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Datum: 06.02.2010Stadt: Würzburg



Nachdem die Frostriesen ihren eisigen Griff um Unterfranken an diesem Samstag im Februar etwas gelockert hatten, konnte der Doomhammer in der Würzburger Posthalle zum bereits dritten Mal ungestört fallen, was sich Genrefreunde von nah und fern dann auch nicht zweimal sagen ließen, zeigt sich das Venue am heutigen Abend doch mehr als anständig gefüllt.

Vom bereits ausklingenden Auftritt der Nautik Funeral Doomster von AHAB bekomme ich zwar leider nur noch die letzten anderthalb Songs bzw. eigentlich nur „The Hunt“ von ihrem ersten Album „The Call Of The Wretched Sea“ in voller Länge mit, aber allein schon dessen schiere Wucht zeugt davon, gerade einen echten Live-Leviathan verpasst zu haben.

Der recht zügige Umbau kann indes zu einem ausgiebigen Bummel über den parallel stattfindenden Plattenmarkt genutzt werden, bei dem diverse Doomdealer und Metal-Marketender ihre Waren, zum Leidwesen meines Geldbeutels u.a. reichlich Vinyl, feilbieten.


.:LORD VICAR:.
Die Finnen von LORD VICAR verkörpern anschließend die eher feierwütig-bierselige Variante von Doom Metal und machen trotz aller Trunkenheit dabei eine mehr als überzeugende Figur. Frontmann Chritus [der übrigens kurzzeitig auch mal bei SAINT VITUS Frontmann war] singt OZZY-ähnlich, animiert sein Publikum und gestikuliert und dirigiert dabei ausladend, während ex-REVEREND BIZARRE-Gitarrist Peter „Vicar“ Inverted dazu seine rockigen Doomlicks zum Besten gibt und Basser Jussi seinem Spitznamen „Iron Hammer“ ebenfalls alle Ehre zu machen bemüht ist.
Es gibt mitreißende Midtempo-Kost überwiegend vom „Fear No Pain“-Album der Doomheads aus Turku, das beim Händler nebenan auch gleich als neu aufgelegtes Doppel-LP-Buch käuflich erworben werden kann.


.:WHILE HEAVEN WEPT:.
Große Erwartungen knüpfen sich an den Auftritt der Epic Doomster von WHILE HEAVEN WEPT, deren aktuelles Werk, „Vast Oceans Lachrymose“, immer noch für ordentlich Wallung in der doch sonst so pastösen Doom-Community sorgt, was sich u.a. darin äußert, dass die [für teuer Geld zu erwerbende] Vinylversion am Merchandise-Stand alsbald ausverkauft ist.
Bereits als Gitarrist Scott Loose und Basser Jim Hunter sich auf der Bühne einstimmen, wird geklatscht und als es wenig später dann tatsächlich losgeht, werden die Amis aus Dale City zu Recht abgefeiert. Die dargebotenen, ausladenden Klänge sind dank des astreinen Sounds gleichsam erhaben wie ergreifend und der kahlgeschorene Sänger Rain Irving macht seine Sache ebenfalls mehr als ordentlich. Das Sextett aus Virginia präsentiert eine Auswahl von „Vast Oceans...“, greift aber auch auf „The Drowning Years“ und den Titeltrack von „Empires Forlorn“ [von 2003] zurück. Zur Feier dieses besonderen Anlasses graben WHW dann auch noch „Thus With A Kiss I Die“ von der allerersten Scheibe von 1998 aus, bevor als Zugabe noch das aktuelle „To Wander The Void“ kommt.


