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Datum: 11.02.2008Stadt: Straßburg [F]



Nach den vereinzelten Konzerten in Deutschland im Vorjahr lud die US-amerikanische Grindcore-Legende BRUTAL TRUTH im Zuge einer weiteren Europatour zum Tanze nach Straßburg ein und eröffnete den beiden Freiburger Metalnews-Redakteuren somit die Möglichkeit, endlich diesen weißen Fleck auf der persönlichen Live-Landkarte zu tilgen. Nebenbei wurden noch die Lokalmatadoren INHUMATE sowie SUBLIME CADAVERIC DECOMPOSITION und FEHLGEBURT an den Start gebracht, sodass ein heftiges Billing für diesen Montagabend im Februar anstand. Und dass Konzerte, und vor allem Grindcore-Konzerte, in Straßburg immer ein wenig heftiger ablaufen und die französischen Fans eine ganze Ecke begeisterter zu Werke gehen, ist nun auch nicht erst seit gestern bekannt, sodass sich wie erwartet sehr schnell eine Stimmung in der Schnittmenge aus Abenteuerspielplatz, Wanderzirkus, Volksfest und Irrenhaus verbreiten sollte. Doch immer der Reihe nach…




.: FEHLGEBURT :.
Den Auftakt in einen einfach nur wahnsinnigen Abend markierte der Auftritt der aus dem grenznahen Lahr angereisten Grinder von FEHLGEBURT. Diese haben sich wie nur wenige andere Bands des Genres vor allem eines auf ihre Segel geschrieben: Dass Grindcore nämlich vornehmlich Krach in seiner pursten und primitivsten Form darstellen soll. Daher kann der Auftritt unserer fünf Landsleute auch an diesem Abend als voller Erfolg gewertet werden. Auch wenn die Songs den Wiedererkennungswert einer vierundsiebzigstelligen Zahl besitzen, machen FEHLGEBURTs Geschepper und Geschrei doch immer wieder Spaß. Den anwesenden Franzosen hat dies als Anheizer wohl nicht schlecht gefallen und so wird zwischen den ultrakurzen Kompositionen doch immer wieder artig Beifall geklatscht. Nach gefühlten 358 Liedern verlässt das badische Grindkommando schließlich die Bühne. Beide Daumen hoch und ‚Chapeau!’ für soviel Idealismus! [sk]




.: SUBLIME CADAVERIC DECOMPOSITION :.
Weiter ging es mit den Goregrindern von SUBLIME CADAVERIC DECOMPOSITION aus Paris, die von Anfang an mächtig Druck machten und die Anwesenden gehörig in Fahrt brachten. Dabei preschten die Songs der Franzosen bei einem nahezu perfekten Sound schön variabel durch die Gegend, da bei aller vorwiegend rasender Geschwindigkeit viele Crust-, Brutal-Death- und Punk-Einflüsse in Form von wuchtigen und direkten Abgeh-Parts in ihrem Material verwurstet werden. Das steht den Songs, die seit dem dritten und noch aktuellen Album sogar mit richtigen Texten ausgestattet sind, ausgezeichnet, sodass die Band um Front-Grunzer Seb verdientermaßen abgefeiert wurde und der knapp vierzigminütige Auftritt von SUBLIME CADAVERIC DECOMPOSITION auch alles andere als langweilig wurde. Daumen hoch! [soulsatzero]




.: INHUMATE :.
Nach der überzeugenden Show ihrer Landsmänner SUBLIME CADAVERIC DECOMPOSITION müssen sich die Lokalmatadore des Abends ganz schön ins Zeug legen, um da noch einen draufzusetzen. Leider erwischen INHUMATE bei diesem nicht leichten Unterfangen auch noch einen relativ miesen Sound, der zunächst nicht wirklich druckvoll in den Gehörgang dringt. Den Zuschauern scheint das jedoch egal zu sein, denn wie eh und je wird bei den Elsässern abgegangen, die Bühne gestürmt und per Kopfsprung ins Publikum wieder verlassen. Besonders aggressiv scheint bei diesem Konzert Frontsau Christophe gewesen zu sein, der früher eigentlich nur durch Gewalt gegen sich selbst [Mikrofon+Stirn=Blut] auffiel, dieses Mal aber auch den ein oder anderen lieb gemeinten Klaps für seine beiden Saitenhexer übrig hatte. Über die Setlist der vier Derwische noch groß Worte zu verlieren ist bei einem derartig mit Grindgranaten gespickten Repertoire zwar müßig, es sei jedoch erwähnt, dass keiner der Hits fehlte. Ob „Satyriasis“, „Underground“, „Blasted“ oder „The Fight“, bei jedem Lied konnte man sich ins Deathgrind-Nirwana moshen. Die aktuellste Erkenntnis zum Schluss: Auch die neuen Songs des kommenden Albums taten der Stimmung keinen Abbruch, reihten sich ein ins explosive Set INHUMATEs und steigern damit die Vorfreude auf die hoffentlich bald erscheinende, fünfte Full Length der Band. Was die eigens zu diesem Konzert vorbeigekommenen und begrüßten Arbeitskollegen von Gitarrist Damien zum Schauspiel auf und vor der Bühne meinten, konnte ich zum Schluss leider nicht mehr in Erfahrung bringen... [sk]




