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Datum: 07.07.2005Stadt: Oslo

Über den Einfluss einer Band wie BLACK SABBATH muss man wohl keine großen Worte mehr verlieren. Müßig ist es auch zu versuchen, alle späteren Bands aufzuzählen, die durch Ozzy und seine Mannen beeinflusst wurden. Der Name BLACK SABBATH schwebt einfach in seiner eigenen Dimension, denn nicht nur einzelne Bands, nein sogar ganze Stilrichtungen innerhalb der härteren Gitarrenmusik gehen auf das Ende der 1960er in Birmingham gegründete Quartett zurück. Erinnert sei an dieser Stelle nur einmal an Doom Metal oder Stoner Rock. Aus diesem Grund sah ich es als meine oberste Bürgerpflicht an, mir für das Gastspiel im Osloer Spektrum auf dem Schwarzmarkt noch ein Ticket zu ergattern (das Konzert war offiziell binnen weniger Stunden restlos ausverkauft). Es handelte sich zwar um einen Sitzplatz, doch eine Band wie BLACK SABBATH möchte man – vor allem, wenn es das allererste Mal ist – nicht nur hören, sondern auch sehen.

Im Rahmen der wievielsten Reunion-Tour das Konzert stattfand war mir an diesem schwülen Sommertag auf dem Weg zum Spektrum eigentlich egal, ich war froh, die Gelegenheit beim Schopf ergriffen zu haben. Die Herren sind ja alle nicht mehr die Jüngsten und vor allem um Herrn Osbournes körperlichen Zustand (vom geistigen ganz abgesehen) konnte man sich in der letzten Zeit schon arge Sorgen machen. Die wilde Vergangenheit hinterließ ihre Spuren. Deutlich zu erkennen in jeder unsäglichen „The Osbournes“-Folge oder auch an seinem Auftritt bei „Wetten, dass..??“ vor noch nicht all zu langer Zeit. Recht gespannt war ich deshalb, neben dem rein musikalischen Aspekt, auf das Auftreten Ozzys on stage.

Als Vorband für die Großmeister fungierten SOULFLY. Die letzten beiden Lieder (u.a. einen SEPULTURA-Klassiker), bekam ich von den Brasilianern noch mit bevor sie die Bühne verließen. Die Spannung stieg und nach nicht all zu langer Umbaupause war über die Boxen Ozzys Stimme zu vernehmen. Es entwickelte sich ein munteres Call&Response-Spielchen zwischen ihm und dem Publikum, welches wohl auch in jedem Fußballstadion für gute Stimmung gesorgt hätte. Unterdessen wurden die letzten Sitzplätze besetzt und unten in der Stehplatzregion zog es die Leute vom Bier- und Merchandise-Stand in Richtung Bühne, wo das Spektakel endlich beginnen konnte.

Die Set-List konnte sich wahrlich sehen lassen, denn es wurde fast ausschließlich auf die sogenannten „Klassiker“ zurückgegriffen.. Und Songs dieser Kategorie haben BLACK SABBATH veröffentlicht wie fast keine zweite Band. Deshalb lässt sich auch darüber streiten, welches denn nun DAS BLACK SABBATH-Stück überhaupt ist oder über welchen Track sich die Fans an diesem Abend am meisten freuten, denn die Stimmung war – auch in den Sitzplatzregionen – permanent hoch. Die Freudentränen in die Augen trieben mir vor allem Songs der „Master Of Reality“-Platte. Und mal ehrlich, wen hält es bei Klassikern wie „After Forever“, „Sweet Leaf“ oder „Into The Void“ noch auf den Stühlen? Auch der Vorgänger „Paranoid“ kam natürlich mit u.a. „War Pigs“, „Electric Funeral“ und „Iron Man“ nicht zu kurz. Ganz nostalgisch wurde es bei Stücken des genialen, noch ziemlich dem Blues Rock verschriebenen 1970er Debüt „Black Sabbath“. Beim Kirchenglocken-Intro des gleichnamigen Openers herrschte eine einzigartige Gänsehautatmosphäre und das Spektrum glich einem Meer aus Feuerzeug-Flammen. Mister Osbourne lies es sich beim darauf folgenden „The Wizard“ nicht nehmen, die Mundharmonikaparts selbst zu spielen. Zumindest hörte es sich sehr echt an, eine gut gemachte Playback-Täuschung kann ich an dieser Stelle jedoch auch nicht ausschließen. Nach dem Ende des regulären Sets verabschiedeten sich die fantastischen Vier kurzerhand, nur um sich nach wenigen Augenblicken noch einmal von ihrer besten Seite zu zeigen. Richtig, zu einem richtigen BLACK SABBATH-Konzert fehlte doch noch irgendwas... „Paranoid“! Beim wohl bekanntesten Stück überhaupt stand das Publikum noch einmal Kopf. Abgerundet wurde dieser schöne Ausflug in die Vergangenheit der End-1960er bzw. 1970er Jahre dann noch durch einen letzten Kracher, nämlich „Children Of The Grave“.

Nach tosendem Applaus und einer Verbeugung ans Publikum machten die niemals um eine Reunion verdrossenen Herren dann die Bühne wieder frei und aus den Boxen vernahm man den Song „Changes“ aus der Konserve. Dass Ozzy in den letzten Jahren wahrlich Veränderungen durchgemacht hat, davon konnte sich an diesem Abend jeder überzeugen. Vom großen „Schock-Rocker“, der gerne mal einer Taube auf der Bühne den Kopf abbeißt ist jedenfalls nicht mehr viel übrig. Besonders schade ist es darum natürlich nicht, doch durch fast schon clowneske Einlagen trug Osbourne auch weiterhin dazu bei, sich zu einer Karikatur seiner selbst werden zu lassen. Es wäre eigentlich genug gewesen, den armen Menschen in den vorderen Reihen ein- bis zweimal Wasser ins Gesicht zu leeren. Doch nach dem etwa zehnten Eimer konnten einem die begossenen Pudel nur noch Leid tun. Lustig war’s jedenfalls nicht mehr. Genauso wenig seine peinlichen „Frosch-Sprünge“. Kleinere Versinger können nach all den Jahren immer mal vorkommen, doch ein klein wenig Selbstachtung sollte sich auch ein Ozzy Osbourne erhalten, auch wenn er – wohl gerade – wegen seiner Parkinson-ähnlichen Nervenkrankheit allen beweisen möchte, dass er noch immer zu einem großen Entertainer taugt.

So geht das Schlusswort nach einem vom musikalischen Aspekt her genialen Konzert dann auch an Ozzy zurück: „Von all den Dingen die mir verloren gegangen, habe ich am meisten an meinem Verstand gehangen...“. Wo er Recht hat...

sk

Autor: Sebastian König [sk] | 27.07.2005 | 16:28 Uhr
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