinistren Clint Mansell-Intro ging es mit dem Titeltrack der aktuellen Scheibe „Sons Of The Jackal“ gleich in die Vollen. Weiterer Höhepunkt war mit Sicherheit das mächtige „Into The Eye Of The Storm“ vom ersten Album „Malevolent Rapture“. Zwischendurch verschenkte die Band dann in Folge eines kurzen Ratespiels ein Schwert mit den Unterschriften aller Musiker an einen glücklichen Fan, der sich seinen Gewinn auf der Bühne abholen durfte und sich nicht für ein paar gewagte Posereien zu schade war. Mit dem selbstbetitelten Stück „Legion Of The Damned“ beschlossen unsere Nachbarn das Set und verschwanden unter tosendem Applaus von der Bühne. Mit Sicherheit werden viele dieses Konzert als die beste Leistung des Tages in Erinnerung behalten.

.: MERCENARY :.
MERCENARY konnten da leider nicht ganz mithalten. Die sechs sympathischen Dänen spielten zwar einen souveränen Gig, doch den meisten Zuschauern steckte offensichtlich die bei LEGION OF THE DAMNED vorgenommene Verausgabung noch in den Knochen. Wie gelegen kam es da, dass der an neuere IN FLAMES und SOILWORK angelehnte, melodische Death Metal MERCENARYs mit einigen zum Teil verträumten Progressive-Parts à la NEVERMORE aufwartet und so für ein wenig Entspannung sorgte. Fazit: Auch die Dänen spielten einen sehenswerten Gig, auch wenn von Zuschauerseite her ein wenig die Luft raus war zu diesem Zeitpunkt.

.: DEW-SCENTED :.
Doch scheinbar stellte der MERCENARY-Auftritt nur die trügerische Ruhe vor dem nahenden Sturm dar: DEW-SCENTED! Eigentlich hätten an dieser Stelle zwar GRAVEWORM spielen sollen, doch diese fielen ganz kurzfristig krankheitsbedingt aus. Als Ersatz waren zuerst die badischen Deather DEADBORN angedacht, doch schließlich gewährten die Metalmaniacs Markgräflerland DEW-SCENTED den Vorzug. Diese ließen sich nicht lumpen und sprangen in die Bresche – und wie. Binnen kürzester Zeit verwandelten sie die Weidenkuppel des Naturparks in einen thrashigen Moshpit. Dem eigentlichen Headliner trauerten – wenn überhaupt – spätestens jetzt sicher nur noch die Allerwenigsten nach. So fand die dritte Ausgabe des Baden in Blut Open Airs durch DEW-SCENTED einen schweißtreibenden und würdigen Abschluss. Den endgültigen Zapfenstreich markierte danach nur noch der zweite Auftritt der stilechten Mittelaltertruppe HEIDENSPASS im „Biergarten“ des Festivals.


Langsam aber sicher mausert sich das Baden in Blut Open Air zur allsommerlichen Institution im südwestdeutschen Raum. Gute Organisation, nette Leute allenthalben, super Location – bitte in den nächsten Jahren mehr davon!

sk

Autor: Sebastian König [sk] | 21.08.2007 | 15:58 Uhr
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