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Datum: 14.11.2014Stadt: Traun

Noch ist es in Österreich föhnig und warm und so ist es beruhigend, dass zumindest diverse Konzerte klirrende Kälte versprechen. Dazu gehört auch das „Celebrare Noctem Fest MMXIV“, welches am 15. November in Traun [Oberösterreich] stattfindet. Dabei sind nicht nur österreichische Bands [DYSTHEMIA, KRINGA, ESCHATON] zu sehen, sondern auch Italien [KULT, FIDES INVERSA], Frankreich [THE GREAT OLD ONES], Estland [THOU SHELL OF DEATH] und Griechenland [THE ONE] schicken Repräsentanten in das beschauliche Traun, um die Bühne zu rocken. Das Festival selbst beglückt die Fans mit Stoffbändchen und das ist für einen Eintrittspreis von 22,50 Euro eine mehr als faire Sache. Pünktlich um 15:30 Uhr betreten dann die Pagan Black Metaller von DYSTHEMIA die Bühne der „Spinnerei“ in Traun und der Spaß kann beginnen.

::DYSTHEMIA::

Erste Fans und Freunde des schwarzen Stahls haben sich schon eingefunden, als die erste Truppe mit ihrer Musik loslegt. Zwar sieht es direkt vor der Bühne noch ziemlich leer aus, aber in den hinteren Bereichen gibt es doch einige biertrinkende Zuhörer, die sehen beziehungsweise hören wollen, wie sich DYSTHEMIA als Opener schlagen. Und die Oberösterreicher machen das tatsächlich nicht schlecht. Druckvoll geht’s los, die Gitarren-Riffs und –Melodien sind gut hörbar und Oliver Kopp, Hüne von einem Sänger, wirkt schon rein äußerlich beeindruckend. Schade ist lediglich, dass der Gesang – vor allem direkt vor der Bühne – nicht ideal abgemischt ist [das wird den ganzen Abend ein Problem bleiben], was den einzelnen Tracks etwas Durchschlagskraft raubt. Macht aber nichts, DYSTHEMIA zeigen sich unbeeindruckt, spielen sich mit Leidenschaft durch ihr 30minütiges Set und präsentieren dabei auch die Songs ihrer aktuellen EP „Asche“ [REVIEW]. Musikalisch gibt es dabei während des ganzen Gigs wenig auszusetzen, wirken die fünf Herren doch sehr eingespielt und können ihre Musik, die schon auf CD zu gefallen weiß, live gut umsetzen. Lediglich an der Publikumsinteraktion könnte man noch etwas arbeiten. Als Opener hat man es zwar immer schwierig und ein Publikum anzuheizen, das hauptsächlich herumsteht und das erste Bier genießt, ist denkbar schwierig, aber Frontsau Oliver konzentriert sich etwas zu sehr auf das Böseschauen, anstatt zu versuchen, die Meute vor die Bühne zu kriegen und zum Headbangen zu animieren. Sei es wie es sei – musikalisch haben DYSTHEMIA ihre 30 Minuten Spielzeit exzellent genutzt und gezeigt, dass man sie ernst nehmen muss.

::KRINGA::

Nach circa zwanzig Minuten Umbaupause ist es Zeit für die zweite österreichische Underground-Band, die auf den wohlklingenden Namen KRINGA hört. Auf die Herren sind scheinbar mehrere Leute gespannt [siehe auch z.B. das Interview mit KULT] und so füllt sich so langsam auch der Bereich vor der Bühne. KRINGA versuchen auf ihren Platten und bei ihren Auftritten eigentlich eine mystisch-okkulte Atmosphäre zu erschaffen [so liegt beim Auftritt auch ein Knochenhaufen in der Mitte der Bühne], das klappt aber dieses Mal nur bedingt. Zum einen ist es ungünstig, dass die Truppe den Soundcheck in Alltagskleidung und ohne Corpsepaint bestreitet, und zum anderen will der Funke während dem Gig nicht ganz überspringen. Zwar geben sich KRINGA sichtlich Mühe, beherrschen ihre Instrumente und feuern auch einige geile Gitarren-Riffs in die Menge, aber wirklich mitgerissen wird man [zumindest am Beginn des Gigs] noch nicht. Dafür muss man lobend erwähnen, dass die Herren im Verlauf des Gigs immer stärker und intensiver werden und einige Zuschauer dazu gewinnen. Das Interesse ist auf jeden Fall groß und einige anerkennende Blicke haben KRINGA gewinnen können. Da sich auch der Merchandise-Stand nach ihrem Auftritt etwas geleert hat [vor allem die Tapes scheinen gut zu laufen], darf man annehmen, dass die Österreicher mit ihrem mysteriösen Black Metal einige schwarzmetallische Fans überzeugt haben. Nach 40 Minuten ist dann Schicht im Schacht und es wird Zeit, den Italienern von KULT eine Bühne zu bieten.




