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Datum: 24.03.2011Stadt: Hamburg

GRAVE DIGGER sind wie ein gutes Bier: Schon oft getrunken und trotzdem schmeckt es immer wieder gut. Auf der aktuellen Tour haben die Grabschaufler allerdings von der ersten Minute an mit Problemen zu kämpfen. Die Schaumkrone sollte bei der Tour aus den Bands SISTER SIN und GRAND MAGUS bestehen. Unglücklicherweise können aber GRAND MAGUS, aufgrund einer Verletzung des Drummers, nicht auftreten und somit springen auch gleich SISTER SIN von der Tour ab. Damit GRAVE DIGGER nicht völlig allein dastehen, wird sofort Ersatz besorgt. Die neuen Helden von ORDEN OGAN begleiten springen auf die Schnelle ein und retten so die Tour ein kleines Stück.

.: ORDEN OGAN :.

Die Halle ist zur Hälfte gefüllt, als die Band aufspielt. Von einem minderwertigen Ersatz kann aber zu keiner Sekunde die Rede sein. Mit ihrem einmaligen Sound, weiß die Band von der ersten Minute an zu begeistern. Mit viel Humor und ordentlicher musikalischer Kost bahnt sich die Band ihren Weg durch ihre Dreiviertelstunde an diesem Abend. Lieder wie „Welcome Liberty“ und „We Are Pirates!“ wissen eben die Masse zu begeistern. Live wird schnell klar, warum die Band derzeit so viele Erfolge feiern kann. Spielfreude, originelle Lieder und vor allem Feuer begleitet die Band, die das Publikum fest im Griff hat. Sänger Sebastian "Seeb" Levermann fordert das Publikum immer wieder auf: „Wenn ich sage, „Hallo Publikum“ – dann antwortet ihr „Fuck You Pussys“ – ob man es glaubt oder nicht, die Ansage zieht und lässt einigen Leute auch beim dritten Mal noch ein Lächeln über das Gesicht fahren. Ob man den Humor nun mag oder nicht, lassen wir einmal dahingestellt. Wichtig ist, dass die Band einen sehr guten Auftritt hinlegt und die Fans zu begeistern weiß. Die perfekte Vorbereitung für GRAVE DIGGER.









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.: GRAVE DIGGER :.

GRAVE DIGGER sind nun schon gute 30 Jahre dabei und werden des Tourens nicht müde. Auch an diesem Abend gibt die Band ein gutes Bild ab. Die Bühne ist sehr Detailreich geschmückt und von der ersten Minute an ist klar, dass der Kurs auf Richtung Schottland liegt. Ein Intro ertönt, ehe sich der „Reaper“ seinen Weg, mitsamt Dudelsack, auf die Bühne bahnt. Die Halle ist mit gut 500 Leuten – für GRAVE DIGGER Verhältnisse – recht leer. Dennoch kümmert das Onkel Bolle und Co. rechtherzlich wenig. Die ersten 50 Minuten gibt es nur Songs aus den beiden Schottlandalben. Da gibt es Kost wie „Paid In Blood“, „Hammer Of The Scots“ oder „The Dark Of The Sun“. Hier wird schon gefeiert, was die Nackenmuskeln hergeben. Auch wenn das Bühnenbild noch so gut ist, eines ist doch auffällig störend. Warum muss den denn Keyboarder – also somit den „Reaper“ – hinter einem Sidedrop platziert werden, sodass man nur den Kopf zu sehen bekommt? Wirkt schon etwas komisch – aber nun ja… Die Fans drehen trotzdem bei allen Liedern ab und genießen die Interaktion mit der Band, die wie immer perfekt ist. DOMAINS Saitenhexer Axel Ritt weiß sich sehr gut in die Songs einzubringen. Zwar hat er eine ganz andere Art die Songs zu spielen, als es bei seinem Vorgänger Manni Schmidt der Fall war. Trotzdem zeigt er, dass er einer der besten Gitarristen Deutschlands ist. Die zweite Hälfte des Sets besteht aus einem typischen Best-Of-Programm. Hier kommen nun Hits wie „Excalibur“, „Knights Of The Cross“ oder „Morgane Le Fay“ zum Einsatz. Als Überraschung gibt es sogar ein kleine Medley von der Band mit Liedern wie „Circle Of Witches“, „Twilight Of The Gods“ und „The Grave Dancer“ zu hören. Natürlich lässt es sich die Band nicht nehmen, noch drei Zugaben zu spielen, ehe es heißt: „HEAVY METAL BREAKDOOOOOWWWNNNNNN“.



































Fazit: Auch im hohen Alter weiß die Band noch voll und ganz zu überzeugen. Trotz des neuen Gitarristen und der Probleme vor der Tour, live sind GRAVE DIGGER eine Bank und das haben Onkel Bolle und Co. auch an diesem Abend erneut bewiesen. Eine Stunde und 50 Minuten weiß die Band zu begeistern und das ist eine großartige Leistung, die an diesem Abend mit viel Applaus und einer Menge GRAVE DIGGER-Rufe belohnt wird. GRAVE DIGGER ist und bleibt eben wie ein gutes Bier – immer wieder gut.

Persönliche Tourempfehlung: 8,5/10

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 29.03.2011 | 11:21 Uhr
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