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Datum: 19.03.2005Stadt: Frankfurt / Main



Da hüpft man seit über zwei Jahrzehnten in der Frankfurter Metal-Szene durch die Landschaft und war doch nie im Sinkkasten, einem der ältesten Frankfurter Schuppen in Sachen Rock. Ob das eher gegen mich oder den Sinkkasten spricht, lasse ich mal dahin gestellt. Am Samstag, den 19.03.2005 war es aber soweit. Im Rahmen der HR@Night (einem Party-Zusammenschluss unter dem Schirm des Radios HR3) riefen die Progger von COMPLEX 7 aus Marburg und die Thrasher von COURAGEOUS zum Tanz.
Was von Beginn an gleich auffiel, war das für Metal-Verhältnisse sehr kuriose Publikum. Von älteren Damen der Marke (ähäm) Hausfrauenrock und Herrschaften, die schon in den 70ern böse rockten, über vereinzelte Metaller im trendigen METALLICA-Outfit, bis hin zu H&M-Modepüppchen war alles vertreten. Sogar Kinder unterhalb der 14-Jahresgrenze waren da und wurden von ihren Eltern verantwortungsloser Weise noch nicht einmal mit Gehörschutz ausgestattet.

::COMPLEX 7::

Los ging es dann gegen 21 Uhr mit den Marburgern, deren aktuelle CD „Process“ mich zwar nicht aus den Latschen gehauen hat, aber doch hohes technisches Können und musikalisches Potential offenbart. Am meisten gespannt war ich auf Sänger Norbert und ob er meine Kritik im Rahmen meines Reviews an seinem Können bestätigt oder mich eines Besseren belehrt. Ums kurz zu machen, der Mann gibt live eine wesentlich bessere Figur ab, als auf den zwei Jahre alten Studio-Aufnahmen. Sehr variabel im Umgang mit hohen, mittleren und tiefen Lagen singt er sich souverän durch sein Repertoire. Phasenweise erinnert er mich sogar an Sangesgott Eric A.K. von FLOTSAM & JETSAM. Bei dem einen oder anderen Part klingt es zwar in Bezug zur Musik immer noch ein wenig disharmonisch, aber über den ganzen Gig gesehen schließt der Mann eindeutig zur Spitze der deutschen Sänger auf. Daumen hoch!
Auch der Rest der Band brauchte sich auf keinen Fall zu verstecken. Man merkt den Jungs zu jeder Zeit an, dass sie schon ein paar Jahre an ihrem Instrument auf dem Buckel haben. Sehr sauber und tight bieten die Jungs ihr Material dem am Anfang sehr verhaltenen Publikum dar. So war ich neben drei weiteren Zuschauern der einzige im Bereich vor der Bühne. Alle anderen saßen lieber auf den gut gepolsterten Sitzen, als wäre man in der Oper. Man konzentrierte sich vor allem auf die Songs von „Process“, die von frickelig bis heftig den weiten Spielraum progressiven Power Metals abdeckten. Nur die extrem jazzigen Parts mancher Songs zerrten doch extrem an meinen Nerven. Seltsamer weise wurde auch der Sound im Verlauf des Auftritts teilweise immer schlechter. Ob das jetzt an dem Herrn hinter dem Mischpult lag oder an den Songweise wechselnden Effekten des Klampfers war von mir nicht auszumachen. Ansonsten ein sauberer Gig. Nach knapp 40 min. wurde man von dem mittlerweile begeisterten Publikum zu einer Zugabe genötigt und, man höre und staune, es wurde ANNIHILATOR´s „Alice In Hell“ dargeboten und das wirklich ausgesprochen gut und originalgetreu. Nur beim Übergang vom Akustik-Intro zum regulären Song verhaspelte sich Gitarrist Arne ein wenig, aber alles in allem ein guter Auftritt der der Band mit Sicherheit den einen oder anderen neuen Fan eingebracht haben dürfte.


::COURAGEOUS::

Im weiteren Verlauf des Abends passierte dann etwas, das man der Vorband schon ein paar Stunden früher gegönnt hätte, es wurde in Sachen Publikum voller und metallischer. Radio-DJ Christoph Habusta heizte den Leuten mit einer bunten Mischung aus der Abteilung Heavy Metal-Charts ein und schaffte damit schon mal eine stimmungsmäßige Grundlage für den Auftritt der Lokalmatadore.
Pünktlich zum Auftritt der Frankfurter wurde es vor der Bühne auch voller und die Vorteile eines Heimspiels kamen voll zum tragen.
Geboten wurde ein Querschnitt durch das bisherige Schaffen. Ob neuere Songs a la „Invisible Enemy“, Tracks vom Zweitling „Remember“ oder Kracher wie die Bandhymne „Listen“ vom Debüt, alles wurde von der Menge abgefeiert und krachte fett und tight aus den Boxen.
Das die Jungs zu den technisch besseren Bands in Deutschland zählen, dürfte mittlerweile auch kein Geheimnis mehr sein. Warum man die Jungs immer nur mit NEVERMORE vergleicht ist mir allerdings ein Rätsel. Klar sind die Mannen aus Seattle ein großer Einfluss, wie auch die abschließende Coverversion von „This Sacrament“ zeigt (übrigens superfett gespielt, besser kriegt das die Originalband live auch nicht gebacken), aber sie nur als Klon dieser Band hinzustellen, damit wird man dem Gesamtsound nicht gerecht. Neben VICIOUS RUMORS, KORN und MACHINE HEAD sind die Powermetaller nur einer von vielen Einflüssen auf ihr Songwriting.
Gerade diese Vielfalt in der Musik, macht aus COURAGEOUS eine Band die dabei ist einen einzigartigen Stil zu entwickeln und die man im Auge behalten sollte. Jedenfalls haben sich die vielen Live-Auftritte bezahlt gemacht. Sehr routiniert und agil gibt man sich auf der Bühne.

Die komplette Band ist beständig in Bewegung und auch das Posen von Sänger Chris ist inzwischen nicht mehr so peinlich wie in der Anfangsphase der Band. Nur an den Ansagen müsste noch ein wenig gefeilt werden.

















Auf jeden Fall hatten alle an diesem Abend ihren Spaß, der Sound insgesamt war sehr gut und beide Bands konnten fleißig Punkte sammeln.

Azriel

Autor: Frank Zschäbitz [Azriel] | 20.03.2005 | 14:45 Uhr
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