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CD Review: Sombres Forêts - La Mort Du Soleil

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Datum: 25.08.2013Stadt: Gleisdorf




Ich war durchaus überrascht, als die Kanadier von SOMBRES FORÊTS dieses Jahr angekündigt haben, dass sie nicht nur ihr neues Album „La Mort Du Soleil“ veröffentlichen werden, sondern dass sie sich auch noch auf Europatour begeben werden. Auch die österreichische Metal-Szene hat offensichtlich Wind davon bekommen und so hat man die Düstermetaller am 25. August in den Kulturkeller in Gleisdorf [Steiermark] geholt. Um den Abend abzurunden, hat man außerdem noch die Kärntner Black Metaller von NEBELFRONT und ELLENDE aus Steiermark – die an diesem Abend ihre Album-Release-Show spielen – eingeladen. Ein schönes Line-Up also, das sich da dem oder der ZuhörerIn bietet und so mache auch ich mich auf in die Steiermark, um mir die Kanadier live anzuschauen. Im Kulturkeller angekommen, fallen zunächst einmal die fairen Preise für das schöne Puntigamer-Bier auf. Außerdem ist Martin von Sepulchral Records persönlich am Merchandise-Stand - auch die Mitglieder von SOMBRES FORÊTS mischen sich im Laufe des Abends immer wieder unter das Publikum - und hat einige T-Shirts [auch von anderen Bands seines Labels] und CDs dabei. Mit 20 Euro pro Shirt bewegt man sich zwar eher im oberen Preisbereich [für den Underground], aber so spart man wenigstens die Versandkosten aus Kanada. Pünktlich um acht Uhr geht es dann mit NEBELFRONT los und die kleine Konzerthalle beginnt sich auch langsam zu füllen.




NEBELFRONT

Ich muss gestehen, dass ich vor diesem Auftritt keinen Song von den österreichischen Schwarzmetallern kannte und ich deshalb nicht einschätzen konnte, was die vier Herren aus Kärnten hier so bieten würde. NEBELFRONT starteten gemächlich mit einem schönen Gitarren-Intro in den Abend und es schien nicht unpassend zu sein, dass der Bassist ein LES DISCRETS T-Shirt trug. Nach dem wirklich gut gespielten und sehr melodiösen Intro ging man nahtlos in den ersten Song über und knallte dem Publikum eine ordentliche Ladung melodischen Black Metals vor den Latz. Innerhalb von ein paar Minuten erkannte man, dass hier mehr als nur ordentliches Songwriting geboten wurde und der feine Sound [großes Lob an den Club und an den Mann hinter dem Mischpult] tat sein Übriges, so dass NEBELFRONT hier wirklich beeindruckend auftreten konnten. Im Laufe des Gigs gab es dann auch einmal einen kleinen Sängerwechsel und der Zweitgitarrist nahm das Mikro in die Hand, um für einen richtig schnellen und headbangtauglichen Song die Vocals zu übernehmen. Auch das klappte wunderbar und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Klar gab es hier und da noch kleinere Abstimmungsprobleme zwischen den vier Kärntnern und an dem einen oder anderen Songdetail lässt sich auf jeden Fall noch feilen, aber trotzdem zeigen NEBELFRONT hier eindeutig, was für ein Potential in ihnen schlummert. Irgendwo zwischen AGALLOCH, [alten] ULVER und diversen melodiösen [Pagan-] Bands dieses Genres angesiedelt, haben sich NEBELFRONT zwar ein Genre ausgesucht, das momentan mit Bands überflutet wird, aber die Österreicher haben auf jeden Fall das Können und das Talent auch nach dem Ende dieses Hypes überleben zu können. Daumen nach oben!




