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Datum: 14.12.2011Stadt: Hamburg

Es ist wieder einmal die Zeit, um das Jahr mit einem echten Kracher zu beenden! Ende dieses Jahres ist das „Hatefest“ ein gelungener Punkt, um kurz vor Weihnachten noch einmal richtig die Haare fliegen zu lassen. Als „Mottoshow-Beobachter“, musste ich ja bereits bei den letzten Berichten zum Besten geben, dass die Shows immer leerer werden. Vor einigen Jahren wurde es brauch, dass fünf bis acht Bands auf Reisen gehen und dann unter einer „Mottoshow“ die Hallen zu füllen. Dies klappte bis dato auch immer sehr gut und die Markthalle [meist die Veranstaltung für diese Feste – etwa 900 Leute-] war eigentlich immer ausverkauft. Die Stimmung war gut und die Bandzusammensetzung – meist – sehr gelungen. Nun wird es aber immer leerer – zuletzt auch beim Trashfest – gerade einmal die Hälfte der Halle war gefüllt. Fakt ist, dass auch an diesem Abend wieder viele Bands locken. Zusammengefunden haben sich: Die Melodic-Death-Corer von LOST DREAMS, Black Metal gibt es von AZARATH, MARDUK UND TRIPTYKON, Grind gibt es von MILKING THE GOATMACHINE und am Ende wird mit KATAKLYSM der Sack zugemacht. Also Vorhang frei für einen langen Abend.

.: LOST DREAMS:.

Obgleich das Hatefest sich im Gegensatz zu anderen Festen eher auf die harte Musik beschränkt, gibt es mit LOST DREAMS einen doch eher weichen Starter an diesem Abend. Der recht harte aber zugleich melodiöse Core kracht recht gut. Die Band geht überzeugend zur Sache und feuert ein ordentliches Set ab. Schon hier fällt auf, dass der Bass viel zu laut ist, der Sound sehr dumpf klingt und die Gitarren kaum gegen an arbeiten können. Dies hat zur Folge, dass die Songs eher matschig klingen, als dass sie voll und ganz kicken. Die Band gibt sich alle Mühe dieser Welt aber so richtig geht in der Halle nichts. Kein Wunder, um 18 Uhr haben sich gerade mal 50 Leute eingefunden. Zwei bis drei Leute machen was, der Rest schaut sich in der Gegend um. Stimmungstechnisch ein echter Reinfall und so bleibt der Band nichts anderes übrig, außer trotzdem alles zu geben. Nach 25 Minuten ist Schluss und der Applaus ist – der Masse gegenübergestellt – recht ordentlich. Gute und vernünftige Kost, die mehr Zuschauer und einen besseren Sound gebraucht hätte, um zu überzeugen.

Sound 4/10
Licht 7,5/10
Bühnenpräsenz 7,5/10
Stimmung 2/10








.: AZARATH :.

Nun wird es dunkel in der Halle. Es haben sich gut 150 Leute eingefunden, um AZARATH zu begutachten. Die Polen wissen mit ihrem Black/Death-Metal aufzufallen. Die Klischees werden so stark ausgereizt, dass es wirklich lächerlich wird. Jeder trägt eine Lederhose – in schwarz – alle haben Ketten um den Hals, die aussehen, als würde man damit einen Laster anketten wollen. Eine umgedrehte Jesus-Figur in etwa 20 CM Größe baumelt an den Hosen, die umgedrehten Kreuze sind größer, als bei DIMMU BORGIR und selbst die Kabel sind in Schwarz oder in einem Silber eingesprüht, sodass wirklich alles „Evil“ wirkt. Irgendwo ist auch mal alles zuviel des Guten – erinnert teilweise schon an die Kollegen von GORGOROTH. Und da sagt man, Posen sei eine Sache im Hard Rock und Power-Metal… Musikalisch gibt es voll in die Fresse. Kaum ein Lied lässt sich auf Kompromisse ein und jedes Lied ist rasend schnell. Im Publikum passiert zwar etwas mehr als bei LOST DREAMS aber so wirklich kann die Masse nicht gepackt werden. Titel wie „Christscum“ treiben mir persönlich nur ein Gähnen ins Gesicht – andere grinsen kurz -ernst nehmen kann das keiner so richtig. Die Lichtshow ist ganz gut auch wenn man für die Musik etwas zu viel mit bunten Lichtern arbeitet. Auch an der Bühnenpräsenz kann man noch etwas arbeiten – aber am Ende bleibt ein guter, wenn auch sehr aufgesetzter Gig, der einfach nur in die Fresse geprügelt hat.

Sound 6/10
Licht 6/10
Bühnenpräsenz 7/10
Stimmung 4/10








.: MILKING THE GOATMACHINE :.

