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Datum: 14.11.2014Stadt: Posthalle




Zum mittlerweile neunten Male fällt in der „Posthalle“ zu Würzburg der Doomhammer und auch anno 2014 versammeln sich Aficionados langsamer Metal-Klänge aus aller Herren Länder [u.a. sind erneut Doom-Maniacs aus Japan am Start] in besagter Mainnekropole und können sich auf ein ebenso hochkarätiges, wie abwechslungsreiches Billing freuen.

.:JESS AND THE ANCIENT ONES:.
Los geht es am Festival-Freitag mit JESS und ihren ANCIENT ONES: sechs Finnen und eine Finnin stimmen/schwören das „Hammer Of Doom“-Publikum mit ihrem manchmal durchaus doomigen Okkultrock und einem Potpourri ihrer bisherigen Veröffentlichungen auf das bevorstehende Festival-Wochenende ein.
Frontfrau JESS macht – nicht nur stimmlich – eine gute Figur in ihrem Blumenkleidchen und die Band weiß mit immerhin gleich drei Gitarren Eindruck zu schinden und auch, wenn das ganze Spektakel manchmal ein bisschen wie „Hippie-Mädchen auf Acid-trifft-JEX THOTH“ wirkt, wird zügig klar, dass sich JATAO mit ihrem Mix aus u.a. MERCYFUL FATE und ROKY ERICKSON ihren Platz beim diesjährigen „HOD“ redlich verdient haben.



.:TROUBLE:.
Was hatte man sich ein erneutes Gastspiel von TROUBLE in Würzburg herbeigesehnt [anno 2010 hatte man beim "HOD" mit ex-WARRIOR SOUL-Sirene Kory Clarke am Mikro ja nicht nur Begeisterung geerntet], als seinerzeit ruchbar geworden war, dass kein Geringerer als der ehemalige EXHORDER-Frontmann, Kyle Thomas, den vakanten Sangesposten bei der Doom-Legende aus Chicago übernehmen und die neu erstarkte Band ein neues Album aufnehmen würde.
Gesagt, getan, im Herbst 2014 steht nun also die zweite Hälfte von TROUBLE [nachdem im Vorjahr bereits der Rest der Mannschaft bzw. die Ex-Kollegen Wagner und Holzner mit THE SKULL vor Ort aufgespielt hatten] im runderneuerten Line-Up auf der Bühne des „HOD IX“.
Kyle Thomas ist - ebenso wie das legendäre TROUBLE-Gitarrenduo Rick Wartell/Bruce Franklin – zwar etwas in die Jahre gekommen und somit auch ein bisschen aus dem Leim gegangen [sind wir das nicht alle?], macht aber vom ersten Song, „The Tempter“ [von „Psalm 9“ von 1984], an mit seiner ehrlichen, unprätentiösen und kumpeligen Art und seinem kraftvollen Organ klar, warum sich TROUBLE für ihn entschieden haben.



In knapper Folge werden zwei weitere „Psalm 9“-Evergreens, namentlich „Assassin“ und – natürlich! - „Bastards Will Pay“, ins begeisterte Volk [u.a. amüsiert sich ex-“Rock Hard“-Urgestein und „Deaf Forever“-Kollege Götz Kühnemund mit seiner Entourage bestens] geholzt.
Kyle und TROUBLE sind ob der mehr als positiven Resonanz offenbar bester Dinge, denn der Frontmann interagiert und plaudert mit seinem Publikum, als mit „When The Sky Comes Down“ ein Schwenk gen der aktuellen „The Distortion Field“-LP unternommen wird, bevor mit „Flowers“ auch das vielgeliebte „Plastic Green Head“-Werk bedacht wird und Mr. Thomas kurz die Band bzw. ihre aktuelle Inkarnation vorstellt [Rob Hultz am Bass und Drummer Marko Lira machen allemal eine anständige Figur].



