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Datum: 06.02.2016Stadt: Oberhausen

Die Hamburger Kürbisköpfe können sich über ihre Popularität zurzeit kaum beklagen. „My God-Given Right“ krachte im vergangenen Jahr in fast allen europäischen Ländern in die Charts. In Deutschland kletterte das Album bis auf Platz 8. Damit knackte man das Ergebnis des Vorgängeralbums „Straight Out Of Hell“ (Platz 4) zwar nicht ganz, aber die Erfolgswelle der Hamburger ebbt noch lange nicht ab. Kein schlechtes Omen für die just rollende Tour also.
Als Supports fährt man mit den in den Jungbrunnen gefallenen RAGE und den BRITEN C.O.P. UK ebenfalls ordentliche Geschütze auf -und so ist die proppenvolle Turbinenhalle keine wirkliche Überraschung am Samstagabend.

Um Punkt 19.45 Uhr stehen C.O.P. UK auf der Bühne, um das Spektakel zu eröffnen. Die Briten haben sich kürzlich um CIRCLE II CIRCLE/WHITE LION-Keyborder Henning Wanner verstärkt. Und der bergische Jung spielt seine ganze Erfahrenheit auf der Bühne aus, stellt sich nicht in die zweite Reihe, sondern gibt den agilen Entertainer, so gut es sein Instrument zulässt. Ansonsten ist Sänger Dale Radcliffe klares Aushängeschild der Band, die ihr Hauptaugenmerk auf die Songs ihres aktuellen Albums „No Place For Heaven“ legt.




Mit dem Opener „The Core“ geht die Chose schon mal gut los, auch wenn es nicht so klingt als gewähre man der Combo den vollen Sound. Radcliffe und seine Jungs übergehen dieses Problem allerdings mit ihrer Spielfreude und dem eingängigen melodischen Hardrock, der bei vielen Leuten im Publikum Zuspruch findet. Leider verzichtet man auf den Titelsong des aktuellen Albums, der wohl das Highlight der bisherigen Schaffensphase darstellt. Trotzdem ein guter Auftakt.

Schon in der Umbaupause wird klar, dass wir es mit einer Co-Headliner-Tour zu tun haben, denn die RAGE-Anhänger machen mit ihren „Peavy...Peavy...“-Sprechchören ordentlich Lärm und drängen in Richtung Bühne. Als das runderneuerte Trio dann mit „Black In Mind“ loslegt, gibt es kein Halten mehr. Bandboss Peavy grinst von einem Ohr zum anderen und seine beiden Mitstreiter Marcos Rodriguez (guit) und Lucky Maniatopoulos (dr) tun es ihm gleich. Vielleicht kann dieses Line-Up musikalisch nicht mit der Klasse der Smolski-Ära mithalten. Was Spielfreude und positive Aura angehen, ist Peavy aber definitiv auf dem richtigen Weg. In Oberhausen hat der gebürtige Herner, der mit seiner Combo mittlerweile im bergischen Burscheid probt, ohnehin ein Heimspiel.




Die Fans lechzen nach den Klassikern, die es natürlich im Übermaß gibt. „Don't Fear The Winter“, „Solitary Man“, „Higher Than The Sky“, das nicht nur im Mitsingteil mit „Sweet Home Alabama“ gewürzt wird, sondern dank der unfassbaren Stimmimitationskunst von Gitarrero Rodriguez auch mit einer coolen Version von „Holy Diver“. Peavy wird ob der Sangeskünste seines Sidekicks kurz blass, lächelt die Konkurrenz aber dann weg. „Der Marcos spielt noch in 'ner DIO-Coverband“. In der Tat – das hört man. „My Way“, die neue Single, wird gefällig angenommen und von den meisten Fans mitgesungen – die Scheibe dürfte also schon einige Male über die Ladentheke gegangen sein.
Fazit: RAGE sind von einer sehr guten Profi-Band, die aber am Ende wohl nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht hat, erneut zu einer Metal-Maschine mit Ecken und Kannten geworden. Und das Wichtigste: Die Protagonisten haben Spaß inne Backen. Freuen wir uns aufs neue Album!

HELLOWEEN starten anno 2016 erstmal mit einem Klassiker-Doppel von 1988. Wer „Eagle Fly Free“ und „Dr. Stein“ als Eröffnungsnummern im Set verfeuern kann, der lebt wahrlich auf der Sonnenseite des Musikerplaneten.




Und der ist bei HELLOWEEN aktuell sehr stilvoll in die Eislandkulisse des aktuellen Albums getaucht, in der sich die Musikanten bestens zurechtfinden. Andi Derris gibt wie meist den mimisch vielfältigen Entertainer, während Weikath optisch immer mehr als eine deutsche Ausgabe von Jimmy Page durchgeht und auf seine alten Tage nicht mehr uncooler wird. Sascha Gerstner schaffte es derweil, den gesamten Gig in einer ca. 15 Kilo schweren Lederjacke zu bewältigen: Are You Metal? Na, aber so was von… . Gute-Laune-Bär Markus Grosskopf hopst unentwegt durch das Bühnenbild, während sich Drummer Dani Loeble in seiner Schlagzeugburg mit ihren vier (!) Bassdrums verschanzt.




Der energetische Titelsong der aktuellen Scheibe steht an dritter Stelle im Live-Set und wird von den Kürbis-Jüngern ohne merklichen Enthusiasmusschwund abgefeiert. Mit „Steel Tormentor“ und „Mr Torture“ habe ich dann erstmals Grund, unzufrieden mit den Füßen zu scharren. Das geht viel besser. Gottlob geht’s danach mit „Waiting For The Thunder“ von „Straight Out Of Hell“ weiter, dessen Chorus einfach immer für die nötige Gänsehaut sorgt, um den Kürbisköpfen weiterhin aus der Hand zu fressen. Auch wenn Herr Weikath wie immer so tut, als ginge ihn das Geschehen auf der Bühne nicht ganz so viel an, sind HELLOWEEN immer noch für großes Gefühlskino gut. Mit dem rasanten Titelsong des vorletzten Albums geht es weiter, bevor mit „Heroes“ zwar nicht die beste, aber eine allein konzeptionell ziemlich unterhaltsame Nummer des neuen Outputs ins Plenum gefeuert wird. Das folgende Drumsolo gab's und gibt’s besser. Aber wen interessiert's, wenn danach Großtaten wie „Where The Rain Grows“ und „Lost In America“ durch die Speaker dröhnen. Die ebenso epischen „Power“ und „Forever And One“ führen zum großen Medley-Finale, in dem „Halloween/Keeper Of The Seven Keys“ die Derris-Songs „Soul Surviver“, „I Can“ und „Are You Metal“ einrahmen.




Danach ist Verschwinden angesagt, doch kommt man für „Before The War“ und „Future World“ auf die Bühne zurück, bevor mit „I Want Out“ tatsächlich Schluss ist.

Natürlich haben diverse Klassiker gefehlt, aber was soll man einer Band mit einem solchen Kanon groß vorwerfen? Die Spielfreude ist immer noch da – gerade Sascha Gerstner ist in der letzten Dekade zur absoluten Rampensau herangereift. Zudem sind die Hallen voll und das Gesamtpackage ist in Sachen stilistischer Vielfalt ebenfalls beklatschenswert. Wer nicht da war, hat was verpasst.

Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 09.02.2016 | 00:04 Uhr
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