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Datum: 21.11.2015Stadt: Würzburg



Tag No. 2 der Dezenniums-Doomsause bzw. des „Hammer Of Doom X“-Festivals in der Würzburger „Posthalle“ bietet in seinem Line-Up erneut diverse Undergroundperlen ebenso wie längst arrivierte Doom-Prominenz auf.

Überschattet von den kürzlichen Ereignissen in Paris bekundet das "Hammer Of Doom X"-Festival mit dem passenden Slogan, "In Union We Stand", ohne viel Worte, dafür mit einem großen Transparent direkt neben der Bühne seine Solidarität mit den Betroffenen.
Kein unbedingt leichtes Unterfangen, mit diesen Gedanken im Hinterkopf, schweren Herzens und mehr als einem dicken Kloß im Hals nun "einfach so" wieder eine ausführliche Festivalkritik verfassen zu sollen...




Die allerorts abgefeierten Pfälzer Epic Doom Metaller von LORD VIGO verpasse ich zwar knapp, bin dafür aber pünktlich zu DOOMSHINE vor Ort:

.:DOOMSHINE:.
Die Ludwigsburger spielen erstmal mit „Celtic Glasgow Frost“ und „Third From Inferno“ zwei Songs von ihrer aktuellen „The End Is Worth Waiting For“-Scheibe, bevor Frontmann/Gitarrist Timmy Holz sich mit [eher gewollt] launigen Ansagen an das noch etwas saumselige, weil übermüdete und vermutlich ordentlich verkaterte „HOD“-Volk wendet.
Melancholische Doomweisen Marke „Where Nothing Hurts But Solitude“ [von „Thy Kingdoom Come“ von 2004], das ebenfalls neue „Shelter Of The Beast“ oder das bereits abschließende „Shine On Sad Angel“ versöhnen dann aber doch einigermaßen.


.:BLACK OATH:.
Bereits das Bühnenoutfit von BLACK OATH, die nämlich in Corpsepaint und kostümiert auflaufen, hinterläßt etwas zwiespältige Gefühle, der Auftritt dann sogar noch mehr: hatte mich ihr vorletzter Tonträger, „Ov Qliphoth And Darkness“ [von der "Witch Night Curse" und "Drakon, Its Shadow Upon Us" dargeboten werden], schon nicht wirklich begeistern können, so schaffen es die sinistren Lombarden heute auch live nicht unbedingt, meine Meinung diesbezüglich zu ändern.
Sicher, das Riffing und v.a. das Posing der Saitenfraktion sitzt, aber prägnant ist hier nicht wirklich viel, die ostentative Black Metal-Attitüde wirkt eher aufgesetzt bis fehl am Platze und auch die überwiegend neuen Songs [wie etwa „Wicked Queen“ oder der Titeltrack] von ihrer aktuellen „To Below And Beyond“ wollen nicht so recht hängen bleiben.
Auch die Bandhymne, "The Black Oath", von ihrem LP-Debüt kann da heute nichts mehr ändern...



.:CARONTE:.
Bei ihren Landsmänner von CARONTE aus Parma sieht die Sache dagegen gleich ganz anders aus: Frontmann Dorian Bones erweist sich als echte Rampensau und in Sachen Ausstrahlung, Bühnenpräsenz und Pathos einem Alan Averill alias A.A. Nemtheanga [von PRIMORDIAL] nahezu ebenbürtig. Doom- bzw. tiefschwarze Stoner Rocker wie etwa „Ode To Lucifer“ und „Navajo Calling“ [von „Ascension“ von 2012] werden durchlitten und ebenso insbrünstig wie glaubhaft intoniert, denn auch Basser Henry Bones und Gitarrist Tony Bones wissen, sich in Szene zu setzen.



Wenn mich nicht alles täuscht, werden auch „Solstice Of Blood“ und zum guten bzw. bitterbösen Schluss auch noch „Black Mandala“ von der aktuellen „Church Of Shamanic Goetia“ mit viel Herzblut [oder Teufelsblut, das bleibt dem Rezipienten überlassen] dargeboten, ehe dieses Ritual bereits wieder enden muss...


