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Datum: 23.04.2006Stadt: München

Was für ein Abend. Es ist eher selten, dass man in deutschen Landen ein Billing vorgesetzt bekommt, welches für einen relativ geringen Eintrittspreis dann auch noch so hochkarätig ist. Der Abend wurde eh durch niedrige Preise im Bereich Verköstigung und Merchandise geprägt und wurde durch eine straffe Organisation und durch, ja man möchte fast sagen, freundliche Fan-Nähe, zu einem wunderbar angenehmen Abend im Münchener Metropolis.

Fast punktgenau um 16.30 Uhr enterten die Israelis von ORPHANED LAND die Bühne und wussten durch ihren orientalisch angehauchten Metal zu überzeugen. Über den symphonisch wirkenden Stücken triumphierte die Stimme des charismatischen Sängers Kobi Farhi, der (begleitet durch stimmige Background-Chor-Gesänge) eine gute Performance ablegte. Die Band selbst wirkte frisch und glänzte durch eine wahre Spielfreude, die einen förmlich ansteckte. Bravo.

Nach einer kurzen Umbaupause stürmten die Finnen ENSIFERUM das Metropolis und zerlegten im wahrsten Sinne des Wortes die Bühne. Pfeilschnelle Melo-Death-Songs bildeten das Gründgerüst des Fünfers, welche durch gekonnt eingesetzte Keyboard-Parts von Tastenmaus Meiju Enho schön aufgelockert wurden. NORTHER-Frontsocke Petri Lindroos stimmte immer wieder zum begeisterten Headbangen an und stellte so einen sympathischen Gegenpol zu den eher grimmig wirkenden anderen Bandmitgliedern dar. Doch zwei Dinge trübten den Auftritt etwas: 1. hätte man ENSIFERUM locker ein paar Bands nach hinten im Billing verlagern können, da sehr viele Anwesende wohl gerade wegen den Finnen das Metropolis aufsuchten und 2. nervte der doch etwas dämlich wirkende Kuhfell-„Cowboy“-Hut von Petri. Aber das täuschte dennoch nicht über ein grandioses Konzert hinweg.

Kurz nach ENSIFERUM machte sich die Allstar-Band SCAR SYMMETRY an der Menge einzuheizen und enttäuschte mich doch etwas. Die Band um CARNAL FORGE-Klampfer spielte zwar eine nette Mischung aus Death und modernem Heavy Metal, konnte aber nicht vollends überzeugen. Klingt der schwedische Fünfer auf Konserve noch erfrischend, so schien Live leider etwas die Dynamik zu fehlen. Nur Sänger Christian Älvestam wusste einige Akzente mit seiner Stimme zu setzen. Na ja, macht nichts: die richtigen Highlights sollten ja erst noch kommen.

Ex-THE CROWN-Sänger Johan Lindstrand groovte sich mit seiner neuen Combo ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET so wunderbar holzig durch einen Set, dass man seiner ehemaligen Band nur bedingt nachtrauert. Ob das Rhythmus-Monster „So Grim, So True, So Real“ oder die Tötungs-Wand „Devil On The Red Carpet“, das Publikum fraß dem charismatischen Grunzer förmlich aus der Hand und feierte jedes Stück des Debüts „21 Century Killing Machine“. Gelungener Einstand und hoffentlich bald mal als Headliner auf Tour zu bewundern. ONE MAN ARMY hätten es verdient.

Und dann kam meine persönliche Überraschung des Abends: AMORPHIS. Hatten die Finnen um Gitarrero Esa Holopainen doch einige Fans mit ihren letzten Outputs „Far From The Sun“ und „Am Universum“ vergrault, stellten sie auf ihrem neuesten Langspieler „Eclipse“ eine Fahrt „back to the roots“ und einen neuen Sänger vor, der sich hinter Über-Vokalist Pasi Koskinen keinesfalls zu verstecken braucht. Der Neue ist schlicht weg eine Bank. Wahnsinn, wie der zwischen harmonischen und cleanen Gesang und unmenschlichem Geröhre hin und her wechseln kann, ohne auch nur die Spur von seinen Linien abzuweichen. Das Set bestand zwar vorwiegend aus neuen Songs, dennoch kam das alte Flair der guten alten AMORPHIS-Tage wieder zum Vorschein. Ein Grund mehr, diesen Sommer das Summer Breeze zu besuchen, für das die Finnen bestätigt wurden.

Viele der Anwesenden drängten sich nach dem Auftritt immer dichter vor die Bühne um den Co-Headliner SOILWORK würdig zu begrüßen. Björn „Speed“ Strid (mal ohne rotem Hemd) und sein Gefolge knüppelten sich durch ihren Melodic Death Metal als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Ob Songs der Erfolgsscheibe „Natural Born Chaos“ oder des letzten Albums „Stabbing The Drama“, die Fans vor der Bühne nahmen jeden Hassbatzen dankend entgegen und stimmten so den ersten Moshpit des Abends ein. Bassist Ola Flink stürmte als bester Reinhold Messner-Look-A-Like des Abends über die Bühne und führte das eine oder andere Kunststückchen in Sachen Bodenturnen auf. Der Aushilfs-Drummer der Band SCARVE, Dirk Verbeuren, legte eine mehr als nur gute Figur hin und stimmte in die Lieder einige schön groovende Fills ein. Bleibt nur für ihn zu hoffen, dass er nach der Tour von SOILWORK als fester Schlagwerker übernommen wird.

Nach einem gelungenen Set und zwei Zugaben später kamen Peters HYPOCRISY auf das Holzparkett und konnten natürlich die Stimmung noch mal um 100% anheben. Mit Horgh als Schlagzeuger kann ja eh wenig schief gehen und der legte zusammen mit Bassist Mikael Hedlund einen tonnenschweren Groove für die beiden Gitarristen Tägtgren und Andreas Holma vor, die ihrerseits mit hammerharten Gitarrenriffs und wilden Soli-Duellen konterten. Egal ob das viel umjubelte „Eraser“ oder die Oldschool-Wuchtbrumme „Osculum Obscenum“, HYPOCRISY wussten zu jeder Zeit wann welcher Song am Besten zündet. Dr. Augenring stachelte das Publikum zu immer größeren und wilderen Kopfschüttel- und Mosh-Aktionen an und das schien ihm und der Band auch mehr als nur zu gefallen. HYPOCRISY spielen keine schlechten Gigs und dieser war auch weit davon entfernt, auch nur ansatzweise in irgendeiner Form langweilig zu wirken.

Unterm Strich bleibt zu verzeichnen, dass das Neckbreaker’s Ball eine sehr gute Festival-Reise darstellte, die einen wunderbar schönen Querschnitt aus vielen verschiedenen Musikstilen der harten Sorte zum Besten gab. Fast jede Band wusste auf ihre Weise zu überzeugen und es herrschte eine positive, ja fast sogar familiäre Atmosphäre im Metropolis und das möchte viel heißen in der Metal-Szene. Bleibt für die hörende und sehende Gemeinschaft nur zu hoffen, dass dieses Neckbreaker’s Ball nicht die letzte Tour war und im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

Ein persönlicher Dank geht noch an Jebbel und Rex Rocker.

Autor: Lorenz von König [DeoUlf] | 26.04.2006 | 00:32 Uhr
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