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Datum: 27.09.2002Stadt: Hanau

Seit Schließung der Hafenbahn im Sommer wurde es gänzlich ruhig in der hiesigen Metal-Szene. Vorerst halfen zahlreiche Festivals über diesen Missstand hinweg, doch nachdem auch das Summer Breeze vorüber war, musste man sich damit abfinden, den Winter über Konzerttechnisch kürzer zutreten. Aber zum Glück gibt es ja noch immer so Metalheads wie Peter und Sebastian von DISCREATION, die sich das Risiko nicht scheuen, mit Ihrer eigenen Band ein Konzert zu organisieren. So kam es zum Schlachtfest (I) in der Schweinehalle in Hanau. Schon im Vorfeld war ich über die profisionelle Organisation überrascht. So gab es diesmal farbige Hochglanz-fleyer, eigens für die Veranstaltung angelegte Homepage und die Schweinehalle als Location, zeugte ebenfalls nach sorgfältiger Planung. So begab es sich, das sogar gleich drei Redakteure von Metalnews das Konzert infiltrierten : Dargon, Shilrak und Soulion.
Schon beim Betreten der Schweinehalle wurde klar: hier steigt heute ´ne riesen Party. Mehr als 270 Besucher waren versammelt, um sich mal wieder richtig musikalisch wegblasen zu lassen. Dazu gab es Merchandise Stände, faire Thekenpreise und freundliche Bedienung, was will man mehr...?

::THE LEGACY

Aufgrund der Tatsache das HANDS OF FATE (zumindest vorerst) nicht auftreten konnten, der Gitarrist trug ´nen Gips am Arm, konnten THE LEGACY etwas später mit ihrem Set beginnen. Die Truppe fiel diesen Abend musikalisch ein bisschen aus der Reihe, da man sich als einzige Band des Abend nicht dem extremeren Metal verschrieben hatte. Ich war auf THE LEGACY schon sehr gespannt, da ich sie das letzte mal in Urbesetzung 2000 gesehen habe. So eröffneten sie gegen 20:30 Uhr den Abend und verzauberten das anwesende Publikum mit ihrem melancholischen, doomlastigen Metal. Ich benutze jetzt bewusst nicht das Wort „Gothic-Metal“, da dieser Begriff der Musik nicht gerecht werden kann. Auch wenn THE LEGACY heute Abend auf ihre Querflöte verzichten mussten (die Parts wurden vom Keyboarder übernommen), lieferten sie ein kleines musikalisches Zauberwerk . Besonders der Sängerin Ruth (welche ja auch noch bei ASARU tätig ist) konnte man die Freude am „spielen“ oder besser Singen regelrecht ansehen. Natürlich durfte auch der Allstar-Hit „Withering Blossom...“ nicht fehlen und so lieferten THE LEGACY eine ordentliche musikalische Performance ab, schade eigentlich, dass sie den Opener machen mussten...

Dargon



::DISCREATION

Als der Death-Metal-5er die kleine Bühne enterte und ihren Soundwall auf die Meute losließ, konnte man auch schon erste Nackenrotationen in den ersten Reihe ausmachen. Wie auch bei THE LEGACY ging der Sound für mein Empfinden ok und die Jungs wurden nach dem ersten Song schon gefeiert. Die ersten Stagediver übten ihre Tätigkeit aus und Die Band gab sich weitestgehend Mühe. Obwohl auf der Bühne wohl wenigstens etwas Platz für ein wenig Stageacting gewesen wäre, verhielt man sich weitest gehend statisch. Abgesehen davon allerdings ein schöner Gig, der auch auf mehr Lust macht.

::OHRBLUT

Die vierte Band des Abends hörte auf den Klangvollen Namen OHRBLUT, was mich schon Anfangs etwas skeptisch auf das Ganze zugehen ließ. Doch Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch und so präsentierten man wirklich fiesen, fetten Death mit einem Tier hinter der Schießbude und einem derbe keifend/brüllendem Sänger. Auch in Sachen Stageacting war hier schon etwas mehr los und man konnte auch den Anwesenden anmerken, dass OHRBLUT zu gefallen wissen. Mein Daumen geht hoch!

