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Datum: 07.03.2017Stadt: Berlin

Knapp zwei Jahre nach seinem letzten Gastspiel in Berlin hat es den kanadischen Zeremonienmeister Devin Townsend mit dem aktuellen Album „Transcendence“ im Gepäck wieder in die Stadt verschlagen. Für das hochwertige Vorprogramm konnte Devin die US-Progger von BETWEEN THE BURIED AND ME, die auch schon bei dem nordamerikanischen Part der Tour an Bord waren, sowie die norwegischen Hoffentlich-Bald-Prog-Superstars von LEPROUS gewinnen.




.:LEPROUS:.

Das Quintett steigt Punkt 20:00 Uhr mit „Foe“, dem Opener ihres meiner Meinung nach immer noch besten Albums „Coal“ [2013], in ihr rund 35-minütiges Set ein. Besonders beeindruckend ist hier die reduzierte Lightshow geraten, die es nicht vorsieht, die Bandmitglieder selbst zu beleuchten, sodass diese stets im Schatten bleiben. Lediglich ein paar kühle Spots und Lichter erzeugen eine kalte Atmosphäre, die wunderbar das Stakkato des Songs ergänzen. Die Band ist in sehr guter Verfassung: Sänger/Keyboarder Einar Solberg meistert Höhen wie Tiefen mit Bravour und auch Drummer Baard Kolstad überzeugt mit seinem extraharten Punch. Zudem ist der Sound glasklar geraten, sodass das verschachtelte Songmaterial von LEPROUS ideal zur Geltung kommt und nicht nur „Foe“, sondern auch die fünf folgenden Songs, die allesamt vom akutellen „The Congregation“-Album stammen, entsprechend abgefeiert werden, wie es für Vorbands keineswegs selbstverständlich ist. Sehr gelungener, intensiver und lange nachwirkender Auftritt!

Setlist:
01. Foe
02. Third Law
03. The Price
04. The Flood
05. Rewind
06. Slave

.:BETWEEN THE BURIED AND ME:.

Nach der ausgeklügelten Lightshow von LEPROUS wirkt es einerseits zwar antiklimatisch, aber auch sehr sympathisch, dass BETWEEN THE BURIED AND ME einfach so auf die Bühne spazieren, etwas soundchecken und dann völlig unspektakulär noch fast bei Saallicht in ihr Set einsteigen. Der Opener, die ewig lange Stil-Achterbahnfahrt „Fossil Genera – A Feed From Cloud Mountain“ vom „The Great Misdirect“-Album [2009], ist einerseits gut gewählt, weil er das Publikum vor den Kopf stößt und überrascht, wirkt aber trotzdem etwas ungelenk als Opener. Außerdem verfehlt der Song viel von seiner Wirkung, da der Sound auf einmal sehr matschig und undifferenziert daherkommt, was den Fähigkeiten der Amis keineswegs gerecht wird und einige Finessen im Klangbrei begräbt. Mit „The Coma Machine“ folgt dann eines der Highlights des immer noch aktuellen „Coma Ecliptic“-Drehers [2015], bei dem Sänger Tommy Giles Rodgers, der mit langen Haaren kaum wiederzuerkennen ist, mit seiner Clean-Stimme glänzen kann. Danach gibt es mit dem brettharten „Lay Your Ghosts To Rest“ und dem kurzen „Bloom“ noch zwei Ausflüge zur „The Parallax II: Future Sequence“-Scheibe [2012], bevor man mit „Option Oblivion“ und „Life In Velvet“, den beiden Rausschmeißern von „Coma Ecliptic“, das rund 45-minütige Set beschließt. BETWEEN THE BURIED AND ME mögen die technisch versierteste Band des Tour-Treks sein, aber nicht nur aufgrund des miesen Sounds wollte heute der Funke irgendwie nicht so recht überspringen, sodass die Publikumsreaktionen gefühlt auch etwas verhaltener als noch bei LEPROUS ausfallen.

