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Datum: 29.05.2008Stadt: Bochum, Matrix






Leider kam ich durch das zuvor geführte Interview mit HATE ETERNAL-Chef Erik Rutan zu spät in die "tube“ der Bochumer Matrix, um die Jungs von DEADBORN zu sehen. Das lag nicht etwa am zu langen Interview oder der Fehlorganisation seitens der Metalnews-Leute, sondern vielmehr daran, dass uns HATE ETERNALs Tourleiter total vergessen hatte und wir (Metalnewskollege Mattaru und ich) das Interview erst geschlagene anderthalb Stunden nach dem eigentlichen Termin und einer Menge Eigeninitiative abhalten durften. Dumm gelaufen. Dass die süddeutschen Jungs von DEADBORN mit ihrer aktuellen Abrissbirne "Stigma Eternal“ aber dennoch wohlwollenden Zuspruch der leider nur dürftig erschienenen Metalheads bekommen haben, wurde uns bei Befragung der pünktlich Anwesenden jedoch einstimmig versichert. Nun denn.

Pünktlich für uns begannen dann aber die aus Ohio/USA angereisten Death-Thrasher von SKELETONWITCH. Es ist schon ein bisschen seltsam, wie es dieses Quartett aufs Tourbilling geschafft hat. Musikalisch fällt das arg melodische, retro-styled Gekloppe so ziemlich aus dem Rahmen. Vielleicht war eben dies das Ziel der Tourmanager. Jedenfalls rockten die Jungs derart unbeschwert los, als seien sie der Headliner und wir alle nur wegen ihnen da. Der Trick funktionierte, denn schon nach wenigen Minuten flogen die ersten Matten und der unbesiedelte Halbkreis vor der Bühne verlor an Kontur, bis er schließlich ganz verschwunden war. Sehr geil vor allem auch das authentische Auftreten: Obwohl die Band seit gerade mal 2003 existiert und die Musikanten vielleicht soeben die 30 streifen mögen, wurden stilecht JUDAS PRIEST und KING DIAMOND Shirts getragen, die Jeans waren abgewetzt und die Klampfen entsprachen ebenfalls dem Standard der Achtziger bis Frühneunziger. SKELETONWITCH machten Party pur und zelebrieren das mit jeder Menge Twinguitar-Soli à la MAIDEN , jeder Menge Soli überhaupt, einer prima Performance und einem wirklich hohen Spaßfaktor. Einzig Sänger Chance Garnetts Stimme wirkte streckenweise sehr dünn und zu leise. Aber das mag angesichts des dürftigen Sounds im Matrix-Kellergewölbe kein generelles Problem der Band sein.



SKELETONWITCH

Nun wurde es eng auf der Bühne. Und hektisch! CEPHALIC CARNAGE beehrten uns mal wieder mit einem Besuch, um diesmal ihr neustes Hirntrauma "Xenosapien“ vorzustellen. Ein Grind-Death Gewitter ohne Vorwarnung und scheinbar frei jedweder musikalischer Maximen brach los und zerhackstückte in Sekunden sämtliche Erinnerungen an die eingängige Melodiekultur der Vorband. Wie geil und vor allem innovativ derart extreme Musik sein kann! Dabei gingen die Jungs mal wieder auf der Bühne ab, als gäbe es keinen Abend mehr. Gitarrist Zac rastete auf seinem leider nur sehr engen Raum derart aus, dass das vor ihm stehende Publikum rasch auf respektvollen Abstand ging. Ist auch nicht toll, so ’ne Klampfe mit voller Wucht im Auge zu fühlen. Brüllgnom Lenzig Leal, der optisch mittlerweile als kleine Version von KATAKLYSMs Maurizio ausgehen könnte, zeigte sich wortgewandt und plauderte zwischen den Nummern ausführlich mit dem Publikum. Kein Hauch von „Wir Band, Du nix“.



CEPHALIC CARNAGE

Apropos "Gewand“: Sehr schick und irgendwie lustig kam er rüber, im grellbunt-geblümten Hawaiihemd. Zwischendurch gab’s dann eine kleine Country-Einlage mit dem Verweis auf ihre Herkunft Colorado, USA. Aber Zeit zum Schunkeln gibt’s kaum, denn nach wenigen Sekunden entlädt sich auch diese wieder in ein Frickelblastgewitter par excellence. Tight wie Sau, wahnsinnig genial und sensibel wie ein D-Zug: CEPHALIC CARNAGE schließen nach einer knappen Stunde ihr Programm und irgendwie braucht man jetzt auch 'ne Minute, um die eigenen Hirnwindungen wieder zu entknoten.