.:THE ORDER OF ISRAFEL:.
Entspannte Hippie-Atmosphäre herrscht hernach bei THE ORDER OF ISRAFEL, auch wenn die reiferen Herren aus Schweden ordentlich dicke Bretter bohren bzw. fette Doom-Riffs unter den „HOD“-Mob zu holzen wissen: Mainman, Exil-Australier und Lockenkopf Tom Sutton [ex-CHURCH OF MISERY, ex-FIREBIRD und seines Zeichens derzeit auch noch Gitarrist bei HORISONT und NIGHT VIPER] singt/agiert und spielt absolut souverän, bodenständig und erzsympathisch und seiner kompletten Band ist die Live-Routine [zuletzt u.a. als Support für PENTAGRAM] deutlich anzumerken. Neben reichlich Vintage-Equipment und ordentlich Schlaghosen werden u.a. „The Earth Will Deliver What Heaven Desires“ und „Promises Made To The Earth“ von ihrem Debüt präsentiert, aber auch ein neuer Song namens „Black Rose“ findet seinen Weg ins Set, das mit dem Titeltrack ihres ersten und bislang einzigen Albums, „Wisdom“, bereits seinen Abschluss finden muss und mächtig beklatscht wird.


:.SKEPTICISM:.
Nach soviel positiven Hippie-Vibes höchste Zeit für etwas Kontrastprogramm und Funeral Doom aus Finnland von und mit SKEPTICISM, die sämtlich in schwarze Gehröcke gewandet auf die Bretter kommen.
Frontmann Matti Tilaeus verteilt wortlos langstielige, weiße Rosen an die Damen in den ersten Reihen und dann kann die Beerdigung auch schon losgehen: Die Nordmänner aus Riihimäki zelebrieren ihre Moritaten bzw. ihren Doomdeath ungerüht, stoisch, ohne Ansagen, dafür ergreifend, manchmal vielleicht etwas stumpf, aber stets melancholisch, düster, hoffnungslos und bieten ein Potpourri ihrer bisherigen Veröffentlichungen dar. Hingucker ist zweifellos auch der vor einem riesigen, fast blinden Spiegel postierte Keyboarder Eero Pöyry, der wie eine verstaubte Schaufensterpuppe regungslos verharrt, wenn er nicht gerade die Kirchenorgel betätigt.


.:40 WATT SUN:.
Dem Auftritt von ex-WARNING UK-Mastermind Patrick Walker mit seinem neuen Projekt 40 WATT SUN hatten sicherlich nicht eben wenige entgegen gefiebert, doch – wie so oft – es sollte etwas anders kommen...
Walker betritt gänzlich unprätentiös im gekrempelten Holzfällerhemd mit seinen Mannen die Bühne, macht vorneweg und zwischendurch nur spärliche, leise und kaum verständliche Ansagen und wirkt während des gesamten Auftritts insgesamt eher so, als wäre ihm nicht ganz wohl in seiner Haut bzw. als könne er nicht so recht verstehen, dass all' diese Leute tatsächlich wegen ihm da sein sollen.
Wie auch immer: neben seinem aufgeklappten Gitarrenkoffer stehend, gibt ein wortkarger Walker bis auf das abschließende „Carry Me Home“ von „The Inside Room“ [von anno 2011] ausschließlich neues, bislang ungehörtes Material zum Besten, das am ehesten als melancholisch-introvertiertes, schmucklos-reduziertes, allenfalls vielleicht noch ganz entfernt doomiges Singer-Songwriter-Liedgut zu verorten ist. Bei aller Zurückgenommenheit bzw. Menschenscheu weiß der britische Gitarrist als 40 WATT SUN aber immerhin, nicht eben wenige Zuhörer mit sich zu nehmen, emotional tief zu berühren und zu bewegen, wie der hernach nahezu komplett leergekaufte Merchandise-Stand seiner Band belegen kann.


.:CANDLEMASS:.
Kein großes Wunder, dass ausgerechnet CANDLEMASS zum zehnten „HOD“-Geburtstag mit von der Partie sind, auch wenn die Schweden – gänzlich wider Erwarten - ihren letztlich ja festivalstiftenden Song „Hammer Of Doom“ dann überhaupt nicht spielen sollten...
Aber fangen wir doch vorne an: der skandinavische Fünfer muss zwar heute ohne Mainman und Basser Leif Edling [bekanntlich auch noch KRUX, AVATARIUM u.v.m.] auskommen, der aber von Per Wiberg [OPETH] mehr als kompetent vertreten wird und hat dafür wiederum mit Mats Levén seinen alten Frontmann [Levén hatte seinerzeit ein Demo eingesungen] rekrutiert, der zwar kein Messiah Marcolin und auch kein Rob Lowe ist, aber seinen Job absolut versiert erledigt [und heute zudem ein nicht unlustiges „VENOM-BEYONCÉ-Mash-Up“-Shirt trägt].



