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Datum: 29.01.2010

Gut und gerne zwei Jahre haben sich die italienischen Brutal Deather HOUR OF PENANCE Zeit für den Nachfolger von „The Vile Conception“ gelassen. Doch nun, u.a. nach einer Europatour mit ORIGIN und IMPALED, steht mit „Paradogma“, so der Titel der neuen Scheibe des Quartetts aus Rom, ein Album ins Haus, das die Todesbleitruppe auf die nächsthöhere Stufe hievt, abwechslungsreicher geworden ist, teils spannende neue Wege beschreitet und insgesamt ganz schön zu punkten weiß. Erhaltet auf Metalnews bereits jetzt einen Einblick – inkl. zusätzlichen Kommentaren von HOUR OF PENANCE-Gitarrist Giulio Moschini – in die einzelnen Songs auf „Paradogma“, das am 26. März 2010 über Unique Leader Records erscheinen wird!




„Paradogma“
Nach einem düsteren und orchestralen Intro, das auch BEHEMOTH alle Ehre machen würde, geht das für HOUR OF PENANCE so charakteristische Blast-Beat-Gewitter los, wird jedoch schnell von dem sehr eingängigen und rhythmischen Refrain, der sich sofort im Ohr festsetzt, abgelöst. Außerdem zeigt sich, dass Sänger Francesco spürbar an sich gearbeitet hat, seine Stimme vielseitiger einsetzt und seine Intonation sehr gut auf die Riffs abgestimmt hat. Eine gute Wahl als Opener und gleichzeitig das Titelstück!

Giulio: Aufgrund des ersten Riffs in diesem Lied dachten wir, dass dieses sich am besten als Opener für das Album eignen würde. Das Stück ist sehr eingängig, episch und mit einer ausgeprägten ‚obskuren’ Stimmung – dies ist vermutlich der ‚melodischste’ Song auf der Scheibe.


„Thousands Of Christs“
Kurz und bündig – dies würde „Thousands Of Christs“ gut beschreiben, denn hier wird in knapp drei Minuten alles gesagt, was zu sagen ist. Somit ist das Stück das Überschallgewitter auf „Paradogma“, das dennoch stets kontrolliert wirkt und wie eine Granate einschlägt. Hinzu kommen ausgeklügelte Übergänge, getragene Melodiefetzen zum Ende des Songs sowie die präzise Double Bass von Mauro, die eine Nähmaschine vor Neid erblassen lassen würde.

Giulio: Normalerweise positionieren wir auf jedem Album immer den brutalsten und den annähernd besten Song an zweiter Stelle. Und los geht’s, denn „Thousands Of Christs“ ist der schnellste Track des ganzen Silberlings [der erste Blast Beat dürfte sich bei etwa 270 bpm oder so bewegen] und veranschaulicht zusammen mit „Caged Into Falsehood“ am besten, wo HOUR OF PENANCE heutzutage stehen. Am Ende des Stücks gibt es zehn Gitarrenspuren, um eine massive und epische Gitarrenwand zu erzeugen. Auf diesen Song sind wir richtig stolz.


„The Woeful Eucharisty“
„The Woeful Eucharisty“ ist dem Vorgängeralbum „The Vile Conception“ am ähnlichsten und hätte problemlos auf diesem stehen können. Abgehackte und schnelle Vocals, Blast Beats, wuchtig sägende Gitarren, also die Markenzeichen der Italiener, zeichnen dieses Lied aus. Doch wer denkt, dass dies alles ist, hat sich geirrt: Ab der Hälfte wird die leicht geänderte Marschrichtung der Band durch ein sehr melodisches Gitarrensolo und eine sehr schräge, dissonante, schleppende Riffwalze der Marke MORBID ANGEL oder IMMOLATION prima verdeutlicht und setzt wichtige und gelungene Akzente!

Giulio: Die Riffs in diesem Stück sind ganz typisch ‚PENANCE’, und das wird wahrscheinlich das Erste sein, das den Hörern beim ersten Durchlauf durch den Kopf gehen wird. Der Song entwickelt sich jedoch langsam zu den neuen Aspekten in unserer Musik hin, die wir bislang noch nie vorgestellt hatten, und endet dann in einem schleppenden Part à la MORBID ANGEL. Sicherlich einer meiner Favoriten auf „Paradogma“.


„Malevolence Of The Righteous“
Und gleich folgt die nächste Neuerung, denn hier nehmen HOUR OF PENANCE das Tempo weitgehend heraus und liefern einen atmosphärischen und düsteren Mid-Tempo-Stampfer, der ein klein wenig an das epische „Requiem In SI Minore“ von FLESHGOD APOCALYPSE, bei denen Sänger Francesco ebenfalls aktiv ist, erinnert. Wütend, treibend, wuchtig und mit genügend Freiräumen für viele Nuancen im Gitarren- und Schlagzeugbereich stellt „Malevolence Of The Righteous“ ein gelungenes Novum im Sound der Deather dar!

Giulio: Viele Rezensenten haben sich darüber beklagt, dass „The Vile Conception“ von vorne bis hinten Geblaste war. Nun, jetzt kommt dafür die Überraschung, denn der vierte Track ist ein langsamer bzw. mittelschneller HOUR OF PENANCE-Song! Ehrlich gesagt war es auch für mich überraschend und definitiv eine Herausforderung, dieses Lied zu schreiben!


