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Datum: 05.03.2013Stadt: München



CANNIBAL CORPSE und DEVIL DRIVER auf Co-Headliner-Tour, dazu Brutal Death von HOUR OF PENANCE und Melodic Death von THE BLACK DAHLIA MUDER im Vorprogramm: Eine Mischung, die man sich als Fan extremer Klänge nur ungern entgehen lässt. Dass keine der teilnehmenden Bands mit einer richtig aktuellen Veröffentlichung aufwarten kann [kein Album ist jünger als zehn Monate], spielt dabei eigentlich keine große Rolle. Dementsprechend gut gefüllt ist das Backstage Werk in München bereits eine halbe Stunde vor Beginn und die Anwesenden sichern sich einen Platz mit guter Sicht oder tummeln sich noch am Merchandise-Stand, um sich mit neuer Garderobe auszustatten. Während alle Bands ihre Artikel offen präsentieren, prangt bei CANNIBAL CORPSE neben einem einsamen T-Shirt der Hinweis, dass das restliche Merchandise aus Jugendschutzgründen nur an Personen über 18 verkauft wird, und tatsächlich muss man selbst mit knapp dreißig Lenzen noch einen Ausweis vorzeigen, um sich die Shirts und Pullover überhaupt ansehen zu dürfen. CANNIBAL CORPSE und die Zensur, das ist eine Lange Geschichte, ob es sich jedoch wirklich um Auflagen der Stadt, des Veranstalters oder sonst einer höheren Instanz oder lediglich einen Marketing-Gag handelt, ist schwer zu sagen, denn eigentlich sind die Motive zum Teil vergleichsweise harmlos und bei den großen Online-Händlern frei verfügbar.






19:30 - 20:00 – Das Konzert beginnt pünktlich um halb acht mit der italienischen Brutal-Death-Metal-Band HOUR OF PENANCE. Musikalisch gibt es nicht viel zu beanstanden, dafür dass die Jungs schon einige Jährchen Erfahrung und ganze fünf Studioalben im Gepäck haben, wirkt die Show ein bisschen müde und statisch. Wenigstens der Bassist macht eine ganz gute Figur und auch Frontmann Paoli Pieri macht keine ganz schlechte Figur, ist aber durch seine Doppelrolle als Gitarrist und Sänger in seiner Bewegungsfreiheit stark limitiert. So richtig springt das schon recht zahlreich anwesende Publikum jedenfalls nicht auf die Show der Italiener an.






20:20 - 21:00 – Während ich mich mit dem überwiegend recht hohen Melodic-Death-Gekreische von Sänger Trevor Strnad – das stellenweise schon etwas gefährlich in Richtung CRADLE OF FILTH abdriftet – eher weniger anfreunden kann, ist der Typ in jedem Fall eine kleine Show für sich. Wie ein Gummiball springt er pausenlos von einer Seite der Bühne, wirft sich in Pose und spielt mit dem Publikum der ersten Reihen. Weitere Pluspunkte sammelt er bei mir durch sein Shirt der bayerischen Tech-Death-Formation DEFEATED SANITY, die erst kürzlich ein hervorragendes neues Album an den Start gebracht hat. Um sein schweißtreibendes "Workout" in der stickigen Luft des Backstage auch die vollen vierzig Minuten durchhalten zu können, entledigt er sich dessen jedoch im Laufe des Sets und präsentiert seine Wampe, die die nicht ganz unpassende Tätowierung "Heartburn" – Sodbrennen – ziert.

Zwar zieht Trevors extrovertiertes Auftreten einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich, doch auch seine Mitmusiker wissen genau, wie man sich auf der Bühne richtig in Szene setzt. Dadurch kommt auch das zuvor eher zurückhaltende Publikum endlich in Fahrt und wird im Laufe eines soliden Auftritts von THE BLACK DAHLIA MURDER immer weiter angeheizt.






21:20 - 22:20 – Besser im Griff haben ihr Publikum heute Abend nur DEVIL DRIVER, die ihr Set mit dem Country-Intro "Satan Is Real" von Hank Williams Jr. eröffnen. Frontmann Dez Fafara – mit riesigem Retro-Mikrofon bewaffnet, macht schnell klar, wie der Hase zu laufen hat und findet dabei einen nicht unerheblichen Teil der Meute hinter sich:

Dez: "When I say fuck yes, you say fuck yes... Fuck yes!"
Publikum: "FUCK YES!!!"

Gut, das wäre geklärt. Der obligatorischen Aufforderung zum Circle-Pit bedarf es dann eigentlich schon nicht mehr, denn vom ersten Titel an geht es vor der Bühne schon ordentlich ab. Den Shirts im Publikum und ähnlichem Merchandise nach zu urteilen, sind die DEVIL-DRIVER-Fans der Anhängerschaft der restlichen Bands zahlenmäßig gut überlegen – und was die Stimmung angeht sowieso! Nach einer knappen Stunde Death/Thrash ist der Spaß dann beinahe wieder zu Ende, Dez Fafara dankt den Tourkollegen der anderen Bands und widmet den voletzten Song "Clouds Over California" der Heimat Santa Barbara.

