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Reviews von Die Apokalyptischen Reiter, etc.
CD Review: Die Apokalyptischen Reiter - Wie der Weltuntergang ein Teil meines Lebens wurde [Buch]

Die Apokalyptischen Reiter
Wie der Weltuntergang ein Teil meines Lebens wurde [Buch]


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Datum: 17.04.2011Stadt: Hamburg




Das DIE APOKALYPTISCHEN REITER ganz besonders loyale Fans haben, dürfte niemandem unbekannt sein, der den Werdegang der Band mit einem Auge verfolgt hat. Das gilt natürlich auch für die Hansestadt Hamburg, in welcher heute das letzte Konzert der aktuellen „Moral und Wahnsinn“-Tour stattfinden soll.

Vor der Markthalle hat sich bereits eine überaus ansehnliche Schlange gebildet; die Zeichen stehen zumindest zunächst auf „Ausverkauft“. Nun, vielleicht nicht komplett, denn die Menschenmasse rückt in erster Linie deshalb so zäh vor, weil zunächst jeder mitgeschleppte Rucksack gefilzt werden muss, nicht etwa, weil man Massen von kartenlosen Reitermaniacs von der Tür zu drängen hat. Die meisten scheinen aber ihre Tickets bereits zu haben – was gut ist, denn der Abendkassenpreis fällt mit 28 € nicht gerade klein aus.






Im Innern der Markthalle haben AKREA bereits begonnen, dem Hamburger Publikum einzuheizen. Und das ist wirklich nicht gerade üblich: Bereits bei der Vorband ist der große Saal bis in die hinteren Ränge gut gefüllt. Die Band freut es und sie geben sich alle Mühe, mit ihrem leider recht bieder geratenen, melodischen Black Metal die Hamburger aus der Reserve zu locken. Dies gelingt zwar nur bei einem relativ geringen Teil des Publikums zur Gänze, aber AKREA ernten dennoch reichlich gereckte Fäuste und mehr als nur Höflichkeitsapplaus.




Nachdem die Süddeutschen die Bühne geräumt haben und der Umbau abgeschlossen ist, entern TURISAS die Bretter. Und die Finnen haben bemerkenswert leichtes Spiel mit den hanseatischen Pagan-Jüngern, die ihnen zum großen Teil aus der kunstblutverschmierten Hand fressen. Seltsam eigentlich, denn TURISAS wirken etwas desorientiert, haben unter unausgewogenem Sound zu leiden und offenbar einen Sänger, der vom DeMayo‘schen Labervirus befallen ist. Warum der Mann meint, fünfmal während des Sets erzählen zu müssen, dass die Band drei Monate auf Tour war und morgen nach Hause fährt – man weiß es nicht. Und warum es über fünf Minuten dauert, die Menge unter weitschweifigen und unverständlichen Erklärungen in zwei Gesangsblöcke zu teilen, weiß Vänämöinen. Doch die Hamburger verzeihen TURISAS den eher schwachen Auftritt offenbar gern, aus dem mein persönliches Glanzlicht bezeichnenderweise das BONEY M-Cover „Rasputin“ bleiben wird. Zumindest auf musikalischer Seite, denn das sich während „Stand Up And Fight“ REITER-Sänger Fuchs vom spärlich bekleideten Dr. Pest huckepack über die Bühne schleppen lässt, hat natürlich auch einen gewissen Unterhaltungswert.




Abermals ist ein Umbau fällig – ein längerer dieses Mal, denn DIE APOKALYPTISCHEN REITER lassen sich in Punkto Bühnenbild nicht lumpen. Schon allein die auf erhöhtem Standplatz aufgebaute Horror-Orgel von Dr. Pest macht optisch einiges her und verbraucht auch nicht eben wenig Platz. Macht nichts, denn auch dieses Gastspiel von DIE APOKALYPTISCHEN REITER zeigt, dass vor allem Sänger Fuchs immer Platz findet, sich auszutoben. Und das tut er auch, denn mehr denn je liegt es heute an ihm, für eine Show zu sorgen – Basser und Gitarrist sind an ihre Instrumente gebunden, der Trommler sowieso und das Dr. Pest bei der mittlerweile herrschenden Bullenhitze in der Markthalle es offenbar schafft, die SM-Ledermaske fast durchgängig auf dem Gesicht zu behalten, stellt eine beträchtliche Leistung dar. Den Hamburger „Reitermaniacs“ macht die Hitze offenbar ebenfalls leicht zu schaffen, denn obwohl fleißig gemosht und mitgesungen wird, bleibt die obligatorische Pogoparty recht überschaubar. Die Weimarer nehmen's nicht weiter persönlich – was nicht verwunderlich ist, schließlich haben sie, Stichwort loyales Publikum, auch heute mit dem Betreten der Bühne die Meute im Sack. Wie groß der Unterschied zu TURISAS ausfällt, wird allein daran deutlich, dass Vokalist Fuchs das Publikum durch zwei sehr knappe Handbewegungen in zwei Blöcke zu dirigieren vermag. Kein Vergleich mit der Sabbelorgie von finnischer Seite. Gut gelaunt zocken sich DIE APOKALYPTISCHEN REITER durch ihr Set und legen dabei ihr Hauptaugenmerk auf Stücke „neueren“ Datums. „Neueren“ heißt in diesem Fall: vor allem nach „Have A Nice Trip“. Neben Dauerbrennern wie „Friede sei mit euch“ und „Revolution“ kommen auch etliche Stücke vom aktuellen Werk zum Tragen, darunter die Videoauskopplung „Dr. Pest“, welche ebenso dankbar aufgenommen wird wie die bekannteren Gassenhauer. Ausfallen muss allerdings die Opfersuche für besagten maskierten Herrn – warum auch immer. An willigen Zuschauerinnen dürfte es nicht mangeln, denn die Seemannsbraut fürs Tänzchen zu „Seemann“ ist auch schnell gefunden. Ob dies Ausdruck für den Wandel der APOKALYPTISCHEN REITER zu einer familienfreundlicheren Metalband ist? Möglich, denn die leider werden heute in Hamburg die düstereren Frühwerke ebenfalls ausgespart. Hamburg stört es nicht – so verlangen denn auch deutlich mehr Leute „Die Sonne scheint“ als „Unter der Asche“ als Zugabe. Wer sich anno 2011 also in erster Linie in der Hoffnung auf Songs aus der Ära „Allegro Barbaro“ oder „All You Need Is Love“ auf ein Konzert der Weimarer begibt, wird auch heute Anlass zu bitteren Klagen finden. Doch die volle Halle und die gute Stimmung unterstreichen den Ruf der Truppe als hervorragende Liveband einmal mehr – und enttäuschte Gesichter sind eigentlich in erster Linie an der langen und chaotischen Warteschlange vor der Garderobe auszumachen und wohl in unaufhaltsam und unwiederbringlich entschwindenden Nah- und Fernverkehrsmitteln begründet als im Auftritt der APOKALYPTISCHEN REITER. Auch, wenn es für mich gerne noch einiges mehr an Wahnsinn hätte geben dürfen…

grim_rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 23.04.2011 | 16:32 Uhr
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