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Datum: 10.12.2011Stadt: Geiselwind



Hatte der gestrige Tag des diesjährigen „Christmas Metal Festivals“ noch konsequent im Zeichen traditioneller Heavy bzw. Power Metal-Klänge gestanden, wird es diesmal deutlich düsterer und heftiger, tummeln sich heute doch überwiegend Kapellen aus dem Black, Death und Extreme Metal-Genre auf der Bühne der überdimensionierten Eventhalle, denn die Organisatoren und Promoter haben findigerweise den zeitgleich Deutschland verwüstenden „Hatefest“-Tross einfach mit ins Billing integriert.

.:EQUILIBRIUM:.
Los geht’s für mich mit den deutschen Pagan Metallern von EQUILIBRIUM, die allerdings bereits in den letzten Zügen ihres Auftritts liegen, der, vor – im Vergleich zum Vortage - nicht mal halb voller Hütte, ordentlich Applaus erntet.

.:CALIBAN:.
Der Umstand, dass ausgerechnet eine Metalcore-Band wie CALIBAN auf ein ansonsten ziemlich schwarzmetallisches bzw. todesbleiernes Billing gerutscht sind, sorgt zwar durchaus für willkommene Abwechslung in Sachen Sound, allerdings auch für noch weniger Andrang vor der Bühne.
CALIBAN und Frontmann Andreas Dörner bringt das allerdings gar nicht aus der Ruhe und so zocken die Essener Metalcoreler routiniert ihr Set 'runter. „I Will Never Let You Down“ [von „The Awakening“ von 2007] sorgt dann zwar für einen Mini-Moshpit und beim nächsten Song läßt sich die anwesende Core-Klientel in ihren EMMURE-Kapuzenjacken von Frontmann Andreas mit wohlgesetzten Worten sogar noch – in aller Freundschaft - zu einer klitzekleinen „Wall Of Death“ animieren, aber insgesamt sind CALIBAN sicherlich größere Crowds und v.a. wesentlich mehr Publikumsresonanz gewöhnt.
Als – eher entbehrliche – Zugabe gibt es dann auch noch ein Cover des RAMMSTEIN-Schlagers „Sonne“, das aber durchaus gut anzukommen scheint.

.:TRIPTYKON:.
Richtig voll ist es auch beim anschließenden Gig von Tom G. Warrior und TRIPTYKON nicht, aber das ist sowas von egal, denn der sinistre Schweizer und seine Schergen geben von Anfang an „Vollgas“ und beginnen ihr Set mit dem CELTIC FROST-Klassiker „Procreation Of The Wicked“ bzw. Meister Warriors Trademark-“Ugghh“.
Weiter geht es mit „Goetia“ und, erneut keltisch klirrend kalt, „Circle Of The Tyrants“, bevor der Frontmann, sardonisch grinsend, seinem Publikum „Guten Abend und Fröhliche Weihnachten!“ entbietet.



Der Parforce-Ritt durch TRIPTYKONs bisherige, noch recht übersichtliche Diskographie, garniert mit weiteren CELTIC FROST-Schmankerln wird mit „Descendant“ fortgeführt, bevor mit „Into The Crypt Of Rays“ erneut die CF-Kult-EP „Morbid Tales“ bedacht wird.
TRIPTYKON-Gitarrist V. Santura ist dank nahezu konstanten Headbangens – neben Bassistin Vanja mit ihrem umgedrehten Aschekreuz auf der Stirn – sowohl für die passenden Riffs, als auch für ansprechende Optik zuständig, während Mainman Thomas Gabriel Fischer konsequent grimmige Miene zum bösen Spiel macht. Der pechschwarze Doomsound des Quartetts erdrückt jedenfalls alles, so dass es mehr als bedauerlich ist, als mit „The Prolonging“ bzw. „Winter“ schon wieder Schluss sein soll.
Die Band verneigt sich ehrerbietig vor ihrem Publikum und geht ab von der Bühne...

