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Band(s):
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Datum: 23.03.2012Stadt: Memmingen




Die deutschsprachigen Metaller HÄMATOM haben bei unseren bisherigen Berichterstattungen durch die Bank schlecht abgeschnitten, wie man an den kümmerlichen Bewertungen der Reviews sehen kann. Jedoch gilt für die meisten deutschen Rocker die simple Regel: Wenn man in Deutschland auftritt, ist live immer die größte Sause. Die einzige, wirklich aussagekräftige Untermauerung dieser Behauptung ist sich sein eigenes Bild einer HÄMATOM-Show zu machen. Am Abend eines schön sonnigen Freitags treten sie im Kaminwerk in Memmingen auf, um ihr aktuelles Album „Wenn man vom Teufel spricht“ gebührend in Szene zu setzen.

.: Stepfather Fred :.

Doch zunächst darf sich die ungefähr zur Hälfte gefüllte Halle auf die Anheizer von STEPFATHER FRED freuen, die sich vom Genre her irgendwo im Crossover mit einer dicken Prise Metal einpendeln. Die Band macht einen guten Job und ist dabei extrem motiviert, Sänger Basti singt energisch und zwischen Gitarrist Simon und Bassist Andi entsteht viel Bewegung.




Man kann den obligatorischen Ausspruch „mit Leib und Seele“ durchaus ernst nehmen: Basti krümmt sich regelmäßig vornüber, wenn er zum Scream ansetzt und der gute Simon schwebt beim Solo in einer ganz anderen Welt, was man allein an seinem Gesichtsausdruck ausmachen kann. Obwohl die Chose schön sympathisch rüberkommt, bleibt das Publikum sehr verhalten. Bis auf einen höflichen Applaus nach jedem Song und zwei Verrückten, die mit sich selbst gemosht haben, kommt leider nur wenig Begeisterung auf. Darüber hinaus hat ihnen die Tontechnik einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht, denn der Sound kommt vermatscht rüber, stellenweise ist das Ganze dann ohrenfeindlich übersteuert und die durchaus vorhandenen Fähigkeiten der Musiker kommen nicht zur Geltung.




Man muss leider sagen, dass das Quartett entweder vor den falschen Leuten gespielt hat [denn das Dargebotene war wirklich solide] oder an einem zu frühen Zeitpunkt losgelegt hat, an dem die Leute sich lieber noch an der Bar vergnügen.

.: Hämatom :.

Nach einer halben Stunde Umbauen und das Einrichten der neuen Drums flanieren Nord, West, Süd und Ost begleitet von einer Rauchwolke auf die Stage und legen natürlich erst einmal los. Inzwischen stehen deutlich mehr Leute vor der Bühne und die sonst so leblose Masse hat sich ihre Kraft wohl für den Headliner aufbewahrt. Nahezu durchgehend ist der Mosh-Pit am Dampfen, so ziemlich bei jedem Lied wird textsicher mitgeträllert und sogar für eine Wall Of Death ist reichlich Energie vorhanden.




Die Musik selbst wird souverän ohne Fehler runtergespielt, das Mikro des Sängers Nord ist zwar bei einem unfreiwilligen Flug von der Stage in die Brüche gegangen, aber Ersatz ist sofort zur Stelle. Ost und West haben ihre Position im Gegensatz zur Vorband nur selten gewechselt [ist wohl der Himmelsrichtung geschuldet], dafür posieren sie gerne mal für die zahlreichen Kameras und Handys. Nord dagegen ist der Antreiber des ganzen Auftritts, er macht die Ansagen, stachelt die Menge zum Mitmachen an und ist in den 90 Minuten Spielzeit ständig unter Strom.
Während die Mucke selber sicherlich nicht zur Speerspitze der Qualität zählt und manche der Texte unfreiwillig komisch sind [Ene, mene, miste, was zum?!], für Deutsch-Metal Fans wird mehr als genügend geboten und manche der Songs sind musikalisch sowie textlich ganz hörbar, im Gegensatz zum Support ist dieses Mal sogar die Technik auf der Seite von HÄMATOM. Aber das eigentliche Kernstück ist die gesamte Show drumherum, für den Cover-Song „Neandertal“ springen zwei Gorillas mit Trommeln auf die Bühne, an anderer Stelle schwingt Nord eine Hämatom-Flagge über den Köpfen des Publikums und sogar der Papst ist da!




Natürlich nicht der Echte, aber nach der Kreuzigung [stilecht mit der allseits bekannten, unchristlichen Metalhandstellung] und Beweihräucherung des Publikums macht er es sich erst mal auf einem Stuhl bequem, blättert in einem Schmuddelmagazinchen, sündigt unter seiner Robe und spritzt seinen Liebessaft direkt in die Meute rein … aus einem Gummipenis, versteht sich. Kurze Zeit später bittet man dann die Mädels unter den Besuchern auf die Bühne zu kommen, damit sie ihre „Geilheit“ [wie Nord immer betonte] versprühen können.




Für „Schau sie spielen Krieg“ darf der Papst von vorhin aus seinem Aufzug entfliehen und ein Textschildchen alle paar Refrains lang in die Luft halten, jedoch hat man sich den Höhepunkt für die zweite und letzte Zugabe aufgespart, in dem sich jeder Zuschauer beim Lied „Leck Mich“ seinen Wut von der Seele gröhlen kann, natürlich grandios eingeheizt von Nord, der mit den Worten „Denkt an euer Lieblings-Arschloch!“ auch den Letzten zum Mittelfinger konvertiert.
Schlussendlich muss man sagen, selbst wenn man mit dem Stil nur wenig anfangen kann, live packen HÄMATOM einen einfach am Schlafittchen. Da merkt man deutlich, dass das Quartett allen voran eine Band ist, die ihre Musik für die Bühne schreibt und nicht für die Konserve. Ich bin mir sicher, dass manch ein Konzertbesucher mit dem einen oder anderen Hämatom nach Hause gegangen ist und die Stimme mit Sicherheit verloren hat.

Champ

Autor: Nico Carvalho [Champ] | 29.03.2012 | 13:44 Uhr
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