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Datum: 21.02.2009Stadt: Hamburg

Wir schreiben den 21.02.2009, Uhrzeit 19:35. Nachdem im Vorfeld das Konzert von DRAGONFORCE und TURISAS vom Knust ins Grünspan verlegt wurde, änderten sich auch die Einlasszeiten. Laut Seite des Grünspan sollte um 19 Uhr Einlass sein, Beginn 20:00 Uhr [an einer Stelle stand sogar: Einlass 20 Uhr!!!]. Trotz dieser Tatsache denke ich, dass ich mit meiner Anwesenheit um 19:35 nichts falsch machen kann.

.: TURISAS :.

Sogleich trifft mich der Hammerschlag. Entgegen aller Informationen des Grünspans stehen TURISAS in voller Aktion auf der Bühne und werden bereits von einer großen Menge an Fans abgefeiert. Irgendwie ist die Stimmung bei mir auf dem Tiefpunkt, soll jedoch nichts an der klasse Performance der Band ändern. Voller Bewegung und mit ganzem Einsatz geben TURISAS der Meute im Saal, was sie verlangt. Party ohne Ende ist das Ergebnis. Lieder wie „The Messenger“, „One More“ und „Rasputin“ lassen die Meute total durchdrehen. Die ganze Halle steht Kopf – egal wo man hinsieht, sind die Fäuste geballt und 80% der Halle verwandeln sich bei so gut wie jeder Gelegenheit in einen riesigen Pit. Sänger Warlord zeigt sich extrem gesprächig und macht nach fast jedem Lied eine lange Ansage [meist Lob über Bier ;-]. Das Licht hält sich dezent die meiste Zeit über in Rot und passt zu der starken Bühnenpräsenz der Finnen. Nach etwa 40 Minuten [laut Angaben von Gästen, die den Anfang mitbekommen haben] geht die Band unter tobenden Applaus von einer nassgeschwitzten Meute von der Bühne. Für Zugaben lässt der Zeitplan wohl keinen Platz, denn um 22 Uhr soll die nächste Veranstaltung im Grünspan laufen.




Während der 20 Minuten langen Umbaupause nutze ich die Chance und begebe mich zum Merchandise-Stand der Band und da trifft mich doch der nächste Schlag. Beide Bands verlangen für ihre T-Shirts ganze 30€ pro Stück. Diverse andere Klamotten sollte man nicht billiger erwarten. Trotzdem hält der Preis nur wenige davon ab, ihren Geldbeutel hervorzuholen. Nach den besagten 20 Minuten werfe ich einen letzten Blick zur Bühne, wo ein Drumset entblößt wurde, was wahrscheinlich größer ist als die Titanic. Das Banner von DRAGONFORCE erfüllt die große Entfernung von Decke bis zu Boden und zwei Plattformen sind in der Mitte der Bühne aufgebaut. Links [vom Publikum aus gesehen] steht ein dreistöckiges Keyboard und rundet das doch sehr protzige Bühnenbild ab.

.: DRAGONFORCE :.

