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Datum: 03.10.2010Stadt: Langen

Die Barden laden zum Konzert... und die Massen kommen.
Zu Gast sind wir heute in der Stadthalle Langen, wo BLIND GUARDIAN auf ihrer aktuellen "Sacred Worlds and Songs Divine Europe 2010"-Tour halt machen. Relativ pünktlich öffnen sich die Hallenpforten und der Run auf die besten [Steh-]Plätze beginnt. Die Organisation läuft recht reibungslos ab, leider ist zum späteren Zeitpunkt die Thekencrew ziemlich überfordert und so entstehen lange Anstehzeiten bei den Getränken. Die Preise für T-Shirts würde ich mit
20 Euro mal als durchschnittlich bezeichnen, leider sind bereits kurz nach dem Einlass schon viele Shirts in manchen Größen [z.B. M] ausverkauft. Ein Ärgernis für so manchen potenziellen Kunden.
Aber wir sind ja wegen der Musik gekommen...


.: STEELWING :.

Pünktlich um 19:45 Uhr betreten STEELWING die Bühne. Zwar wirkt deren skurriles Outfit zunächst etwas irritierend, doch musikalisch wissen die Schweden durchaus zu überzeugen. Bereits ab dem ersten Song geht das Publikum gut mit und macht es der Band äußerst leicht, einen super Gig hinzulegen. Besonders die markante Stimme
von Sänger Riley geht Powermetal-Freunden gleich ins Ohr. Durchaus eine sehr gute Wahl, STEELWING als Anheizer mit dabei zu haben.
[Spielzeit: 35 Minuten]





.: VAN CANTO :.

Als Nächstes sind nach nur viertelstündiger Umbaupause die Rakkatakka-Metaller von VAN CANTO an der Reihe. Diese genießen mit ihrem A Capella-Metal momentan eine Art Kultstatus in der Szene und werden vom ersten Lied an begeistert abgefeiert. Besonders bei den bekannten Coverversionen von "Rebellion" [GRAVE DIGGER] oder "Wishmaster" [NIGHTWISH] wird bis in die hinteren Reihen gut mitgebangt und -gesungen.
[Spielzeit: 35 Minuten]





.: BLIND GUARDIAN :.

Um 21:35 Uhr ist es dann endlich soweit. Mit einer dafür abgestimmten Lightshow und unter großem Jubel ertönt das bombastische Orchestral-Intro von "Sacred Worlds" aus den Boxen. Nachdem BLIND GUARDIAN die Bühne betreten, und die ersten Gitarrenklänge durch die Boxen schallen, ist schonmal eines klar - die Barden haben heute leichtes Spiel, zumindest was die Publikumsmotivation angeht. "Sacred Worlds" wird genauso abgefeiert wie die danach folgenden Songs der älteren Semester, die natürlich ebenfalls ihren Weg in die Setlist gefunden haben.


Die Band wirkt in dem zweistündigen Konzert äußerst motiviert und scheint, nach der langen Abstinenz, wieder richtig heiß aufs Touren zu sein. Kleinere Patzer, wie ein Gitarren-Verspieler bei "The Bard's Song" oder eine Textunsicherheit seitens Hansi, sind da natürlich leicht verzeihlich. Hier wird eben noch live gespielt. An diesem Abend dürfte für jeden GUARDIAN-Fan [fast] aller Epochen etwas dabei sein, denn geboten werden ganze 16 Songs von alt bis neu.

Zur optischen Untermalung der Show dient eine äußerst ausgeklügelte Lightshow samt großer Videoleinwand im Hintergrund, auf der hier und da zum jeweiligen Song passende Animationen oder Filmsequenzen gezeigt werden, sowie die obligatorischen Feuerschalen bei den ruhigen Akustiknummern.
[Spielzeit: 120 Minuten]


Setlist:
01. Sacred Worlds
02. Welcome To Dying
03. Born In A Mourning Hall
04. Nightfall
05. Fly
06. Time Stands Still [At The Iron Hill]
07. Time What Is Time
08. Valhalla
09. A Past And Future Secret
10. This Will Never End
11. A Voice in the Dark
12. Mirror Mirror
> Zugabe:
13. Punishment Divine
14. The Bard's Song - In The Forest
15. Wheel of Time
16. Imaginations From The Other Side



Sowohl BLIND GUARDIAN, als auch die Supportbands VAN CANTO und STEELWING können an diesem Abend mit großartigen Auftritten glänzen.

Abschließend bleibt zu sagen, BLIND GUARDIAN beweisen auch nach all den Jahren im Geschäft noch Mut zur Weiterentwicklung und zeigen auf dieser Tour wieder einmal eindrucksvoll so mancher momentan „gehypten“ Band, wo der Hammer hängt!

M

Autor: Manuel Roth [M] | 09.10.2010 | 11:40 Uhr
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