Bei „Wickedness Of Man“ herrscht gleich darauf schon wieder Klassikeralarm, bevor mit „Paranoia Conspiracy“ und „Hunters Of Doom“ wieder aktuelles Songmaterial zum Zuge kommen darf.
Das sagenhafte „At The End Of My Daze“ [von der 1990er „Trouble“] luxiert dank der unglaublich fetten Riffs der Herren Wartell/Franklin die letzten, noch intakten Halswirbel und lenkt den Chicago-Doom-Schwerlastzug bereits in Richtung Zielgerade und mit „R.I.P.“ und „All Is Forgiven“ ist schließlich das grandiose Finale erreicht...
Respekt und Dank an TROUBLE, die ihr Erbe hier gekonnt ein- bzw. umzusetzen wissen [ohne den x-ten „Wir spielen das gesamte Album durch“-Aufguss zu servieren, obschon die „Psalm 9“ doch immerhin ihren 30. Geburtstag begehen kann] und mit neuem Sänger ein repräsentatives Best-Of-Set präsentieren, das nüscht als verbrannte Erde hinterläßt.
Hernach schlendern Sänger Kyle Thomas und Gitarrist Rick Wartell übrigens noch entspannt stöbernd über den Festival-Metalmarkt und beweisen dabei Bodenhaftung und Fan-Nähe, denn die beiden sind sich weder für einen kurzen Plausch, noch für Autogrammwünsche oder ein Foto mit dem einen oder anderen Fan zu schade...

.:KADAVAR:.
Das Berliner Trio KADAVAR ist derzeit neben GRAVEYARD wohl das Zugpferd in Sachen Retro-Rock im Hause Nuclear Blast, kann mit „Live In Antwerp“ nach erst zwei regulären LP-Veröffentlichungen sogar bereits ein Live-Album promoten und somit hier und heute guten Gewissens den Headliner geben.
„Liquid Dream“ gibt einen passenden Opener ab, bevor bereits binnen kurzem die KADAVAR-Hit-Single „Doomsday Machine“ gezündet wird.
Drummer Tiger sitzt auf einem Plexiglas-Riser schön prominent und läßt sich von einem Ventilator fotogen die Frisur verwehen, während er sein Kit in bester “Muppet Show“-„Animal“-Manier zu dem brandneuen „Into The Night“ und dem bereits bewährten „Eye Of The Storm“ in Grund und Boden drischt.



Überhaupt: die Live-Routine [nicht zuletzt nach der letztjährigen Clubtour] merkt man den drei Berlinern deutlich an, denn KADAVAR spielen erkennbar tight und unglaublich druckvoll und nicht nur „Broken Wing“ oder „Black Sun“ zerdrückt nahezu alles/jeden bzw. der fetteste und lauteste Sound des Abends erstickt potentiellen Widerstand bereits im Keim!
Der bärtige Frontmann/Gitarrist Lupus Lindemann positioniert versiert, aber freundlich knappe Ansagen/Dankesbekundungen zwischen Retro-/Psychedelic-/Prog-Rock- bzw. Proto-Hardrockkracher Marke „Forgotten Past“, „Black Snake“, „Come Back Life“ oder „Creature Of The Demon“ und man darf sich fragen, warum es denn tatsächlich so lange gedauert hat, bis dieser aktuelle wieder so angesagte Sound, der anno dunnemals von Genre-Vorreitern/-Underdogs, Hard- oder Krautrockern, wie LED ZEPPELIN, URIAH HEEP, DEEP PURPLE oder LUCIFER'S FRIEND gezockt/“erfunden“ worden ist, nicht schon längst exhumiert worden ist...
Egal, mit „Purple Sage“ machen KADAVAR den Sack endgültig zu und rechtfertigen mit souveränem Auftreten, gelungener Songauswahl und mächtig Spielfreude auf jeden Fall ihre Position im „HOD IX“-Billing...


dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 12.12.2014 | 21:51 Uhr
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