Das Licht geht aus und die Halle platzt weiterhin aus allen Nähten, obwohl einige wenige nach TURISAS wohl gegangen sind. Drummer Dave McIntosh betritt während des Intros die Bühne und der Rest der Mannschaft versammelt sich nach und nach, unter tobenden Applaus, auf der Bühne. Dabei merke ich schon, dass die Stimmung nicht ganz so extrem in die Höhe schnellt wie bei TURISAS zuvor. Sogleich nehmen Sam Totman und Herman Li ihre Position auf dem Podest ein und dann geht die Fahrt los. Unter Hochgeschwindigkeit geben DRAGONFORCE dem Gast, was man von der Truppe erwartet. Tempo ohne Ende, obszöne Gesten, positives Klischeegepose und Gitarrenarbeit, für welche die Band weltweit bekannt ist. Der Sound wirkt bei vielen Liedern doch recht matschig, vor allem wenn es in die Blast Beat Parts geht. Das Licht ist die meiste Zeit dezent gehalten und auch das Publikum reagiert anders auf DRAGONFORCE als noch auf TURISAS zuvor. Weniger in Extase drehen die Leute meist jeder für sich durch oder machen wie wild Fotos und Videos von der Gitarrenkunst der beiden Gitarrenhexer. An dieser Stelle merke ich schon, dass viele einfach nur da sind, um die Gitarrenkunst zu bestaunen, oder wie ich aus Gesprächen höre, man da ist, weil das die Band aus Guitar Hero ist. Doch zurück zur Band: Sänger ZP Theart zeigt sich im Gegensatz zu älteren Gigs etwas offener und redseliger, bringt jedoch noch nicht die super Ansagen, die einen nun umhauen. Trotzdem weiß jeder auf der Bühne, was er zu tun hat. Allen voran Sam dreht wieder bei jeder Gelegenheit durch, hüpft herum, macht die eine oder andere Geste und animiert das Publikum. Herman wird bei jedem Solo abgefeiert und Vadim Pruzhanov hüpft wie ein Gummibärchen auf LSD an seinem Keyboard herum. Nach Liedern wie „Heroes Of Our Time“, „Fury Of The Storm” und “The Warrior Inside” wird es wohl Zeit für das abgefuckteste, verrückteste und eigenartigste Keyboardsolo der Welt. Vadim präsentiert fast sechs Minuten eine Art Techno/Videogame Solo, bei dem er Keyboards [stehend] sowie Keys [zum Umschnallen] benutzt und dabei mit Händen, Füßen und Zähnen spielt. Unterstützt wird dies zu späterem Zeitpunkt von TURISAS Keyboarderin Netta. Dabei dreht Vadim so ab, dass einem nur noch das Lachen ins Gesicht springen kann [schade nur, dass das Keyboard [zum Umhängen] nicht wirklich immer funktioniert hat]. Das Keyboardsolo ist auch die einzige Verschnaufpause, die man bekommt. Danach geht es unter bestem Stageacting weiter. „Revolution Deathsquad“, „Soldiers Of The Wasteland” und “The Last Journey Home” lassen auch dem letzten DRAGONFORCE-Fan den Schweiß vom Körper fließen und bringen ein schnelles Ende hervor. Natürlich lassen es sich DRAGONFORCE nicht nehmen und geben zwei Zugaben, bevor sie unter großen Applaus und 95 Minuten Show die Bühne verlassen.

Setlist DRAGONFORCE:

Heroes Of Our Time
Operation Ground and Pound
Reasons To Live
Fury Of The Storm
The Warrior Inside
Keyboard Solo
Revolution Deathsquad
Soldiers Of The Wasteland
The Last Journey Home

---------------------------

Valley Of The Damned
Through The Fire And Flames




Fazit: Abgesehen von den Fehlangaben der Einlasszeiten und einigen Soundproblemen, war es eine gute bis solide Show beider Bands. TURISAS brachten die Meute unter hervorragender Bühnenpräsenz zum Kochen und DRAGONFORCE gaben ihren Fans alle typischen Klischees [die die Fans gewohnt sind und auch lieben] und zeigten erneut, dass sie wahre Meister an ihren Instrumenten sind. Schade nur, dass DRAGONFORCE schon nach 95 Minuten aufhörten, trotzdem ein ziemlich guter Abend für die meisten, die mit einem durchgeschwitzten Shirt und einem Lächeln die Halle verließen.

Persönliche Anmerkung: Schade war an diesem Abend wirklich, dass ich das Gefühl bekommen habe, jeder wäre einfach nur da, um Herman zu sehen und weil es die Band von Guitar Hero ist. Viele schienen mit Metal gar nichts am Hut zu haben, vielmehr schien es cool zu sein, einfach da zu sein. Einfach nur schade für die Spirit der Musik und dem, was dahinter steckt, denn ich glaube das Publikum wäre mehr durchgedreht, wenn Herman und Sam 60 Minuten Guitar Hero gezockt hätten.


Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 22.02.2009 | 20:37 Uhr
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