.:ASPHYX:.
Die holländischen Panzergrenadiere um Drummer Bob Bagchus, angeführt vom in den Schoß der Familie zurückgekehrten HAIL OF BULLETS-Frontmann Martin Van Drunen, machen mit dem „Hammer Of Doom“-Publikum anschließend kurzen Prozess: der sympathische Sänger kündigt nämlich gut gelaunt, übrigens in fast akzentfreiem Deutsch, ein spezielles Doom-Set an. Zwar verstehe sich ASPHYX ja eher als Doomdeath-Band, aber schließlich seien die Leute heute ja hierher gekommen, um eine Doom-Show geboten zu bekommen, deshalb werde man seine Songs ganz einfach etwas langsamer spielen. Bis auf gewisse ASPHYX-Standards in der Setlist, die sie einfach nicht weglassen könnten, das sei nun mal so...
Gesagt, gedoomt. Nachdem eigentlich schon im Vorfeld zu erwarten war, dass es heute Abend nur Liedgut von Platten geben würde, bei denen Van Drunen mit von der Partie war, geht es mit „Ode To A Nameless Grave“ von „The Rack“ von 1991 gleich mal in die Vollen, gefolgt von „Incarnation Of Lust“ [von ihrem 1992er-Klassiker „Last One On Earth“], und mit „Bloodswamp“ gibt es natürlich auch aktuelle Ware von der letztjährigen „Death...The Brutal Way“-Scheibe. Die Holländer lassen die Haare mächtig fliegen [allen voran ihr Sänger, aber auch der Ersatz für Wannes Gubbels am Bass, Alwin Zuur, und Axtmann Paul Baayens lassen sich nicht lumpen]. Die Riffs treffen langsam, aber präzise ihr Ziel im Bangzentrum und so hat die gesamte Posthalle eine gute Zeit. ASPHYX und v.a. ihr Frontmann ganz offensichtlich auch, der, selbst wenn er dauerhaft über die - in der Tat zweifelhafte - Qualität des Bühnenbiers Marke "Oettinger" herzieht, ein Dauergrinsen im Gesicht hat.


Weiter geht es Schlag auf Schlag mit einer unwiderstehlichen Mörsermixtur aus altbewährten und neuen Schrapnellen: „The Krusher“, „Evocation“ und „Black Hole Storm“. Die Bandhymnen „Asphyx“ und „Asphyx II“ a.k.a. „M.S. Bismarck“ und „They Died As They Marched“ haben bekanntlich noch nie Gefangene gemacht und den Gnadenstoß erhält Würzburg heute Abend mit dem tödlichen Trio „The Rack“, „Cape Horn“ und dem unvermeidlichen „Last One On Earth“.
Mit diesem völlig zu Recht abgefeierten Co-Headliner-Auftritt ist klar, dass mit ASPHYX schon längst wieder zu rechnen ist!

.:SAINT VITUS:.
Bereits vor dem Auftritt der amerikanischen Doom-Legende scheint sich eine beinah ehrfürchtige Ruhe auf die Posthalle zu leen, was allerdings auch der bereits vorgerückten Stunde und vielleicht auch den ersten alkoholbedingten Ausfallerscheinungen geschuldet sein mag.
Als dann allerdings die ausgemergelte und schlecht tätowierte Gestalt von Dave Chandler auf die Bühne geschlendert kommt und sich der legendäre VITUS-Gitarrist, mit Beck's-Buddel im Anschlag, höchstselbst um seinen Verstärker zu kümmern beginnt, brandet erster Jubel auf.
Mit dem Auflaufen des charismatischen Urgesteins Scott „Wino“ Weinrich [u.a. THE OBSESSED, SPIRIT CARAVAN, THE HIDDEN HAND, PLACE OF SKULLS] und der restlichen heiliggesprochenen Veitstänzer herrscht schließlich vom ersten Ton an Feierlaune.
Der gesamte Auftritt gleicht somit eher einer Messe, denn egal, ob diese Doomrocker der ersten Stunde aus Los Angeles einen Song [dem letztes Jahr verstorbenen] Dickie Peterson von BLUE CHEER widmen, „Clear Windowpane“ vom „Born Too Late“-Album von 1986 oder „Look Behind You“ [von „Thirsty And Miserable“ von 1987] darbieten, ihre Jünger sind immer voll dabei.


Von „Hallow's Victim“ gibt es „White Stallions“, von ihrem selbstbetitelten Debüt „White Magic/Black Magic“ [lt. Wino für alle anwesenden Hexen], Alt-Hippie Chandler [wie immer mit Stirnband] soliert ausgiebig, schräg und selbstvergessen vor sich hin und die Hymne „Born Too Late“ schließlich widmen die Kalifornier ihrem ehemaligen Sänger Christian „Chritus“ Lindersson von LORD VICAR, der in der ersten Reihe vor der Bühne unverdrossen mitrockt.
Endlich mal eine Reunion, die Sinn macht, denn dieser Auftritt auf dem „Hammer Of Doom“ bringt SAINT VITUS endlich etwas von der Anerkennung, die dieser Band zweifellos schon längst zusteht, obschon sie sich eigentlich auch längst nichts mehr beweisen müsste.

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 06.03.2010 | 00:04 Uhr
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