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Datum: 09.11.2012Stadt: Geiselwind



In letzter Zeit machen viele große Touren, die ansonsten im Hirsch oder Löwensaal in Nürnberg aufgespielt hätten im Eventzentrum in Geiselwind halt, so auch das "Into Darkness" Tourpaket. Ein entscheidender Vorteil dürfte wohl das größere Einzugsgebiet sein, dass neben dem Ballungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen auch Würzburg und Schweinfurt umfasst. Aber das Eventzentrum bietet mit der Musichall auch einen hervorragenden Veranstaltungsort mit viel Platz, einer guten Akustik und einem großen Bar-Bereich. Hinzu kommt die gute Infrastruktur direkt an der A3 und ausreichend Parkmöglichkeiten am Rastplatz. Da nimmt man gerne auch mal eine halbe Stunde fahrt mehr in kauf.

Auf den ersten Blick mag das "Into Darkness" Tourpaket etwas seltsam anmuten, eine Reihe von Melodic/Gothic Metal Bands mit den Industrial Metallern PAIN als Headliner. Dem ein oderen PAIN-Fan – einschließlich mir – dürfte das Vorprogramm daher vielleicht weniger zugesagt haben. Umgekehrt funktioniert die Verbindung jedoch anscheinend sehr gut, denn die ganzen Gothic-Mädels – der weibliche Anteil macht heute bestimmt fast die Hälfte des Publikums aus – gehen auch auf PAIN ganz gut ab.



:: SCAR OF THE SUN ::


Den Auftakt machen SCAR OF THE SUN, während die etwa einhundert bereits anwesenden Gäste vor allem die hintere Hälfte der Halle sowie den Bar-Bereich bevölkern und sich den ersten Auftritt nur aus sicherer Entfernung begutachten. Abgesehen von ein paar wenigen, tapferen in der ersten Reihe sind die ersten zehn Meter vor der Bühne wie leergefegt. Frontmann Terry Niaks gibt sich sichtlich Mühe das Publikum irgendwie mitzureißen und gleichzeitig das erste und bis einzige Album der Band zu bewerben, doch die Reaktionen fallen eher verhalten aus. Die Mischung aus atmosphärisch-elektronischen Klängen, die irgendwo aus dem Hintergrund eingespielt werden und 08/15-Standardriffs weiß einfach nicht so recht zu überzeugen und auch die ungeschickte Mischung aus klarem Gesang, Growls und Sprechpassagen lockt heute Abend niemand hinter dem Ofen hervor. Gerade in Punkto Stimme und Bühnenpräsenz ist bei SCAR OF THE SUN noch gehörig Luft nach oben vorhanden. Seit WYKKED WYCHT auf der gemeinsamen Tour von SODOM, KREATOR und DESTRUCTION habe ich keine so belanglose Vorband mehr erlebt. Allerdings darf man wohl nicht außer Acht lassen, dass die Jungs mit dem heutigen Tourneestart vielleicht ihr erstes größeres Konzert als Support-Act geben. An den halbgaren Eigenkompositionen wird sich im weiteren Verlauf der Tour freilich nichts ändern, wenn die Truppe sich mal ein bisschen eingespielt hat gewinnt aber vielleicht wenigstens der Auftritt an sich an Qualität. Heute jedenfalls sind wohl fast alle froh, dass der Spuk nach einer halben Stunde und fünf oder sechs Liedern ein schnelles und unspektakuläres Ende findet. Bitte weiter im Programm!



:: LAKE OF TEARS ::


