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Datum: 01.02.2009Stadt: Hamburg

Der erste Februar 2009 sollte ein guter Tag werden, immerhin verirrten sich EDGUY ins Hamburger Docks, um eine Kostprobe der neuen Scheibe „Tinnitus Sanctus sowie alte Klassiker zum Besten zu geben. Zwei EDGUY-Headliner Shows in Hamburg hatte ich schon hinter mir [Rocket Ride und Hellfire Club Tour] und beide Male zeigten EDGUY, dass sie zu einer der besten Live Bands überhaupt zählen.

Voller Erwartungen und guter Laune stehe ich also vorm Docks, wo bereits das erste Problem auftritt. Der Mann hinterm Kassenschalter versteht kein Wort Deutsch und schon die Herren vor mir, die um einen Fotopass bitten, brauchen geschlagene fünf Minuten, um dem Mann verständlich zu machen, was sie wollen. Gleicher Wunsch bei mir, gleiche Prozedur. Im Docks checke ich erst einmal den Shirt-Stand. Preise voll in Ordnung. T-Shirt 20€, Hoodie/Zipper 35-40€. Da der Hoodie es mir wirklich angetan hat, will ich noch einmal eben raus zur Bank gegenüber – Geld ziehen. Da fällt mir ein, ich habe gar keinen Stempel bekommen. Freundlich frage ich, ob ich einen Stempel haben könnte, um gleich wieder rein zu kommen - „Nein, wenn Sie die Veranstaltung verlassen, verfällt Ihre Karte.“ Da bin ich baff – hat man so was schon gehört? Egal, Pech gehabt: 40€ weniger in der Kasse der Band.

.: H.E.A.T :.

Das Docks platzt schon fast aus allen Nähten, als pünktlich um 20:00 Uhr das Licht ausgeht. Die Schweden H.E.A.T. stürmen im Nu die Bühne und krachen mit ihrem 80er Jahre Hard Rock sofort drauf los. Der Sound ist relativ gut und die Songs klingen alle nicht schlecht, aber die Band wirkt sehr übertrieben und aufgesetzt. Gepose von den Herren, als würden wir wirklich 1984 im Vorprogramm von TWISTED SISTER [was natürlich auch die Klamotten einschließt] sein. Der Sänger hat eine Bühnenausstrahlung wie ein Telefonbuch und wenn er sich bewegt, dann sieht er aus wie ein zappelnder Aal. Schade, ohne dieses aufgesetzte Posen hätten die 30 Minuten H.E.A.T. mehr Spaß gemacht. Die Fans lassen sich jedoch leicht zum Mitklatschen animieren und lassen H.E.AT. nicht ganz im Regen stehen.




Der erste Umbau geht vonstatten, Zeit um mich einmal umzublicken. Optisch entspricht das Publikum zu 80% aus Poppern und Bürokaufleuten, 10% Hamburger-Standard-Power-Metal-Besuchern und 10% Black/Death/Grind-Metal-Fans, die mit CANNIBAL CORPSE, DARK FUNERAL und NAPALM DEATH Shirts da waren, aber wahrscheinlich nie zugeben würden, solche Musik zu hören. Egal, nach 20 Minuten Umbau wird es Zeit für ALL ENDS.


.: ALL ENDS :.

Die Band, die hauptsächlich Aufregung erregte, da zwei IN FLAMES-Mitglieder die Musik schreiben und die Schwester von einem der beiden in der Band singt, betritt zielstrebig die Bühne. Was ich jetzt sehe, kann ich nicht glauben! Die Lieder kommen ohne jeden Druck an den Mann. Die Band hat einen Bewegungsradius von etwa 30 Zentimetern [alle zusammengerechnet]. Die Frontfrauen denken gar nicht daran, das Publikum zu animieren, sondern versuchen lieber ihre Hintern wackeln zu lassen und sorry, das habe ich von meiner Großmutter zu ABBA schon besser gesehen. Das Mikro von Tinna Karlsdotter ist viel lauter als das von Kollegin Emma Gelotte und zusammen harmonieren wollen die beiden Stimmen gar nicht erst. Erst ab Lied vier fällt mir auf, dass die Band einen Bassisten hat, der irgendwo zwischen Bühnendeko und Ausgang spielt und vom Gitarristen verdeckt wird. Einzig und allein Drummer Joseph "Joey" Skansas trommelt sich die Seele aus dem Leib, kommt jedoch manchmal etwas übertrieben rüber, als würde er gerade „Flag Of Hate“ von KREATOR über Kopfhörer hören. Eine zaghafte Ansage wie „Meine Damen und Herren…“ 30 Sekunden passiert nichts „ …der nächste Song heißt…“ bringt den Mädchen nicht viel mehr ein als die Rufe des Publikums: „Ausziehen“. Nicht einmal Lieder wie „Apologize“ können da das Publikum in Fahrt bringen und nach 40 Minuten ist die Katastrophe vorbei.




