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Datum: 09.04.2010Stadt: Karlsruhe



Ein knappes halbes Jahr nach der Tour im Vorprogramm von CANNIBAL CORPSE haben die US-Deather DYING FETUS nun wieder ein eigenes Paket geschnürt und kommen im Rahmen der diesmal deutlich Todesblei-lastigeren Ausgabe der „Thrash And Burn Tour“ erneut nach Europa. Mit am Start sind ORIGIN, BENEATH THE MASSACRE, REVOCATION und eigentlich auch MAN MUST DIE, wenn diese nicht krankheitsbedingt schon am ersten Tag der Tour im Substage in Karlsruhe ausfallen würden. Schade, denn MAN MUST DIE hätte ich gerne endlich einmal gesehen, zumal vor allem „The Human Condition“ und „No Tolerance For Imperfection“ einiges zu bieten haben. Anscheinend haben die Schotten jedoch nur drei Tage vor Tourbeginn die komplette Sache absagen müssen, da angeblich Sänger und zweiter Gitarrist ausgestiegen sind, wie am Merch-Stand gemunkelt wird. Ob dies wirklich stimmt, werden wir sicherlich in Kürze erfahren – MAN MUST DIE werden die Tour jedenfalls nicht bestreiten.



.: REVOCATION :.
Los geht es also pünktlich um 20 Uhr mit den US-Metallern REVOCATION, die ihre Mischung aus Death, Progressive und viel Thrash Metal mit viel Enthusiasmus unters Volk bringen und dabei sichtlich Spaß haben. Überhaupt wirken REVOCATION optisch und vom Auftreten her eher wie eine Thrash-Metal-Band, was der ganzen Geschichte ein bisschen mehr Party-Feeling verleiht. Songs wie „Pestilence Reigns“ von der aktuellen Scheibe „Existence Is Futile“ stehen natürlich im Mittelpunkt und werden dankbar vom Publikum aufgenommen, und rein technisch und spielerisch sowie am zweistimmigen, sich gut ergänzenden Gesang gibt es wenig bis nichts auszusetzen. Jedoch geht es mir mit REVOCATION live ganz ähnlich wie mit „Existence Is Futile“: Die Amis versuchen auf Biegen und Brechen, alles zu mischen, was man irgendwie mischen kann, und auch wenn das oft interessant klingt, geht die Rechnung nicht immer auf, da sich REVOCATION gerne mal verzetteln und letztlich wenig dauerhaft im Ohr hängen bleiben will. Unterm Strich dennoch eine brauchbare halbe Stunde, die das Trio in Karlsruhe bietet und die sicherlich niemandem wehgetan hat.



.: BENEATH THE MASSACRE :.
Ruck zuck machen sich die kanadischen Frickler BENEATH THE MASSACRE für ihren Auftritt bereit, und während vor allem Brüllwürfel Elliot bislang mit schmalen Augen und Jet-Lag-Blick durch das Substage geschlurft ist, hat diese Band durch die etlichen bestrittenen Touren inzwischen solch eine Routine und Professionalität am Start, dass dies sofort beiseite geschoben wird, sobald das Licht ausgeht. Wahnsinn! BENEATH THE MASSACRE sind ja an sich seit gut zwei Jahren wirklich schwer in Deutschland zu verpassen, da sie fast schon an jeder Steckdose gespielt haben, und das zeigt sich auch an den Reaktionen auf die Band. Der Zuschauerraum ist brechend voll, da wird gemosht und der Circle Pit angezettelt, und die Deathcore-Fans dürfen auch ihre neuen Kreiselbewegungen und „Moves“ austesten. Es ist also für jeden etwas dabei. Dabei hat Elliot, dessen Growls gerne etwas abwechslungsreicher sein dürften, die Meute von Anfang an fest im Griff, während Gitarrist Christopher sich gewohnt still und introvertiert auf seine Frickel-Riffs konzentriert. Den Gegenpol dazu stellt sein Bruder Dennis am Bass da, der wieder mit einem fetten Grinsen durch die Gegend läuft, sympathisch den harten Max markiert und zudem seinen Spinnen-Gang auspackt, sodass es wirklich schwer fällt, nicht automatisch mitzuwippen und sich davon anstecken zu lassen. Dazu gibt’s zwar nicht den Klassiker „Never More“, dafür aber „Society’s Disposable Son“, „Modern Age Slavery“, „The System’s Failure“, „Reign Of Terror“, „Harvest Of Hate“ [bissig dem Papst dafür gewidmet, dass er beim aktuellen Missbrauchsskandal so gekonnt beiseite schaut], den kurzen Breakdown-Stampfer „No Future“ oder auch „Our Common Grave“ auf die Mütze, dass es nur so kracht. Kurzum: Auch wenn der Sound deutlich besser sein könnte und gerade beim Gesang etwas dumpf und verwaschen klingt, liefern BENEATH THE MASSACRE eine halbe Stunde lang die erwartete Vollbedienung ab und werden entsprechend und zu Recht abgefeiert. Und werden nach ihrem aggressiven Auftritt wieder zu den netten Jungs von nebenan, die müde durch das Publikum schlendern…



