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Datum: 16.11.2013Stadt: Würzburg



Das Billing des „Hammer Of Doom VIII“-Samstags ist auch dieses Jahr wieder derart hochkarätig besetzt, dass überpünktliches Erscheinen heute einfach Pflicht für den Doom Metal-Fan ist:

.:WHEEL:.
Los geht’s mit den Dortmunder Doomstern von WHEEL, die dieses Jahr ihren zweiten Langspieler, „Icarus“, veröffentlicht haben und endlich auch mal in hiesigen, fränkischen Breiten live zu erleben sind.
Los geht’s mit „Ethereal Sleep“ von ihrem selbstbetitelten Debüt von 2010 und „To My Love Departed“. Der Sound ist tatsächlich bereits zu mittäglicher Stunde richtig gut und der bemützte Sänger Arkadius durchleidet die Tracks glaubhaft.



Der Titeltrack des aktuellen Albums, „Icarus“, weiß ebenfalls zu beeindrucken und „Mills Of God“ folgt auf dem Fusse, wo auch die Gitarre von Benjamin Homberger ordentlich drückt. Der aktuelle „A Daughter's Song“ und „Lilith“ sorgen ebenfalls für Begeisterung im „HOD“-Mob und mit „Frozen Sun“ soll bereits schon Schluß sein.
Erfreulich, dass das ROKY ERIKSON-Cover „Night Of The Vampire“ dann als Zugabe [seinerzeit nur als Vinyl-Single veröffentlicht] noch mit obendrauf darf und einen richtig guten Auftritt krönen kann.


.:BELOW:.
Bei BELOW beweisen die „Hammer Of Doom“-Organisatoren sich wieder einmal als Insider und Trüffelschweine, denn obwohl die lederbehosten Doomrocker aus Nyköping hierzulande ein noch eher unbeschriebenes Blatt sind, wissen die jungen Schweden fast spontan zu überzeugen: die Bühne stimmungsvoll von einem Kandelaber illumiert, rocken und doomen BELOW mit Songs wie „Trapped“ oder „Ghost Of A Shepherd“ derart frisch, energisch und hungrig drauflos, dass es eine wahre Freude ist! Frontmann Zeb sorgt gestenreich für Pathos und Drama und erinnert nicht selten an den jungen Geoff Tate, die Gitarristen Berg und Paud riffen/posen ordnungsgemäß und generell macht die Band ordentlich Bambule und läßt die Matten - nicht nur im Auditorium – mächtig fliegen.
Kein Wunder also, dass sich längst die Industrie - in Form von Metal Blade Records – die Dienste von BELOW gesichert hat und demnächst ihr Debüt auf Tonträger zu pressen gedenkt. Insgesamt zocken die Skandinavier eine sehr düstere, angedoomte Form von Heavy Metal, wie auch die Songs „Portal“ und „The White Chapel Murderer“ eindrucksvoll belegen.
Als Dreingabe beschließt der BLACK SABBATH-Klassiker „Headless Cross“ [von der gleichnamigen, in Diehard-Kreisen gerne totgeschwiegenen LP mit Tony Martin am Gesang] stilsicher einen rundum gelungen Gig dieser Newcomer.

.:AGE OF TAURUS:.
Mit AGE OF TAURUS kommt sofort im Anschluss ein weiteres Highlight auf die Würzburger „Hammer Of Doom“-Bühne, denn das diesjährige Full-Length-Debüt der Briten [übrigens via Lee Dorrians Stylerlabel Rise Above Records], „Desperate Souls Of Tortured Times“, hatte in Heavy/Doom Metal-Kreisen durchaus für Furore sorgen können.
Los geht’s direkt mit dem Albumopener, „A Rush Of Power“ und schon sind die Weichen gestellt: kompromissloser, knochentrockener, epischer Metal für dicke, bärtige Langhaarige zwischen NWOBHM und Doom mit viel Herzblut, Seele und noch mehr fliegenden Haaren.
Richard Bruce gibt glaubhaft den Basswikinger und auch Mainman Toby W. Wright in seiner Funktion als Sänger/Gitarrist macht ordentlich Show zu „Unborn Destroyer“ [vom AOT-Demo, „In The Days Of The Taurean Empire“] oder „Always In The Eye“.



Die herrliche „Walk With Me, My Queen“-Doom-Powerballade macht bereits den Sack zu, bevor die Londoner mit Brechern wie dem Titeltrack, „Desperate Souls Of Tortured Times“, „Sinking City“ und dem finalen „The Bull And The Bear“-Epos auch noch die allerletzten Zweifler zum Verstummen bringen.

