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Datum: 05.12.2015Stadt: Berlin

Ausverkauft! Vor zehn Jahren, als das damals fast als Alterswerk und Comeback zählende und heute als Überklassiker geltende „Blast Tyrant“-Album schon knapp ein Jahr alt war, da waren CLUTCH hierzulande noch ein so gut wie unbeschriebenes Blatt. Ohne große Plattenfirma im Rücken und vor allem ohne nennenswertes Image sind CLUTCH im Laufe der letzten Jahre völlig verdient vom Hipster-Sog erfasst worden und können so das bereits aus dem Postbahnhof größer gelegte Konzert locker ausverkaufen. Respekt!




Leider nicht am Start sind die angekündigten Schweden von HONG FAUX, die wohl Motorprobleme mit ihrem Van hatten und es somit nicht rechtzeitig zur Location schaffen konnten, sodass heute nur die schwedischen Kollegen von BOMBUS und der Headliner auf dem Programm stehen.

.:BOMBUS:.
Das Quartett steigt vor bereits gut gefülltem Haus überraschenderweise mit „Raised By Pigs“ vom selbstbetiteltem Debüt [2010] ein und präsentiert mit „Master Of Reality“ erst an zweiter Stelle einen Song vom noch aktuellen Century Media-Einstand „The Poet And The Parrot“ [2013]. Der arschtretende, rockige, meist im Mid-Tempo angesiedelte Metal der Jungs, der stellenweise auch mit Death'n'Roll-Einflüssen liebäugelt, kommt beim CLUTCH-Publikum gut an, sodass jeder Song mehr als nur Achtungsbeifall bekommt. Die Schweden reißen sich zwar kein Bein aus, was das Stageacting angeht, wirken aber trotzdem engagiert und souverän. Vor allem die unter der kompletten Saitenfraktion aufgeteilten Vocals sorgen generell für viel willkommene Abwechslung. Mit „Repeat Until Death“ präsentieren BOMBUS an diesem Abend außerdem bereits den Titeltrack ihres 2016 erscheinenden neuen Albums, der definitiv zur Vorfreude animiert. Mitten im Set gibt es dann allerdings noch ein unnötiges, unspektakuläres Drumsolo, das man sich als Support-Band wirklich hätte klemmen können, aber spätestens der überlange, saugeile Rausschmeißer „Into The Fire“ versöhnt dann wieder. Cooler Gig, coole Band! Man darf gespannt sein, was da noch kommen wird. BOMBUS haben an diesem Abend auf jeden Fall viele neue Fans gewonnen.

.:CLUTCH:.
Nach ca. 45 Minuten Umbaupause [wofür eigentlich?] steigen dann CLUTCH unter tosendem Applaus mit dem hittigen, energischen und zackigen „X-Ray Visions“ vom aktuellen „Psychic Warfare“-Dreher [2015] in ihr Set ein. Der Sound ist leider katastrophal und auch das Stageacting von Bewegungslegastheniker Neil Fallon wirkt eher unfreiwillig komisch als sonst was. Uff, kein guter Einstieg! Leider berappeln sich CLUTCH im Laufe des Gigs nicht mehr wirklich: Der Sound bleibt beschissen, die Setlist lässt viel zu viele Hits außen vor [nur drei Songs stammen nicht von den letzten beiden Alben!] und das Stageacting grenzt an Arbeitsverweigerung. Klar, Gitarrist Tim Sult und Basser Dan Maines standen live schon immer nur rum, wirken heute Abend aber irgendwie noch unmotivierter, während Kultdrummer Jean-Paul Gaster zwar wie gewohnt souverän und saucool agiert, aber auch etwas blasser als sonst wirkt. Das Gehampel von Fronter Neil Fallon ist sowieso Geschmackssache, aber der Typ kann sich einfach nicht bewegen und sollte es deswegen einfach bleiben lassen. Selbst hinter der Klampfe, die er sich für manche Songs umschnallt, wirkt er immer noch fahrig und unsicher. Dazu gibt es seinerseits heute kaum Interaktion mit dem Publikum, das der Band in den ersten Reihen aber trotzdem aus der Hand zu fressen scheint. Nach dem Titeltrack und Überhit der letzten Scheibe „Earth Rocker“ ist nach genau 60 Minuten Schluss, was den „Dienst nach Vorschrift“-Eindruck untermauert. Nach zwei wenig arschtretenden Zugaben [„D.C. Sound Attack“ und „The Wolf Man Kindly Requests...“] ist dann endgültig Schicht im Schacht. Schade, das war heute alles andere als ein Triumphzug. CLUTCH waren noch nie eine wirklich packende Live-Band, aber heute haben sie einen extrem schlechten Tag erwischt, der durch den schrecklichen Sound noch verstärkt wurde. Merkwürdig wie uneingespielt eine an der Livefront so aktive Band wie CLUTCH doch wirken kann.

Klar, man gönnt einer so betont uncoolen und seit Urzeiten aktiven Band wie CLUTCH jedes bisschen Erfolg, aber allzu viele Aussetzer wie heute, vor allem vor ausverkauftem Haus, sollten sich die Amis nicht mehr erlauben. Andererseits gehen die Jungs auch alle schon stramm auf die 50 zu und können wahrscheinlich schlichtweg nicht mehr so viel Vollgas geben, wie sie vielleicht gerne würden. Trotzdem, egal, wie man die Sache dreht und wendet: Punktsieg für BOMBUS heute!

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 20.12.2015 | 16:45 Uhr
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