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Datum: 10.04.2009Stadt: Winterthur [CH]




An und für sich passend zur – inzwischen leider doch um eine Woche verschobenen – Veröffentlichung der Akustik-Scheibe „Evocation I – The Arcane Dominion“ und kurz nach der Tour mit KREATOR haben sich die acht Musiker von ELUVEITIE etwas Besonderes einfallen lassen: Zwei Konzerte, die in Aarau und Winterthur stattfinden und in deren Rahmen sowohl die Metal- als auch die Akustik-Seite der Band live vorgestellt wird. Und diesem Ruf folgen die schweizerischen Fans mehr als zahlreich, denn bereits am späten Nachmittag lassen sich die ersten ELUVEITIE-Shirts in der Innenstadt von Winterthur ausmachen, sodass es auch nicht weiter überrascht, dass das Salzhaus ebenfalls sehr gut gefüllt ist. Die Location stellt sich dabei als gemütlicher und schlauchförmiger Club heraus, dessen einziges Manko in den zwar sehr rustikalen, aber leider sowohl auf der Bühne als auch im Zuschauerraum etwas im Weg stehenden, die Decke tragenden Holzpfeilern besteht, sodass die Sicht ab und an eingeschränkt ist.



Das ist aber alles halb so wild, denn als das Licht mit einer kleinen Verspätung ausgeht und sich TRIBES OF CAÏN auf der Bühne einfinden, ist die Stimmung schon bestens. Geboten wird Black/Death Metal mit melodischen Einsprengseln, der in erster Linie vom routinierten Auftreten des Frontmanns Sven Gryspeerdt lebt, der die Menge immer wieder anzufeuern weiß. Dabei greift die Band, die während der ersten Songs von ihrem ehemaligen und inzwischen bei ELUVEITIE zockenden Tieftöner Päde unterstützt wird, hauptsächlich auf Material des aktuellen Albums, „Retaliation“, zurück, sodass beispielsweise „Reborn With Wings“ und „Ikon der Einsamkeit“, aber auch ein kompletter neuer Song gezockt werden. Das klingt alles okay und ist auch ansprechend umgesetzt, nur ist im Verlauf des gut 40-minütigen Auftritts irgendwann ein wenig die Luft raus, da TRIBES OF CAÏN es auf Dauer nicht schaffen, die nötigen Akzente zu setzen, die einen dauerhaft aufhorchen lassen. Insgesamt also eine solide Leistung der Band aus Zürich, jedoch kein bahnbrechender Auftritt.



Die Überflieger hingegen präsentieren sich nach einer kurzen Umbaupause: ELUVEITIE. Hat die Band bereits mit „Spirit“ und „Slania“ zwei exzellente Alben veröffentlicht und mit „Evocation I – The Arcane Dominion“ einen weiteren Hochkaräter am Start, so sind ELUVEITIE vor allen Dingen eins: eine Live-Band, und zwar durch und durch. Souverän und spielfreudig geht es nach dem kurzen Intro „Samon“ gleich mit „Primordial Breath“ [„Slania“] los, sodass das Salzhaus Kopf steht. Erste Moshpits bilden sich, die Anwesenden springen und hüpfen durch die Gegend, während sich fast schon Volksfestcharakter breit macht. Da stören auch die kleineren Sound-Probleme nicht, die vor allen Dingen den anfangs zu leisen Gesang von Chrigel betreffen, jedoch flugs behoben werden, sodass jeder Musiker und jedes eingesetzte Instrument optimal zur Geltung kommt. Sympathisch und mit Herz und Hirn bei der Sache feuern die Schweizer einen Hit nach dem anderen ab, während das Publikum die Band nach Strich und Faden abfeiert und jede Ansage und jeden Song mit ohrenbetäubendem Gebrüll und Applaus begleitet. Überraschend ist das nicht, denn Lieder wie „Bloodstained Ground“ oder auch „The Song Of Life“ sind bereits schon jetzt Klassiker, die jeder Fan von ELUVEITIE längst verinnerlicht hat. Und als besonderes Schmankerl gibt es nach einer kurzen Ankündigung dann einen gut halbstündigen Ausflug in die akustische Klangwelt der Band, da wie bereits am Vortag in Aarau einige Songs von „Evocation I – The Arcane Dominion“ vorgestellt werden. Diese zeigen wunderbar, dass man problemlos ohne verzerrte Klampfen arbeiten kann, dabei jede Menge Stimmung und Atmosphäre erzeugt und die Zuschauer trotzdem nicht weniger abgehen. So wird das tolle „Brictom“ von dem frenetisch bejubelten „Omnos“ abgelöst, ehe es von dem düster-nachdenklichen „Voveso In Mori“ um eine weitere Klangfacette ergänzt wird. Gerade hier zeigt sich, dass Meri und vor allem Anna ihre Gesangs-Parts nicht nur im Studio, sondern auch live exzellent umsetzen können, sodass sie so manche Möchtegern-Sängerin gekonnt auf die Ränge verweisen. Als Abschluss gibt es noch das quirlige, von den Dudelsäcken von Kay und Chrigel dominierte Instrumental „Memento“, das ausgiebig zum Tanzen genutzt wird. Wie Chrigel, der Dreh- und Angelpunkt der Show ist, dann augenzwinkernd betont, habe man nun jedoch wieder Lust auf noch etwas Metal, sodass der Hit „Inis Mona“ kurzerhand hervorgezaubert wird, und wer nun immer noch nicht genug hat, bekommt sogar noch „Tegernakô“ [„Spirit“] obendrauf, sodass das Salzhaus erneut von sich drehenden Moshpits und feiernden Fans nur so wimmelt. Danach hilft jedoch alles nichts, auch nicht die wiederholten Forderungen nach Zugaben, denn nach insgesamt eindreiviertel [!] Stunden ist der Spaß dann vorbei und ELUVEITIE verlassen die Bühne endgültig.



Herausragende Songs, die noch nicht gespielt wurden, hätte es zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch gegeben, aber aufgrund der langen Spielzeit sowie der energiegeladenen Show der Schweizer gibt es an diesem Gastspiel in Winterthur rein gar nichts auszusetzen, denn ELUVEITIE haben erneut bewiesen, dass sie ihr völlig eigenständiges Ding im Pagan/Folk-Sektor absolut glaubwürdig und sympathisch durchziehen – und dabei ein hochwertiges Album nach dem anderen veröffentlichen, sich damit Stück für Stück hocharbeiten und ihren Bekanntheitsgrad auch als Live-Band kontinuierlich zu steigern wissen. Und das ist überhaupt kein Wunder – bei einem solch überragenden Auftritt wie dem heutigen! Weiter so und hoffentlich bis bald!

Setlist:
01. Samon
02. Primordial Breath
03. Gray Sublime Archon
04. Bloodstained Ground
05. The Somber Lay
06. Of Fire, Wind & Wisdom
07. The Song Of Life
08. Tarvos
09. Slania’s Song
10. Your Gaulish War
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11. Sacrapos – At First Glance [Intro]
12. Brictom
13. The Arcane Dominion
14. Omnos
15. Gobanno
16. Voveso In Mori
17. Memento
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18. Inis Mona
19. Tegernakô

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 11.04.2009 | 05:16 Uhr
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