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Datum: 25.04.2006Stadt: Wermelskirchen

Was hat man nicht im Vorfeld dieser Tour alles befürchten müssen: Von rechtsradikalen „Fans“ bis hin zu Antifa-Bomben machte man sich auf der aktuellen Gastspiel-Reise von IMPALED NAZARENE so ziemlich auf alles gefasst. Der Grund: Gerüchte, die rechtzeitig von einer gewissen Christa Jenal und der emsigen Antifa in Umlauf gebracht worden waren, bezichtigten die finnischen Black Metaller, Angehörige der extremen Rechten zu sein. Einige Clubbesitzer, die ihren Job hoffentlich nicht mehr lange machen werden, fielen auf die ekelhaft faschistoide Hetze der genannten Denkrentner herein und sagten kurzerhand die bereits seit Monaten gebuchten Gigs in ihren Venues ab. Moralisch super konsequent, machte man doch auf diese Art viele tatsächlich Rechtsgesinnte auf IMPALED NAZARENE aufmerksam und gefährdete damit Fans und Bands gleichermaßen.

Zufällig stammt die Vorband WHORECORE nämlich aus Israel – na klingelt’s? Genau, welche Nazi-Band geht bitteschön mit einer jüdischen Grindcore-Combo auf Tour? Mann, Mann, Mann… . Genau diese Truppe stand dann auch auf der Bühne als ich – zu spät – im Bahndamm eintraf. Leider hatten die Italiener von RESURRECTURIS schon gespielt. Schade, hatte ich mich doch auf die Jungs gefreut, die jede Art von Einfluss in ihrem Extrem-Sound verwursten und mit „The Cuckoo Clocks Of Hell“ eines der abwechslungsreichsten Death Metal Alben der letzten Zeit abgeliefert hatten. Schwamm drüber, WHORECORE lassen keine Zeit für Enttäuschungen. Zu kompakt ist der Sound, zu großartig die Breaks, zu agil die Band. Songs wie „She’s Wearing Their Skin“, „Severed Wings“ oder „HIV Positive“ sind auf Konserve schon genial, aber live macht einen die Band einfach nur fertig. Die ganze Halle groovt und rast abwechselnd zu den messerscharf dargebotenen Riffs. Spätestens jetzt wird klar, dass aus Israel nicht nur schlechte Nachrichten und LEHAVOTH kommen. Nein, WHORECORE veranstalteten die schweisstreibendste Party, die seit langer Zeit eine Supportband im AJZ gefeiert hat.

WHORECORE



Das mussten dann auch DISPARAGED feststellen, die zunächst mit technischen Problemen zu kämpfen hatten. Irgendwann entschied sich Frontriese Tomislav entnervt dazu, alle Leads in der Hocke zu spielen, weil er offenbar nicht entziffern konnte, was ihm da aus dem Monitor entgegen wabberte. Der recht anspruchsvolle Death Metal der Schweizer brachte zudem erwartungsgemäß nicht so viele Leute zum Abfeiern wie dies der einfache, aber effektive Moshsound von WHORECORE noch vermocht hatte. Daran sollten sich die Jungs aber nicht zu sehr stören, denn das Material des aktuellen Albums „Bloodsource“ bewegt sich auf einem so hohen Niveau, dass man eigentlich permanent mit Strahlemannfresse durch die Gegend schwofen müsste. Man brauchte sich nur anzuschauen, wie Drumtier Heinz in lässiger Haltung während einer Frickel-Granate wie „Banished“ sein Kit verprügelte, als spielte er auf einem Free-Jazz-Festival. Die Jungs hätten schon mit „Overlust“ den Durchbruch verdient gehabt. Mit der neuen Scheibe und ein bisschen mehr Glück in Sachen Technik sollte dieses Ziel, zumindest in Europa, problemlos erreicht werden können.