.: BRUTAL TRUTH :.
Was für ein Abend! Die drei bereits aufgetretenen Bands wurden schon ohne Ende abgefeiert und gerade bei SUBLIME CADAVERIC DECOMPOSITION und INHUMATE flogen schon buchstäblich die Fetzen, aber der Headliner aus den US of A stand ja noch aus! Und dieser hat bekanntlich eine ellenlange Liste an Liedern, die gespielt werden sollten und auch müssen! Das inzwischen auch nicht mehr so junge Quartett machte dann auch gleich Nägel mit Köpfen und zeigte allen Grind-Freaks, wo der Grindcore-Hammer hängt. Ein Geschoss nach dem anderen wurde erbarmungslos auf die Meute losgelassen, die anfangs leicht überfordert wirkte und sich erst mal aufs Zuschauen verlagerte. Sei es nun der lange Lulatsch Danny Lilker, der die Rampensau raushängen ließ, über Sänger Kevin Sharp, der im Schlapphut über die Bühne fegte und seine Screams raushaute, bis zum Ruhepol Erik Burke an der Gitarre und dem absolut durchgeknallten Drum-Tier Rich Hoak, der jeden Moment so aussah, als würde er in Anbetracht des Tempos seiner Parts entweder gleich kollabieren, vom Schemel fallen oder vor Freude laut brüllend um die Halle rennen wollen – da stand ein Stück Grindcore-Geschichte auf der Bühne! Und dass BRUTAL TRUTH es immer noch können, bewiesen sie mit oftmals noch schneller als auf den Alben gespielten Songs wie „Godplayer“, „Birth Of Ignorance“, „Dementia“, dem total genialen Cover „Sister Fucker“ von EYEHATEGOD – der überhaupt erst der Grund dafür war, dass sich die Band wieder zusammenraufte – oder „Displacement“ [„Need To Control“]. Dazwischen wurden einige neue Songs eingeflochten, die es ebenfalls mächtig in sich hatten und einen ICE bzw. TGV vor Neid erblassen lassen würden, wobei der letzte Song so neu war, dass es noch nicht einmal einen Text gab und der Shouter sich mit Zuschauern plaudernd und vor der Bühne stehend seine eigene Band anschaute und zuguckte, was die französischen Grindcore-Kids so alles in sein Mikro brüllten. Doch davor sollte sich erst einmal zeigen, dass BRUTAL TRUTH beileibe nicht nach 40 Minuten von der Bühne gehen würden, denn zu diesem Zeitpunkt wurde schlichtweg mit dem lässigen Kommentar „So, dann kommen wir mal zur zweiten Seite der Setlist!“ weitergeballert, was das Zeug hielt. Spätestens, wenn man sich anschaute, wie sehr die Meute abging, wie verdammt tight das Quartett auf der Bühne, die inzwischen sowieso buntes Stelldichein für Mosher, Stagediver und Headbanger war, agierte und dann noch ein Kommentar der Marke „So, wir spielen jetzt mal was Schnelles!“ rausgehauen wurde, war eigentlich klar, dass dieser Abend ein ganz fettes Kreuz im Kalender verdient hat. Nach 80 (!) Minuten war dann letztlich Schicht im Schacht und alle Anwesenden waren genauso ausgepowert und müde wie BRUTAL TRUTH. Ein furchtbar beeindruckendes Konzert einer überaus fähigen und durchgeknallt-genialen Band, die es noch mal wissen will beziehungsweise nie verlernt hat, was es heißt, gnadenlosen und ideenreichen Grindcore zu fabrizieren, der dem selbst gewählten Motto „For Drug Crazed Grindfreaks Only!“ alle Ehre macht. [soulsatzero]

Dieser Abend wird allen Anwesenden, inklusive aller Bandmitglieder, sicher noch lange im Gedächtnis bleiben. Man musste am Ende zwar auf Grund der nicht enden wollenden Zugabeforderungen des Publikums schon eine gewisse Standfestigkeit beweisen, auf der anderen Seite hat sich aber auch wirklich jede Sekunde dieser verrückten Show gelohnt. Die Zeit schien für einen Moment lang stillgestanden zu haben und alle Sorgen um Lichtjahre entfernt. Und nachdem sich die Backenmuskulatur nach dem breiten Dauergrinsen während BRUTAL TRUTH wieder etwas entspannt hatte, ging es kaputt aber glücklich wieder zurück in den heimischen Breisgau. [sk]

Bilder: sk sowie mit freundlicher Genehmigung von Daniel Blage

sk, soulsatzero

Autor: Sebastian König [sk] | 14.02.2008 | 16:20 Uhr
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