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Datum: 01.06.2005Stadt: Wermelskirchen

Gold findet man bekanntlich im Dreck und gemäß dieser Westernhagen’schen Weisheit kann man momentan den Extrem-Metal-Untergrund in alle Richtungen abgrasen und befördert dabei stets das ein oder andere Kleinod ans Tageslicht. Dieses Mal tagte das Knüppel-Triumvirat CEPHALIC CARNAGE, GRIND INC. und POOSTEW im Wermelskirchener Bahndamm. Der Plan: „Grind that head that doesn’t grind“. Das Ergebnis: Völlige Anomalie. Aber lest selbst:

Zunächst gehörte die Bühne im wieder mal ordentlich gefüllten AJZ den Nachwuchs-Grindern von POOSTEW. Was sich schon auf dem aktuellen Longplayer „Struggle“ andeutete, fand live seine Bestätigung: Die Jungs haben vor, Richtung Nähmaschinen-Thron zu stürmen. Der melodische Grind der Münsteraner wurde so frisch und unbekümmert vorgetragen, dass die Meute die vier Hänflinge auf der Bühne sofort in ihr Herz schloss und völlig abfeierte. Das schien den geil hektisch-hysterisch agierenden Frontmann Christian so anzuspornen, dass er nach den ersten ca. zehn Songs (also nach knapp sieben Minuten) sogar warm genug für die erste Ansage war. Prächtig! Der melodische aber ultraharte und gleichzeitig technische Grind des Quartetts bretzelte nicht nur mich in Ekstase. Was für Mörderbreaks, was für eine Energie. Klar mussten die Jungs noch mal für eine Zugabe zurückkehren und hinterließen ein vernünftig aufgeheiztes Völkchen.

Letzteres kannte die Debütscheibe von GRIND INC. anscheinend schon recht gut, denn die Krefelder wurden von stürmischem Beifall empfangen und holzten dementsprechend gut gelaunt los. Witzig anzusehen war zunächst, dass die beiden Shouter der Truppe anfangs den Eindruck erweckten, die Bühne sei zu klein für sie. Zwei Schritte vor – Ende, zwei Schritte zurück. Also los Jungs – ab auf die Festivals, wo auch mal Laufpensum angesagt ist! Musikalisch war bei GRIND INC. alles im Rahmen, heißt – die Songs funktionierten live ebenso schlagfertig wie auf Platte und die musikalische Umsetzung war meines Erachtens auch völlig souverän. Publikum und Band feierten was das Zeug hielt und so freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen mit den rheinischen Ballerbrüdern.

Auf CEPHALIC CARNAGE freut man sich sowieso immer, denn eins ist wohl jedem klar: Auch wenn das aktuelle Album „Anomalies“ nicht mehr so sperrig und verdreht daherkommt wie seine Vorgänger ist die Mucke der Amis doch beinahe ausschließlich live zu genießen. Denn nur bei einem Konzert kommt der Wahnsinn, den Gitarrentier Zac, Bassmonster Jawsh und ihre Crew veranstalten, völlig authentisch beim Zuhörer an, ohne dass der sich dauernd fragt, ob er gerade vier verschiedene Platten laufen hat.

CEPHALIC CARNAGE



Zum Gig: Vom ersten Ton an war klar, dass die Jazz-Grinder nicht vorhatten, großartige Spannungsbögen in ihren Set einzubauen. Sofort tobte der Fünfer übers Parkett als hätte es die letzten Tage nur Red Bull gegeben. Neben den neuen Granaten „Sleeprace“, Kill For Weed“ oder „Dying Will Be The Death Of Me” wurde das sich permanent in Trance moshende Publikum auch mit vielen alten Perlen belohnt, deren wertvollste wohl das irre „Lucid Interval“ war, das wie immer von dem großartigen „Cannabism“ eingeleitet wurde. Dass sich bei diesem Inferno der musikalischen Genialität niemand aus Verzweiflung die Kleider zerriss, ist ein Mysterium. Was man erleben durfte, war einer der größten Moshpits, die das AJZ jemals gesehen hatte (zeitweilig tobte der ganze Raum durch die Runde), verrückte Crowdsurfer, die beinahe die Diskokugel von der Hallendecke getreten hätten und CEPHALIC-Musiker, die zwischen ihren orgiastischen Klangeskapaden locker mal ein Bierchen (!) auf der Bühne schlürften. Man würde meinen, dass man als Performer solcher Musik doch so nüchtern sein müsse wie Slash unmittelbar nach der 45. Entziehungskur – aber was soll’s: ist ja schließlich nur Rock’n Roll! Shouter Lenzig war’s trotz allen Irrsinns nie genug – immer wieder spornte er die Meute zu noch heftigeren Moshzirkeln an und brüllte sich kurz danach die hanfgeschwängerte Seele aus dem Bauch – Hölle, Hölle, Hölle! Als Fazit bleibt mir nur, mir zu wünschen, dass CEPHALIC CARNAGE mal durch einen komischen Zufall auf der stinklangweiligen Düsseldorfer Jazz-Rally landen. Die Welt wäre danach nicht mehr dieselbe. Meisterhaft!

Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 05.06.2005 | 15:24 Uhr
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