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Datum: 04.07.2012Stadt: Lindau




Wer hätte das gedacht? Nach dem etwas hüftlahmen „Evisceration Plague“ zeigten die US-Death-Metal-Veteranen CANNIBAL CORPSE mit ihrem aktuellen Output „Torture“ eindrucksvoll, dass sie zwar sicher nicht [mehr] den Todesblei komplett umkrempeln werden, aber durchaus noch das eine oder andere Ass im Ärmel haben. Keine große Überraschung also, dass die Amis nach der im Februar stattgefundenen „Full Of Hate“-Tour mit unter anderem BEHEMOTH – zu diesem Zeitpunkt war „Torture“ allerdings aller Planung zum Trotz doch noch nicht erhältlich – nun eine weitere Europatour zum neuen Album fahren, um das neue Material ausgiebig vorzustellen. Neben einigen Festivals, z.B. Extremefest und Hellfest, konzentrierte sich die gut fünfwöchige Tour jedoch auch auf altbekannte Clubs sowie Orte, an denen CANNIBAL CORPSE bislang noch nie aufgetreten waren – so zum Beispiel das „Vaudeville“ in Lindau, wo der Tourtross gemeinsam mit ABORTED und LAY DOWN ROTTEN an einem verregneten und gewittergeplagten Mittwochabend aufschlägt.




.: ABORTED :.
Und es anscheinend sehr genau mit dem Einhalten des Zeitplans nimmt, denn beim Betreten der Halle um um kurz vor 21 Uhr befinden sich die deutschen Deather LAY DOWN ROTTEN – dem ersten Eindruck nach bei reichlich mittelprächtigen Soundbedingungen – bereits in den letzten Zügen, d.h. beim letzten Song. Sorry an dieser Stelle! – Weiter geht es nach einer extrem kurzen Umbaupause also mit den belgischen Deathern von ABORTED, die Anfang des Jahres mit „Global Flatline“ einen richtigen Hammer vor dem Herrn abgeliefert haben und zumindest mich live sowieso noch nie wirklich enttäuscht haben. An diesem Abend will der Funke aber irgendwie einfach nicht überspringen, wobei die Band sich vielleicht auch selbst etwas zu viel von den Zuschauern erwartet hat. Nun ja, es ist ein Mittwochabend und das Publikum setzt sich spürbar eher aus älteren Semestern zusammen, die jetzt auch nicht mehr – nach bzw. vor einem neuen Arbeitstag – bedingungslos Vollgas geben können und wollen... Dennoch, auch wenn der Sound ein bisschen differenzierter sein könnte, sind solche Perlen wie „Origin Of Disease“, „Coronary Reconstruction“, „From A Tepid Whiff“ [wie überhaupt der Großteil vom aktuellen Output stammt] oder auch der Klassiker „The Saw And The Carnage Done“ nie verkehrt und zeigen auch die spielerische Klasse der belgischen Band um den wie irre hin und her springenden Shouter Svencho auf. So dürfte nach einer guten Dreiviertelstunde niemand wirklich enttäuscht sein, und der Auftritt ist insgesamt okay, aber dennoch: ABORTED habe ich auch schon wesentlich druckvoller und überzeugender gesehen.




