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Datum: 21.04.2010Stadt: Karlsruhe




Wie heißt es doch so schön abgedroschen: Gut Ding will Weile haben. Im Falle des momentanen Gastspiels der Sludge-Sickos EYEHATEGOD in Europa hat das zumindest in meinem Fall Gültigkeit, da ich schon seit etlichen Jahren versuche, die Jungs endlich mal live zu sehen. Umso größer also die Freude, als die Band für einen Auftritt in Karlsruhe angekündigt wird, nach einiger Zeit allerdings Meldungen auf der Facebook-Seite der US-Amerikaner kursieren, der Auftritt sei nun abgeblasen. Verwirrung, die zum Glück von Mount Caldera, den hiesigen Veranstaltern mit dem richtigen Riecher für gute Bands und Konzerte in Karlsruhe, schnell bereinigt wird, sodass EYEHATEGOD wieder offiziell auf dem Billing stehen. Und das ist auch gut so, denn mit SHRINEBUILDER und SOURVEIN fallen schon mal zwei Bands wegen des momentanen Trubels um den isländischen Vulkan und das dadurch bedingte Chaos im Flugverkehr unter den Tisch. Doch mehr als würdiger Ersatz konnte kurzfristig in YOB gefunden werden, die ihrerseits in Europa gestrandet sind und somit sicher dankbar für die Gelegenheit waren, die Zeit mit einem Konzert totzuschlagen.
Los geht’s also überpünktlich, wobei dies relativ ist, denn das Konzert soll bereits um 18.30 Uhr beginnen, was für die arbeitende Bevölkerung mit gut eineinhalb Stunden Anfahrtsweg leider echt nicht zu schaffen ist. Hinzu kommt natürlich ausgerechnet an diesem lauen Frühlingsabend ein Unfall mit anschließender Vollsperrung der A5, sodass mit einigen Um- und Schleichwegen letztlich doch drei Stunden Fahrtzeit verstreichen. Schade eigentlich, denn somit haben TOTIMOSHI und DARK CASTLE bereits gespielt, was mich gerade im Fall der letzten Band etwas wurmt.



.: YOB :.
Doch immerhin noch pünktlich zu YOB, und das ist auf alle Fälle etwas, denn die drei Amerikaner haben vor einem Dreivierteljahr mit „The Great Cessation“ ein bombiges Comeback-Album hingelegt, das es wahrlich in sich hat. Dementsprechend gut ist der Zuschauerraum gefüllt, die Band genießt es sichtlich, heute Abend spielen zu dürfen, bedankt sich mehrfach für diese Gelegenheit und Sänger/Gitarrist Mike Scheidt hat die Lage von Anfang an völlig im Griff. Ganz nüchtern wirkt der Gute dafür jedoch nicht, spricht zwischendurch immer gerne wieder der Flasche Jack Daniel’s in Griffweite zu, wirkt oftmals gerade verklärt und abwesend, spielt dafür aber seine Parts runter wie ein junger Gott – und auch gesanglich [klagend, kreischend, grunzend] gibt es absolut nichts zu bemängeln. Unterstützt wird er durch den ziemlich im Hintergrund agierenden Tieftöner Aaron, während man Drummer Travis sichtlich jeden Kick mit der Bassdrum und jeden Schnare-Schlag anmerkt. Allein schon dadurch entsteht – gerade für eine Trio – eine wahnsinnige Wucht, mit der Songs wie das geniale „Burning The Altar“ oder auch Stücke von „The Unreal Never Lived“ herausgewalzt werden, in denen die Einflüsse der Band von Psychedelic über Sludge bis hin zu Doom Metal schön ersichtlich werden. Kurzum: Eine knappe Stunde YOB, die alles beinhaltet, was ein richtig guter Auftritt braucht, sodass die Band völlig zu Recht gebührend abgefeiert wird. Klasse!



.: KYLESA :.
Weiter geht’s nach einer kurzen Umbaupause mit KYLESA aus Georgia, USA, die momentan häufig in Deutschland unterwegs sind, in letzter Zeit auch schon zweimal in Karlsruhe gespielt haben und inzwischen auch den Sprung auf die großen Bühnen und Festivals [z.B. Summer Breeze] schaffen. Allen voran Frontfrau Laura Pleasants geben KYLESA von Anfang an mächtig Gas und greifen im Laufe der knappen Stunde hauptsächlich auf Material des aktuellen „Static Tensions“ zurück. Das Publikum steht dicht an dicht und feiert das Quintett hörbar ab, jedoch fehlt mir beim Sludge Metal der Truppe nach wie vor das gewisse Etwas. Gute Ansätze sind fraglos zuhauf vorhanden, und auch das Wechselspiel von Normalgesang und Geschrei bis Gegrowle von Laura ist eine interessante Sache, aber KYLESA könnten eigentlich noch viel mehr. Deutlich wird das an den beiden Schlagzeugern, die aufgefahren werden: Prinzipiell zwar nett anzusehen, wird das Potenzial einfach nicht ausgeschöpft, da beide Trommler die meiste Zeit haargenau das Gleiche spielen, anstatt genau die Tatsache, zwei Drummer zu haben, voll auszuloten und damit zu experimentieren. Die Anwesenden interessiert das jedoch nur bedingt und unterm Strich muss man KYLESA einen guten Auftritt mit viel Energie und Spielfreude attestieren. So Leid es mir aber tut, so werde ich mit KYLESA trotz einiger brauchbarer Songs dennoch – wie auch schon auf CD – immer noch nicht sonderlich warm…