Irgendwie ist der Abend noch nicht so richtig in Fahrt gekommen, auch wenn das Docks bereits aus allen Nähten platzt und man zusehen muss, einen guten Platz zu erwischen, an dem man noch Luft zum Atmen hat. Die Umbaupause verläuft etwas stockend und nimmt ganze 25 Minuten in Anspruch – macht nichts: die Hamburger-Power-Metal-Kult-Legende Joachim "Piesel" Küstner [IRON SAVIOR] ist mit für den Umbau verantwortlich und kassiert bereits die ersten „Piesel ist Gott“ Sprechchöre – und damit mehr Aufmerksamkeit als ALL ENDS. Währenddessen wird im Hintergrund ein riesiges Bühnenbildnis freigelegt und ein jeder weiß – es wird Zeit für EDGUY.

.: EDGUY :.




Schon das Intro sorgt für eine Mischung aus Gelächter und Kopfschütteln, handelt es sich dabei um „Banküberfall“ von der ERSTEN ALLGEMEINEN VERUNSICHERUNG, ehe es mit „Dead Or Rock“ aus der aktuellen Scheibe losgeht. Ich habe viele Konzerte miterlebt, aber „Dead Or Rock“ war wohl bisher der schlechteste Opener aller Konzerte. Einige Popper fangen begeistert an zu klatschen, doch alles, was metalähnliches Aussehen hat, bleibt unberührt stehen. Tobias Sammet fegt über die Bühne und wechselt dabei von einer Seite auf die andere, während die Band wie angewurzelt dasteht. Gleich hinterher kommt „Speedhoven“. Irgendwo eingeklemmt zwischen Gitter, zertretenen Bierbechern, 'nem zugekifften 14-Jährigen und meinem Bruder, versuche ich einen kleinen Spalt zum Headbangen zu erwischen, aber es erweist sich als nicht gerade einfach. Ein Blick in die Masse erstaunt mich doch. 80% aller Leute [Popper] bewegen sich kein Stück – scheinen mit Speed-Metal nichts anfangen zu können, stattdessen offene Münder. Danach feuert EDGUY „Tears Of A Mandrake“ hinterher, doch ohne einen Millimeter Platz zieht auch dieser Song nicht wirklich – wobei die Fans dabei wieder etwas aufwachen. Bis auf ein „Habt ihr Bock auf Spaß? – Wir haben heute Spaß“ keine großen Ansagen zum Anfang vom sonst so geschwätzigen Mann aus Fulda. Stattdessen macht man weiter mit „Until We Rise Again“ – Fehler – Speed Metal. Natürlich passiert kaum etwas, außer bei ein paar Langhaarigen, die versuchen sich Platz zu schaffen, um die Matte zu schütteln. Das Licht wechselt an dem Abend von genial [Speedhoven] bis zu Totalausfall [The Pharaoh/Drumsolo]. Erst bei Liedern wie „Ministry Of Saints“ oder den Singles dreht das Publikum total am Rad. Zwar haut Sammet den einen oder anderen Witz raus wie „Wir spielen jetzt etwas von 1984, da waren die meisten von euch noch nicht geboren, als wir das Lied von HELLOWEEN klauten [„Until We Rise Again“], aber so richtig in Fahrt wie einst kommt er nicht. Ob man nun das musikalische Thema von „Maria [Believe Me I Like It Loud]“ von SCOOTER lustig findet, ist eine andere Sache [kommentiert mit „Ich wusste es: Metaller sind also doch alle verkappte Technohörer.“]. Das angesprochene Drumsolo von Felix hat man in der Vergangenheit auch schon besser und druckvoller gesehen, vor allem war es nicht besonders einfallsreich, zum „Fluch der Karibik Theme“ zu drummen, da jede 0815 Kombo dies momentan als Intro benutzt. Als Tobias Sammet dann alte Sprüche, die ich 2004 schon um die Ohren bekam, bringt, sinkt der Abend auf einen Tiefpunkt. Zwar ist die Band nicht schlecht, büßt jedoch eine Menge von dem ein, was sie einst geleistet hat. Auch hier erweist sich der Bewegungsradius der Band [Ausnahme Tobi] auf etwa 50 Zentimeter. Jens schafft es, in 105 Minuten einmal auf die rechte Seite der Bühne zu gehen – das soll’s gewesen sein. Zum Ende hin spielen EDGUY schön ihre Erfolgssingles runter und bringen den Popper-Pulk zum Ausrasten – ehe man in den Zugaben sich noch entschließt „Vain Glory Opera“ zu spielen [was laut Tobi eigentlich nicht geplant war]. Unter gutem Applaus verabschieden sich EDGUY schließlich und deuten an, die Fans diesmal nicht drei Jahre auf eine neue Headliner-Show warten zu lassen [Kommentar aus dem Publikum – Nein, fünf].




Das Fazit soll kurz gehalten werden. Die Vorgruppen sollten den meisten Leuten wohl weniger zusagen. Zu EDGUY gibt es nur zu sagen: ein denkwürdiger und trauriger Abend für fast alle Metaller und ein grandioser Abend für jeden Popper – das Publikum, das EDGUY scheinbar ansprechen wollen.






Setlist:
Dead Or Rock
Speedhoven
Tears Of A Mandrake
Until We Rise Again
The Pharaoh
Ministry Of Saints
Drum Solo
The Headless Game
The Pride Of Creation
Save Me
Superheros

--------------

Nine Lives
Vain Glory Opera
Lavatory Love Machine
King Of Fools

Reihenfolge möglicherweise nicht 100%-ig korrekt.

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 03.02.2009 | 21:18 Uhr
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