Den Bass bei DEVIL DRIVER bedient seit dem krankheitsbedingten Ausfall von Aaron "Bubble" Patrick BURY-YOUR-DEAD-Gitarrist Chris Towning. Während er wohl auch auf dem kommenden Studioalbum zu hören sein dürfte, hat sich Chris offenbar auch live bereits richtig gut eingelebt und schwingt sich zum großen Finale "Meet The Wretched" kurzerhand auf seinen Bassverstärker, um von dort aus weiterzuspielen. Aber auch das Publikum ist immer noch ganz bei der Sache und der Circle-Pit dreht und dreht und dreht sich unaufhaltsam weiter.

Eines steht nach diesem Abend fest: nicht zu unrecht stehen DEVIL DRIVER für einen Teil der weiteren Tourtermine in Großbritannien tatsächlich als Headliner auf der Bühne. Die dafür erforderlichen Qulitäten hat das Quintett jedenfalls eindrucksvoll unter Beweis gestellt.



SETLISTE:
End Of The Line
Cry For Me Sky
Dead To Rights
These Fighting Words
Not All Who Wander Are Lost
Pure Sincerity
Head On To Heartache
I Could Care Less
Horn Of Betrayal
Hold Back The Day
The Mountain
Clouds Over California
Meet The Wretched






22:50 - 00:00 – Passend zum Titel des aktuellen Albums spannen CANNIBAL CORPSE ihr Publikum mit einer unnötig langen Umbaupause nebst Soundcheck auf die Folter. Zwar wird die Band bei ihrem Auftritt mit gebührendem Applaus empfangen, aber sonst ist im Publikum erst mal ein bisschen die Luft raus. Zum Teil liegt das sicherlich auch daran, dass sich alle bereits bei DEVIL DRIVER ordentlich verausgabt haben und jetzt lieber erst mal andächtig lauschen.
Das trifft jedoch offenbar nicht für alle zu und so findet ein übermütiger Fan von der Seite den Weg auf die Bühne, wo er allerdings so schnell von einem der Sicherheitsleute überwältigt und abgeführt wird, dass die Band kaum etwas davon zu bemerken scheint. Erst gegen Ende des Auftritts hin treibt es dann eine kleine Flut von Crowdsurfern auf den Händen der Menge in Richtung der Bühne.

Der Sound bei CANNIBAL CORPSE ist – wie bei den Bands zuvor auch – ordentlich fett und gut gemischt. Lediglich in der Mitte des Sets treten ein paar nvervige Probleme mit Rückkopplungsgeräuschen auf, die die Soundcrew aber nach zwei Liedern auch wieder im Griff hat.
In puncto Gesang offenbaren sich dafür jedoch gravierendere Schwächen. Während die Texte auf den Alben doch meist gut zu differenzieren sind, klingen die Texte von George Fisher heute größtenteils nach relativ unartikuliertem Gegurgel. Das habe ich von ihm auf anderen Konzerten schon deutlich besser erlebt... oder ist das etwa nur der Trick, um in Deutschland verbotene Titel auch live spielen zu können? Immerhin finden sich ja auch zwei Titel vom jüngst indizierten, aktuellen Werk "Torture" auf der Liste der Amis. Ansonsten scheint der Frontmann von CANNIBAL CORPSE heute körperlich voll auf der Höhe zu sein und zeigt bei jeder Gelegenheit unermüdlich den "Propeller" in einer aberwitzigen Geschwindigkeit. Trotz Aufforderung versucht es das Publikum nicht einmal bei diesem Tempo mitzuhalten. Es wäre ohnehin zum Scheitern verdammt gewesen.

In gut 60 Minuten spulen CANNIBAL CORPSE ein respektables Best-Of-Programm ohne größere Überraschungen ab, bevor Frontmann Fisher mit "Hammer Smashed Face" den letzten Titel des Abends ankündigt. Doch noch bevor der Applaus verhallt oder das Publikum überhaupt eine Chance hat eine Zugabe zu fordern, lenkt Fisher ein:

"Remember when I told you this was our last song for tonight? ... I lieeeeeeeeeeeeed!"

Dann setzen CANNIBAL CORPSE mit "Stripped, Raped And Strangled" noch einmal einen drauf, bevor ziemlich genau um Mitternacht dann wirklich endgültig Schicht im Schacht ist.



SETLISTE:
Demented Aggression
Disfigured
Evisceration Plague
The Time To Kill Is Now
I Cum Blood
Encased In Concrete
Devoured By Vermin
Sentenced To Burn
Pit Of Zombies
A Skull Full Of Maggots
Priests Of Sodom
Unleash The Bloodthirsty
Make Them Suffer
Hammer Smashed Face
Sripped, Raped And Strangled

Autor: Michael Klimczak [Sm62] | 28.03.2013 | 01:56 Uhr
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