.:KATAKLYSM:.
Die kanadischen Hyperblaster hatten zwar erst unlängst im Rahmen der „Neckbreaker's Ball“-Tour nebenan in der „MusicHall“ gespielt, aber einmal ist bekanntlich kein Mal...
Die Halle ist inzwischen etwas besser besucht und es ist reichlich KATAKLYSM-Merchandise vor der Bühne auszumachen, als Maurizio Iacono und seine Mannen mit „Let Them Burn“ den Reigen eröffnet und mit „Manipulator Of Souls“ gleich noch schön Öl ins Moshfeuer gießen.
Die Bühnen-Deko mit dem dämlichen Cover-Monster der immer noch aktuellen Scheibe, „Heaven's Venom“, hat sich seit dem letzten Gastspiel natürlich nicht geändert, dafür kommt aber als nächstes gleich „Push The Venom“ von besagtem Tonträger. Geiselwind läßt die Matten fliegen, der Pit brodelt und KATAKLYSM liefern mit „The Ambassador Of Pain“ und „Taking The World By Storm“ den passenden Soundtrack zur gemeinschaftlichen Körperverletzung.



Natürlich fehlt auch heute der – vermutlich mittlerweile patentierte – KATAKLYSM-“Security Stress Test“ nicht, als Maurizio den Mob zu „As I Slither“ zum exzessiven Crowdsurfing auffordert, was die hiesige Security aber erfreulich gelassen und souverän hinter sich bringt.
Die Kanadier ballern „Numb & Intoxicated“ hinterher, gefolgt von „Illuminati“ [von „Shadows And Dust“] und „In Words Of Desperation“. Gitarrist Jean-François Dagenais und Basser Stéphane Barbe lassen mächtig die Haare fliegen und Max Duhamel an den Drums ist – wie immer – eine echte Naturgewalt, was nicht zuletzt das ebenfalls aktuelle „At The Edge Of the World“ und v.a. das allmächtige, alles umsensende „Crippled & Broken“ beweisen, bei dem das Publikum nochmal die letzten Mosh-Reserven zu mobilisieren scheint.
Mit „Prevail“ geht schließlich ein weiterer schweißtreibender und energetischer Gig mit einem klaren Punktsieg für KATAKLYSM zu Ende.


.:ARCH ENEMY:.
Dann wird eine ganze Weile umgebaut und Soundcheck gemacht, bevor die schwedisch-deutschen Erzfeinde ihren längst Charts-tauglichen Melodic Death Metal unter ihre geduldig ausharrenden „Khaos Legions“ holzen.
Frontfrau Angela Gossow in ihrem stacheligen Crustpunk-Outfit treibt die Fans von der ersten Sekunde bzw. den ersten Akkorden von „Revolution Begins“ unerbittlich an. Gut, die Kostüme bzw. das farblich/stilistisch aufeinander abgestimmte „Khaos“-Bühnen-Outfit der Band ist natürlich Geschmackssache, bietet aber zusammen mit der aufwendigen Lightshow und den Video-Projektionen immerhin eine durchaus passende Kulisse, vor der Brecher/Banger wie „My Apocalypse“ [Ihr wisst schon, der Song mit dem „Ping!“ von „Doomsday Machine“] vollkommen zu Recht vom unterfränkischen Mob abgefeiert werden.



Der Sound ist tadellos und die Gitarrenarbeit der Gebrüder Amott bekanntermaßen nicht von dieser Welt, wenngleich die beiden Weltklasse-Klampfer hier und heute beinahe etwas zu routiniert und abgeklärt – um nicht gleich „gelangweilt“ zu sagen – agieren.
Basser Sharlee D'Angelo erledigt seinen Job am Tieftöner souverän, hat aber mittlerweile ordentlich an Hüftgold zugelegt. Dafür ist Amazone Angela aber fitter und springeliger denn je und disst derweil bei der Ansage von „Bloodstained Cross“ gleich mal die – lustigerweise direkt benachbarte – Autobahnkirche und spuckt nicht nur bei dem darauf folgenden „Taking Back My Soul“, das übrigens von einem ziemlich ordentlichen Drum-Solo von Fellverdrescher Daniel Erlandsson gekrönt wird, gekonnt Gift und Galle.
Die Bühnenrevolution geht anschließend unverdrossen weiter, von wohltönendem Agit-Melodic Death Metal wie „Under Black Flags We March“ untermalt. „Dead Eyes See No Future“ wird von Frau Gossow als ihr erklärter ARCH ENEMY-Lieblingssong angekündigt, bei dem die Axtmänner, also Christopher und sein großer Bruder Michael Amott, dann endlich auch noch ausführlich demonstrieren dürfen, was sie an Griffbrett-Kabinettstückchen alles auf dem Kasten haben und damit vermutlich sämtliche anwesenden Hobby-Gitarristen mit luxierten Kiefergelenken und hängenden Schultern zurück in ihre Übungkeller scheuchen.
Natürlich wird auch das „Anthems Of Rebellion“-Album nicht ausgespart, von dem es erwartungsgemäß „We Will Rise“ gibt, bevor ARCH ENEMY mit „Nemesis“ den Sack endgültig zumachen.
Absolut professionelles Metal-Entertainment auf höchstem Niveau, das weder mit Hits noch mit Ansage gegeizt hat, wenngleich der Band ihre Live-Routine überdeutlich anzusehen war.

