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Datum: 04.12.2008Stadt: Köln

Schäm dich, Köln! Dieser Satz will mir am heutigen Abend einfach nicht mehr aus dem Kopf, als ich um ca. 19.30 Uhr, pünktlich zum Einlass, an der Kölner Werkstatt ankomme, um zu sehen, dass ich der erste bin. Bis ca. 20:00 Uhr ändern lediglich knapp 20 Gäste diese Tatsache. Was ist denn hier los? ENSLAVED? Hallo? Wo bin ich gelandet? Jedenfalls scheinen nicht wirklich viele Leute vom heutigen Gig der Norweger in Köln erfahren zu haben, denn insgesamt sollen es geschätzte 80 Anwesende inkl. Personal bleiben.
Sei's drum. Wahrscheinlich auch wegen dem geringen Publikumsaufkommen, stehen KRAKOW relativ pünktlich auf der Bühne und eröffnen den Abend. Da die Stoner von STONEGARD sich im vergangenen Oktober auflösten, ist heute Arve Isdals [ENSLAVED] Zweitkapelle, AUDREY HORNE, ersatzmäßig am Start, um für die Wikinger zu eröffnen.


.: KRAKOW :.
Ein komischer Beigeschmack war ja irgendwie schon vorhanden, als man die Tourplakate vor ein paar Monaten betrachten konnte. Eine recht junge und flippige Stoner Rock/Metal Band auf Tour mit ENSLAVED... ob das was geben kann? Ehrlich gesagt nicht, denn vom ersten Song an ist der Sound absolute Grütze! Die Becken klirren und scheppern dünnblechern durch den Raum, die Gitarre ist ein einziger Brei, der Gesang komplett übersteuert und laut und vom Bass hört man beinahe gar nichts. Die wenigen Details, die man in lichten Momenten heraushören kann, sind allerdings nichts Verkehrtes und durchaus angenehm hörbar, wenn diese grottigen Einstellungen nicht gleich jeglichen Genuss im Keime ersticken würden. Das Kölner Publikum scheint sich allerdings sowieso leider nicht im Geringsten für die Herren zu interessieren und so ist auch schon nach vier bis fünf kurzen Songs Schluss. Der Band sollte man keinen Vorwurf machen, hier steht eindeutig die Technik am Pranger. Einen wirklichen Eindruck gewinnen konnte man von KRAKOW so jedenfalls heute Abend nicht... das kann ja heiter werden im weiteren Verlauf.


.: AUDREY HORNE :.
Hossa, das knallt! AUDREY HORNE verlieren nicht viel Zeit mit Vorstellerei, verzichten auf einen ausgedehnten LineCheck [gescheite Soundchecks im Vorfeld zahlen sich eben doch immer wieder aus] und hageln gleich los. Unter anderem natürlich auf der Bühne zu sehen ist ENSLAVED-Klampfer Ice Dale, dem die Arbeit mit seiner Zweitkapelle sichtlich Spaß macht. Das Publikum dankt der Band jeden Song, es kommt langsam Stimmung auf und der Sound ist eine absolute Macht. Wo bitte war denn der Soundmann ca. eine halbe Stunde vorher? Kacken? So sollte es jedenfalls klingen, wenn eine so vielschichtige Band die Bretter betritt. Von der ersten bis zur letzten Note, ganz gleich, ob vom Schlagzeug, Bass, Keyboard, der Gitarre oder dem Gesang... alles ist fein differenziert hörbar und sogar ich, der nicht der größte Fan der Band ist, muss zugeben, selten eine so herzliche, motivierte und spielfreudige Truppe gesehen zu haben. Großes Kompliment an den STONEGARD-Ersatz - es hätte keinen besseren geben können.


.: ENSLAVED :.
Ach ja... das hier ist ja ein Konzert einer der bekanntesten Größen im Black Metal. Man hätte es bis hierhin beinahe verdrängen können. Naja, zumindest waren ENSLAVED irgendwann mal für Black Metal bekannt. Während der kurzen Umbaupause nutze auch ich die Gelegenheit, das leckere Bier eine Etage tiefer zu tragen und loszuwerden, als ich beim Gang durch die Menge zum ersten Mal wirklich mitbekam, dass 80% der Anwesenden – zumindest augenscheinlich – irgendwie gar nichts mit ENSLAVED anfangen konnten. Fragende Blicke, ahnungslose Mienen und erwartungsvolle Blickrichtungswechsel sind auszumachen, als auf der Bühne langsam der Videoprojektor in Gang gebracht wird. Das Logo der Band erscheint, es klatschen zwei Leute, der Rest steht da wie angewurzelt. Es ist ein komischer, beinahe surrealer Abend, nichts fühlt sich eine Minute an, als sei man auf einem ENSLAVED-Gig gelandet.
Und dann geht’s los... ab der ersten Note ist das Publikum wie ausgewechselt. Alle treten vor zur Bühne, von der aus man vorher kollektiv einen Sicherheitsabstand von locker drei Metern eingehalten hatte. Zum ersten Mal an diesem Abend ist fliegendes Haupthaar auszumachen, als Grutle, Ice & Co. ihren ersten Song in die Menge hauen. Geiler Sound, sogar fast noch einen kleinen Happen besser als zuvor bei AUDREY HORNE. Im Hintergrund auf der Leinwand sieht man den kompletten Gig über ständig wechselnde Farbspielereien, psychedelische Effektspielereien und Videoausschnitte, was stets zum aktuell vorgetragenen Song und den Momenten darin passt. Trotz der bitteren Kälte in der Kölner Werkstatt dauert es nicht lange, bis die Musiker auf der Bühne schwitzen, als spielten sie in einem Gewächshaus. Zumindest diesen sechs Herren dürfte es angenehm warm gewesen sein.
ENSLAVED befinden sich auf „Vertebrae“-Tour und somit ist es mehr als logisch, dass einige der neuen Werke zum Besten gegeben werden. So euphorisch Grutle diese allerdings ankündigt, mit den Namen der Songs können gerade einmal geschätzte drei Leute im Raum, mich eingeschlossen, etwas anfangen. Wie gesagt... surreal und komisch. Was sie spielen, spielen sie heute Abend absolut grandios und mit purer Begeisterung. Der Klargesang von Herbrand Larsen sowie die Vocals des Frontmanns sind absolut auf der Höhe und sogar die hohen Passagen sitzen astrein.
Als es dann an die Klassiker wie „Eld“ geht und mit „Allfadr Odhinn“ sogar noch einen Song der 1993er 12“ Mini-LP „Hordanes Land“ gibt, ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Leider legen die Herren anschließend die Instrumente weg und verschwinden von der Bühne. Zum Glück schreien drei bis vier Leute noch nach einer Zugabe, sonst hätten wir den obligatorischen Rausschmeißer, „Isa“, erst gar nicht mehr gehört.
Kann doch nicht sein, dass ENSLAVED in Köln spielen und niemand geht hin?! Schäm dich, Köln!

Border

Autor: Patrick Franken [Border] | 05.12.2008 | 10:42 Uhr
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