Den nachfolgenden LAKE OF TEARS bringt das Publikum anscheinend größeres Vertrauen entgegen, den bereits während der Umbaupause und des Soundchecks füllt sich die Leere zwischen Bühne und dem Mischpult. Immerhin sind die Schweden mit bereits acht Studioveröffentlichungen ja schon verhältnismäßig alte Hasen im Geschäft. Und selbst wer mit der Band bisher nicht vertraut war dürfte spätestens nach den ersten paar Takten merken, dass LAKE OF TEARS in einer ganz anderen Liga spielen als ihre Vorgänger. Zwar hält sich die Action auf der Bühne erneut in Grenzen, da Sänger und Gitarrist Daniel Brennare durch seine Rolle an den Mikrofonständer gebunden ist, nichtsdestoweniger wirken alle Bandmitglieder viel präsenter und vor allem auch kompetenter. Der größere Fundus an Liedmaterial und eine gelungene Zusammenstellung aus alten und neuen Titeln tut sein Übriges dazu. Extrem sympathisch finde ich aber vor Allem, dass Daniel und seine Jungs melancholische Musik spielen können, aber denoch nicht verstecken müssen wie viel Spass sie dabei auf der Bühne eigentlich haben. Da wäre zum Beispiel das witzige Fanfaren-Intro zum Einmarsch, dass irgendwie an die ersten schwarz/weiß Cartoons der 1920er Jahre erinnert. Oder Sprüche wie: "We are LAKE OF TEARS, we have come to drink all your beers." Diese Momente, die den Zuschauern ein ums andere mal ein Schmunzeln entlocken, lockern die sonst eher düstere Atmosphäre der melodischen Balladen und schweren, monotonen Doom-Riffs gekonnt auf. Und während ich mir LAKE OF TEARS nach wie vor nicht auf der heimischen Anlage anhören würde sorgt der charismatische Frontmann und das Auftretten der Band im Allgemeinen dennoch für ein durchaus positives Konzerterlebnis. Daumen hoch für LAKE OF TEARS.



:: SWALLOW THE SUN ::


SWALLOW THE SUN verstehen offenbar weniger Spass, zumindest macht der Keyboarder von Beginn an ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter... nur nicht lächeln, könnte ja jemand sehen. Das hat er sich sicherlich von MARDUK abgeguckt. Vielleicht basiert seine schlechte Laune aber einfach nur auf dem viel zu tief montierten Instrument vor ihm, was irgendwie albern aussieht. Aber nur weil SWALLOW THE SUN nicht zu Spässen aufgelegt sind, präsentieren sie sich nicht weniger kompetent als zuvor LAKE OF TEARS. Allerdings kommt trotz des extra Keyboarders und des Frontmanns der sich ohne Instrument ganz auf den Gesang konzentrieren kann immer noch erstaunlich viel elektronisches, atmosphärisches oder chorales, ja sogar simple Sprechpassagen, aus der Konserve – nämlich dem Laptop neben dem Schlagzeug. Bei den beiden Vorgängern, die auch auf jede Menge Einspieler zurückgegriffen hatten, lief das wenigstens etwas dezenter ab. Im Laufe ihrer Bandgeschichte hat sich der Stil von SWALLOW THE SUN stark gewandelt. Setzten die Finnen zu Beginn noch auf überwiegend harte, von Klavier/Keyboard begleitete Gitarrenklänge und ausschließlich Growls im Funeral-Doom-Stil warten neuere Veröffentlichungen mit vielschichtigen Melodien und oftmals klarem Gesang auf. Bereits beim zweiten Stück gehen die Finnen mit Öut Of The Light" vom ersten Album "The Morning Never Came" aber gleich mal in die Vollen, um direkt darauf mit "Labyrinth Of London" von der jüngsten Veröffentlichung eine deutlich verwinkeltere Nummer nachzuschieben die stellenweise in Bezug auf Melodie und Gesang sogar schon ein bisschen an neuere KATATONIA erinnert. Auch wenn leider kein weiterer Titel des hervorragenden Debuts mehr folgt finden SWALLOW THE SUN bei der Gratwanderung zwischen altem und neuem Material einen vernünftigen Weg und stellen zugleich ihre Vielseitigkeit unter Beweis.