Über Probleme mit Zuschauerresonanzen kann Dave Matrise nur müde lächeln. Wenn es eine Band im Todesblei-Sektor schafft, 100 Leute eine Dreiviertelstunde lang bangend im Kreis herumlaufen zu lassen, dann die „Emperors of the Circle Pit Command“: JUNGLE ROT. Der Opener „Face Down“ ist ein Paradebeispiel für den perfekten Death Metal-Song: zwei megaeingängige Grundriffs, schnell hoppelnde Basisgeschwindigkeit und an den richtigen Stellen die „Kehle-durch-Stakkato-Breaks“, die den Mosh-Part signalisieren.

JUNGLE ROT



Da im Grunde jeder JUNGLE ROT-Track diese Qualitäten besitzt, kann man sich in etwa vorstellen wie megaheftig das Ami-Quartett abgefeiert wurde. Die Klassiker "Immersed In Blood" und "Humans Shall Pay" konnten noch einige Extra-Reserven beim Publikum entfesseln, aber eigentlich war das Energie-Level während des gesamten Gigs konstant hoch.Die Position im Billing war angesichts der kollektiven Euphorie im Publikum auf jeden Fall eine mittlere Unverschämtheit.

„Es ist toll, in Deutschland zu spielen, einem wundervollen, demokratischen Land, in dem ein paar beknackte Linksradikale einem das Leben zur Hölle machen und Konzerte verhindern können.“ Mikka Luttinen brachte sich mit den passenden Worten in Stimmung. Der Sound nämlich sorgte zunächst nicht dafür, dass der früher als erwartet stattfindende IMPALED NAZARENE-Gig zu einem Siegeszug wurde. Zu dünn und leise krochen vor allem die Gitarren durch die P.A., was die Band allerdings durch energisches Stageacting wieder auszugleichen versuchte. Die Fans fanden’s offenbar prima und gingen dementsprechend ab, nachdem sie sich an die klangliche Katastrophe gewöhnt hatten. Mit zunehmender Spieldauuer steigerten sich sowohl Sound als auch die Laune des Herrn Luttinen und so sorgten Kracher der Marke „Penis Et Circes“, „Kohta Ei Naura Enää Jeesuskaan“ und vor allem „The Endless War“, bei dem das Publikum zum Black Metal Chor(e) mutierte, für Gänsehaut. Natürlich gab’s auch die altbekannte Schwäche des megaeintönigen und oft ziemlich daneben liegenden Drummings zu beanstanden, aber spätestens nach dem genialen „We’re Satan’s Generation“ vom „Rapture-Album waren solche Kritikpunkte nicht mehr als periphere Haarspalterei. Das AJZ kochte jetzt nämlich und die Band spielte sich immer tiefer in die Windungen der Hölle. „Let’s Fucking Die“ – na und ob. Mit einem zufriedenen Grinsen verabschiedete man sich nach knapp einer Stunde, um kurze Zeit später – ohne den unauffindbaren weil völlig breiten – Sänger zurückzukehren und noch ein wenig mehr zu (be)rauschen. Geiler Gig, geile Band – und das ganze ohne Übergriffe von links oder rechts, bestens!

IMPALED NAZARENE



Dagegen wirkten die angegrauten Herren von MACABRE mit ihrer Massenmörder-Symphonie schon beinahe etwas hüftsteif, was aber der musikalischen Klasse der Jungs keinen Abbruch tat. Das Trio konnte seine „Murder Metal“-Hymnen immer noch mit genug Schmackes unters Volk streuen, dass das Wasser weiter die Wände herunter lief. Kein Wunder, wenn man Old School-Kracher wie „The Hillside Stranglers“ oder „Grandmother’s House“ im Repertoire hat, kann man nicht wirklich abkacken. Problematisch ist allerdings die Trio-spezifische Doppelbelastung Gitarre/Gesang. Hier entstand das ein oder andere Soundloch, das etwas nervte. Möglicherweise konnte diese Feststellung aber auch mit der fortgeschrittenen Dauer begründet werden, die das Knüppel-Package an jenem Abend bereits in Anspruch genommen hatte. Egal – ansonsten waren Macabre pfundig und kein schlechter Headliner, obwohl der imaginäre Siegerkranz ganz klar zu gleichen Teilen an JUNGLE ROT und IMPALED NAZARENE ging.

Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 25.06.2006 | 17:22 Uhr
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