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Datum: 23.10.2010Stadt: Würzburg



Bereits zum vierten Male fällt der Doomhammer nun schon in der Würzburger „Posthalle“ und mittlerweile hat sich das Festival dank seiner Qualität, fairen Preispolitik und familären Atmosphäre längst als feste Größe im Terminkalender der Doom-Gemeinde etabliert, was angesichts des erneut beeindruckenden Line-Ups auch absolut kein Wunder ist.
Bereits seit mittags regiert nun in der unterfränkischen Metropole der Doom Metal in all' seinen Schattierungen und Spielarten und die ersten Acts, GHOST, ETERNAL ELYSIUM und PROCESSION, sind bedauerlicherweise längst mit ihrer jeweiligen Performance durch.

.:MIRROR OF DECEPTION:.
Die Posthalle ist jedenfalls bereits ordentlich voll, als ich immerhin pünklich zum Auftritt von MIRROR OF DECEPTION die Location betrete.
Deutschlands mittlerweile dienstälteste Doomkapelle wird wohlwollend empfangen und präsentiert dem „H.O.D.“-Publikum einen anständigen Querschnitt durch ihre Diskographie. Die Betonung liegt hierbei naturgemäß auf dem just erschienenen, vierten Langspieler der Schwabendoomster, „A Smouldering Fire“, von dem gleich drei neue Songs, namentlich „The Riven Tree“, das etwas langatmige, traditionell deutsch gesungene „Der Student von Ulm“ und „Unforeseen“ dargeboten werden. Zwar liegt Frontmann Michael Siffermann mit seinem Gesang nicht immer komplett richtig, aber dieses Manko kann der Vierer aus Esslingen durch bodenständig-sympathisches Auftreten weitgehend wettmachen. „The Ship Of Fools“ [von „Foregone“ von 2004] beendet den heutigen Gig, der zwar zweifellos gelungen, irgendwie aber auch teilweise etwas hüftsteif und recht bemüht 'rüberkam.



.:GRIFTEGARD:.
Nachdem schon mal die Plattenkisten der anwesenden Doom-Marketender durchgeschaut sind und die ersten sauer verdienten Euronen gegen schwarzes Gold den Besitzer gewechselt haben, ist es auch schon Zeit für die Senkrechtstarter im Doom-Genre der letzten Zeit: GRIFTEGARD aus Schweden.
Die bleierne Schwere und Würde dieser Band verkörpert Frontkoloss Thomas Eriksson wie kein Zweiter, der sich nicht nur stimmlich als wahrhaft gewichtige Persönlichkeit entpuppt.
Die Gitarristen Ola Blomkvist und Per Broddesson nehmen mit ihren mächtigen, schleppenden Riffs keine Gefangenen und Eriksson steht an der hölzernen Kanzel mit symbolisch aufgeschlagener Bibel und feiert eine eigenwillige Liturgie mit Doom-Manifesten wie „Punishment & Ordeal“ von der „Solemn: Sacred: Severe“-Scheibe oder „Paul Gustave Doré“ [von der „Psalmbok“-EP]. Ein neuer Song und „Wedded To Grief“ von der aktuellen 7''-Split-Single mit den Kollegen von COUNT RAVEN beschließt das durchwegs beeindruckende Gastspiel des Quintetts aus Norrköping. Doom galore!

.:JEX THOTH:.
Hernach kommt mit JEX THOTH endlich mal Frauenpower auf die Bühne, die dem „Hammer Of Doom IV“ nicht nur rein optisch, sondern obendrein durch ihren zwar doomigen, aber v.a. schwerst psychedelischen Rocksound auch noch etwas klangliche Abwechslung beschert.
Zwar geriert sich Fronthexe Jessica Toth a.k.a. JEX THOTH eher unterkühlt-zickig und unnahbar, raunzt mehrfach den Soundmann an, macht ihre Sache aber gesanglich ansonsten tadellos. Nachdem mittels diverser Kerzen für Stimmung gesorgt wäre, wirkt lediglich ihr Rotkäppchen-meets-Rumpelstilzchen-Outfit anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, aber diese Frau kann vermutlich alles tragen, während Gitarrist Nico sich unterdessen um den Verstand zu riffen scheint und Clay Ruby an seinem Keyboard eine eher ruhige Kugel schieben kann.
Trotzdem ein interessanter, intensiver Auftritt, der für die nötige Auflockerung im Billing sorgt. Jex- jex, äh, ich meine: hex-hex...!



