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Datum: 06.08.2014Stadt: Köln

Der gute Devin hat sich, sehr zur Freude seiner Gefolgschaft, dazu entschlossen, zwischen den Pausen der einzelnen europäischen Festival-Gigs ein paar ausgewählte Einzelkonzerte mit seinem DEVIN TOWNSEND PROJECT zu spielen. Im Schlepptau: Die norwegischen Blackjazzer von SHINING, deren Sänger/Gitarrist/Saxofonist Jørgen Munkeby zusammen mit Devin bei dessen anderem Projekt CASUALTIES OF COOL musiziert.




SHINING müssen leider schon etwas vor dem offiziellen Konzertbeginn um 20:00 Uhr auf die Bretter, was sich aber glücklicherweise als nicht ganz so schlimm herausstellt, da das Luxor bereits verdammt gut gefüllt ist. Das Publikum feiert das Quintett von Anfang an ab und spendiert jedem Song mehr als nur Höflichkeitsapplaus. Die Setlist besteht ausschließlich aus Songs der letzten beiden Scheiben „Blackjazz“ [2010] und „One One One“ [2013] und konzentriert sich anfangs auf die eher eingängigeren Stücke - sofern man bei dem Prog-/Math-/Elektro-/Jazz-Gemisch überhaupt von eingängig sprechen kann - der Norweger, die sich in bester Spiellaune befinden und dementsprechend energisch und souverän auftreten. Gegen Ende lassen SHINING den Gig im positiven Sinne völlig eskalieren: Die völlig kaputte, knapp 13-minütige Coverversion des KING CRIMSON-Klassikers „21st Century Schizoid Man“ startet erst ziemlich doomig, steigert sich dann aber in komplettes Free Jazz-Massaker mit schrillen, fiesen Saxofon-Schreien von Munkeby am laufenden Band. Das ist dem einen oder anderen im Publikum dann doch zu viel [der Nebenmann im MR. BIG-Shirt hält sich gar die Ohren zu und kann nicht aufhören ungläubig den Kopf zu schütteln]. Dem Großteil des Publikums gefällt die beeindruckende, spieltechnisch wahnsinnig begnadete Vorstellung der Norweger aber zum Glück und so werden SHINING mit tosendem Applaus verabschiedet. Fett!




Die Umbaupause wird allen Beteiligten mit allerlei Merkwürdigkeiten auf der das Backdrop ersetzenden Leinwand versüßt. Da gibt es zu schlechtem Eurodance moshende Kühe, Devins Handpuppe Ziltoid in allen möglichen peinlichen Lebenslagen, Furzwitze und und und. Als Devin und seine Mitmusiker endlich die Bühne betreten sind die Zuhörer demnach schon eingedanct und zu allen Schandtaten bereit. Der Auftakt mit dem mächtigen „Ocean Machine“-Opener „Seventh Wave“ ist fulminant, auch wenn der Sound leider bei SHINING einen Tacken druckvoller und sauberer war [was den ganzen Gig über so bleiben sollte]. Sofort ansteckend ist die gute Laune und Tiefenentspanntheit des Meisters selbst, der den ganzen Gig über [teilweise auch während den Songs!] mit schrägen Ansagen, Flachwitzen [meist olfaktorischer Natur, z.B. „I smell cologne!“] und Weisheiten glänzt. Das musikalische Fundament, das seine Mitmusiker legen, ist zu jeder Sekunde beeindruckend, aber Devin überstrahlt mit seiner einnehmenden Persönlichkeit alles und jeden. Der quirlige Kanadier hat das Publikum zu jeder Sekunde im Griff, animiert zu cheesigen Winkespielchen, posiert bereitwillig in jede Smartphone-Kamera und fordert die Leute nicht nur einmal zum Grinsen auf [„Come On! This is a happy day!“]. Beim „Ziltoid“-Stück „By Your Command“ lässt es sich Devin während eines längeren Instrumentalparts sogar nicht nehmen, von der Bühne zu springen, eine entspannte Runde durch das Publikum zu laufen und einige Gäste einzeln zu begrüßen. Die Setlist bietet ein tolles Best Of-Programm aus fast allen Solo-Schaffensphasen des Meisters, aber das verkommt angesichts der positiven Energie, die Mr. Townsend als Entertainer zu jeder Sekunde ausstrahlt, fast zur Nebensache. Magie liegt in der Luft, als die Band zum glorreichen Schlusspunkt des regulären Sets [„Grace“] ansetzt, der eine fast sakrale Erhabenheit in das proppenvolle Luxor bringt. Danach gibt es mit dem „Infinity“-Feger „Bad Devil“ noch eine Fake-Zugabe [die Band bleibt auf der Bühne, Devin fordert das Publikum auf, so zu tun, als wären sie bereits von der Bühne gegangen wären und sie entsprechend abzufeiern, dann ziert er sich überzogen noch ein wenig, um dann doch den Song anzusagen [„I wanna see some serious bootyshaking!“]]. Mr. Townsend verabschiedet danach jeden einzelnen Gast der ersten Reihe sogar stilecht mit Handschlag.
Qualitativ mag es dieses Jahr vielleicht bessere Konzerte gegeben haben und geben werden, aber was Atmosphäre und Magie angeht, so macht niemand dem DEVIN TOWNSEND PROJECT in dieser Form etwas vor. Ein ganz, ganz großer Abend mit viel Musikalität, Wahnsinn und guter Laune ohne jegliche „shiny happy people“-Platitüden.

Setlist:
Seventh Wave
War
Regulator
By Your Command
Deadhead
Planet Of The Apes
Numbered!
Supercrush!
Juular
Grace
Bad Devil [Zugabe]

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 10.08.2014 | 18:37 Uhr
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