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Datum: 11.12.2009Stadt: Hamburg

Es ist ein vorweihnachtlicher Abend in Hamburg, dieser 11.12. 2009, an welchem sich die Metal-Queen DORO in der Großen Freiheit 36 die Ehre gibt. Schon im Vorfeld ist unklar, wann genau das Konzert beginnt. Manche Karten sagen, es ist 18 Uhr Einlass – 19 Uhr Beginn, wieder andere sagen, 19 Uhr Einlass – 20 Uhr Beginn. Am Ende einigte man sich genau auf die Mitte und um 19:30 ging es dann endlich für KRYPERIA los.

.: KRYPTERIA :.

Bevor es losgeht, scheint es ein ordentliches Problem mit dem Intro zu geben, denn immer wieder werden störende Töne abgespielt, ehe das Intro wieder stoppt. Beim etwa fünften Versuch klappt es dann doch endlich und die Band entert die Bühne. Sängerin Ji-In Cho kommt in einem pompösen Brautkleid auf die Bühne und lässt ihre Mannen rocken. Von Anfang an weiß jeder auf der Bühne, was er wie zu tun hat und tut dies gut. Nach dem Opener, welcher nicht wirklich auf das Publikum überspringt, geht es weiter. Ein kurzer Griff und schon ist Ji-In Cho von ihrem Brautkleid befreit und rockt in Lederklamotten munter weiter. Als Frontfrau erfüllt sie jedes Klischee, was man von einer solchen Gothic-Band erwartet und versprüht Sympathie. Leider trifft das nicht wirklich auf die Musik der Band zu. Im Publikum passiert rein gar nichts und auch der Applaus hält sich stark in Grenzen. Eigentlich sehr schade, denn auf der Bühne macht die Band einen guten Eindruck, aber das kann das doch eher schwach ausfallende Material nicht unterstreichen. So geht der Gig nach 30 Minuten zu Ende und hinterlässt ein Gefühl der Leere.



















Prachtstücke aus der Setlist:
My Fatal Kiss
For You I'll Bring The Devil Down
Shoot Me
Somebody Save Me





.: DORO :.

Plötzlich füllt sich die Halle ganz stark und ist zu guten 8/10 gefüllt. Die Lichter dämmen sich und die Mannen von DORO entern die Bühne. Dann bricht „Earthshaker Rock“ über die Halle rein und das Publikum ist Feuer und Flamme. DORO zeigt von Anfang an, wie man das Publikum animiert und ist dabei bestens gelaunt. Gleich danach folgt „I Rule The Ruins“ und ab diesem Zeitpunkt frisst das Publikum der Metal-Queen aus der Hand. Sympathisch führt DORO durch das Programm des Abends und wer sich auf die Art der Düsseldorferin einlässt, bekommt eine Menge geboten. Insgesamt geht die Show fast zwei Stunden und kaum ein Akt hält in der Halle heutzutage noch diese Zeit. Auch die Bandmitglieder sind gut gelaunt und zeigen, dass sie ganz genau wissen, wie man sich perfekt auf der Bühne in Szene setzt. Klassiker wie „Burning The Witches“ oder „True As Steel“ reihen sich perfekt an neue Songs wie „Herzblut“ oder „Night Of The Warlock“. Die Setlist ist gut durchgemischt und bietet mit einem Lied wie z.B. „Love Me In Black“ eine dicke Überraschung. Natürlich gibt es auch das obligatorische Drumsolo von Johnny Dee und - sind wir mal ganz ehrlich – das ist der Part, der aus der Setlist gerne gestrichen werden darf. Schon auf der letzten Platte „Fear No Evil“ hat Johnny Dee die schnellen Parts von „Caught In A Battle“ nicht gepackt und musste von einem Drum-Computer ersetzt werden. Auch das Drumsolo ist eher unterdurchschnittlich und hat weder Kick-Ass-Parts noch eine wirkliche Struktur. Trotzdem schwört DORO nach wie vor auf ihren Drummer und so wird man auch in Zukunft mit einem Drumsolo rechnen müssen. Nach der Verschnaufpause geht’s jedoch in perfekter Form weiter. Mit der altbekannten Coverversion von JUDAS PRIESTs „Breaking The Law“ kocht dann die Stimmung fast über. Ein guter Punkt scheint nach 95 Minuten natürlich das von allen geforderte „All We Are“, was wir dann auch bekommen. Selbstverständlich kommt DORO noch für über 20 Minuten Zugabenfülle auf die Bühne und beendet diesen Abend schließlich mit „Hellbound“. Ein passender Schlusspunkt für ein gutes Konzert. Und wieder einmal zeigt DORO, dass sie weiß, wie man ein perfektes Konzert an die Fans bringt.





Prachtstücke aus der Setlist:
Setlist Doro:
Earthshaker Rock
I Rule The Ruins
Celebrate
Metal Racer
Fight For Rock
The Night Of The Warlock
Burning The Witches
Herzblut
True As Steel
Above The Ashes
I Lay My Head Upon My Sword
Love Me In Black
Für Immer
Haunted Heart
Breaking The Law
All We Are
Fight
Always Live To Win
Hellbound









Fazit: KRYPTERIA machen ihre Sache gut, kommen aber mit ihrem sehr durchschnittlichen Material nicht sehr überzeugend rüber. DORO hingegen kann auf ganzer Linie überzeugen. Hier gilt: Wer sich auf DORO einlässt, weiß genau was er bekommt – eine klasse Show mit abwechslungsreicher Setlist und einer Metal-Queen, der man ansieht, dass sie noch Spaß an der Sache und noch lange nicht genug davon hat – weiter so!

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 16.12.2009 | 19:24 Uhr
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