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Datum: 18.06.2003Stadt: Oslo/Norwegen

Das INFERNO FESTIVAL, welches von BORKNAGAR Gitarrist Jens Ryland zum Leben erweckt wurde, feierte im Jahre 2001 seinen Einstand. Bereits im darauffolgenden Jahr kamen Leute von überall her - USA, Brazilien, Italien ...tja, und wir Deutschen müssen eben auch überall unseren Senf dazugeben.
So zog es auch mich und meine Mitstreiter in die nordische Hauptstadt, welche bei uns wohl eher als kleine Provinzstadt angesehen werden würde. Ohne unsere Patronengurte (ja genau, wir sind Kriegsverherrlicher Herr Flughafen-Majestro) schossen wir also los zum Inferno!

Im Vorfeld stellte sich bei den meisten Festivalbesuchern wohl nur eines in den Vordergrund: Sein oder Nichtsein - jawohl, das schien hier die Frage. Sowas war ich von mehrtägigen Saufgelagen in heimischen Gefilden nicht gewohnt. Vorzeige Tütüs, unechte Körbchen - und aber hallo - angeklebte Elfenohren, gehörten hier nur zu einer kleinen Auswahl an Utensilien, die die nördländischen Metaler (oder was auch immer) mitbrachten. Was für ein Pech nur, dass spitze Gegenstände, und so auch die in meinen Augen harmlosesten Nietenwaren, verboten waren und am Eingang entzogen wurden. Wer weiss, was mich sonst noch erwartet hätte. Aber wie dem auch sei, von blutverschmierten Brautkleidern, bis hin zu Star Wars-artigen Gesichtsverzierungen sah man wirklich alles - ein gefülltes Programm also auch während der Pausen.
Und so schwänkten die Köpfe weiter - und siehe da, auch bekannte Gesichter wie Herr Nagel alias FENRIZ (DARKTHRONE), R.NATTEFROST (CARPATHIAN FOREST) und ein etwas schüchtern wirkender GAAHL (GORGOROTH), welcher sich wieder auf freiem Fuße zu bewegen schien, waren geladene Gäste und amüsierten sich sichtlich. Für grimmige, gesichtslame "Evil-Heros" wäre dies also nicht der richtige Ort gewesen. Ob sich das, für meine Verhältnisse recht anschauliche Sümmchen, was man für dieses Festival zu blättern hatte also lohnte, werdet ihr in den folgenden Zeilen lesen...


Als "Warm-Up" gings hinunter an die kleine,aber feine "John Dee" Bühne. ALSVARTR wurden sichtlich ersehnt und so füllte sich die Halle so schnell, das es erstmal einige "Boxenstops" oben an der Treppe gab. Für Jünglinge und Fräuleins hieß es so oder so "Zutritt verboten", denn alle Bereiche, in denen Alkohol ausgeschänkt wurde, und so auch der Bereich der "John Dee" Bühne, durften nicht unter 18 Jahren betreten werden. Strikte Bändchen-Kontrollen, welche man am Eingang für einen gültigen Ausweis bekommen hatten, folgten jedesmal aufs Neue. Da kannten die Nordmänner keine Gnade. Desweiteren blieb der Zutritt zum balkon-artigem, oberen Bereich und der Bereich direkt vor dem V.I.P.-Eingang untersagt; verständlich - mussten sich die Musiker doch vor dem Auftritt ordentlich auftanken! Zu erwähnen wäre evtl. noch, dass 1 Bier - jawohl nur eins!!!!! - um die 8 Euro kostete und härtere Sachen wie Weinbrand sowieso erst ab 26 J. ausgeschänkt wurden. Nun mag man meinen, die Norweger halten sich mit dem genüsslichen Bierschlemmen zurück. Keinesfalls!!! So liefen wir täglich um kurz vor 17 Uhr an einem randgefüllten "Elmstreet-Pub", mit sichtlich gefüllten Bierbäuchen, machmal mehr - manchmal minder ausgeprägt, vorbei.
Aber zurück zu ALSVARTR: Das schien ein guter Start zu sein! Die Stimmung war in bester Festival-Laune. Und so kreisten bereits 17:45 Uhr die ersten Köpfe. Die Black Metal Freunde schienen begeistert. Da die Halle, wie schon erwähnt, sehr gefüllt -um nicht zu sagen überfüllt- war, konnte ich nur den Klang der Combo vernehmen.