.: EYEHATEGOD :.
Eine weitere knappe Umbaupause verstreicht und dann ist das Warten auf EYEHATEGOD nach einigen Plaudereien der Bandmitglieder mit den ersten Reihen oder auch Jimmy Bower, der flugs mal einem wartenden Fan für ein paar Minuten seine Klampfe in die Hand drückt, um sich noch eine Kippe anzuzünden und die Lage zu peilen, endlich vorbei. Und was für ein Brett da losgetreten wird! Mit „Blank“ von dem Überflieger der Truppe, „Take As Needed For Pain“ [1993], kann man eigentlich keinen besseren Einstieg wählen, sodass sich bereits der erste Mosh Pit bildet und auch im Anschluss die ganzen alten Klassiker nach Strich und Faden abgefeiert werden. Mike Williams wirkt völlig derangiert und neben der Spur, präsentiert zudem ein hübsches Veilchen, schüttet sich Bier in den Hals und bringt lustige bis völlig verpeilte, da völlig zusammenhangslose Ansagen – unter anderem auch in deutscher Sprache – an den Start. Und irgendwie wirkt das sehr sympathisch, auch wenn Mike kaum die Augen aufbekommt oder sich mal ausgiebig in der Nase bohrt. Seine Parts bekommt er dafür aber hin, wobei er sowieso wie ein Flummi zwischen seinen Bandkollegen hin- und hertaumelt, während Gitarrist Jimmy Bower spürbar den völligen Überblick hat und auch behält. Zudem sorgt er dafür, dass hier alles punktgenau gezockt wird, und das ist bei dem ausgezeichneten und wuchtig bratenden Sound, der der Band heute bereitet wird, eine schlichtweg herausragende Angelegenheit. Erbarmungslos, wuchtig und mit viel Spielfreude wird hier eine Walze nach der anderen auf den Weg geschickt, und nebenbei machen sich die Frontleute von YOB und DARK CASTLE noch den Spaß, munteres Stagediving ins Publikum zu betreiben und eine richtig schicke Party anzuzetteln. Überhaupt ist es schön zu sehen, dass die Musiker der jeweils anderen Bands sich ab und an unters Volk mischen, die Kollegen anfeuern und offensichtlich ganz einfach eine gute Zeit haben. Daher verwundert es auch nicht, dass Laura und Phillip von KYLESA für einen gemeinsamen Song auf die Bühne gebeten werden, was für zusätzlichen Applaus sorgt. Und als EYEHATEGOD nach solchen Perlen wie „Jack Ass In The Will Of God“, „Peace Thru War“, „Sister Fucker“, „30$ Bag“, „Shoplift“ oder auch „Kill Your Boss“ ursprünglich nach 60 Minuten aufhören sollten und nach mehrmaligen Aufforderungen noch gut 20 Minuten obendrauf legen und anscheinend selbst keine Ende finden [wollen], wird einem großartigen Auftritt noch das Sahnehäubchen verpasst, sodass niemand, der wegen EYEHATEGOD ins Substage gekommen ist, in irgendeiner Weise enttäuscht sein kann. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass sich die Musiker trotz aller Verpeiltheit und dem Abtauchen in die eigenen Songs – allen voran Jimmy Bower, der wie besessen seine Gitarre bearbeitet und immer wieder den Kontakt zum Publikum sorgt und Grimassen schneidet – ausgiebig und sichtlich erfreut über den großen Zuspruch bedanken, der ihnen in Karlsruhe entgegengebracht wurde. Und wenn man dann noch den Zettel „Will trade T-shirt for drugs“ am Merchandise-Stand der Jungs aus New Orleans, die inzwischen seit über 20 Jahren aktiv sind, sieht, bleibt einem eigentlich nichts anderes übrig, als in sich hineinzugrinsen, zufrieden den Weg nach Hause anzutreten und „Take As Needed For Pain“ oder auch „Dopesick“ in nächster Zeit wieder öfter in den CD-Player zu legen.
Ein rundum gelungener Abend mit guten Vorbands und einem in jeglicher Hinsicht überragenden Headliner. Und jetzt wollen wir mal sehen, ob EYEHATEGOD es vielleicht noch dieses Jahr auf die Reihe bekommen, nach fast zehn Jahren Abstinenz [haha…] wieder mal ein neues Studioalbum auf die Menschheit loszulassen. Diese Band ist jedenfalls noch lange nicht am Ende angelangt!


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 22.04.2010 | 21:40 Uhr
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