.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Deep Purple, etc.
CD Review: Deep Purple - In Concert '72

Deep Purple
In Concert '72


Hard Rock
Keine Wertung
"Weißt Du noch, damals auf dem Zenit?"
CD Review: Edguy - Space Police - Defenders Of The Crown

Edguy
Space Police - Defenders Of The Crown


Heavy Metal, Power Metal
6 von 7 Punkten
"Verteidiger des wahren Blödsinns"
CD Review: Deep Purple - NOW What?! - Gold Edition [2CD]

Deep Purple
NOW What?! - Gold Edition [2CD]


Hard Rock
Keine Wertung
"Starkes Album mit nettem Mehrwert"
CD Review: Edguy - Age Of The Joker

Edguy
Age Of The Joker


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Scorpions & Axxis JA – Helloween & Gamma Ray NEIN"
DVD: Review: Deep Purple - Phoenix Rising [Live; DVD+CD]

Deep Purple
Phoenix Rising [Live; DVD+CD]


5 von 7 Punkten
DVD "Anschauungsmaterial für Rock-Archäologen"
Mehr aus den Genres
CD Review: Children Of Bodom - Blooddrunk

Children Of Bodom
Blooddrunk


Heavy Metal, Modern Metal
6.5 von 7 Punkten
"Die Kinder vom Bodom-See werden erwachsen"
CD Review: Avantasia - The Mystery Of Time

Avantasia
The Mystery Of Time


Hard Rock, Melodic Metal
5 von 7 Punkten
"Unaufgeregt."
CD Review: Pike's Edge - Nameless

Pike's Edge
Nameless


Heavy Metal, Modern Metal
5.5 von 7 Punkten
"Bayrischer Underground-Hammer"
CD Review: Cage - Supremacy Of Steel

Cage
Supremacy Of Steel


US-Metal
5.5 von 7 Punkten
"Stahl gewinnt!"
CD Review: Solar Fragment - A Spark Of Deity

Solar Fragment
A Spark Of Deity


Melodic Metal, Power Metal
4.5 von 7 Punkten
"Der göttliche Funke springt noch nicht ganz über"
CD Review: Mono - The Last Dawn / Rays Of Darkness

Mono
The Last Dawn / Rays Of Darkness


Avantgarde/Electronica, Post Rock
4.5 von 7 Punkten
"Japaner mit Doppelpack"
CD Review: Al Jourgensen, Jon Wiederhorn - Akte Ministry

Al Jourgensen, Jon Wiederhorn
Akte Ministry


Industrial Metal
Keine Wertung
"Platzende Mägen, reichlich Blut und wilde Drogeneskapaden"
CD Review: Year Of The Goat - The Key And The Gate [EP]

Year Of The Goat
The Key And The Gate [EP]


Psychedelic, Retro Rock, Rock
5.5 von 7 Punkten
"Der Schlüssel zum Tor zu anderen Welten..."
CD Review: The Duskfall - Where The Tree Stands Dead

The Duskfall
Where The Tree Stands Dead


Melodic Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Sauber durchgezogen"
CD Review: Maverick - Quid Pro Quo

Maverick
Quid Pro Quo


Hard Rock, Heavy Metal
5.5 von 7 Punkten
"Überraschung aus Ulster"
  
Band(s):
Deep Purple Homepage Deep Purple MySpace Metalnews nach 'Deep Purple' durchsuchenDeep Purple
 Edguy Homepage Metalnews nach 'Edguy' durchsuchen Edguy
Share: 
Datum: 30.11.2012Stadt: München





Sie haben mit „Smoke On The Water“ das wahrscheinlich bekannteste Riff der Rockgeschichte geschrieben. Sie touren seit nicht weniger als 45 [!] Jahren, haben 2005 mit „Rapture Of The Deep“ ihr nunmehr 18. Studioalbum vorgelegt, versprechen für das kommende Jahr eine neue Platte und ihr Name wird auf ewig mit der Genese der Rockmusik verbunden sein – die Rede ist natürlich von den britischen Rock-Titanen DEEP PURPLE. Selbige geben sich derzeit einmal mehr die Ehre einer weltumspannenden Tournee und machen dabei auch in der „Weltstadt mit Herz“ Station, wobei ihnen höchstens die Münchner Olympiahalle gerade groß genug zu sein scheint. Dabei haben die Briten ihre einheimischen Kollegen von EDGUY mitgebracht, die mit ihrem inzwischen reichlich an Genre-Größen wie MAGNUM erinnernden Melodic Metal bzw. Rock ja bestens ins Programm passen sollten. Da Bands wie DEEP PURPLE schon seit Äonen als salonfähig gelten und auch ihr heutiger Support kaum als jugendgefährdend eingestuft werden kann, gleicht die Szenerie in der Olympiahalle einem Familienausflug, denn von Kindergarten- bis Seniorenalter ist hier jede Art Fan auszumachen.