.:MORBID ANGEL:.
Weil es mittlerweile stramm auf Mitternacht zugeht, leert sich nach der vorangegangenen ARCH ENEMY-Vollbedienung das Venue deutlich und das wird auch in der folgenden, knappen Dreiviertelstunde nicht viel besser, bis endlich der monströse MORBID ANGEL-Logo-Backdrop hängt, alle Instrumente ausgiebig gestimmt und die Monitorboxen auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft sind.
Schließlich sind es nur noch knapp fünf dürftige Reihen an Unverbesserlichen [besonders geschmackvoll hier ein zurückhaltender Alt-Fan mit kurzen Haaren/grauen Schläfen im Tourshirt von 1989 – seinerzeit gemeinsam mit NAPALM DEATH], die ausharren, um MORBID ANGEL ihre Aufwartung zu machen.
Naja, als die großen, alten Herren des Florida-Death Metal sich dann endlich die Ehre geben und als Opener gleich mal „Chapel Of Ghouls“ von „Altars Of Madness“ anstimmen, herrscht zwar durchaus gute Stimmung im Publikum, aber Feierlaune will dennoch nicht so wirklich aufkommen.
Dazu ist es – nach einem langen, anstrengenden Festivaltag - nämlich schlichtweg zu spät und die zahllosen, tagsüber von den meisten Fans verkosteten Biere scheinen auch nicht unbedingt munterer zu machen.



Frontmann/Basser David Vincent mit leicht schütterer, schwarzgefärbter Frisur und in stattlichem Bühnen-Outfit bemüht sich zwar redlich um Konversation und launige Ansagen, die Gitarrenfraktion um Trey Azagthoth und Destructhor [alias Thor Anders Myhren] rifft und frickelt sich einen Wolf und auch Ersatz-Drummer Tim Yeung [DIVINE HERESY, ALL THAT REMAINS, NILE, HATE ETERNAL, VITAL REMAINS] zerdrischt sein Kit nach allen Regeln der Kunst, aber viel ändert das alles nicht.
Dafür gibt es aber immerhin anfangs alte Klassiker am laufenden Band, namentlich "Immortal Rites", "Rapture" [von "Covenant"] oder "Day Of Suffering" vom "Blessed Are The Sick"-Album von 1991, das somit in diesem Jahr sage und schreibe seinen bereits 20. Geburtstag feiern kann.
Das gefällt den unterfränkischen Death Metal-Maniacs natürlich und so legen MORBID ANGEL mit "Blasphemy" und dem Evergreen "Maze Of Torment" gleich noch ein Scheit für den Scheitan nach.
Anschließend ist mit "Existo Vulgoré" offenbar Zeit für aktuelles Songmaterial von der umstrittenen "Illud Divinum Insanus"-Scheibe und damit für mich Zeit zu gehen – allerdings nicht, weil das neue MA-Werk so konträre Reaktionen hervorgerufen hat, sondern aufgrund massiver Müdigkeit...
Dennoch: Stilvoller als mit so einem MORBID ANGEL-Gig als Mitternachtsmesse hätte man diesen 3. Advent wirklich nicht einläuten können!

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 22.12.2011 | 20:53 Uhr
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