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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
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The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
Band(s): | Share:
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| Datum: 17.02.2012 | Stadt: Schweinfurt | ||||||
Rock ist tot. Alles Quatsch, sagen da D-A-D aus Dänemark und veröffentlichen mit "DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK" einfach mal eben das elfte Album ihrer Karriere und gehen anschließend – wie sich das so gehört als gestandene Hardrocker - auf Tour [unter dem standesgemäßen Motto "Fast On Wheels"] und machen dabei auch im Schweinfurter „Stattbahnhof“ Station. .:SIMEON SOUL CHARGER:. Vorneweg musizieren SIMEON SOUL CHARGER, ein Quartett aus Akron, Ohio mit aktuellem Wohnsitz in Bayern, das sich offensichtlich dem Hippie bzw. Psychedelic Rock verschrieben hat.
Zumindest legen Outfit, Gebahren und klar, die präsentierte Mucke dies zügig nahe: Rick Phillips mit knallbunt lackierter Klampfe, bärtig, mit Schlaghosen und Feder am Hut rockt und jammt mit Gitarrenkollege Aaron Brooks, Trommler Joe Kidd und dem dreadgelockten Basser namens Spider Monkey allemal ausgelassen und/oder unverdrossen drauflos, dennoch ernten Songs wie „Through The Trees“, „Rock And Roll“, „Shoot TV“ oder das bereits abschließende „Swallowing Mouth“ überwiegend freundliches Desinteresse von Seiten des unterfränkischen Publikums. .:D-A-D:. Die Dänen von D-A-D haben es da ungleich leichter, denn kaum schlappt das Brüderpaar Jesper und Jacob „Cobber“ Binzer auf die „Stattbahnhof“-Bühne, herrscht eigentlich schon Feierstimmung und das - zuvor so reservierte - Publikum geht zu Songs wie dem aktuellen „A New Age Moving In“ oder Klassikern wie „Jihad“ [von der 1989er „No Fuel Left For The Pilgrims“] steil.
Naja, es handelt sich um kernigen Rock bzw. Hardrock, aber [überwiegend] auch um - gemeinsam mit der Band gereiftes - Publikum mit eher schütterem Haarwuchs und Tendenz zum Wohlstandsbauch, nichtsdestotrotz werden sämtliche Hits lauthals mitgesungen und nach Kräften abgefeiert. Frontmann Jesper - ganz in Jeans - sieht deutlich zerknitterter aus, als ich ihn vom - zugegeben Jahrzehnte alten - Konzert aus dem Münchener „Schlachthof“ in Erinnerung hatte, hat aber immer noch eine respektabel lange Matte [auch wenn D-A-D ihr „Won't Cut My Hair“ heute doch nicht spielen], sein kleiner Bruder an der Leadgitarre verbirgt seine hohe Stirn dagegen unter einem Rock'n'Roll-Hut, der aber ausgezeichnet zu seinem edel-verschlissenenen Anzug passt.
Showman bzw. Bandkasper Stig Pedersen trainiert zwar offenbar noch regelmäßig, hat wohl mittlerweile auch die eine oder andere Falte im gebräunten Antlitz, hampelt und hüpft aber nichtsdestotrotz immer noch dauernd auf die Bassdrum, auf die eine oder andere Box oder spielt seine maßgefertigten, zweisaitigen Bass-Sondermodelle kopfüber. Naturgemäß wird einiges vom neuen Album gespielt, wie z.B. „The End“ und „The Last Time In Neverland“, aber Gassenhauer wie „Girl Nation“, „Everything Glows“ oder „Monster Philosophy“ dürfen auf der Setlist auf keinen Fall fehlen, ebenso wenig wie Uralt-Kamellen wie - das von Basser Stig gewohnt launig interpretierte - „Riding With Sue“ oder „It's After Dark“.
Von „Help Yourselfish“ [von anno 1995] gibt es „Reconstrucdead“ und von „Riskin' It All“ natürlich „Grow Or Pay“, bevor mit „We All Fall Down“ und der aktuellen Single, „I Want What She's Got“ [hier zelebriert Jesper in seinem ausgesprochen charmanten deutsch-dänischen Kauderwelsch ein kurzweiliges Mitsingspielchen, das gleichzeitig zur Vorstellung von Drummer-Neuzugang und Bandküken Laust Sonne dient] der Schwenk zurück in die Gegenwart vollzogen wird. Jacob „Cobber“ indes soliert beeindruckend vor sich hin, wechselt aber seine Instrumente nicht halb so häufig wie Basser Stig, der diverse Plexiglas-Modelle verwendet, aber zwischendurch auch seinen berüchtigten Raketenbass bedient. Mit „Evil Twin“ [von „Everything Glows“ von 2000] und dem unvermeidlichen „Bad Craziness“ soll dann schon Schluss sein, aber binnen kurzem stehen die Dänen zu „The Place Of The Heart“ und dem D-A-D-Über-Hit „Sleeping My Day Away“ nochmal auf der Bühne.
Damit verabschieden sich zwar die Dänen, nicht aber die anwesenden D-A-D-Fans, die vehement und lautstark eine weitere Zugabe einfordern, die die Gebrüder Binzer denn auch bereitwillig [und sichtlich gerührt von soviel Begeisterung] in Form einer akustischen Version von „Laugh 'n' A 1/2“ zum Besten geben. Mehr klassisch-verschwitzte Rock'n'Roll-Show made in Denmark mit viel Herzblut und noch mehr Spaß in den Backen geht nicht in einen Freitagabend! dkay | |||||||
| Autor: Dirk Konz [dkay] | 21.02.2012 | 00:00 Uhr | |||||||
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