Erwartungsgemäß herrscht in Würzburg heute natürlich Klassikeralarm, als es mit „The Prophecy“ und gleich auch noch „Dark Reflection“ [von „Tales Of Creation“ von 1989] losgeht. CANDLEMASS lassen in schönster Power Doom-Manier einen Hit nach dem anderen vom Stapel: „Bewitched“ [von „Nightfall“, 1987], gefolgt von „Mirror Mirror“ [„Ancient Dreams“, 1988], „The Dying Illusion“ [„Chapter VI“, 1992] und „A Cry From The Crypt“. Mats Levén fegt dazu über die Bühne, bangt und reißt sich auf jeden Fall gleich mehrere Beine aus, um sich seine Sporen beim Publikum zu verdienen, das sein Bemühen auch durchaus zu schätzen weiß!
Erst mit „Emperor“ [von „King Of The Grey Islands“, 2007] wird es etwas zeitgemäßer, dann gibt es mit „Under The Oak“ aber auch schon das ersehnte Futter vom uneingeschränkten Bandklassiker und Fanfavorit, „Epicus Doomicus Metallicus“, von anno 1986. Die Gitarristen, Mappe und Lasse, posen und bangen ebenfalls, was geht, bevor mit „At The Gallows End“ erneut das „Nightfall“-Album bedacht wird. Den krönenden Abschluss bieten aber natürlich zwei weitere „Epicus...“-Evergreens, namentlich „Crystal Ball“ und – natürlich - „Solitude“. Tosender Applaus, Abgang CANDLEMASS.


.:MY DYING BRIDE:.
Nun wandert das „HOD“-Szepter an das britische Doom-Urgestein von MY DYING BRIDE, die heute auch noch Gelegenheit bekommen, ihre aktuelle Veröffentlichung, „Feel The Misery“, etwas zu promoten. Der beschlipste Frontmann Aaron Stainthorpe macht zwar in seinem weißen Oberhemd keine schlechte Figur, die aufgemalten Blutspuren an seinen Handgelenken wirken dann aber doch eher wie aus der Schultheatermaske, was allerdings einem energischen Einstand mit dem Bandklassiker „Your River“ [von „Turn Loose The Swans“, 1993] keinen wirklichen Abbruch tut.
Spätestens bei „From Darkest Skies“ [„The Angel And The Dark River“, 1995] ist sie wieder da, die alte, vertraute, schwelgerische MDB-Traurigkeit, in der man auch beim dem folgenden „A Kiss To Remember“ von ihrer „Like Gods Of The Sun“-Götterscheibe gleichsam versinken möchte.
Mit „And My Father Left Forever“ wird ein Schwenk gen Gegenwart unternommen, bevor Sänger Aaron „The Thrash Of Naked Limbs“ unter viel Jubel ankündigt und mit reichlich Theatralik im Anschluss auch das neue „To Shiver In Empty Halls“ zelebriert. Die Gitarristen [zuletzt war ja Original-Klampfer Calvin Robertshaw in die Reihen der sterbenden Braut zurück gekehrt] versehen ihre Aufgabe souverän, aber eher regungslos, wohingegen Bassistin Lena Abé für unterkühlten Sex-Appeal zu sorgen weiß und auch Shaun Macgowan gibt überzeugend den Stehgeiger. Mit „The Songless Bird“ gibt es einen weiteren Evergreen abzufeiern, dann kommt noch der Titeltrack der aktuellen Scheibe, „Feel The Misery“, zu Ehren.
Damit nun aber genug der aktuellen Lieder, denn MY DYING BRIDE wissen durchaus, was ihre Alt-Fans von ihnen hören wollen, so dass „The Cry Of Mankind“ zum Selbstläufer wird, bevor doch tatsächlich eine echte Live-Rarität, namentlich „God Is Alone“ [seinerzeit die allererste Single, anno 1991], ausgepackt wird.
Auf den Nachhauseweg - zu nun doch schon vorgerückter Stunde - gibt es allerdings auch noch als Encore und Rausschmeißer „Like Gods Of The Sun“, so dass hier und heute eigentlich keine Wünsche offenbleiben...



dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 14.12.2015 | 22:24 Uhr
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