.:ALTAR OF OBLIVION:.
Die Epic Heavy/Doom Metaller von ALTAR OF OBLIVION mit ihren überlangen Kompositionen sind als nächstes an der Reihe und machen bereits mit „My Pinnacle Of Power“ von ihrem Debüt, „Sinews Of Anguish“, keine schlechte Figur, ebenso wie Frontmann Mik Mentor.
Weiter im Text mit „The Graveyard Of Broken Dreams“ von der aktuellen „Grand Gesture Of Defiance“-LP der Dänen und „Salvation“ von der gleichnamigen EP vom letzten Jahr.
Mit „Wrapped In Ruins“ und „The Narrow Gates Of Emptiness“ präsentieren ALTAR OF OBLIVION fürderhin episch vertonte Doom-Dramatik aus Aalborg, bevor „The Final Pledge“ das, nun ja: große Finale des Quintetts aus Nordjylland einläutet.

.:BEELZEFUZZ:.
Die US-Stoner-Doom-Fuzzrocker von BEELZEFUZZ aus Maryland hatten bereits am Vor-Vorabend des „HOD“ im „Immerhin“-Club im gleichen Gebäudekomplex zum Stelldichein gebeten und machen heute halt einfach auf der großen Bühne weiter.
Trotz diabolischen Grimassierens von Front-Rumpelstilzchen Dana Ortt und guter Soundverhältnisse muss der überwiegende Teil ihres Gastspiels allerdings dringlich notwendiger Nahrungssuche bzw. -aufnahme geopfert werden, nichtsdestotrotz dröhnt u.a. der massive „Lotus Jam“ noch eine ganze Weile nach...

.:PROCESSION:.
Sind das tatsächlich die PROCESSION, die noch vor wenigen Jahren als DIY-True Doom-Trio im Vorprogramm von ATLANTEAN KODEX in speckigen Kutten und schäbigen High-Tops im Nürnberger „Roten Salon“ bzw. als Newcomer auf dem „Hammer Of Doom IV“ zugange waren?
Wenn ja, dann ist das hier die V2.0, denn nicht nur ist das Line-Up ihrer aktuellen Veröffentlichung mittlerweile zum Quartett aufgestockt worden, sondern - der mittlerweile an den Bass gewechselte - Frontmann Felipe Plaza Kutzbach ist vom sympathisch-verrockten, dosenbiertrinkenden Metalhead-Kumpeltyp zum sportlichen, charismatischen Doomrockstar geworden - allerdings auf immer noch durchaus kredible Weise - weiterhin mit von der Partie sind nunmehr zwei Skandinavier an den Klampfen.
Die neue/erstarkte PROCESSION-Clique eröffnet mit „Damnatio Memorae“, dem mächtigen „Conjurer“ und dem Titeltrack ihres aktuellen Opus, „To Reap Heavens Apart“, den chilenisch-schwedischen Doomreigen.



Diese neueren Power-Doom-Songs kommen allemal gut an und so intonieren PROCESSION mit „Raven Of Disease“ und „Like A Plague Upon The Earth“ auch gleich noch zwei „klassische“ Bandstandards, um auch Fans der ersten Stunde bei der Stange zu halten. Felipe ist sichtlich guter Dinge, sein cowboybestiefelter, dänischer Sidekick an der zweiten Gitarre, Jonas Pedersen, post nach allen Regeln der Kunst und dank weiterhin bester Klangverhältnisse machen auch das aktuelle „Death & Judgment“, das überlange/überragende „Chants Of The Nameless“ [von der 2010er „Destroyers Of The Faith“-LP] und das abschließende „Ruins“ keine Kompromisse! SO muss Doom 2013 klingen, dann klappt's auch an der Nachtbar...

.:YEAR OF THE GOAT:.
Weiter mit den schwedischen Satansbraten von YEAR OF THE GOAT, die ja bekanntlich im fast identischen Line-Up als GRIFTEGARD und im Doomgewand noch im Vorjahr ebenfalls die „HOD“-Bühne bespielen durften und auf deren Auftritt nicht wenige der Anwesenden gespannt gewartet haben dürften, war ihr „Angels' Necropolis“-Album doch in nicht gerade wenigen Top Ten-Listen des Jahres 2012 weit oben vertreten gewesen, nachdem bereits die Debüt-EP, "Lucem Ferre", anno 2011 für Aufruhr im Untergrund gesorgt hatte.
Zu Recht, wie auch dieser Auftritt sogleich belegen sollte: Ohne viel Gedöns betritt die Band die Bühne und spielt ebenso beseelt wie auch energisch auf, als einzige Extravaganz leistet man sich zwei in Mönchskutten gewandete Backgroundsänger. Frontkoloss/Gitarrist Thomas Eriksson und seine Mannen spielen sich gänzlich unprätentiös und ohne Ansagen durch ein fulminantes Set, bestehend zunächst aus „Angel's Necropolis“, „Spirits Of Fire“ und „Circle Of Serpents“, sämtlich vom vorgenannten Full Length-Werk. Klampfer Per Broddesson an seiner Vintage-Flying V rifft, post und schüttelt die lange Mähne, während mit „Of Darkness“ natürlich auch besagte EP nicht ausgespart werden kann, bevor mit „Thin Lines Of Broken Hopes“ ein eindrucksvoller Auftritt bei tatsächlich bestem Sound bereits schon wieder enden muss...