ELLENDE

Nach guten 20 Minuten Pause begann sich die Bühne erneut zu füllen und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit ganzen sieben Musikern stürmten ELLENDE die Bühne. Mit zwei Gitarristen und zwei Geigen/Violine-Spielern wollten die Steirer scheinbar in die Vollen gehen und die Veröffentlichung ihres ersten Albums ordentlich zelebrieren. Am Anfang musste deshalb auch auf der Bühne noch etwa Zeit investiert werden, um die verschiedene Instrumente zu stimmen und sie in der Abmischung ordentlich zur Geltung bringen zu können. Nachdem dies erledigt war, begannen ELLENDE mit ihrem Shoegaze/Depressive Metal und erinnerten dabei an Bands wie AUSTERE, ALCEST, WOODS OF DESOLATION und [aufgrund der Streichinstrumente] auch an DORNENREICH. Und auch wenn Frontmann und Mastermind Lukas dabei sehr beeindruckend den typischen Depressive Black Metal Frontmann zum Besten gab, konnte man nicht ganz leugnen, dass ELLENDE hier eher Musik zum Träumen und zum Verweilen zum Besten gaben und die metallischen Teile doch etwas in den Hintergrund rücken mussten. Außerdem tat man sich manchmal auch schwer die beiden Streichinstrumente wirklich zur Geltung zu bringen, was aber natürlich bei einem Live-Gig in einem kleinen Club durchaus nachvollziehbar ist. Trotzdem lieferten ELLENDE hier einen mehr als ordentlichen Gig ab und ernteten nach ihrem Auftritt mehr als nur Achtungsapplaus. Allerdings ist der Funken bei mir noch nicht wirklich übergesprungen, aber vielleicht muss man sich die Musik auch in aller Ruhe auch einmal zu Hause auf CD anhören, um sie wirklich erfassen zu können. Neugierig gemacht haben mich ELLENDE auf jeden Fall.




SOMBRES FORÊTS

Nach einer guten halben Stunde Umbaupause [außerdem mussten sich SOMBRES FORÊTS noch in Schale werfen] wurde der Kulturkeller dunkel und fünf Männer mit Masken und zerfetzten Gewändern betraten die Bühne von Gleisdorf. Ohne jegliche Ansagen oder Begrüßungen [es sollte während dem ganzen Gig kein Wort gesprochen werden] begannen SOMBRES FORÊTS zu musizieren und ließen ihre düstere Tonkunst auf das österreichische Publikum los. Und meine Damen und Herren, was für ein intensiver Gig! Wer mit der Musik der Kanadier etwas angefangen kann, der fühlte sich hier wie im Paradies – der Sound passte, die Bühnenshow war atmosphärisch ohne dabei kitschig und pathetisch zu wirken und SOMBRES FORÊTS spielten knapp 80 Minuten durchgehend ohne zwischen den Songs irgendwelche Pausen zu machen oder Zeit zu verschwenden. Stattdessen ließ man die Musik für sich sprechen und ganz Gleisdorf versank in den dunklen und stürmischen Wellen, welche SOMBRES FORÊTS erstehen ließen. Man wusste nicht, ob man zur Musik headbangen und die Fäuste in die Luft recken sollte, oder ob man einfach mit geschlossenen Augen dastehen und die Musik auf sich wirken lassen sollte. Mit solch einer Intensität und Authentizität wurde hier gespielt, dass ich auch Tage danach die Bilder und die Musik nicht aus meinem Kopf kriege. Vor allem Frontmann Annatar wirkte ganz in seinem Element und wusste das Publikum zu verzaubern. Neben einigen Tracks vom neuen Album [z.B. „Brumes“] gaben SOMBRES FORÊTS auch einige Klassiker zum Besten [z.B. „La Nuit“], wobei es mir schwer fällt, hier genaue Tracknamen zu nennen, da die Kanadier die Songs auch ineinander übergehen ließen und, wie schon gesagt, auf jegliche Ansagen verzichtet haben. Erwähnenswert ist noch, dass die ersten 60 Minuten des Gigs keinerlei Keyboard eingesetzt wurde – obwohl es die ganze Zeit auf der Bühne platziert war – und sich Annatar erst für die letzten Songs hinter das Instrument bewegte. Nachdem die letzten Töne verklungen waren, gab es von den Kanadiern eine kurze Verbeugung und so unprätentiös wie sie gekommen waren, gingen sie auch wieder von der Bühne und beendeten damit eines der wohl besten Konzerte des Jahres. Schade ist lediglich, dass das Publikum überschaubar war und auch nur wenige mit der Musik von SOMBRES FORÊTS vertraut zu sein schienen. Fans der Kanadier dürfte das aber nicht gestört haben, denn dieser Auftritt wird ihnen in Erinnerung bleiben. Ganz, ganz groß!

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 31.08.2013 | 11:26 Uhr
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