Im Anschluss kommt zum ersten mal das große Schlagzeug, dass bereits die ganze Zeit erhöht im Hintergrund aufgebaut stand, zum Einsatz. Die anderen drei Musiker an Gitarre, Bass und Mikrofon haben dadurch nun ungemein mehr Platz auf der Bühne. Diesen nutzen MOONSPELL – vor allem Frontmann Fernando Ribero – auch voll aus und das erste mal an diesem Abend kann man tatsächlich von einer "Bühnenshow" im engeren Sinne sprechen. Die aktuelle Veröffentlichung der Band wird mit gleich vier Stücken beworben. Neben fünf weiteren Stücken der ersten beiden Scheiben aus den Jahren 1995/96 ist im Set nicht mehr viel Platz für die jüngere Vergangenheit der Band. Die Mischung scheint jedoch gut anzukommen, und das sowohl bei den langjährigen Fans der Band, als auch bei dem Teil des Publikums, der MOONSPELL lediglich als Vorband für die darauffolgenden PAIN betrachtet. Die Portugiesen lassen niemanden kalt, es wird gesungen, getanzt, gefeiert und die Stimmung ist auf ihrem bisherigen Höhepunkt.


Gegen Ende des Sets bedanken sich MOONSPELL noch einmal bei ihren Tourkollegen der anderen Bands und rufen zum Applaus für diese auf. Erneut wird mehr als deutlich, dass SCAR OF THE SUN die Gunst des Publikums nicht für sich gewinnen konnten. LAKE OF TEARS stehen offenbar nach wie vor hoch im Kurs können jedoch nicht mit der Leistung von MOONSPELL konkurrieren, die zum Abschluss noch einmal richtig gefeiert werden.

Setliste:
Axis Mundi
Alpha Noir
Night Eternal
Finisterra
Opium
Awake!
Lickanthrope
Em Nome Do Medo
Vampiria
Alma Mater
Fullmoon Madness






Mittlerweile eine knappe halbe Stunde hinter dem offiziellen Zeitplan ist es nun an der Zeit für Mastermind Peter Tägtgren und sein Gefolge die Music Hall zu rocken. Abgesehen vom Bühnenbild hat sich nicht wirklich viel verändert seit ich sie zuletzt im Sommmer auf dem "Queens Of Metal" gesehen hatte. Das Coverartwork von "You Only Live Twice" im Hintergrund musste weichen um stattdessen die in diesen Tagen erscheinende Live-DVD bewerben zu können. Die Zwangsjacke – in der der charismatische Frontmann mit Ärmeln bis zum Boden die Bühne betritt – ist aber nach wie vor am Start, ebenso der weiße Les-Paul-Nachbau von ESP. Neues Studiomaterial gibt es nicht, ergo hat sich auch das musikalische Programm – wenn überhaupt – nur geringfügig verändert. Alle Alben seit dem 2000er "Rebirth" werden mit mindestens zwei Titeln bedacht. Darunter natürlich die Hits des neuen Albums – "The Great Pretender" und das stark an AC/DC angelehnte "Dirty Women" – und echte PAIN-Klassiker wie "Shut Your Mouth" oder "End Of The Line". Bei dem umfassenden Repertoir auf das PAIN zurückgreifen können und einer Spielzeit von nur einer Stunde bleibt natürlich auch das ein oder andere gute Lied auf der Strecke. Besonders schmerzlich vermisst habe ich das BEATLES-Cover "Eleanor Rigby", das live bisher immer eine ziemliche Wucht war und leider wurde mein Wunsch, "The Third Wave" einmal live zu hören ein weiteres mal nicht erhöhrt. Nichtsdestotrotz, wie man so schön sagt: "Nur Killer, keine Filler", die Songauswahl kann sich wirklich sehen bzw. höhren lassen. Um viertel nach zwölf, nachdem PAIN eine volle Stunde lang richtig gut abgefeiert worden sind, ist das ganze Publikum offenbar plötzlich heiser und/oder totmüde vom Applaudieren und Zujubeln? Niemand – aber auch wirklich Niemand – setzt sich noch lautstark für eine Zugabe ein. Also verlassen PAIN nach einem soliden Auftritt die Bühne ohne mit "Buy/Die" – das sogar schon in der Setliste auf der Bühne eingeplant war – nochmal einen draufzusetzen. Traurig!

Setliste:
I'm Going In
End Of The Line
Walking On Glass
Zombie Slam
Dirty Woman
Monkey Business
Same Old Song
Great Pretender
Dark Fields Of Pain
It's Only Them
Let Me Out
On And On
Shut Your Mouth

Sm62

Autor: Michael Klimczak [Sm62] | 25.11.2012 | 17:06 Uhr
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