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Datum: 28.09.2006Stadt: München




Es war wieder so weit. Fast exakt ein Jahr nach der letzten Hell On Earth-Tour in Europa, rollte auch heuer wieder ein Paket der modernen Klänge über die Autobahnen und hinterließ in so mancher Ortschaft unter Garantie die eine oder auch andere blutige Nase. Neben den Headlinern HEAVEN SHALL BURN (die letztes Jahr als Co-Headliner mehr als nur eingeheizt haben), konnten die Veranstalter noch mit MAROON, GOD FORBID, CATARACT, PURIFIED IN BLOOD und A PERFECT MURDER mehr klotzen als kleckern.

Pünktlich zur Einlasszeit um 19 Uhr am Backstage angekommen musste ich (wie es beim Backstage mittlerweile wohl Gang und Gebe ist) feststellen, dass A PERFECT MURDER schon ihren Set fertig genudelt hatten und das ich die ersten beiden Songs von PURIFIED IN BLOOD auch wohl schon verpasst habe. Super, da kommt als Rezensent Freude auf.

PURIFIED IN BLOOD gaben eine solide Vorstellung ihres thrashigen Metalcores, konnten aber meiner Meinung nach nicht die Energie ihrer Platte „Reaper Of Souls“ ordentlich rüberbringen. Die Songs wurden zwar allesamt recht gelungen gespielt (allen voran „Endless Evil“) aber es fehlte leider der Funken, der das Fegefeuer so richtig zum Lodern bringen könnte.

Nach dem Norwegen-Sechser kam der Schweizer-Fünfer CATARACT auf die Bühne geklettert und entfachte eben jenes Inferno, welches im Set vorher gefehlt hatte. Dass CATARACT mit zum geilsten gehört, was musikalisch aus der Schweiz kommt, ist wohl jedem klar aber Live sind die Jungs ’ne Wucht. Hier wurde ge-death-grooved was die Boxen hergaben (oh ja, die P.A. im Backstage… dazu später mehr), massig Breaks gekonnt in den Pit geschleudert und das Gaspedal bis zum Unterboden durchgetreten. „As We Speak“, „Kingdom’s Rise“ und „Forsaken Cries“ waren meine Favoriten des Abends und nicht nur ich schien das so zu sehen, wenn man sich das wild moshende Publikum in Erinnerung ruft. Geiler Auftritt.

Aber noch besser waren MAROON. Hatten CATARACT zwar schon 150% gegeben, so waren es bei Maroon noch mal 2% Pünktchen mehr. Sänger Andre fegte wie ein kleiner Derwisch über die Bühne, rotzte sowohl verbal als auch Körperflüssigkeiten-technisch die Bühne voll und unterstützte mit seinem Brüllorgan die Band, die die Songs arschtight spielte. Todeswände, Bühnentaucher und Gewalttänzer prägten den Auftritt der fünf Ostdeutschen, die zu Songs wie „Wake Up In Hell“, „Watch It All Come Down“ und „Annular Eclipse“ (was’n Brett Live, mein lieber Scholli) ihre Gliedmaßen in alle Himmelsrichtungen warfen.

Nach einer Stunde war auch dieser Tornado vorbei und die sichtlich angedüdelten Amis von GOD FORBID kletterten auf das Podium. „It’s Oktoberfest“ lallte Frontklotz Byron ins Mikro und erntete vom fast nur aus Straight Edgern bestehende Publikum eher mäßigen bis gar keinen Beifall. Na ja, dafür passte wenigstens die Mucke. Der letzte Output „IV: Constitution Of Treason“ war eigentlich nicht so mein Cup of Tea, da zu vorhersehbar aber Live sah es dann doch anders aus. Zumal die beiden Gitarristen (die auch die Backings übernehmen) eine solide Performance ablieferten und mit schönen Soli begeistern konnten. Der sehr Thrash-angehauchte Stil der Band war bei einigen Leuten vielleicht doch zu „oldschool“, dennoch haben mich die Amerikaner positiv überrascht.




Und dann… ja und dann kamen HEAVEN SHALL BURN. An dieser Stelle müsste ich das Review eigentlich abbrechen, denn jeder, der HSB mal Live gesehen hat, weiß was ich meine. Die fünf Jungs aus Thüringen sind einfach eine der besten und intensivsten On-Stage-Bands aus Europa. Mehr Gewalt geht eigentlich gar nicht mehr. Gewalttätig war auch das Gesangsmikro von Fronter Markus, aus dem ein Sound kam, bei dem die Reichspropaganda Mitte der 30er feuchte Augen bekommen hätte. Das tat den Ohren nicht gut und schmerzte gehörig im Trommelfell. Nach drei Songs wurde aber auch das Problem behoben und HEAVEN SHALL BURN zerlegten im wahrsten Sinne des Wortes die Bühne. „The Wall Of Silence“, „The Weapon They Fear“, „Deaf To Our Prayers“, „Voice Of The Voiceless“, jeder Song war ein Knaller. Und sogar die längst vergessene Perle “To Inherit The Guilt” (den Song hab ich seit fünf Jahren nicht mehr Live gehört) wurde zum Besten gegeben. Die Band war spieltechnisch auf allerhöchstem Niveau und hatte fast keine Aussetzer. Markus hat seit der letzten Tour auch mächtig an Entertainer-Qualitäten draufgepackt, denn so redefreudig wie hier hat man ihn selten gesehen. Mit seinem thüringischen Charme („Münschn, wir habn uns auf der Herfahrt die Sätlist extrscha für eusch durschn Kopp gehen lossn“) und dem einen oder anderen Witz, hatte er das Publikum sehr schnell auf seiner Seite. Nach ca. einer Stunde war dann aber auch Schluss im Backstage und man konnte glücklich und zufrieden das Auditorium verlassen.

Für Freunde gepflegter moderner Metal (-core) Musik ist das Hell On Earth-Package die erste Anlaufstelle um sich die Ohren durchpusten zu lassen und der Zustrom der Fans auf allen Konzerten dieser Tour wird hoffentlich dafür sorgen, dass die Tour auch nächstes Jahr wieder in Europa gastieren wird.

DeoUlf

Autor: Lorenz von König [DeoUlf] | 03.10.2006 | 11:11 Uhr
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