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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
Band(s): | Share:
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| Datum: 18.04.2011 | Stadt: München | ||||
Nicht zuletzt der Sieg der Speed Metaller SKULL FIST bei der jüngsten Ausgabe des „Rock The Nation“-Bandwettbewerbs mit anschließendem Plattenvertrag bei der Nuclear Blast-Tochter Noisart Records legt nahe, dass sich der Heavy Metal der alten Schule wieder wachsender Beliebtheit erfreut. Das sehen diverse Tourveranstalter offenbar ähnlich, weshalb mit SKULL FIST, ENFORCER und BULLET drei der heißesten Bands besagter Szene auf Tour geschickt werden. Auch das Aufgebot an entsprechend gekleideten Metalheads aus München und Umgebung, welche sich schon lange vor Einlass am „Backstage“ eingefunden haben, scheint diesen Eindruck zu bestätigen – betritt man mit dem „Werk“ jedoch die größte Halle des Areals, so wird schnell deutlich, dass die angetretenen Bands wohl nach wie vor eher für den Untergrund musizieren, denn die Räumlichkeit wurde mittels Vorhängen um ein gutes Drittel verkleinert. Im kleinen Kreis macht es aber oftmals ohnehin mehr Spaß, weshalb man sich von Derartigem nicht die Laune vermiesen lassen sollte…
.: SKULL FIST :. Von wegen Grünschnäbel: Die Metaller SKULL FIST treiben zwar erst seit fünf Jahren ihr Unwesen und haben gerade mal eine in Eigenregie produzierte EP auf Lager, im Live-Betrieb weiß die Band aber mindestens genauso zu überzeugen wie manch alteingesessene Formation. Die Truppe um Frontmann Jackie Slaughter gibt von der ersten Minute an Vollgas und während sich die Ansagen des Chefs hauptsächlich darauf beschränken, zwischen den Songs “Fuckin’ A, Munich!“ ins Mikrophon zu quäken, ziehen SKULL FIST in Sachen Bühnenpräsenz und Spielfreude alle Register. Eine halbe Stunde lang turnt die Saitenfraktion von einem Ende der Bühne ans andere und begeistert dabei scheinbar ganz nebenbei durch atemberaubende Leadgitarren-Eskapaden, wobei die Gitarristen Jackie Slaughter und Sir Shred wüst um die wette frickeln. Das Spektakel dauert immerhin eine gute halbe Stunde und heizt das Publikum schon mal ordentlich vor, weshalb man sich mit dem ANGEL WITCH-Cover „Angel Witch“ sogar noch zu einer Zugabe hinreißen lässt – bei so viel Energie und sichtlichem Spaß an der Sache werden es die nachfolgenden ENFORCER schwer haben, ihren Status als technisch brillanteste Band im Tourpaket zu behalten.
.: ENFORCER :. Nach angenehm kurzer Umbaupause ist auch schon ENFORCER-Zeit und die Schweden geben sich von Anfang an sichtlich Mühe, so viel Energie wie möglich mit ihrem Auftritt zu vermitteln – auch die schwedischen Saitenhexer sowie der zugehörige Tieftöner nutzen die gesamte Bühne als Spielwiese und posen sehr zur Freude von Publikum und Fotografen wie die Weltmeister. Im Zuschauerraum ist es mittlerweile richtig voll und da ENFORCER ihre Setlist zu einem umfassenden Best-Of-Programm ihrer beiden Alben gemacht haben, wird die Band auch standesgemäß abgefeiert - insbesondere bei „Into The Night“ und „Cry Of The Savage“, die sich bei Fans der Truppe schnell zu Klassikern mausern konnten, gibt es für die versammelte Menge kaum ein Halten. Zwar wirken die Schweden dank höheren Dienstalters etwas routinierter als ihre rüpelhaften Vorgänger, dank stimmlicher Hochform von Frontmann Olof "Enforcer" Wikstrand und gewohnt fulminanter Gitarrenakrobatik können aber auch ENFORCER auf ganzer Linie überzeugen – sehr schön!
.: BULLET :. Schon die ausgedehntere Umbaupause sowie das entsprechend umfangreichere Bühnenbild machen deutlich, dass sich BULLET seit ihrem Debüt von einer weitere Underground-Formation zu einer richtig großen Nummer entwickelt haben: Die um den sympathischen Dag Hell Hofer versammelten Schweden betreten die Bühne mit riesigem, beleuchteten Bandschriftzug im Hintergrund und haben obendrein ihre eigene, bestens abgestimmte Lightshow im Gepäck. Doch nicht nur das professionelle Drumherum inklusive Pyros macht BULLET zur spektakulärsten Band des Abends: Die Schweden mit dem ausgeprägten ACCEPT-Faible haben vielleicht nicht die technische Finesse ihrer Tourkollegen zu bieten, tun sich aber ihren gesamten Auftritt lang durch unerschütterliche Coolness und sympathisches Auftreten hervor. Neben Songs wie „Stay Wild“ und „Roadking“ darf zum Abschluss natürlich auch „Bite The Bullet“ nicht fehlen, womit auch BULLET das Beste aus ihren bisherigen Alben zu bieten haben. Dass die Truppe beim Publikum von vornherein einen Stein im Brett hat, ließ sich bereits im Vorfeld an der hohen Konzentration and Bandshirts ablesen, allerdings werden die Herren aus Växjö auch während ihres Auftritts mit Sprechchören und emporgereckten Fäusten zünftig abgefeiert – ist ja auch kein Wunder, denn BULLET haben satte 75 Minuten lang Heavy Metal pur zu bieten. Während sich die Neuankömmlinge SKULL FIST als Überraschungserfolg erweisen konnten, haben sowohl ENFORCER als auch ihre Landsleute BULLET gewohnt hohe Qualität geboten, was den Abend zu einem wahren Fest für alle Fans traditionellen Heavy Metals machte. Bei derart Leadgitarren-lastiger Musik, wie sie die an dieser Tour beteiligten Bands zu bieten haben, ist es obendrein schön, dass der Sound bei jeder der Formationen Glasklar aus den Boxen kam. Metalviech | |||||
| Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 13.05.2011 | 00:41 Uhr | |||||
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Kommentar von: Saxonman
06.06.2011 -- 21:09
Wir werden uns in Zukunft wohl daran gewöhnen müssen, dass auch tolle Namen vor kleinem Publikum spielen, wenn´s nicht gerade Freitag oder Samstag Abend ist.
Anscheinend bekommen auch die Metalfans in Zeiten von YouTube und DVD den Hintern nicht mehr vom Sofa!? Mir fällt auf, egal bei welcher Band, oftmals sind es gerade die "alten Metalheads", die live noch das Banner und die Faust in die Luft werfen... Meine Kumpels und ich würden sich über mehr Nachwuchs vor der Metalstage jedenfalls tierisch freuen...
Wenn man als altes Metal Urgestein eine Band wie VICIOUS RUMORS mit 50 weiteren Fans abfeiern muß, dann ist das schon sehr traurig! Wobei VICIOUS RUMORS nur eine Band von vielen ist...













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