Nun trat wohl der Mann auf die Bühne, auf den die Meisten hier gewartet hatten und den die Meisten wohl auch nur noch im Zusammenhang mit HATE ETERNAL erkannt haben dürften. Erik Rutan steht diesmal mit komplett neuer Mannschaft auf der Bühne, um sein ebenfalls neustes Hasswerk "Fury And Flames“ ins Volk zu braten. Mit "Bringer Of Storm“ geht’s los und der oben beschriebene D-Zug ist zurück. Blast ohne Ende und dieses Unheil bringende, morbide Riffing HATE ETERNALs entfalten schnell ihre Wirkung. Erik, der seine schwarze B.C. Rich mittlerweile auf einem stolzen Wohlstandsbäuchlein bettet, brüllt hasserfüllt wie man es von ihm kennt und wird dabei in den hohen Parts von Gitarrist Shaune Kelly ergänzt. Weiter geht’s mit "Whom Gods May Destroy" und dem mächtigen "Behold Judas“. Als Problem stellt sich jedoch leider bald heraus, dass die eher miese Akustik der Location dem komplexen High Speed Geblaste kaum gewachsen ist. Obwohl die Jungs tight wie immer spielen, verschwimmt der Sound immer mehr mit dem Abstand zur Bühne und es wird schwer, die genialen Strukturen der Songs zu erfassen. Was zudem mal wieder eher negativ seitens der Band auffällt ist, dass die Mannen zwischen den Songs alle direkt zu ihren Racks laufen, den Rücken zum Publikum, und stillschweigend an ihren Wässerchen nuggeln. Hm… - das scheint für Bands aus der "Tampa Bay“ wohl zur Höflichkeit zu gehören. Die heiligen DEATH machten es ja genauso und CANNIBAL CORPSE sowieso. Wenn die Pausen nämlich dann noch länger als ’ne halbe Minute dauern und es vollkommen still im Laden wird, ist das eher peinlich und einer guten Stimmung abträglich. Dieser Punkt geht ganz klar an CEPHALIC CARNAGE und SKELETONWITCH. Aber egal nun, man sollte es als Teil ihrer Show hinnehmen. Beim kranken Übersong "I, Monarch“ fiel es besonders auf, dass Erik mittlerweile der einzige Langhaarige in der Band ist. Beim supergeilen Stakkatopart in der Mitte gab es halt diesmal nur den einen Propeller. Der noch recht junge Drummer Jade Simonetto machte seine Arbeit absolut topp und stand seinen namhaften Vorgängern, wie u.a. Derek Roddy, nicht merklich nach. CANNIBAL CORPSE-Basser Alex Webster, welcher "Fury And Flames“ mit einspielte, stand leider auch nicht auf der Bühne, da er mit der eigenen Band zu tun hatte. Schade, wäre sicher mal interessant, ihn und Erik zusammen auf einer Bühne zu sehen. Als offiziell letztes Stück kam dann das mächtige und tonnenschwere "Tombeau“, welches Eriks verstorbenem Freund und ehemaligem Bandkollegen bei MORBID ANGEL, Jared Anderson, gewidmet ist. Gerade, weil dieses nach den ersten zwei Minuten etwas vom Gas geht und das durch ein ziemlich morbides und langes Soli kompensiert wird, ist es eine ideale Livenummer und knallt auch bei miesem Sound wie hier immer noch beeindruckend!



HATE ETERNAL

Zum inoffiziellen Abschluss und nach mehreren "We want more“-Chören gab’s dann natürlich noch "King Of All Kings“ ins Gesicht und bildete die viel zitierte Krönung! Bleibt zu resümieren: HATE ETERNAL sind mit ihrer sehr speziellen Art Death Metal zu spielen einzigartig. Genau wie CEPALIC CARNAGE. Und beide Bands haben dies mal wieder beeindruckend unter Beweis gestellt. Schade nur, dass so wenig Banger den Weg in die Matrix gefunden hatten und der Sound in der "tube" solchen Ansprüchen nicht gewachsen ist.
(trey)

Trey

Autor: Christian Treude [Trey] | 02.06.2008 | 18:05 Uhr
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