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Datum: 16.11.2015

Die beschauliche hessische Kreisstadt Friedberg besitzt wie alle Kreisstädte eine ordentliche Stadthalle. Hübsch und zweckmäßig. An diesem Tag jedoch, am 16. November 2016, sollte diese Stadthalle an die Grenzen ihrer Kapazität angelangt sein. Es wird „Ausverkauft“ gemeldet. Was bedeutet, dass ca 900 Leute an diesem Abend in die Wetterau pilgern, um die Rocklegende FISH, so darf man es einfach nennen, zu sehen. Der Name zieht noch gewaltig, zumal angekündigt ist, dass er anlässlich des 30 jährigen Jubiläums das MARILLION-Meisterwerk „Misplaced Childhood“ in einem Stück performen will.






Doch 19.30 betreten erst einmal die Franzosen LAZULI die Bühne. Sichtlich angeschlagen von den traurigen Ereignissen in ihrer Heimatstadt Paris tut es der Band spürbar gut, ein tolles und dankbares Publikum hinter sich, beziehungsweise vor sich, zu wissen. Ihre recht eigenwillige Mischung aus Prog, Chancon und Elektro kommt saugut an und für viele der Besucher sind LAZULI bereits das eigentliche Highlight des Abends. Veranstalter Michael Rehwald von mftb Concerts scheint sichtlich erleichtert, dass die kurzfristige Verpflichtung dieser Band sich als Glückstreffer erweist. Sehr gute Performance einer Band, die immer noch unter einer Art Schockstarre leidet.

Nach kurzer Umbaupause legen die Neu-Isenburger Prog-Rocker BEYOND THE BRIDGE los. Nicht wenige der anwesenden Zuschauer sind wegen dieser Band angereist und somit kann man den Auftritt quasi fast als Heimspiel verbuchen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fängt sich die Band und legt im weiteren Verlauf einen guten Gig hin, besonders Sängerin Maggy Luyten schafft es, das Publikum zu begeistern. Im Foyer wird die Band im Anschluss ziemlich belagert, Fotos und Autogramme werden gemacht, Zeugnis eines gelungenen Auftritts.






Dann betritt Derek. W. Dick mitsamt seiner Band die Bühne. Der 57-jährige Schotte ist nicht bei bester Gesundheit. Die herbstliche Grippesaison hinterlässt Spuren beim Sänger, doch er bemüht sich, das Konzert zu überstehen. Und das mit Bravour, sei hier angemerkt. Zwar macht sich die Erkältung in der Stimme bemerkbar, aber FISH ist ein souveräner Entertainer und nutzt jede Gelegenheit, mit dem Publikum zu kommunizieren und Späße zu machen. Sei es eben über die Genesungsmethoden oder sei es über die weichende Haarpracht, die sich nicht nur bei ihm, sondern bei sehr vielen männlichen Besuchern, die Altersgrenze heute Abend liegt deutlich bei Ü 30, bemerkbar macht.

Doch all die Scherze täuschen nicht darüber hinweg, dass gerade mal drei Tage seit dem Terroranschlag auf das Bataclan in Paris vergangen sind. Und FISH hat etwas dazu zu sagen, ganz klar. Er setzt sich auf die Monitorbox und hält eine Ansprache, etwas unbeholfen halb in Deutsch, halb in Englisch. Aber die Botschaft ist klar, Gedenken an die Opfer und klare Verurteilung des Terrorismus. Im folgenden Song fügt die Band eine Schweigeminute ein, welche an diesem Abend deutlich werden lässt, wie sehr diese Tragödie die Menschen bewegt.






Doch ist nun der gute Herr FISH kein Trauerklos und es folgt, was angekündigt war. Sichtlich nervös und mittlerweile angeschlagen wie ein Schwergewichtsboxer nach der zehnten Runde, stimmt er das Publikum auf die Besonderheit des Abends ein. „Misplaced Childhood“ in einem Rutsch, natürlich inklusive dem absoluten MARILLION Mega-Hit „Kayleigh“. Das Publikum tanzt, hört zu und feiert. Schließlich ist es vollbracht, die letzten Klänge von „White Feather“ verklungen. FISH reißt die Arme hoch, ein erleichtertes und umso lauteres „Yeahh“ entweicht seiner Kehle.

Aber in den wohlverdienten Feierabend geht es noch nicht. Für zwei Zugaben wird die Band noch einmal auf die Bühne bemüht. Als weiteres Schmankerl aus der MARILLION-Ära präsentiert die Band eine abgespeckte Version der Debütsingle „Market Square Heroes“, selbst das können einige der anwesenden Zuschauer noch mitsingen.






Nach zwei Stunden ist dann Schluss. Ein gelungener Abend mit einem tollen Auftritt von FISH, der mit seinen 57 Lenzen und einer Erkältung im Nacken nach der Show mächtig platt ist, der aber eine Performance hinlegt, die man hier in der Wetterau nicht so schnell vergessen wird.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 18.11.2015 | 14:55 Uhr
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