.: EDGUY :.
Kurz nach 20 Uhr beginnen die Herren um Frontmann Tobias Sammet ihren Auftritt und hier wird schnell klar: wer in Wacken auf der Hauptbühne spielen kann, der macht auch in olympischen Anlagen eine gute Figur, was die Truppe allerdings auch schon im Vorprogramm von Größen wie den SCORPIONS beweisen konnte. Wie es sich für ein Event dieser Größe gehört, dürfen sich die Hessen und ihr Publikum dabei von der ersten Minute an über glasklaren Sound freuen. Dabei punkten der Bandkopf von Anfang an mit seiner gewohnt sympathischen Art und sorgt mit spaßigen Ansagen für den ein oder anderen Lacher und mit unbeschwerter Bühnenpräsenz für allgemein gute Stimmung. Dabei biedert sich der bekennende FC Bayern-Fan mit entsprechendem Schal und den zugehörigen Kommentaren zwar arg an das bayrische Publikum an, was selbiges der überschwänglichen Reaktion nach zu urteilen aber nicht im Geringsten zu stören scheint und dem Mann daher auch nicht allzu sehr angekreidet werden soll. Was die Setlist angeht, so legen EDGUY das Hauptaugenmerk auf ihr aktuelles Album „Age Of The Joker“, schaffen es allerdings trotz ihrer begrenzten Spielzeit, auch Alben wie dem genialen „Mandrake“ etwas Platz einzuräumen – dass von einer ähnlich hochwertigen Platte wie „Hellfire Club“ ausgerechnet die eher als B-Seiten anzusehenden „Lavatory Love Machine“ und „King Of Fools“ ins Programm aufgenommen wurden, ist zwar etwas schade, dank hoher Eingängigkeit und allgemein toller Atmosphäre funktionieren aber auch diese Nummern ganz hervorragend. Nach einer guten halben Stunde müssen EDGUY dann auch schon wieder Schluss machen und lassen das Publikum in bester Laune zurück.

Nobody's Hero
Rock Of Cashel
Tears Of A Mandrake
Pandora's Box
Lavatory Love Machine
Save Me
King Of Fools






.: DEEP PURPLE :.
Nach einer recht ausgiebigen Umbaupause beginnen die Briten ihr Set um 21:15 Uhr und legen nach einem bombastischen Intro mit „Fireball“ auch gleich eine ziemlich temporeiche Nummer vor – der Sound fällt zu Anfang zwar etwas basslastig aus, das soll sich im laufe des Auftritts allerdings rasch bessern. Während die Setlist mit Songs aus allen Schaffensphasen der Truppe wohl nahezu keinerlei Wünsche offen lässt – einzig das zackige „Highway Star“, welches sich ursprünglich sogar auf der Setlist befand, wurde sträflicherweise durch „Speed King“ ersetzt – so ist der heutige DEEP PURPLE-Auftritt doch ein zweischneidiges Schwert: Einerseits muss man der Truppe zugute halten, dass sie trotz deutlich höherem Dienstalter ihr Handwerk nicht verlernt hat und es ohne merkliche Ermüdungserscheinungen durch ein zweistündiges Set schafft – etwas, dass selbst manch jüngere Band nicht ohne Weiteres zustande bringt. Dabei sind die Engländer offenbar sichtlich bemüht, den Geist ihrer Anfangstage einzufangen, allerdings liegt hier auch das größte Problem: Während die Truppe wie bereits erwähnt allerhand Klassiker aus all ihren Lebenslagen auffährt und dabei auch beneidenswert tight agiert, so ergeht sich sie sich dabei doch in nahezu jedem Song in schier endlosen Jam-Einlagen, die zwar deutliches Zeugnis über das musikalische Können der Truppe ablegen, aber auf Dauer doch etwas ermüdend sein können. Allen voran steht dabei Gitarrist Steve Morse im Mittelpunkt und dass selbiger ein begnadeter Gitarrist und musikalischer Visionär ist, lässt sich kaum bestreiten, allerdings tut er den Songs aus dem Hause DEEP PURPLE nicht immer gut. Während mancher Song die jazzig anmutenden Instrumentaleinlagen des Mannes gut vertragen mag, so werden Nummern wie „Space Truckin’“, „Smoke On The Water“ oder auch „Speed King“ und „Black Night“ davon ausgebremst, sind die weithin bekannten Originale doch kaum noch erkennbar. Es scheint fast so, als fürchteten DEEP PURPLE, dass Mr. Morse der Einzige ist, der sie vor dem Abrutschen in die Belanglosigkeit bewahren könnte, was angesichts des offensichtlichen Könnens der verbliebenen Musiker jedoch unwahrscheinlich scheint. Letztendlich spielen die Briten also einen grundsoliden und vor allem langen Auftritt, der fast alle Klassiker enthält und zeigt, dass man bei Gillan und Co. noch lange nicht ans Aufhören denkt – etwas weniger Steve Morse und etwas mehr DEEP PURPLE wäre allerdings wünschenswert gewesen.

Fireball
Into The Fire
Hard Lovin' Man
Maybe I'm A Leo
Strange Kind Of Woman
The Battle Rages On
Contact Lost
When A Blindman Cries/Wasted Sunsets
The Well Dressed Guitar
The Mule
Lazy
No One Came
Keyboard Solo
Perfect Strangers
Space Truckin'
Smoke On The Water

Speed King
Hush
Black Night

Nur wenige Menschen werden in ihrem Leben wohl die Möglichkeit bekommen, eine solch spektakuläre Geburtstagsfete feiern zu können wie DEEP PURPLE-Bassist Roger Glover, dessen Ehrentag mit dem heutigen Konzert in der Münchner Olympiahalle zusammenfiel. Sowohl EDGUY als auch DEEP PURPLE haben heute einen starken Auftritt abgeliefert, weshalb das Publikum sich auch entsprechend dankbar zeigte, allerdings dürfen sich gerade die Briten in Zukunft ruhig wieder auf etwas mehr Kompaktheit besinnen.

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 14.12.2012 | 12:33 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin