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Reviews von Dying Fetus, etc.
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"Hochklassig und anspruchsvoll"
Band(s):
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Datum: 05.05.2007Stadt: Essen

Amerikanischer Elite Death Metal im Triple-Pack. Natürlich pilgerten die Fans auch an diesem sonnigen Samstagabend in Scharen zum Turock, um sich das Frühlings-Ereignis, welches als Warm-Up fürs anstehende Hünxer Death Feast Open Air angekündigt war, nicht entgehen zu lassen.
So auch das eifrige Metalnews-Team, das aber zunächst mit logistischen Verkehrs-Problemen kämpfen muss und dann aufgrund des DYING FETUS-Interviews mal eben locker zwei der sechs Bands – namentlich ION DISSONANCE und WAR FROM A HARLOT’S MOUTH verpasst.

Sei’s drum. Pünktlich zum Gig von DEAD TO FALL finden wir uns in der noch nicht allzu üppig gefüllten Halle ein, um uns von diesem Groove-Geschoss angenehm zudröhnen zu lassen. Nicht wahnsinnig aufregend, aber dennoch gefällig kommen die modern angehauchten Hardcore-Beats und der prächtige Grunzgesang im Plenum an. Prima Futter für die Beine und auf jeden Fall ein Achtungserfolg, auf den sich aufbauen lässt.

So richtig gespannt war man im Vorfeld auf die Frickel-Veganer von CATTLE DECAPITATION, die das erste Mal über den großen Teich gekommen sind und deren letztes Album „Karma Bloody Karma“ anscheinend nicht nur mich weggeblasen hat, wie man an der sich stetig füllenden Halle spüren konnte. Als der Vierer dann endlich die Bühne entert, gibt es nach einer kurzen Orientierungsphase denn auch kein Halten mehr. Unglaublich, was Frontsau Travis Ryan aus seiner Kehle zaubert – erinnert teilweise schon fast an Dani Filth. Leider hält der Gute sich aber nicht für eine Reinkarnation des Vampirfürsten, sondern für ein Lama und saut in den folgenden 35 Minuten die komplette Bühne ein. Daneben köpft, schluckt und fängt der Mann seine eigenen Yellows im Sekundentakt, sodass ich genau weiß, wem ich auf keinen Fall anschließend die Hand schütteln möchte. Musikalisch ist die Truppe allerdings voll auf der Höhe. Egal, ob Material der letzten Langrille oder Klassiker der Marke „Bukkake Tsunami“ – es wird gefrickelt und getobt was das Zeug hält.

CATTLE DECAPITATION: „LAMA“ TRAVIS RYAN



Party pur gibt es danach auch bei den Herren von SKINLESS. Jeder, der das Quartett schon mal live erleben durfte, weiß, dass hier der Spaß „with a capital S“ geschrieben wird. Und auch, wenn der neue Sänger Jason Keyser seinem Vorgänger S. Webber stimmlich nicht das Wasser reichen kann, macht er dieses Manko durch einen Riesenvorsprung auf der Sympathieskala wieder wett. SKINLESS und ihre Fans sind vom ersten Ton an permanent in Bewegung. Das Geschehen spielt sich vor und auf der Bühne gleichermaßen extrem ab. Als plötzlich zwei Typen auf die Bühne klettern und den verdutzten Keyser kurzerhand in die Menge schmeißen, rastet endgültig alles aus. Dafür bekommt man dann neben schmissigen Hymnen wie „Smothered“ auch Unterricht in Sachen Death Metal-Verhalten auf Konzerten. Die richtige Wall Of Death sei nämlich nicht diese Pussy-Metalcore-Variante, in der alle Leute wie doof von links nach rechts aufeinander zu rennen, sondern echter Spaß komme nur auf, wenn das Volk von vorne nach hinten und wieder zurück liefe. Gesagt, getan, autsch. Ein kurzweiliges Erlebnis, der Gig dieser verrückten Kerle. Auch, wenn die musikalische Umsetzung bei dem ganzen Gehampel manchmal nicht soooo tight ’rüberkam, ist eine SKINLESS-Show immer noch eines der Highlights im sonst so bierernsten Extremmetal-Geschäft. Daumen hoch!

DYING FETUS konnten den Begeisterungspegel danach leider nicht ganz halten. Erstens, weil den Jungs schlicht das Charisma abgeht und Sänger/Basser Sean Beasley offenbar kein Mann der großen Worte ist und keine wirkliche Interaktion mit dem durch SKINLESS aufgepeitschten Publikum aufkommen will. Zweitens, weil es extrem mies ist, Stagediver zwar auf die Bühne zu lassen, sie danach aber stets von zwei beknackten Roadies wieder ins Publikum werfen zu lassen, ohne dass sie vorher die Chance gehabt hätten, sich eine vernünftige „Auffangbase“ zusammenzusuchen. So was ist gefährlicher Mist, Brüder. Wenn ihr keinen Bock habt, dass euch irgendwelche Besoffenen auf den Effekten rumtrampeln, dann verbietet ihr das Diven eben grundsätzlich – ist vielleicht uncool, aber verständlicher als dieses rüde Verhalten. Drittens ist es bei SLAYER in Ordnung, sich keinen Millimeter zu bewegen, bei allen anderen Bands aber nach spätestens vier Songs strunzlangweilig.
Aber halt – das hier ist kein Verriss. Die Songs werden technisch einwandfrei dargeboten und können aufgrund ihrer unbestreitbaren Klasse allesamt überzeugen. Was gehen den Leuten in den ersten Reihen die Augen über, während sie auf die Hände der Klampfer starren – in Sachen Technik, die sich ganz harmonisch in den Fluss der Songs eingliedert, ist diese Band immer noch ganz weit vorne. Auch das Gesangsduo Gallagher/Beasley macht seine Sache inzwischen routiniert und gehört stimmlich sicherlich zu den größeren Hausnummern im Business. Man hätte sich nur gewünscht, dass die Erzeuger der genialen Töne ein klein wenig mehr aus sich herauskommen. Man muss das nicht so handhaben wie SKINLESS, die auch auf einer Karnevalssitzung gut ankämen, aber schließlich sind die meisten Fans heute Abend hier, um eine Band zu unterstützen, die seit vier Jahren kein Produkt auf den Markt geworfen hat. Demgegenüber könnte man sich schon ein wenig dankbarer verhalten. Fazit: Routiniert, stellenweise genial, aber leider etwas zu farblos.

Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 11.05.2007 | 11:10 Uhr
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