.:SORCERER:.
Das Plattenbudget für diesen Monat ist mittlerweile längst gesprengt, als es auch schon wieder Zeit für die nächste Auferstehung einer Band ist, die die wenigsten Anwesenden schon mal live gesehen haben dürften: SORCERER aus dem schwedischen Stockholm. Vom ersten Ton an herrscht auf und vor der Bühne beste Stimmung, der Sound kommt unglaublich satt und kraftvoll und Frontmann Anders Engberg will gar nicht mehr werden vor Freude und Ergriffenheit, denn die meisten in der ersten Reihe sind tatsächlich textsicher unterwegs. Noch mehr Unterstützung gibt es an der Rifffront von einem THERION-Klampfer und geboten werden u.a. Doom-Kracher wie „Queen In Black“, „The Battle“ oder „Inquisition“.

.:PLACE OF SKULLS:.


Der Auftritt von Doom-Urgestein Victor Griffin [ex-PENTAGRAM, ex-DEATH ROW] beginnt zwar recht ungestüm rockend, scheint aber auch genauso schnell wieder vorbei, denn bereits nach kurzem Spiel fällt eine Box aus und der Meister stapft wutentbrannt von dannen, weil die Spielzeit ohnehin so knapp bemessen ist. Die Bühnentechnik schafft aber sehr schnell Abhilfe bzw. neue Hardware heran und auch für adäquate Nachspielzeit wird gesorgt, so dass die Sause sehr schnell - offensichtlich mit noch ordentlich Wut im Buch - wieder losgehen kann.
Das Powertrio um Griffin und ex-DEATH ROW-Basser Lee Abney rifft und rockt sich jedenfalls mit viel Biss, Biker-Attitüde und Herzblut quer durch die bisherigen Veröffentlichungen „With Vision“, „Nailed“, „The Black Is Never Far“ und die aktuelle „As A Dog Returns“. So geht das und auch der grimmige Frontmann scheint nach dieser energischen Performance und der wohlverdienten Anerkennung durch sein Publikum beinahe wieder versöhnt.

.:IRON MAN:.
Das nächste Ami-Quartett hatte von Maryland auch eine eher längere Anreise in Kauf genommen, um dem „Hammer Of Doom“ seine Aufwartung zu machen. Dafür bahnen sich aber Basser Louis Strachan und Sängerhüne Joe Donnelly ihren Weg Richtung Bühne bzw. Backstagebereich ganz volksnah mitten durch die Menge und ernten schon mal erste Umarmungen und Huldigungen durch ihre Fans.
On Stage fackelt diese ehemalige BLACK SABBATH-Coverband dann ein bemerkenswert originelles Old School-Doom-Feuerwerk ab: angetrieben von den staubtrockenen, blues-triefenden Doom-Riffs, die „Iron“ Al Morris III cool und abgeklärt seiner Vintage-Gitarre entlockt, rockt sich das Quartett aus Gaithersburg durch Klassiker wie „Black Night“ [von ihrer gleichnamigen Debüt-Full Length von 1993], aber auch Aktuelleres wie „Fallen Angel“ von der letztjährig erschienenen „I Have Returned“, allen voran der beleibte Frontmann Donnelly in seiner Biker-Kluft.




.:SOLITUDE AETURNUS:.
Ähnlich wie seinerzeit bei SAINT VITUS herrscht auch vor dem Auftritt der texanischen Doom-Legenden von SOLITUDE AETURNUS eine fast ehrfürchtige Stimmung und Ruhe.
Als Robert Lowe, der ja mittlerweile nebenher auch bei CANDLEMASS singt, John Perez und Co. schließlich die Bühne betreten, herrscht jedenfalls sofort Feierstimmung in der „Posthalle“.
Steve Moseley und sein Gitarren-Kollege Perez sind ebenfalls guter Dinge, riffen und shredden um die Wette und lassen die Matten fliegen.

Frontmann Robert Lowe hat ebenfalls einiges an Hüftgold zu zugelegt, zelebriert aber nichtsdestotrotz ungerührt seine ganz eigene Doom-Messe, gestikuliert, tänzelt, witzelt mit den Fans, verdreht die Augen und grinst diabolisch.
Allerdings wirken seine liebevoll gepflegten, dennoch eher dürftigen Büschel von Resthaar ziemlich verloren auf seinem Haupt, das er immer wieder ehrfürchtig vor seinem Publikum neigt, während seine Mannschaft sich durch ein ellenlanges Best Of ihrer bisherigen Alben doomt.
Basser James Martin wirkt während des Sets zwar zeitweise etwas indifferent, ansonsten zeigt sich die Band aus Arlington aber von ihrer besten Seite und präsentiert sich und ihre Doom-Klassiker wie u.a. „Haunting The Obscure“ vom „Through The Darkest Hour“-Album in alter Frische.
Fazit: Einen gelungeneren Ausklang hätte die vierte Auflage des „Hammer Of Doom“-Festivals kaum finden können...

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 22.11.2010 | 21:40 Uhr
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