Shilrak



::HANDS OF FATE

Entgegen allen Erwartungen fanden sich nach Ohrblut doch noch HANDS OF FATE auf der Bühne ein. Die Mannen um Martin „Ich will da rauf!“ Zinke sollten nämlich ursprünglich ausfallen, da sich einer ihrer Gitarreros eine Sehnscheidenentzündig zugezogen hatte. Nun war aber Fronter Zigor so davon überzeugt unbedingt für ein paar Minuten auf diese Bühne zu müssen daß sich, mit nur einer Gitarre, unter Mithilfe der Jungs von DISCREATION ein kleiner Einschub arrangieren ließ. Die Band, die für ihren seltsamen Humor und ihre griffige Musik bekannt ist, quälte das anwesende Publikum zunächst mit einem endlos scheinenden Soundcheck inklusive bösartiger Schlagergesänge. Nach etwa 15 Minuten hatten die meisten Metalheads bereits den Glauben an eine ordentliche Performance verloren und leises Gebrummel war zu vernehmen als HANDS OF FATE plötzlich mit einem messerscharfen Riff von der Bühne sägten. „Boah, geil !“ erfuhr es Mitkollege Shilrak und er ließ sofort die Haare fliegen, allerdings nur etwa 30 Sekunden lang. PLOING – vor den entsetzten Augen aller Anwesenden verabschiedete sich eine Gitarrenseite des zweiten Klampfers und beendete so den rekordverdächtig kurzen Auftritt der Band. Schnell wurde noch die Adresse der Bandhomepage ins Publikum gebrüllt und dann war auch schon alles vorbei. Rein publicitytechnisch ideal – so
macht man Leute neugierig!

::OBSCURITY

Die Newcommer von OBSCURITY erwiesen sich auf der Bühne als ein echter Orkan und für eine relativ frische Band erstaunlich routiniert. Mitreißend spielfreudig und agil präsentierten sich die Melodic Extreme Deather an diesem Abend und wurden im Gegenzug von der anwesenden Meute so richtig abgefeiert. Der Sound der Darmstädter wechselte fließend vom heftigen Death Metal über groovende Elemente bis hin zu melodischen Parts und machte auch vor genreüblichen Grenzen nicht halt, was Songs wie “When I’m Dead” eine ganz individuelle Note gab. Die sanften Parts, bei denen Sänger Kai vom Brüllorgan zu eindringlichem Flüstern wechselte, saßen ebenso glatt wie die heftigen Nackenbrecher bei denen man nur noch die Birne schütteln konnte. Äußerst beeindruckend – dieser Band kann man nur wünschen, daß sie sich bald einen fetten Deal angelt und damit eine größere Schar von Höhrern gewinnen kann, das Zeug dazu haben sie allemal!

::DISBELIEF

Wer DISBELIEF einmal live erlebt hat, kann sich sicher schon denken was dann passierte. Der Headliner des Abends wurde seiner Rolle absolut gerecht und metzelte sich gut anderthalb Stunden lang durch die Highlights der Bandhistorie. Schwerpunkt waren natürlich die Songs der neuen Scheibe “Shine”, jedoch wurden auch viele Titel der Vorgängerscheiben aufgespielt. Das Problem war daß aufgrund der Uhrzeit (DISBELIEF legten nach Mitternacht los und spielten etwa bis zwei Uhr) und den vorherigen Bands die meisten anwesenden Metalheads schon ziemlich in den Seilen hingen, was aber nicht davon abhielt der Band die nötige Ehre zu erweisen. Diese glänzte durch Professionalität, wirkte trotzdem sehr spontan und wenig abgehoben – eine sympatische Mischung. Mit der Wucht einer dunklen Lawine wurden Hammersongs wie “No Control” auf die Crowd niedergewälzt und der wie immer äußerst emotionale Frontgesang tat sein übriges. Gegen Ende des Sets, als DISBELIEF bereits die ersten Zugaben spielten, war ich selbst schon kurz davor konditionstechnisch das Handtuch zu werfen, als mich plötzlich ein Songintro durchfuhr wie ein Stromschlag. Sie spielten tatsächlich “Follow” vom Debütalbum!!! Mein Lieblingssong von DISBELIEF als Krönung eines wirklich gelungenen Abends – für einen kleinen Eintrittspreis hatte ich mehr Spaß als auf dem gesammten Wacken Open Air, was einmal mehr belegt, daß es sich lohnt den Metalunderground zu unterstützen anstatt sein ganzes Erspartes für Metalkommerz zu verpulvern. Beide Daumen weit hoch für diesen gelungenen Abend!

sOULiON



Für Infos Rund ums Schlachtfest: www.schlachtfest-hanau.de

Dargon, Shilrak, sOULiON

Autor: Werner Heinz [sOULiON] | 27.10.2002 | 18:35 Uhr
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