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Datum: 26.11.2016Stadt: Köln

Nachdem FEUERSCHWANZ mit ihrem aktuellen Album "Sex Is Muss" auf einem wahnsinnigen Platz 7 der Media Control Charts einsteigen konnten war es spannend, ob die anschließende Tour genauso erfolgreich verlaufen würde. Und in der Tat, sie ist es. Wurden in der Vergangenheit meist kleinere Clubs, wie im Kölner Fall das Underground gebucht, hat es die Band an diesem kühlen Samstagabend in die Essigfabrik verschlagen, die nun doch schon den ein oder anderen Zuschauer mehr beherbergen kann. Im Vorprogramm dürfen sich die Folk-Rocker von VROUDENSPIL Sporen verdienen, was sie auch machten. Das Publikum frisst der Gruppe aus München jedenfalls direkt aus der Hand, die Energie zwischen Band und Zuschauern kann man ziemlich schnell spüren. Kein Wunder, so ist die Musik äußerst ansprechend und lässt einem das Tanzbein schwingen. Die Ansagen von Sänger Ratz von der Planke sind zudem noch ziemlich erheiternd, was VROUDENSPIL zusätzliche Sympathiepunkte einbringt. Nach dem Set gibt es frenetischen Jubel und VROUDENSPIL haben ein paar Fans mehr für sich gewinnen können.




FEUERSCHWANZ lassen sich nur eine knappe halbe Stunde Zeit, um das aufgeheizte Publikum nicht wieder runterkühlen zu lassen. Und dann geht der Spaß mit einer zu 80 Prozent gefüllten Halle auch schon los. Die Musiker samt Mieze entern die Bühne und werden von vorne bis hinten abgefeiert. Der Opener "Sex Is Muss" vom gleichnamigen Album, wird vom Großteil der Menge bereits mitgesungen, genauso wie das folgende "Moralisch (höchst verwerflich)". Und spätestens mit dem Überhit vom "Auf´s Leben"-Album, "Blöde Frage, Saufgelage", ist das Eis vollständig gebrochen und es gibt keinen Weg zurück. Hier muss man einfach am Ball bleiben und die gut gelaunte Band abfeiern. Bei "Ringelpietz" darf dann das erste Mal der Körperkontakt unter den Zuschauern gestartet werden, und die ganze Halle macht mit. Die zwischenzeitlichen (positiven) Anspielungen auf Köln seitens Hauptmann Feuerschwanz und Prinz R. Hodenherz III zeigen Wirkung und die Kölner danken es ihnen.




Wer auf ein Konzert von FEUERSCHWANZ geht der weiß natürlich auch, dass man unter Umständen in die Show eingebunden wird. Nicht nur durch den armen Tropf, der mit Helmkamera bewaffnet für das nächste Musikvideo der Band durch die Mengen laufen musste, nein, auch eine Dame aus den vorderen Reihen konnte es dem Hauptmann bei "Wunsch ist Wunsch" mal so richtig geben. Gnadenlos!




Dass das neue Album "Sex Is Muss" ein Fundus an guten Songs bietet, beweist auch die Livepräsenz der Stücke. Denn "Hexenjagd", "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt", das ruhige "Nachtlied" sowie das epische "Krieger des Mets" stammen allesamt vom neuen Output und stellen sich mit "Klassikern" wie "Metnotstand im Märchenland" oder "Wir lieben Dudelsack" in eine Reihe.




Die Spielfreude merkt man der Band zu jeder Sekunde an. Johanna von der Vögelweide, neben dem Hautpmann und dem Prinzen immer an der Front, macht spielerisch wie optisch einen tollen Job und feuert die Meute bei ihren kurzen Pausen ordentlich an. Schlagzeuger Sir Lanzeflott ist dabei der ruhende Pol und schlägt sich routiniert und locker flockig durchs Set. Bassist Felix Taugenix, der an diesem Abend Geburtstag hat, darf zwischenzeitlich auch mal nach vorne kommen und nutzt die Gunst der Stunde, um ein fettes Basssolo aus den Saiten zu hauen, bis er von der Rockerseele Hans der Aufrechte (Gitarre) und Sir Lanzeflott gestoppt wird.




Nach ca. 80 Minuten endet das reguläre Set und die Musiker verlassen unter tosendem Jubel die Bühne. Aber natürlich kommt die Band zurück und haut mit den unsterblichen Gassenhauern "Metvernichter", "Zuckerbrot und Peitsche" sowie "Das niemals endende Gelage" noch einmal in die Vollen. Und zum wirklich letzten Schluss holt Prinz R. Hodenherz III mit "Ruderboot" noch mal alles raus. Der Fazit des Abends liegt auf der Hand: FEUERSCHWANZ haben lange an sich gearbeitet und können nun endlich den Lohn ihrer Mühen abholen, denn alle Gigs der Tour sind mehr als gut besucht. Was man allerdings noch anmerken muss ist der Zustand, dass gerade die älteren Nummern live noch mal ne ganze Ecke fetter rüberkommen als auf Platte. Aber das nur mal so am Rande.


Pinhead

Autor: Ingo Nentwig [Pinhead] | 29.11.2016 | 21:02 Uhr
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