Da ich wohl auch langsam nichtmehr die Jüngste zu sein scheine, lässt mein Gedächtnis bei der Fülle an Bands nur noch schleierhafte Erinnerungen an die Horde durch. Und da ich kein Freund von Spekulationen bin, führe ich meinen Bericht mit 1349, der darauffolgenden Band, fort. Die Treppen wieder heraufgestiefelt ( ja ich hätte wirklich mal die Anzahl der Stufen,die ich an diesen 3 Tagen gelaufen bin, zählen sollen ) stand nun, 18:15 Uhr, die erste Band auf der Hauptbühne "Rockefeller" an. Kurzerhand hieß es für mich also auf in den Fotograben und warten was auf mich zukommt. Aber hallo!!! - Black Metal vom Feinsten. Ich musste meinen Kopf echt vom Bangen abhalten. FROST (SATYRICON), welcher 2001 als Drummer in die Band eingestieg, machte auch hier eine gute Figur. Geblendet von Scheinwerfern und angeheizt durch feurige Effekte (ein Solarium wäre ein Scheißdreck gegen diese Flammenwerfer gewesen) kroch ich also wieder aus dem Graben. Nun wurde mir das Preis-Leistungs-Verhältnis langsam klarer, denn gegen diese Bühnen-Präsenz waren viele deutsche Festivals nichtmal annähernd "0-8-15". Das machte schon was her! 1349 präsentierten sich in Topform. Die Band bildete auf der Bühne eine unbesiegbare Horde - powervoll und energiegeladen. Auch das Publikum war angetan und für eine halbe Stunde war es richtig leer an den Bierständen, was an diesen Tagen eine Seltenheit darstellte.

Machen wir einen Sprung zu TAAKE, welche für mich unverständlicherweise die kleine "John Dee" Bühne betreten mussten: Mitternacht - genau die richtige Stunde um "Nattestid"...(Nachtzeit) einläuten zu lassen. Die Leute stürmten wie in Scharen an die Bühne und eine halbe Stunde nachdem ich an der ersten Reihe verharrt hatte, waren meine Gedärme bis zur Unendlichkeit in die Gitterstäbe gedrückt. Na wo sind wir den hier!!!!, dachte ich mir insgeheim und ließ dies die Sardinenfreunde hinter mir auch spüren. In gewohnter Form hallte EDVARD GRIEGS "Hall Of The Mountain King" als Intro durch die Boxen und unter starkem Mitgröhlen der Masse wanderten die 4 Musiker auf die Bühne. Gemeinsam bestiegen wir also die 7 Berge. Die Masse war nicht mehr zu halten, und so auch ich.
Zum Glück ist mein Nacken solche Ausbrüche schon gewohnt, denn am nächsten Tage stellten sich bei einigen sichtlich die berühmten "Weh-Wehchen" der Metalfreunde ein.

Nundenn, aber nach TAAKE hieß es dann erst noch "Space-Night à Rockefeller". THE KOVENANT stürmten um 1 Uhr die Bühne. Eigentlich kenne ich THE KOVENANT noch aus ihren Black Metal Tagen, doch hier bot sich mir ein ganz anderes Bild. Spaciger Metal und trashige Outfits waren neuer Trend der Mannen. Der Großteil war sichtlich angetan, und Songs wie "New World Order" und "Spaceman" stellten einen gekonnten Abschluß des ersten Festivaltages dar.

Nachdem dann Feierabend auf dem Gelände eintrat, wanderten alle Hartgesottenen, die noch immer nicht genug um die Ohren geblasen bekommen hatten, ins "Elmstreet", um sich dort den Rest zu geben. Doch auch da hieß es um 3 Uhr "Zeit für den Sandmann", was uns auf unsere Hotelzimmer verwies. Aber der gute Jack Daniels fand auch in unseren Reisetaschen ein gutes Zuhause...den Rest könnt ihr euch denken!