.: CANNIBAL CORPSE :.
Womit es auch schon an der Zeit für den Headliner wäre, der sich während der letzten Jahre bekanntlich nicht nur zwischen den Songs immer längere Verschnaufpausen nimmt, sondern auch im Vorfeld deutlich länger als die Vorbands benötigt, um auf der Bühne zu erscheinen. Dies erfolgt dann kurz und knackig mit dem Opener von „Torture“, „Demented Aggression“, dicht gefolgt vom exzellenten „Sarcophagic Frenzy“ und dem wütenden Stampfer „Scourge Of Iron“, sodass die Marschrichtung schon von Anfang sehr klar wird, denn die Tour steht ganz klar unter dem Stern des neuen Albums. Somit wird nicht gekleckert, sondern geklotzt, sodass zudem „As Deep As The Knife Will Go“, „Encased In Concrete“ und das tolle „Crucifier – Avenged“ zum Zuge kommen. Natürlich dürfen aber auch Knaller bzw. Klassiker der Marke „I Will Kill You“, „I Cum Blood“, „Born In A Casket“, „Covered With Sores“, „The Wretched Spawn“ oder Aktuelleres wie „Priests Of Sodom“ [nein, diesmal wird „Fucked With A Knife“ und die dazugehörige, inzwischen ein bisschen überstrapazierte Ansage, ebenso wie „Devoured By Vermin“ übrigens, ausgelassen] nicht fehlen. Grundsätzlich also alles in Ordnung im Hause CANNIBAL CORPSE, die wie gewohnt sehr routiniert zu Werke gehen, ihr Programm abspulen und fast konstant die Matte kreisen lassen. Was jetzt gar nicht mal so negativ klingen soll, aber man weiß schlichtweg, was einen erwartet, da in musikalischer Hinsicht und auch auf der Bühne mit nichts Bahnbrechendem oder völlig Innovativem zu rechnen ist – aber das will ehrlich gesagt auch niemand, auch wenn der Ausdruck „gewollte/gelebte Stagnation“ nicht unberechtigt ist. Wobei das Quintett es diesmal geschickt bewerkstelligt, allzu große Pausen zwischen den Songs zu umschiffen oder auch wirklich mal zwei bis drei Nummern nahtlos am Stück runterzuzocken, um den Spannungsbogen nicht allzu häufig zu unterbrechen.
Dabei steht natürlich vor allem George „Corpsegrinder“ Fisher im Vordergrund, allein schon durch seine körperliche Präsenz, zumal er nicht umsonst „The neck with lips“ genannt wird; ähnlich scheint es dem Band-eigenen Mischer zu gehen, der es ein wenig übertreibt und den guten George viel zu laut in den Vordergrund mischt, sodass von den Gitarren bei den Gesangsparts dann deutlich wenig zu hören ist – schade! Und auch wenn CANNIBAL CORPSE natürlich die nötige Erfahrung durch das jahrelange Touren für sich beanspruchen können und es handwerklich/spielerisch rein gar nichts zu beanstanden gibt, ist nach einer Weile dennoch zu sehen, dass hier „alte Herren“ auf der Bühne stehen – insbesondere Rob Barrett macht trotz allen Abschädelns mit seinem immer lichter werdenden Haupthaar einen etwas müden und ausgelaugten Eindruck nach gut vier Wochen auf Tour; ich bin an dieser Stelle wirklich gespannt, wie lange CANNIBAL CORPSE noch dieses Tempo und die langen Touren durchhalten werden. Und ähnlich wie bei ABORTED scheint es dem „Corpsegrinder-Schorsch“ nicht genügend Begeisterung und Rückmeldung aus dem gut gefüllten Club zu geben, da er immer wieder – nicht ohne das eine oder andere Augenzwinkern – stänkert und die Meute anheizt und sich über den mangelnden Enthusiasmus [„I've been in louder graveyards!“] auslässt. Ob man das jetzt zur Show gehörend und sympathisch oder eben gerade nicht findet, genauso wie Image, Texte und Songtitel der Band, muss nach wie vor jeder für sich selbst entscheiden. In Sachen Songauswahl gibt es jedenfalls nichts zu bemängeln, wobei gerade bei den alten Sachen deutlich mehr Bewegung im Publikum entsteht oder andächtig mit dem Kopf mitgenickt wird [Rezensent inbegriffen, ähem...], sodass dieser Abend mit CANNIBAL CORPSE eine sehr solide, wenn auch gewohnt etwas spannungsarme Angelegenheit ist.



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 08.07.2012 | 20:46 Uhr
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