Nun darf abgedreht werden! Auch wenn die Halle immer noch sehr leer erscheint, ist mit 400 Leuten das Maximum an diesem Abend erreicht. Von jetzt an wird sich die Dichte im Publikum halten. Die ersten Fans machen sich mit Aufwärmübungen durch die Halle warm, andere schauen einfach gespannt auf die Bühne. Dann schießt „I Like Big Butts“ aus den Boxen und der erste Maskierte stürmt auf die Bühne und schlägt im Takt auf eine riesige Kuhglocke. Dann darf der Grind kommen… 40 Minuten bekommt man die Band, wie man sie gewohnt ist. Lustig, brutal und wuchtig – so lieben wir die Jungs und das wissen sie auch. Die Bühne wird voll ausgenutzt und die Songs sind jedes Mal gut in Szene gesetzt. Der Pit explodiert von der ersten Minute an auch wenn man natürlich schon größere in der Markthalle erleben durfte. Die Kost knüppelt und wird mit ordentlichem Applaus belohnt. Ein spaßiger Zusatzeffekt ist, dass immer ein Mann in Verkleidung [mal mit Ziegenmaske, mal als Clown oder als Wolf] auf die Bühne kommt und immer wieder für Stimmung sorgt. Da werden Luftgitarren ins Publikum geworfen, Bälle verteilt oder mit Tischfeuerwerk rumgespielt. Auf und vor der Bühne herrscht also Spaß und Chaos – so soll es sein! So wollen wir die Band und so macht der Gig auch die vollen 40 Minuten über Spaß. Überzeugend – und selbst die ganz harten Black-Metaller schauen belustigt und angetan auf die Band und lassen sich am Ende dazu herab, einen sehr großen Applaus frei zu setzten.

Sound 8/10
Licht 8/10
Bühnenpräsenz 10/10
Stimmung 9,5/10











.: MARDUK :.

Nun weicht der Spaß dem Ernst. MARDUK bereiten sich darauf vor, an diesem Abend die Markthalle platt zu machen und dies gelingt ihnen auch von Anfang an. Das Set geht gute 50 Minuten und beinhaltet natürlich Klassiker wie „Azrael“ und „Panzer Division Marduk“. Dazu gibt es auch hier und da neuere Kost [„Warschau 2: Headhunter Halfmoon“], die ebenfalls sehr gut vom Publikum angenommen wird. Die Bühne ist die meiste Zeit über in Nebel gehüllt und lässt mit wenigen Farbwechseln die Musik noch monotoner wirken, was die Kost erdrückender macht und somit perfekt in Szene setzt. Zwei Doom-Lieder gibt es auch, sonst wird nur auf die Speed-Schiene gesetzt. Die Veteranen der Szene machen eigentlich alles richtig und auch im Publikum stellt sich ein Dauer-Haareschütteln ein. Die Songs werden eigentlich immer mit kurzen Intros eingeläutet, was das Bühnenbild während der Liederwechsel etwas auflockert und minimal für Ruhe sorgt. Durchgehend überzeugend und mit einem echt starken Auftritt, verabschiedet sich die Band – anders als die Kollegen von AZARATH– ohne großen Schnickschnack. Wie schön, dass Black Metal auch noch „nur“ durch die Musik überzeugen kann. Störend ist nur, dass der Sound so extrem Bass/Drum übersteuert ist, dass einen sich der Magen umdreht. Obwohl die Lautstärke völlig akzeptabel ist, hat man das Gefühl, dass man erdrückt wird. Einziger Abzug, in einer sonst sehr guten Show.

Sound 5/10
Licht 8/10
Bühnenpräsenz 8/10
Stimmung 8/10








.: TRIPTYKON :.

Es darf kurz verschnauft werden, da die Umbaupause etwas länger dauert, dann kommen die alten [neuen] Hasen von TRIPTYKON. Schon beim Umbau gibt es im Hintergrund Hirn zerschmetternde Doom-Passagen, die den Aufbau mit etwas Stimmung untermalen. Dann brechen der Warrior und Co. über die Halle rein und zertrümmern, was nicht bei drei auf den Knien ist. Schon von Anfang an wird klar, der Sound wird eher schlimmer, als das er besser wird. Der Sound gehört natürlich tief und in Doom getaucht aber der Bass und die Drums sind so dominierend und schlecht abgemischt, dass einen das Essen fast hochkommt. Die Halle wackelt und man hält sich dauernd den Bauch. Der Band übergeht dies und spielt eine gute Mischung aus aktuellen TRIPTYKON-Songs und alten CELTIC FROST-Klassikern. Dabei gibt es hier und da noch eine nette Ansage und eine sehr gute Lichtshow. In einer Stunde Spielzeit kann man natürlich nicht alle Klassiker aus dem Hut hervorzaubern, wenn man bedenkt, wie viel Material zur Verfügung steht. Trotzdem schafft man eine ausgewogene Mischung, die die Halle überzeugen kann. Mit „The Prolonging / Winter“ setzt man einen sehr passenden Schlusspunkt und spätestens bei dem Song weiß jeder, wo der Hammer [ich spare mir den Witz „ „Wo der Höllenhammer hängt“ einmal;-] hängt. Auch hier ist eigentlich nur der Sound der große Kritikpunkt – sonst bekommt man auch hier, was man sich erhofft hat. Es bleibt nur zu sagen: „Hamburg, TRIPTYKON verbeugt sich vor euch!“…

TRIPTYKON SET:


1. Crucifixus / Procreation [Of The Wicked] [CELTIC FROST]
2. Goetia
3. Circle Of The Tyrants [CELTIC FROST]
4. Descendant
5. Into The Crypts Of Rays [CELTIC FROST]
6. The Prolonging / Winter [CELTIC FROST]

Sound 3/10
Licht 9/10
Bühnenpräsenz 8,5/10
Stimmung 8/10





.: KATAKLYSM :.