Setlist:
01. Fossil Genera – A Feed From Cloud Mountain
02. The Coma Machine
03. Lay Your Ghosts To Rest
04. Bloom
05. Option Oblivion
06. Life In Velvet




.:DEVIN TOWNSEND PROJECT:.

Etwas unglücklich ist es schon, dass der Headliner mit den gleichen Songs wie auf der letzten Tour vor zwei Jahren einsteigt: „Rejoice“ vom 2014er „Sky Blue“-Album und „Night“ vom unverwüstlichen „Ocean Machine“-Meisterwerk [1997], das immer noch einen der Höhepunkte in Devins Schaffen darstellt. Natürlich sind das schon mal zwei Highlights, insofern kann man das verschmerzen, aber etwas mehr Abwechslung hätte es trotzdem sein dürfen. Die Band wirkt allerdings gut einspielt und der Sound ist auch wieder besser als bei BETWEEN THE BURIED AND ME, aber immer noch nicht ganz auf LEPROUS-Niveau. Mit dem etwas öden „Stormbending“ und dem dafür umso besseren Gänsehaut-Garanten „Failure“ gibt es dann zwei Tracks vom aktuellen „Transcendence“-Werk [2016], wobei gerade „Failure“ live auf jeden Fall nochmal an Qualität gewinnt. Das unumstrittene Highlight bei DEVIN TOWNSEND PROJECT-Gigs sind sowieso immer die Ansagen von Devin und auch heute präsentiert er sich wieder als wunderbarer Entertainer mit unfassbar gutem Humor, dessen Ziel vor allem eines ist: dem Zuschauer ein grundpositives und unvergessliches Konzerterlebnis zu bereiten. Manche Ansagen und Gags mag man schon von vergangenen Konzerten oder Mitschnitten kennen, aber das ändert trotzdem nichts an der Authentizität des Ganzen.




Leider hat man heute mit der Setlist etwas in die Quarktasche gegriffen, da zum einen die Überschneidungen zur letzten Tour tatsächlich bei insgesamt sechs [!] Songs liegen, von denen einige bestimmt nicht unverzichtbar sind und zum anderen die echten Überraschungen ausbleiben. Natürlich muss ein Brecher wie das übergroße „Kingdom“ ins Set und auch das wunderbare „Supercrush!“ geht immer, aber etwas mehr Mut wäre hier insgesamt nicht fehl am Platze gewesen. Auf das live totgenudelte, ellenlange „Planet Of The Apes“ hätte man z.B. trotz rauchender und überdimensionierter Gitarre von Devin verzichten können, während z.B. „Grace“ schmerzlich vermisst wird. Dafür gibt es den Schunkel-Schnarcher „Where We Belong“ als „Epicloud“-Ersatz. Erfreulich ist hingegen, dass man sich an „Suicide“ vom „Accelerated Evolution“-Album [2003] versucht, das man tatsächlich noch nicht allzu oft live bewundern durfte. Als Zugaben gab es dann Devin solo mit „Ih-Ah!“, dessen Atmosphäre sich allerdings wegen etwas zu viel Blödelei des Meisters nicht ganz entfaltet, sowie mit „Higher“ noch ein großes Highlight von „Transcendence“, das den Abend auf jeden Fall würdig beschließt.




Auch wenn die Setlist eher optimal geraten ist und das Konzert insgesamt nicht ganz die Magie aufbieten konnte, zu der Devin im Stande ist, muss man doch von einem insgesamt sehr gelungenen und wunderbaren Abend sprechen. Es ist schön zu sehen, dass Devin inzwischen zumindest einen Bruchteil der Anerkennung bekommt, die ihm schon seit Jahrzehnten zusteht.

Setlist:
01. Rejoice
02. Night
03. Stormbending
04. Failure
05. Hyperdrive!
06. Where We Belong
07. Planet Of The Apes
08. Ziltoid Goes Home
09. Suicide
10. Supercrush!
11. March Of The Poozers
12. Kingdom

13. Ih-Ah!
14. Higher

Fotos: Mirja Siegl

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 13.03.2017 | 20:36 Uhr
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