::KULT::

KULT haben letztes Jahr via Folter Records ihr zweites Album „Unleashed From Dismal Light“ veröffentlicht und damit einige Menschen begeistert [REVIEW]. Umso gespannter ist man, wie die Italiener ihre Songs live präsentieren. In Schlagwörtern: knackig, brachial, true und gnadenlos. Ohne großes Tamtam betreten die vier Mannen in Corpsepaint die Bühne und vor allem Frontmann Tumulash macht sofort klar, dass er hier in seinem Element ist. Frenetisches Headbangen, aggressives Kreischen und energiegeladenes Posen sind nur drei Eigenschaften, die den Frontmann von KULT auszeichnen. Dieser hat offensichtlich kein Interesse daran, sich hier mit einem etwas müden Publikum zu begnügen. Auch Gitarrist und Mastermind Kacele rockt ordentlich, während Bassist D. White eher den Ruhepol bildet. An den Drums kann man Thorns, den man von gefühlt tausend Black Metal Bands kennt, sehen, der routiniert und präzise sein Drumset bearbeitet und seine Mannen vorantreibt. Die Performance überzeugt auch musikalisch, denn die Italiener präsentieren ihren Old School Schwarzmetall arschtight. Vor allem beim schnellen „Specter’s Recurrence“ geht die Band steil und so liefern KULT ein erstes Highlight des noch jungen Festival-Tages. Ansagen oder Verabschiedungen sind nichts für echte Schwarzmetaller und so verlassen KULT nach 40 Minuten wortlos die Bühne.




::THE ONE::

Hinter dem Namen THE ONE verstecken sich Mastermind Alexandros [den man unter anderem von RAZOR OF OCCAM kennt, die bei MetalBlade unter Vertrag stehen] und Session-Drummer Vortigern. THE ONE sieht man live selten und so verwundert es nicht, dass sich die Halle zu füllen beginnt. Mastermind Alexandros hat zwar beim Soundcheck einige Probleme seinen Weihrauchkelch [oder was auch immer das genau ist] anzuzünden, aber irgendwann erfüllt dann doch ein herber Duft die Konzerthalle. Nur wenige Minuten später stürmt das Duo die Bühne und zeigt, wie Black Metal gespielt werden muss. Dass zwei Leute für einen ordentlichen Sound vollkommen ausreichen, weiß man ja spätestens seit INQUISITION und so verbreiten auch THE ONE ordentlich Chaos. Blickfang ist dabei sicherlich Frontmann Alexandros und seine schwarze Mönchskutte. Dieser nimmt den Gig sichtlich ernst, post und bangt als ginge es um sein Leben und lässt sich von seinem Freund Thorns – der sich inzwischen in der ersten Reihe eingefunden hat und die Band frenetisch bejubelt – ein Dosenbier öffnen. Echte Männerliebe in schwarzmetallischen Kreisen! THE ONE sorgen dann auch für ein zweites Highlight und ein wahrlich mystisches Erlebnis. Als im weihrauchverhangenen Saal plötzlich sakraler Gesang aus den Boxen ertönt [natürlich von einer Sample-Einspielung] beginnt Alexandros ergriffen mitzusingen und in diesem Moment passt einfach alles; wer sich auf die Musik einlässt [und sich voll auf die Bühne konzentriert], kann hier einen Moment purer Transzendenz erleben. Leider haben aber auch THE ONE mit dem teilweise ungut abgemischten Gesang zu kämpfen. Außerdem ist es auch etwas merkwürdig, dass die beiden Musiker schon nach gut 35 Minuten die Bühne verlassen, obwohl sie 50 Minuten Spielzeit zur Verfügung hätten. Nichtsdestotrotz ein starker Gig mit einem überragenden Moment und eine Band mit einem sehr sympathischen Frontmann.




::ESCHATON::

Während das Publikum nun genügend Zeit hat, um sich mit Bier einzudecken, können die Linzer ESCHATON in Ruhe ihren Soundcheck durchführen und ihr Banner aufzuhängen. Fans der spielenden Bands haben außerdem die Chance, mit den Musiker zu sprechen, denn nahezu alle Künstler treiben sich entweder in der Konzerthaller herum oder rauchen draußen vor dem Club. Eine mehr als entspannte und familiäre Atmosphäre stellt sich dementsprechend ein.
ESCHATON starten pünktlich mit einem Intro und dem darauffolgenden „Current“ in ihr 50minütiges Set. Und die Herren machen gleich einmal klar, dass es kein Corpsepaint und keine zerrissene Kleidung braucht; auf die Musik kommt es an [siehe dazu auch das INTERVIEW]. Eine begrüßenswerte Einstellung und die Herren haben – nicht zuletzt aufgrund ihres Heimvorteils – auch das Publikum auf ihrer Seite. Und mal ehrlich, welche Band außer ESCHATON traut sich, live ein 15minütiges Instrumental live vorzutragen? Richtig, die Mannen rund um Mastermind L.X. Sethnacht spielen neben zahlreichen anderen Songs ihres zweiten Outputs „Isolated Intelligence“ auch den Track „The Black Tunnel“. Das klappt erstaunlich gut, was wohl auch damit zu tun hat, dass den meisten Gästen die Musik der Linzer vertraut ist. So sind auch die vorderen Reihen ordentlich gefüllt und das Publikum freut sich sichtlich an den klirrend-kalten und durchdacht komponierten Songs. Auch die Vocals von Frontmann Sethnacht sind erfreulicherweise gut zu hören, insofern steht einem starken Gig nichts im Wege. Da der Auftritt schon fast zu professionell abläuft, ist es beruhigend, dass es beim letzten Track des Sets zu einer Verwirrung innerhalb der Band kommt und der Song abgebrochen und neu gestartet werden muss. ESCHATON und auch das Publikum quittieren dies mit einem Grinsen und bei solch einem familiären Festival kann das die Stimmung nicht im Geringsten trüben. Exzellenter Gig! So gibt es nur noch zwei Dinge zu sagen: Es wird Zeit für ein neues Album! Und warum wurde „A Storm To Purify This World“ eigentlich nicht gespielt?




::THOU SHELL OF DEATH::

Weiter geht es mit den Meistern der Monotonie THOU SHELL OF DEATH aus Estland. Das Trio baut erst einmal Kerzenhalter und verschiedene Backdrops auf, um die Bühne optisch etwas aufzuwerten. Wie Mastermind Ingmar im INTERVIEW selbst verraten hat, wollen die doomigen Black Metaller dem Publikum auch etwas Visuelles vorsetzen, während man die hypnotischen und immer gleich klingenden Riffs in die Menge schießt. Dabei haben allerdings auch THOU SHELL OF DEATH die auf diesem Festival üblichen Probleme damit, irgendetwas anzuzünden. Die zweite Kerze will zunächst einfach nicht brennen, aber nach zahlreichen Versuchen des Drummers Sander muss sie endlich klein bei geben. Dann betritt die Band die Bühne. Gitarrist Ingmar und sein Bassist betreten in grünen Mönchskutten die Bühne, während Drummer Sander auf dieses Gimmick verzichtet hat. Was nun folgt, kann eigentlich recht schnell beschrieben werden: 50 Minuten lang spielen THOU SHELL OF DEATH nahezu identische Riffs, die sie mit verschiedenen Synthie-Einlagen und den [extrem bearbeiteten] Vocals von Sänger Ingmar anreichern. Man kriegt also das, was zu erwarten war, wenn man die Debütscheibe der Herren [Linkname] kennt. Überraschenderweise funktioniert nicht das live sogar enorm gut. Es ist zu empfehlen, die Augen zu schließen und sich von der Musik und vor allem den BURZUMesken Synthies tragen zu lassen. Wenn einen die Riffs einmal gepackt haben, dann ist das ein besonderes Erlebnis. Das sieht wohl auch das restliche Publikum so, denn mehr und mehr Menschen kommen, um sich diesen Gigs genauer anzusehen. Es ist aber gut, dass der Spaß nach 50 Minuten ein Ende hat, denn irgendwann wird man aus diesem trancehaften Zustand herausgerissen [speziell dann, wenn unglücklicherweise auf einmal das Licht im Konzertsaal angeht] und dann sehnt man sich doch nach etwas Dynamik und einer Bühnenshow. Sébastian von THE GREAT OLD ONES hat übrigens Wort gehalten [siehe INTERVIEW] und hat im Publikum die Show von THOU SHELL OF DEATH genauestens verfolgt.




::FIDES INVERSA::

Drummer Thorns hat nun seinen zweiten Auftritt und bei FIDES INVERSA übernimmt er nicht nur die Drums, sondern auch die Vocals. ABSU lassen grüßen und hell yeah, der italienische Kampfdrummer macht das mehr als ordentlich. Publikumsmäßig scheint es überhaupt so, als wären die okkulten Black Metaller von FIDES INVERSA die heimlichen Headliner, denn so voll war es vor der Bühne den ganzen Tag nicht [und soll es auch nie mehr werden]. Düster und feurig legten die Italiener los, spielen im Verlauf des Gigs ihren Schwarzmetall mit voller Leidenschaft und gerade die frenetischen Vocals von Drummer Thorns wissen zu begeistern. Ansonsten bieten FIDES INVERSA das genaue Gegenteil von den Mannen von ESCHATON – viele mystisch-wirkende Gegenstände befinden sich auf der Bühne und die Musiker versuchen sich an dramatisch wirkenden Handgesten. Drummer Thorns wird außerdem laufend in rotes Licht getaucht und wirkt dadurch noch einmal einen Zacken bedrohlicher. Nicht immer hält diese bedrohliche Aura an, vor allem dann nicht, wenn die Saiten-Fraktion Probleme mit ihren Mönchskapuzen bekommt. Vor allem einer der nicht zu erkennen Gitarristen scheint mit diesem Kleidungsstück zu kämpfen zu haben. Aber was ein echter Schwarzmetaller ist, der lässt sich von solch einer Kleinigkeit nicht aufhalten. Die Band und das Publikum heizen sich gegenseitig mehr und mehr an und so verwundert es nicht, dass die Italiener gegen Ende schon fast frenetischen Applaus ernten. Die Herren wollen auch gar nicht mehr aufhören zu spielen und überziehen ihre Spielzeit von 50 Minuten sogar etwas. Auch nach dem Gig wird noch ausführlich über den Gig diskutiert und voller Begeisterung gesprochen; Traun haben die Italiener also auf jeden Fall überzeugt!




::THE GREAT OLD ONES::

Zum Abschluss betreten dann noch die Franzosen von THE GREAT OLD ONES gegen 23:00 Uhr die Bühne der „Spinnerei“ in Traun. In kühles Blau getaucht präsentieren sie ihren Black Metal mit Doom und Post-Rock Einschlägen. Beeindruckend sind dabei das einheitliche und professionelle Auftreten, der große Lovecraft-Backdrop und die handwerklich-perfekte Präsentation der Musik. Als aus den Boxen das Intro des aktuellen Albums „Tekeli-Li“ ertönt und man dementsprechend auf eine Reise in die Antarktis genommen wird [das Album ist eine Vertonung einer Horror-Geschichte Lovecrafts], gibt es kein Zurück mehr. Unweigerlich wird man in diese Welt gesaugt. Da brauchen THE GREAT OLD ONES auch keine großen Bühnenshow oder visuelle Untermalungen – eine durchdachte blaue Lichtshow reicht völlig aus, um die arktischen, oder besser antarktischen, Riffs der Franzosen perfekt in Szene zu bringen. Und den Lovecraft-Jüngern macht dieser Auftritt auch sichtlich Spaß, man muss lediglich einmal das Grinsen im Gesicht von Gitarrist Xavier Godard betrachten, um festzustellen, mit welcher Leidenschaft er diese Musik präsentiert. THE GREAT OLD ONES lassen auch im Verlauf ihres 50 Minuten Sets nichts mehr groß anbrennen und bringen diesen Festivaltag gelungen zu Ende. Die Mischung aus schwarzmetallischer Brutalität und sanften Klängen kommt dank des guten Sounds exzellent zur Geltung und so kann man sich mehr als einmal in den fragilen Momenten der Musik der Franzosen verlieren. Nach dem feurigen Auftritt von FIDES INVERSA sind THE GREAT OLD ONES perfekt geeignet, um alle etwas abzukühlen und das Publikum mit beeindruckenden Melodien in die Nacht – und entweder nach Hause, ins Hotel oder zur „Aftershow“-Party – zu treiben. Beide Daumen nach oben!

Der metallische Underground lebt von solchen Festivals. Er lebt von den kleinen, aber feinen Shows, die von Leuten mit Leidenschaft und mit Professionalität organisiert werden. Er lebt von Bands, die sich nicht zu schade sind, auch für ein kleineres Publikum alles zu geben und von Musikern, die sich gerne mit ihren Fans unterhalten und mit ihnen einen Tag verbringen. Insofern kann man vor allen [!] Bands und auch vor den Organisatoren dieses Festivals nur den Hut ziehen. Hier hat alles gepasst und man kann nur hoffen, dass auch im Jahre 2015 wieder der eine oder andere Wahnsinnige in Traun einschlagen wird!

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 17.11.2014 | 20:06 Uhr
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