.: ORIGIN .:
Das letzte Gastspiel von ORIGIN in Karlsruhe liegt gut drei Jahre zurück [Bericht], sodass das Interesse an den vier US-Technik-Deathern natürlich entsprechend groß ist. Auf ihrer inzwischen dritten Europatour zum Überflieger „Antithesis“, der zudem auch das Sprungbrett für diverse größere Festivals bedeutete, stellen ORIGIN jedoch zusätzlich ihren neuen Sänger Mica Meneke vor, der alles andere als ein leichtes Los gezogen hat. Warum? Weil sein Vorgänger James Lee gesanglich schon der Hammer war, aber vor allem durch seine imposante Bühnenpräsenz und sein Charisma zu überzeugen wusste. Kein leichter Stand als für den Neuzugang, der in Karlsruhe sein erstes Konzert mit ORIGIN in Europa überhaupt spielt und dabei eine wirklich gute Figur abliefert. Zwar hat man die ganze Zeit das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, aber das, was es zu sehen gibt, ist alles andere als von schlechten Eltern. Dabei befindet sich Mica wie von der Tarantel gestochen ständig in Bewegung, treibt die Leute an, hat seine Parts bestens drauf und – da bin ich mir sicher – wird im Laufe der Tour und mit jedem weiteren Konzert noch an Selbstsicherheit hinzugewinnen. Der Sound ist zwar auch bei ORIGIN alles andere als erste Sahne, leider ein ziemliches Manko bei technisch derart anspruchsvoller Musik, aber vor allem die Songs von „Antithesis“ sind hinlänglich bekannt und werden abgefeiert, will heißen: „Finite“, „Aftermath“, „The Beyond Within“ und das geniale „The Wrath Of Vishnu“. Hinzu kommen einige ältere Perlen der Marke „Staring From The Abyss“, „Reciprocal“ oder auch das einen mit 35 Minuten etwas kurzen Auftritt abschließende „Portal“. Dass ORIGIN prinzipiell auch als Headliner und mit über einer Stunde Spielzeit trotz hohem Technikfaktor sehr gut funktionieren und nicht zwangsläufig ermüden, haben sie schließlich während der letzten beiden Touren eindrücklich gezeigt – auch wenn sich im Substage die Reihen etwas lichten, da der Technik-Grind/Death der Jungs einigen Zuschauern wohl doch etwas zu viel wird; und vermutlich drängt auch der Zeitplan. ORIGIN werden jedoch mit viel Applaus bedacht, und es ist mit Spannung zu erwarten, wie sich die Band mit dem neuen Shouter entwickeln wird. Ein guter Auftritt, der so manchem staunendem Musiker im Publikum wieder sichtbar den Angstschweiß ob der technischen Fähigkeiten der einzelnen Bandmitglieder auf die Stirn getrieben hat.



.: DYING FETUS :.
Und zack ist es auch schon an der Zeit für den Headliner des Abends: DYING FETUS. Diese haben mit ihrem aktuellen Output „Descend Into Depravity“ nicht nur einen rundum gelungenen Oberhammer abgeliefert, sondern zudem noch jede Menge alte Klassiker im Gepäck, sodass zwangsläufig einiges an Material unter den Tisch fallen muss. Der Zuschauerraum ist gesteckt voll und DYING FETUS wirken zwar nicht so souverän wie auf ihrem nahezu perfekten Auftritt auf dem Way Of Darkness Festival in Lichtenfels letzten Herbst, bei dem sie einfach mal CANNIBAL CORPSE an die Wand spielten, aber dennoch bietet das Trio wieder einmal einen sehr souveränen Auftritt, der niemanden enttäuscht haben dürfte. Auch hier lässt der Sound wieder etwas zu wünschen übrig, übrigens ein häufiges Manko im Substage bei Death-Metal-Konzerten, und am Anfang scheppert das Schlagzeug auch etwas merkwürdig durch die Gegend. Ist aber schnell behoben, sodass „Your Treachery Will Die With You“ gebührend abgefeiert wird, während leider „Shepherd’s Commandment“ an diesem Abend nicht zum Zuge kommt. Schade. Dafür gibt es „Conceived Into Enslavement“, „Homicidal Retribution“, natürlich „One Shot, One Kill”, das programmatische „Pissing In The Mainstream“, „Kill Your Mother, Rape Your Dog”, „Skull Fucked“ und selbstredend den Klassiker “Grotesque Impalement”, bei dem das Substage noch einmal komplett ausrastet und die Stagediver-Rate rapide ansteigt. Viele Möglichkeiten für Bewegung auf der Bühne gibt es bei DYING FETUS logischerweise nicht, zumal John Gallagher gänzlich mit seinen Gitarrenparts und den Growls befasst ist, während Tieftöner Sean Beasley die rotzigen Vocals und einen Großteil der sympathischen Ansagen übernimmt und in jeder freien Sekunde noch die Matte kreisen lässt. Somit ein richtig gelungener Auftritt von DYING FETUS, der nach knapp 60 Minuten sein Ende findet und gerne noch etwas länger hätte gehen können. Wobei es insgesamt sowieso eine nette Geste gewesen wäre, wenn jede Band aufgrund der fehlenden MAN MUST DIE ein oder zwei Lieder mehr gespielt hätte, wobei der Eintrittspreis von 21 Euro an der Abendkasse auch so noch in Ordnung geht.

Kurzum: Ein sehr schickes und abwechslungsreiches Extrem-Metal-Paket, das im Rahmen der „Thrash And Burn Tour 2010“ momentan in Europa unterwegs ist und eigentlich etwas für jeden Todesblei-Fan beinhalten müsste. Lohnt sich auf alle Fälle, auch wenn alle Bands an diesem Abend etwas unter den suboptimalen Soundbedingungen zu leiden hatten. An der fast ausschließlich hohen Qualität der gebotenen Auftritte ändert dies jedoch nichts! – Grüße an dieser Stelle übrigens noch an den momentanen ORIGIN-Mercher und ehemaligen Metalnews-Kollegen Tom. :-)


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 10.04.2010 | 14:14 Uhr
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