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Datum: 15.11.2014Stadt: Würzburg



Das Billing des zweiten Tages des „Hammer Of Doom IX“-Festivals hält erneut einige Überraschungen, Newcomer und Veteranen der langsamen Metal-Klänge bereit, allerdings beginnt das Spektakel aufgrund persönlicher Geburtstagsfeierlichkeiten des Chronisten erst knapp nach dem Gastspiel der Ami-Doomrocker von MOUNT SALEM, die, angesichts des Andrangs beim Merchandise-Stand, aber offenbar viel richtig gemacht haben...

.:HAMFERD:.
Die Doom Metaller von HAMFERD von den Färöer-Inseln konnten vor kurzem erst mit ihrem Debüt, „Evst“, ordentlich Eindruck schinden bzw. für Wallung in der doch sonst eher pastösen Doom-Gemeinde sorgen und stehen nun schon auf der „HOD“-Bühne.



Das Sextett aus Tórshavn läuft im schwarzen Anzug, mit weißem Hemd und schwarzem Schlips auf, ganz so, wie es sich für eine zünftige Bestattung gehört und das erklärt auch das zurückhaltende Stageacting der Band: „Hamferð“ steht auf besagten „Schafsinseln“ nämlich für das "Erscheinen verstorbener Seefahrer vor ihren Liebsten“. Die Band legt mit dem Album-Opener, „Deyðir varðar“ los und scheint das „HOD“-Publikum sofort wie mit einem Bann zu belegen, denn ab sofort hängt der Würzburger Mob an den Lippen von Frontmann Jón Hansen, der sich zwischen den einzelnen Songs unterkühlt-zurückhaltend, aber nicht unfreundlich bedankt. Auch „Sinnisloysi“ und alle anderen, überlang-epischen Songs können als gelungene Mischung aus ebenso emotionalem, wie auch atmosphärischem Doom/Death Metal, irgendwo zwischen SIGUR ROS, SWALLOW THE SUN oder MY DYING BRIDE/ANATHEMA überzeugen und lassen die Zuhörer ergriffen lauschen.
Eine echte Schande, als HAMFERD sich mit „Harra Guð, títt dýra navn og æra“ schon wieder verabschieden müssen – dafür ist aber der Merchandise-Stand kurz danach in Rekordzeit leergekauft bzw. sämtliche Leibchen der Truppe vergriffen!

.:THE RUINS OF BEVERAST:.
Alexander von Meilenwald und seine RUINS OF BEVERAST machen hernach nicht viele, naja, eigentlich gar keine Worte und ballern dem „HOD“ ein repräsentatives Best-Of ihrer bisherigen Diskografie um die Lauscher, das mit Beiträgen wie "I Raised This Stone As A Ghastly Memorial", "Kain's Countenance Fell" [beides von "Foulest Semen Of A Sheltered Elite" von 2009] oder "Malefica" [von der aktuellen "Blood Vault"-LP] Black Metal, klirrende Kälte und finstere Forste ebenso wie Doom, reichlich Atmosphäre und noch mehr Trockeneisnebel auf die Bühne bringt.
Nicht selten fühlt man sich hierbei auch die Kollegen/Labelmates von VERDUNKELN erinnert, bei denen Mainman Alexander live bekanntlich mitwirkt und so vermögen TROB dem diesjährigen „HOD“ zeitnahe die fällige Schwärze, Boshaftigkeit und Misanthropie beizumischen, die wohl bislang noch gefehlt hatte.

.:AVATARIUM:.
Die Schweden um ex-CANDLEMASS-Basser Leif Edling sind trotz kurzer Existenz und erst einer Full Length-Scheibe derzeit ja so etwas wie „everybody's darling“ in Sachen Doomrock, nicht zuletzt dank der ebenso stimmgewaltigen, wie adretten Frontblondine Jennie-Ann Smith.
Allerdings haben AVATARIUM mitnichten nur etwas fürs Auge zu bieten, denn kompositorisch/musikalisch macht man Mainman und Graubart Edling [u.a. KRUX] bekanntlich schon längst nichts mehr vor und die musikalische Performance seiner Mitstreiter [Gitarrist Marcus Jidell, ex-EVERGREY, ex-TIAMAT-Trommler Lars Sköld und KRUX-Keyboarder Carl Westholm] bietet zweifellos Qualität!
Los geht’s mit „Moonhorse“ und „Bird Of Prey“ und bereits hier gibt die AVATARIUM-Frontfrau mit Federkragen-Outfit Vollgas und überzeugend die Doom-Diva, weiß mit ausladender Gestik, zaghaften Tanzschritten und toller Stimme zu beeindrucken und ist mit sichtlich Bock bei der Sache.