„Caged Into Falsehood“
Vielleicht der Song auf „Paradogma“, der am besten alle Vorzüge der Band auf einen Punkt bringt und in dem meiner Meinung nach besten Stück des neuen Albums vereint. Zudem verdeutlicht „Caged Into Falsehood“ am deutlichsten die Entwicklung der Band, denn während immer noch rasende Riffs und Drums einen wichtigen Teil darstellen, wird deutlich mehr auf Abwechslung geachtet und auch mal das Tempo gedrosselt. Beispiel gefällig? Der melodische und sehr epische Mid-Tempo-Part mit ein wenig ORIGIN-Flair und einer Melodie, die sich sofort in die Gehörgänge fräst, sowie das ausgezeichnete Gitarrensolo am Ende.

Giulio: Das ist der erste Song für „Paradogma“, den ich geschrieben habe, und er ist ziemlich wahrscheinlich ein weiterer Favorit von mir. Er repräsentiert ausgezeichnet die neue Grundstimmung, die sich über das ganze Album hinweg erstreckt. Er ist brutal und sehr episch zur gleichen Zeit, und es klingt auf alle Fälle ‚neuartig’ dank des großen Mid-Tempo-Parts in der Mitte des Stücks. Das ist etwas, das wir bislang noch nie so gemacht haben.




„Incestuous Dynasty Of Worms“
Ungestüm und aggressiv brettert „Incestuous Dynasty Of Worms“ los, dass einem Sehen und Hören vergeht. Der kleine Bruder von „Thousands Of Christs“, könnte man sagen, und ein für HOUR OF PENANCE sehr charakteristisches Lied. Direkt, wuchtig, schnell und schnörkellos – ein Stück, das live sicherlich zünden wird wie eine Bombe!

Giulio: „Incestuous Dynasty Of Worms“ ist eines der furiosesten Lieder auf dem Album. Es spricht sicherlich für den Song, dass er recht einfach strukturiert ist, sodass die Riffs schnell beim Hörer hängen bleiben. Dies ist auch eines der neuen Stücke, das wir am liebsten live spielen. Ein richtiger Song zum Headbangen.


„Adversary Of Bigotry“
Erstaunlich melodisch, aber dennoch unglaublich aggressiv – bedingt durch die Blast-Beat-Attacken von Mauro – peitscht einem „Adversary Of Bigotry“ um die Ohren und weiß durch unkonventionelles Songwriting zu überzeugen. Vor allem ab der Mitte des Songs wird durch die schleppenden Parts und das einprägsame Solo ein wenig an HATE ETERNAL erinnert, ehe zum Ende hin noch einmal die Finger über das Griffbrett flitzen. Wieder ein schönes Beispiel dafür, dass HOUR OF PENANCE sich spürbar weiterentwickelt haben.

Giulio: „Adversary Of Bigotry“ ist vermutlich der abwechslungsreichste und melodischste Song des Albums. Meiner Meinung nach ist das Riffing in diesem Lied sehr originell, obwohl es immer noch Death Metal ist. Francesco hat zu diesem Stück einen sehr coolen Text geschrieben.


„Incontrovertible Doctrines“
Ein weiterer Song an der Drei-Minuten-Grenze, der unbeirrbar nach vorne prescht und typisch nach HOUR OF PENANCE klingt, aber auch in diesem Fall die Melodien nicht ganz außen vor lässt. Sehr eingängig, griffig und mit einem groovenden Refrain ausgestattet, der von der treibenden Double Bass unterstützt wird – gut so.

Giulio: Noch ein eingängiger Song, den wir unglaublich gerne live spielen. Er ist sehr schnell und direkt!


„Spiritual Ravishment“
Ein unkonventionelles Lied der italienischen Deather, das sich vom Großteil der restlichen Songs abhebt. Treibend, rasend und schnörkellos wirkt „Spiritual Ravishment“ wie aus einem Guss und lässt während seiner knapp drei Minuten mit viel Vollgas wiederum neue Nuancen bei HOUR OF PENANCE durchscheinen. Ein düsteres, knapp einminütiges Outro aus Perkussion und Synthesizern rundet das Stück ab und bildet eine gute Überleitung zum abschließenden „Apoteosis“.

Giulio: Dies ist das zweite Stück, das ich für das neue Album geschrieben habe. Es wird in Triplets gespielt, was ungewöhnlich für HOUR OF PENANCE ist, da ich es nicht mag, wie Death-Metal-Songs mit Triplets klingen. Aber irgendwie ist diesmal etwas anders gelaufen, sodass wir uns letzten Endes dazu entschlossen, diesen Song auf die Scheibe zu packen. Er hat auf jeden Fall diese Old-School-Stimmung. Das atmosphärische Outro am Ende des Liedes wurde übrigens von unserem Schlagzeuger Mauro geschrieben und gespielt.


„Apotheosis“
Der mit Abstand ungewöhnlichste Song auf „Paradogma“ bzw. in der ganzen Diskografie von HOUR OF PENANCE, der sofort aufhorchen lässt, denn dies bedeutet für die Band absolutes Neuland. Irgendwo zwischen wuchtigen Death-Metal-Riffs lassen sich flirrende, in Richtung Black Metal schielende Gitarren sowie ein deutlich spürbares FEAR FACTORY- und MESHUGGAH-Feeling ausmachen. Und was jetzt vielleicht einige stutzen lässt, funktioniert dennoch ausgezeichnet und offenbart ein düsteres und apokalyptisches Stück Musik losgelöst von der rigiden Schublade „Brutal Death Metal“, das die Experimentierfreude und den Mut von HOUR OF PENANCE erneut beweist!

Giulio: „Apotheosis“ ist eigentlich das instrumentale Outro der neuen CD; die Texte kamen dann im Studio hinzu. Das Coole an diesem Track, der in jeglicher Hinsicht anders klingt als alles, was wir bislang gemacht haben, ist, dass sämtliche Effekte, die man in dem Lied hört, keine Synthesizer, sondern Gitarren sind.


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 29.01.2010 | 00:31 Uhr
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