.:JEX THOTH:.
Zeit für ein weiteres Gastspiel der Bibi Blocksberg des Okkultrock, JEX THOTH, auf dem „Hammer Of Doom“-Festival, die diesmal immerhin als Co-HeadlinerIn fungieren kann.
Frontfrau Jex, auf ebenfalls von Kerzenschein beleuchteter Bühne, geriert sich mit ihrem charakteristischen, grünen Samtumhänglein und unter massiver Zuhilfenahme diverser Incense-/Räuchermaterialien als Mischung aus sexy-verkommenem Rotkäppchen und HEATHER NOVA nach ausgiebigem Pilzkonsum: Mit „To Bury“ geht’s mit dem Opener des aktuellen Albums, „Blood Moon Rise“, ordnungsgemäß hexenrockig los, gefolgt von „The Places You Walk “ und „The Banishment“ [vom selbstbetitelten Debüt von 2008].
Jex räuchert reichlich/wedelt weidlich mit o.g. Qualmzeugs, steigt auch mal von der Bühne, um ihre Fans zu segnen, vergisst aber auch ihre musikalischen, eher verhalten agierenden Mitstreiter dabei nicht, die unterdessen die passend benannten „Keep Your Weeds“ und „Into A Sleep“ passend psychedelisch verrockt instrumentieren.
„The Haven“ und „The Divide“ schließen sich an, als es mit „The Four Of Us Are Dying “ und „Son Of Yule“ bereits in die Zielgerade geht. Hex-hex!

.:WHILE HEAVEN WEPT:.
Bühne frei nun für die diesjährigen Headliner, WHILE HEAVEN WEPT aus Virginia, die mittlerweile nicht nur fast schon zum Inventar des „HOD“-Festivals zählen [immerhin ist dies der bereits dritte Auftritt der US-Doomster in der Würzburger „Posthalle“], sondern hier und heute auch ihr 25jähriges Bandjubiläum mit einem speziellen Best Of-Set zelebrieren.
Die Erwartungen sind dementsprechend hoch und es brandet bereits Jubel auf, als die Band um Mainman Tom Phillips und den kahlgeschorenen Sänger Rain Irving die Bühne betritt und umgehend Klassikeralarm herrscht: Nach „Epilogue“ folgen direkt „Sorrow Of The Angels“ und „In Aeturnum“ [beides von der„Lovesongs For The Forsaken“-EP von 1995].
Die Stimmung bei Band und Publikum ist zwar gut, wirkt allerdings etwas bemüht, denn WHW sind sichtlich nervös, wollen alles möglichst perfekt umsetzen, so dass der Funke nicht ganz so spontan überspringen will, wie weilands 2010, als in derselben Location die „Triumph : Tragedy : Transcendence - Live At The Hammer Of Doom"-Livescheibe mitgeschnitten wurde.



Bei „Into The Wells Of Sorrow“ [von der 1994er 7''-Single] kriegen WHW samt Fans aber so langsam die Kurve und mit „Vast Oceans Lachrymose“ [von ihrem gleichnamigen Epic Doom-Opus von 2009] ist endlich etwas von Atmosphäre bzw. der alten Magie zu spüren.
Frontmann Rain Irving dirigiert sein Auditorium vielleicht ein klein bisschen zu gestenreich, ist aber bei all' dem Pathos allzeit sympathisch und publikumsnah und den Rest der Show übernehmen ohnehin Basser Jim Hunter [u.a. auch TWISTED TOWER DIRE] und Gitarrist/Bandkopf Tom Phillips.
Der Rest ist nicht weniger als ein repräsentativer Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Epic Doom aus Dale City: „The Furthest Shore“, gefolgt von einem Schwenk gen des 2011er Werks, „Fear of Infinity“, das mit dem Trio „Unplenitude“, „To Grieve Forever“ und „Saturn And Sacrifice“ bedacht wird, dann die 2002er-Single „The Drowning Years“, der Bandklassiker „Of Empires Forlorn“ von 2003 wird mit dem Titeltrack, „Voice In The Wind“ und - natürlich - „Soulsadness“ gestreift, bevor mit dem immer wieder dramatisch-anrührenden „Thus With A Kiss I Die“ die WHW-Werkschau schon vorbei sein soll.

Als Zugabe folgt dann doch noch ihre Single „Vessel“ und besser kann so ein „Hammer Of Doom“-Tag ja eigentlich nicht ausklingen...!

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 01.02.2014 | 21:58 Uhr
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