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Datum: 30.08.2009Stadt: Hamburg

Wenn der Zauberer zum Ritual ruft, gibt es keine Diskussionen – die britische Doomlegende ELECTRIC WIZARD kann wohl kaum als ein auf deutschen Bühnen alltäglicher Gast bezeichnet werden. Dementsprechend rappelvoll ist das Molotow, ein gemütlicher Kellerclub mitten auf Hamburgs sündiger Amüsiermeile Nummer eins, als wir gegen halb neun dort eintreffen. Die Luft steht bereits einen Meter hinter dem Eingang, sodass an der Garderobe kein Weg vorbeiführt, so man nicht gewillt ist, unausgesetzt zu schwitzen. Also noch eben fix an die Theke gedrängt, ein kühles Bier gegriffen und dann langsam Richtung Bühne vorgeschoben – wenn man schon pünktlich ist, sollte man die Vorband auch mitnehmen!




Denn diese ist an diesem Abend zwar noch ein recht unbeschriebenes Blatt, passt jedoch hervorragend ins Konzept. BLOOD CEREMONY aus Kanada betreten um kurz nach neun die gut kniehohe Bühne und legen ohne Umschweife los. Ob die im Bühnenraum bereits sehr zahlreich versammelten Zuhörer und Zuhörerinnen dabei bereits um die Qualitäten des Vierers aus Toronto wussten, sei dahingestellt. Fest steht, dass BLOOD CEREMONY mit ihrem okkulten Gemisch aus krachenden Uralt-Rock-Riffs, fiesen Orgelsounds und beschwörerischem Frauengesang beinahe sofort beim Hamburger Mob punkten können. Einflüsse von DEEP PURPLE, BLACK SABBATH und JETHRO TULL, vermengt mit einer guten Portion 70er-Jahre-Horroratmosphäre und Folk kennzeichnen den Sound der Band. Doch egal wie sich der haarige Männeranteil der Truppe ins Zeug legt – und das tut er ausnahmslos –, die zierliche Sängerin, mit reichlich Einsätzen auch an Keyboard und Querflöte gut ausgelastet, bleibt Blickfang Nummer eins während der nächsten Stunde. In so manch anderem Kontext hätte ihr Bühnengehabe aus ausgesprochen reduzierten Ansagen, irrem Blick und ausladender theatralischer Gestik womöglich lächerlich gewirkt – zu folkig-doomigen Stücken wie „I Will Come With You“, „Hymn To Pan“ und „Children Of The Future“ passt es erstaunlich gut. Freunde genannter Referenzen sollten sich BLOOD CEREMONY jedenfalls hinter die Ohren schreiben!







Dass die Kanadier bei aller Qualität nur die Anheizer, man könnte auch sagen: die Laienprediger des heutigen Abends sind, wird schon während der „Umbaupause“ klar, als sich der knappe Raum vor der Bühne noch mehr füllt. „Umbaupause“ deshalb, weil sie in erster Linie dazu dient, das überzählige Equipment von der Bühne zu schaffen – protzige Bühnenaufbauten haben ELECTRIC WIZARD weder nötig noch überhaupt im Gepäck. Die schlichte Eleganz eines Schlagzeugs und einer fetten Wand aus Verstärkern bilden die Kulisse, als Jus Oborn und seine Mannschaft die Bühne betreten. Und das langt auch vollkommen, denn ab kurz nach zehn Uhr fluten die Engländer den mittlerweile noch einmal gefühlt doppelt so vollen Raum mit einer Riffgewalt, die ihresgleichen vergeblich sucht. Dabei will ich es mir nicht nehmen lassen, darauf hinzuweisen, dass ELECTRIC WIZARD eine Band ist, die es an unvertrauenswürdigem Aussehen locker mit MOTÖRHEAD aufnehmen kann. Schlagzeuger Shaun Rutters wirkt mit seinem rasierten Schädel und dem wuchernden Rauschebart wie der miesgelaunte Rausschmeißer eines schäbigen Rockerclubs, Jus Oborn scheint Dope, Sofa und Horrofilmsammlung nur noch zu verlassen, um die Pizza von der Tür abzuholen, und Neu-Basser Tas, eine hagere, bärtige Erscheinung mit zur Hälfte zutätowiertem Gesicht, traut man jede Schandtat zu. Dass die schöne Liz Buckingham mit diesen Typen herumhängt, macht sie da nur noch extra verdächtig. Unheilvolle, verschworene Atmosphäre. Gefahr im Verzug, Gefahr auch vor allem durch Gleichgewichtsverlust, da das Gleichgewichtszentrum bekanntlich im Ohr sitzt. Mit schier unmenschlicher Wucht riffen sich ELECTRIC WIZARD durch die nächste Stunde, während derer ihnen das Publikum im Molotow aus der Hand frisst. Stücke wie „Dunwich“, „Satanic Rites Of Drugula“, „The Chosen Few“, „We Hate You“ und „Come My Fanatics“ stehen auf der Liste – wenngleich nicht in dieser Reihenfolge. Die Reihenfolge spielt auch kaum eine Rolle mehr. Genuschelte, im Vergleich zur bereits wortkargen Vorband nochmals um die Hälfte reduzierte Ansagen. Und zwar über einem dröhnenden, knisternden Grundfeedback, welches alleine schon ausreichen würde, den vorm Konzert verzehrten Döner noch im Magen zu pulverisieren, und das ELECTRIC WIZARD nicht mehr abreißen lassen. Tranceähnliches, ekstatisches Wiegen allerorten, sowohl vor als auch auf der Bühne. Bis es auf einmal vorbei ist, um elf Uhr, nach einer knappen Stunde. Ende, aus. Grußlos verschwindet der Zauberer hinter der Bühne, die Seance ist vorbei. Definitiv, wie so mancher enttäuscht feststellt, denn eine Zugabe gibt es nicht. Auf die Frage eines Konzertbesuchers, ob es einen Grund für die kurze Spielzeit gäbe, antwortet Basser Tas beim Abbau seines Amps ein reichlich lakonisches „No“. Verdammtes, faules, arrogantes Pack! Ob ich wieder hingehen würde? Jederzeit!

Grim_Rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 01.09.2009 | 04:07 Uhr
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