Für einige Minuten wird die Halle komplett leer, sodass man schon fast befürchten muss, dass die Kanadier vor zehn Leuten spielen müssen. Zum Glück füllt sich die Halle sehr schnell und „Let Them Burn“ eröffnet das Set von KATAKLYSM. Der Pit fegt durch die Halle und die Köpfe kreisen zur Musik. Die Band zeigt sich sehr routiniert und gelassen auch wenn man schon deutlich mehr Leute in dieser Halle vor sich gehabt hat. Man muss bedenken, dass bei der Headliner-Show der Band, mehr Leute da waren, als an diesem Abend, wo man viel mehr Bands zusammengesetzt hat und man ja schon fast ein Tages-Festival-Feeling hat. Trotzdem gibt die Band alles und spielt ein sehr überraschendes Set. Klassiker wie „Serenity In Fire“ und „Shadows And Dust“ kommen nicht, dafür einige seltene Stücke wie „Illuminati „ und „In Words Of Desperation “. Trotz der etwas ungewöhnlichen Setlist weiß die Band mit ihrer Klasse zu überzeugen und hält die Meute auch um kurz vor Mitternacht noch bei Laune. Da wird ein Diver auf die Bühne geholt, hier wird eine längere Ansage gemacht, dort wird sich auf die Knie geworfen und Gebangt – einfach eine gute Show, die die Band wieder einmal abliefert. Hier werden keine Gefangenen gemacht und auch wenn der Headliner nur knapp eine Stunde spielen darf, beschwert sich um Punkt Mitternacht keiner, als mit „Prevail“ ein guter Schlusspunkt gesetzt wird. Obgleich KATAKLYSM in letzter Zeit sehr oft zu sehen sind, stellt sich bei der Band – auf der Bühne zumindest – keine Langeweile ein und so kann man wieder einmal ein gutes Bild abgeben. Daumen hoch und weiter so – auch wenn man nicht alle 4 Monate aufkreuzen muss – das würde auch die Leute etwas heißer machen und die Halle würde wieder voller werden.


KATAKLYSM Setlist:

Let Them Burn
Manipulator of Souls
Push The Venom
The Ambassador Of Pain
Taking The World By Storm
Where The Enemy Sleeps...
As I Slither
Numb & Intoxicated
Illuminati
In Words Of Desperation
At The Edge Of the World
Crippled & Broken
Prevail

Sound 7,5/10
Licht 8,5/10
Bühnenpräsenz 8,5/10
Stimmung 8,5/10

Fazit: Es ist und bleibt eine traurige Wahrheit: Die Feste werden immer leerer! Dies kann an vielen Dingen liegen... Zum ersten: Die oft gleichen Bands und der – im Vergleich zu normalen Konzerten – etwas höhere Preis. Hauptsächlich wird es aber wohl an der Menge liegen. Damals gab es zwei bis vier Feste im Jahr, die in der Art umherzogen. Nun gibt es das Thrashfest, Paganfest, Heidenfest, Full Of Hate Fest, Hatefest, Metalfest, Power Of Metal Fest und der Neckbreakers Ball – bestimmt hab ich sogar den einen oder anderen Namen vergessen. Wenn man bedenkt, dass einige davon auch noch zwei Mal im Jahr kommen – ist man mal eben bei locker zehn Festen. Dies bei einem Preis von durchschnittlich 30€ macht mal eben knappe 300€ im Jahr. Dazu dann noch das ein oder andere Extra in Form von Band-Merch oder Bier und man ist mal eben fast bei einem Monatsgehalt eines Durchschnittverdieners. Leider verhält es sich mit den Festen so, dass die Auswahl meist so gestaltet ist, dass gerade immer so viel für einen dabei ist, dass man am Ende doch wieder in der Halle ist auch wenn einen die Hälfte der Bands gar nicht interessiert. Fakt ist, dass die Bands oft gesehen werden – sie überzeugen eigentlich fast immer mit Leistung aber ob sich die Feste auf Dauer durchsetzten, bleibt abzuwarten. Der Trend geht etwas zurück und so lässt sich sagen, dass man erneut solide Kost bekommt, an der selber sich nichts verändert werden muss – der Rahmen allerdings muss völlig neu gesteckt werden!

Persönliche Tourempfehlung 8/10

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 20.12.2011 | 14:46 Uhr
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