Es folgt [passend zur just veröffentlichten, gleichnamigen EP] „All I Want“ und „Tides Of Telepathy“, jeweils mit schön ausufernden Jam-Parts. Das zieht sich auch durch „Deep Well“ und das dramatische „Pandora's Egg“ und mit „Avatarium“ ist bereits schon wieder Schicht im Schacht.
Feuertaufe vor kritischem Doom-Nerd-Publikum bestanden, möchte man meinen...!



.:ORANGE GOBLIN:.
Die Briten von ORANGE GOBLIN zaubern anschließend mit ordentlich Dampf auf den Kesseln eine deutlich destruktivere Stimmung in die bereits ordnungsgemäß angetrunkene „Posthalle“, denn ihr angedoomter, bierseliger Stoner Metal und die latent aggressive Biker-Attitüde von Fronthüne Ben Ward wissen durchaus für Wallung zu sorgen.
Geboten wird ein Parforce-Ritt durch die GOBLIN-Diskografie: „Scorpionica“ [von "The Big Black" von 2000], „Acid Trial“ oder auch ganz Aktuelles wie „Sabbath Hex“ und „Heavy Lies The Crown“ von ihrer aktuellen "Back From The Abyss"-Scheibe.
Im Anschluß geht es mit „Blue Snow“ [von der "Time Travelling Blues"-CD] und „Some You Win, Some You Lose“ [wiederum von "Thieving From The House Of God"] heiter weiter und spätestens mit dem neuen Track „Into The Arms Of Morpheus“ haben sich Band und Publikum eingegroovt.
Da kommen Nummern wie „The Devil's Whip“ oder „The Fog“ gerade recht, zumal man mit „They Come Back“ und „Quincy The Pigboy“ bereits in die Zielgerade bzw. gen Chapter-Clubhaus brettert und „Red Tide Rising“ den orangefarbenen Reigen bereits beschließt. Sound, Energie und Songauswahl stimmen zwar, aber insgesamt will der Funke heute abend [zumindest bei mir] irgendwie nicht so recht überspringen, vielleicht fehlen aber einfach auch nur ein paar Promille...



.:SAINT VITUS:.
Vorneweg hatte es ja zum „HOD IX“ schon ein handfestes Skandälchen gegeben, als kurz vor knapp ruchbar wurde, dass SAINT VITUS-Frontmann Scott „Wino“ Weinrich heute in Würzburg nicht mit von der Partie sein würde, weil er in Norwegen wegen, nun ja, illegaler Substanzen inhaftiert und in die USA abgeschoben worden war und seine Band den Tourtrek ab sofort ohne Leadsänger würde bestreiten müssen.
Kein Wunder also, dass Bandgründer Dave Chandler bereits lange vor seinem Auftritt voll wie ein Eimer durchs Publikum schlurcht und etwas gefrustet wirkt, aber immerhin Profi genug bleibt, um spontanen Autogrammwünschen ausgesprochen freundlich und „laid back“ nachzukommen...
Showtime: Los geht’s mit Chandler himself am Gesang, der zwar weder ein Scott Reagers, noch ein "Wino" Weinrich ist, aber dennoch den Umständen entsprechend keine allzu schlechte Figur macht und auch „Mournful Cries“ respektabel präsentiert.



Bei „Dying Inside“ [„Come on, let's die!“ von „diesem Album, das eigentlich gar nicht pink werden sollte!“] hilft kein Geringerer als John Perez [von SOLITUDE AETURNUS] am Gesang aus, der VITUS auf dieser Tour nämlich als Gitarren-Roadie begleitet.
Auch Drummer Henry Vasquez versucht sich [war das bei „Thirsty And Miserable“?] neben dem Trommeln als Sänger, tut sich aber ungleich schwerer, als beispielsweise der sichtlich nervöse Special Guest Gerrit Mutz [u.a. SACRED STEEL, DAWN OF WINTER, BATTLEROAR], der u.a. zu "White Stallions“ ans Mikro darf/muss und [obwohl er vor lauter Ehrerbietung kurz vor der Hyperventilation zu stehen scheint] sich professionell und durchaus achtbar aus der Affäre zu ziehen weiß!
Chandler kommentiert das Geschehen auf seine unnachahmliche Hippie-Art mit „Fuckin' A!“ oder auch einem euphorisierten „Hell yeah!“, als es nach einem bunten Best-Of-VITUS mit der unvermeidlichen Doom-Hymne „Born Too Late“ und "Saint Vitus" bereits gen Finale geht.
Zwar schon irgendwie schade, denn VITUS ohne „Wino“ ist nicht dasselbe, dafür darf man aber sicher sein, heute – nicht zuletzt dank der rettenden Gastsänger - eine ganz besondere Doom-Show gesehen zu haben...

Man darf jetzt schon gespannt sein, was das „Hammer Of Doom“-Team zum zehnjährigen Festival-Geburtstag im nächsten Jahr wohl so ausgraben/auffahren wird, denn jetzt fehlt ja eigentlich nur noch eine CANDLEMASS-Reunion-Show...!

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 12.12.2014 | 22:08 Uhr
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