Mit KOLDBRANN startete der zweite Festivaltag.
Da unsere anscheinend zunehmend ermüdeten Knochen nicht aus der Hüfte kamen, mussten wir uns als Erstband mit SIRENIA zufrieden geben. Gothic-Metal mit Violine und Frauengesang. Das war leider nicht nach meinem Geschmack; das war eindeutig etwas für die Samtkleidchenträger.

Und so wanderte ich schonmal an die John Dee Bühne um mir einen gesicherten Platz für LUMSK, von der hier jeder zweite Norweger ein Wort verlor, zu sichern. Die sieben Musiker, die sichtlich gedrängt auf der Bühne standen, begeisterten vorallem das norwegische Publikum mit traditionellen Folk-Klängen, welche mit Rock -und Metalelementen vermischt wurden. Mit Violine und dem abwechselnden cleanen Frauen -und Männergesang konnten sie selbst mich zum mitwippen animieren. Dieser Stil brachte neue Farbe in das sonst so düster gestimmte Festivalprogramm.

Geballte 5 Stunden später und mit einigen flüssigen Köstlichkeiten abgefüllter, war die Zeit für RUNEMAGICK gekommen. Mit guter Atmosphäre lieferten die 4 Musiker eine wirklich geile Show. Die Proffesionalität dieser Combo und vorallem dessen SäNGERS UND GITARRISTEN RUDOLFSSON, welcher seinen Bühneneinstieg bereits vor 10 Jahren feierte, überzeugten sehr. Doch angesichts der Tatsache, das IMMORTAL direkt danach als Headliner des zweiten Abends zu Gange waren, verminderte sich die Zuschauerzahl von Runemagick mehr und mehr.

1 Uhr war es dann soweit! IMMORTAL zogen ein. Der Blick von ganz oben auf die Massen lies einen einfach nur erstarren. Ein kraftgeladenes Publikum feierte die "Black Metal-Ikonen". Als Dank dafür spielten ABBATH und seine Jungs ein gut gemischtes Programm, wobei aber trotzdem die neueren Werke die Überhand behielten. Die traditionelle "Abschlußzeremonie" war ABBATHS Feuerspucken. Noch 2 Zugaben und dann sollte es aber endgültig für heute gewesen sein.


Am letzten Tag und nach einem zerstörenden Blick in den Spiegel ging es wie gewohnt, kurz vor 18 Uhr, in Richtung Festivalarea. Wieder hieß es auf ein Neues. Und so traf man bereits zur frühen Abendzeit genug Leute an,die ordentlich bedient waren. Es gab selbstverständlich auch alkoholfreie Getränke! - Nur um das hier klar zu stellen...
Da ich keinen Nobelpreis im Review-Schreiben gewinnnen möchte, setze ich gleich bei NECROPHAGIA, welche als Headliner des dritten Abends präsentiert wurden, ein.
Die Mannen trafen sich zusammen mit aufgehängten, aufgeschlitzten und geknebelten Körperteilen und Gedärmen auf der Rockefeller Bühne ein. Um 1 Uhr fiel der Startschuß für das "Horror-Ensemble". KILLJOY und Co. lieferten eine blutige Show ab. Zwischendurch nahmen sie einem vermutlich unfreiwilligen,auf einem Stuhl gefesseltem, jungen Mann die Gedärme heraus und spielten so einige andere lustige Spielchen mit ihm. Besonders gut gefielen mir die Synth-Effekte, die mich sehr an alte Horror-Klassiker erinnerten. Horror/Gore-Metal vom Feinsten - mehr kann man dazu eigentlich garnicht sagen!

Und damit war es das dann auch schon! Bis 3 Uhr wurde sämtliches Fußvolk aus dem Saale geworfen und somit färbte sich ganz Oslo in schwarzem Ton...

Wem ich nach diesen Zeilen das INFERNO-FESTIVAL NICHT schmackhaft machen konnte, dem kann selbst ich nicht mehr helfen!

sno...

Autor: Sissy Winkler [sno...] | 18.06.2003 | 21:37 Uhr
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